السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2025-12-24 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَمَا ٱلۡحَيَوٰةُ ٱلدُّنۡيَآ إِلَّا مَتَٰعُ ٱلۡغُرُورِ (3:185) Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt: "Das weltliche Leben ist vergänglich, es ist nicht von Dauer." Vor uns sind Millionen, ja Milliarden von Menschen gekommen und gegangen. Doch alles hat ein Ende. So wie das Leben des Menschen endet, so hat auch die Welt eine begrenzte Lebensdauer. Wie unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagte, ist die Menschheit seit dem letzten Propheten dem Jüngsten Gericht sehr nahe gerückt. Es ist schon mehr als 1400 Jahre her, dass unser Prophet dies sagte. Wir sind nun am Ende angelangt, doch die Menschen versinken immer tiefer im Diesseits. Sie sind sich dessen gar nicht bewusst; sie wissen nicht, was geschieht oder wie viel Zeit noch bleibt. Doch Allahs Befehl wird eintreffen. Alles hat ein Ende, auch diese Welt wird enden. Wir leben in der Endzeit, am Ende aller Tage. Alles steht Kopf. Man weiß kaum noch, was eigentlich vor sich geht. وَهُمۡ فِي غَفۡلَةٖ مُّعۡرِضُونَ (21:1) Die Menschen leben in völliger Achtlosigkeit. Sie sind ahnungslos und verlieren sich im Diesseits. Dabei wird dies alles enden. Selbst wenn das Ende der Welt noch auf sich warten ließe, so kommt doch gewiss das Ende des Menschen. Wie unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagte: "Der Tod eines Menschen ist sein Jüngstes Gericht." Aber in Wahrheit ist nun auch das Ende der Welt nah. Deshalb müsst ihr aufwachen. Ihr lebt in dieser Welt – schön und gut, das ist in Ordnung. Lebt euer Leben, aber erfüllt dabei die Befehle von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen. Vergesst Allah, den Mächtigen und Erhabenen, nicht; vergesst das Jenseits nicht. Denn das ist es, was euch nutzen wird. Diese Welt ist vergänglich, bloß Spiel und Zeitvertreib. Wie eine Fata Morgana – sie erscheint und verschwindet wieder. Darum lasst euch nicht täuschen, fallt nicht auf das Diesseits herein. Glaubt an das Jenseits, verlasst euch nicht auf das Vergängliche. Es wird vergehen; vor uns sind Milliarden Menschen gekommen und gegangen. Auch diejenigen, die nach uns kommen, werden vergehen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Der Mensch muss den Wert seiner Zeit kennen und sich auf dem Weg Allahs befinden. Wie gesagt: Allah, der Mächtige und Erhabene, hat alles schön erschaffen und Gaben gewährt; ihr dürft sie nutzen. Das Wichtigste ist jedoch, sie zu nutzen, ohne Allah, den Mächtigen und Erhabenen, zu vergessen. Gestaltet es schön; esst, trinkt, reist, aber vergesst Allah, den Mächtigen und Erhabenen, nicht. Erfüllt die Befehle von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen. Denn wenn ihr das nicht tut, ist alles nutzlos, ganz gleich wie schön es erscheinen mag. Der wahre Gewinn ist das Wohlgefallen von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen. Möge Allah mit uns zufrieden sein, inscha'Allah. Mögen wir Sein Wohlgefallen erlangen, inscha'Allah.

2025-12-23 - Dergah, Akbaba, İstanbul

In einem edlen Vers des Korans heißt es, dass Allah, der Mächtige und Erhabene, uns aus der Finsternis ins Licht führen will. Allah, der Mächtige und Erhabene, wünscht für die Menschen stets das Gute. Er hat ihnen auch einen freien Willen geschenkt. Seine Weisheit kennt nur Er allein, doch Allah wünscht das Wohlergehen der Menschen. Der Satan hingegen will jene, die im Licht weilen, in die Finsternis, die Dunkelheit und das Böse führen. Der Mensch steht genau zwischen diesen beiden Wegen; entweder befindet er sich in der Finsternis oder im Licht. Außer diesen beiden gibt es keinen dritten Weg. Aus diesem Grund führt das Befolgen der Befehle Allahs den Menschen zum Heil. Licht bedeutet Heil, Helligkeit, Schönheit, Klarheit und Güte – kurzum: jede Art von Segen. Dunkelheit hingegen bedeutet jegliche Art von Schwierigkeit, Übel und Trübsal. Alles Unbekannte liegt im Dunkeln. Deshalb ist die Nachtzeit für den Menschen oft schwieriger. Was diese Dunkelheit jedoch erhellt, ist der Gottesdienst, insbesondere die nächtlichen Gebete. Deshalb sind Gottesdienste, die in der Nacht verrichtet werden, viel wertvoller als jene am Tag. Denn dieser Gottesdienst verwandelt die Dunkelheit in Licht. Die Dunkelheit weicht, und Erleichterung sowie Helligkeit erfüllen den Menschen. Allah, der Mächtige und Erhabene, will das Schöne und zeigt euch den Weg, damit ihr diese Schönheit erlangt. Der Weg unseres Propheten – Friede und Segen seien auf ihm – ist solch ein Weg: Er ist hell, er ist Licht, Licht über Licht. Allah sagt: „Nūru s-samāwāti wa-l-arḍ“ (Er ist das Licht der Himmel und der Erde) (24:35); Allah ist das Licht. Er ist die absolute Schönheit, Gott sei Dank. Zu unserem eigenen Wohl und Nutzen müssen wir diesen Weg einschlagen. Dies ist ein Geschenk Allahs an uns; man sollte es nicht zurückweisen. Möge Allah uns bewahren. Möge Allah euch alle vor Finsternis, Dunkelheit und Übel beschützen, inscha'Allah.

2025-12-23 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul

قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: صَلَاةُ اللَّيْلِ مَثْنَى مَثْنَى، فَإِذَا خِفْتَ الصُّبْحَ فَأَوْتِرْ بِوَاحِدَةٍ، فَإِنَّ اللَّهَ وِتْرٌ يُحِبُّ الْوِتْرَ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Das Nachtgebet wird in Einheiten zu je zwei Rak'at verrichtet. Auch die freiwilligen Gebete erfolgen zu je zwei.“ „Wer fürchtet, dass die Zeit des Morgengebets eintritt, soll zum Abschluss eine einzelne Rak'at (Witr) beten. Wahrlich, Allah ist das Witr (Einer), und Er liebt das Ungerade.“ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: صَلَاةُ اللَّيْلِ مَثْنَى مَثْنَى، وَالْوِتْرُ رَكْعَةٌ فِي آخِرِ اللَّيْلِ. Weiter sagte unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam): „Das Nachtgebet erfolgt zu je zwei Rak'at. Das Witr-Gebet ist die einzelne Rak'at am Ende der Nacht.“ Wie erwähnt: Diese einzelne Rak'at gilt für die Schafiiten; sie können eine einzelne beten. Die Hanafiten hingegen müssen drei zusammenhängende Rak'at beten. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: الْوِتْرُ حَقٌّ فَمَنْ لَمْ يُوتِرْ فَلَيْسَ مِنَّا. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Das Witr-Gebet ist eine Pflicht (Haqq).“ Es ist also Wadschib (notwendig). „Wer es nicht verrichtet, gehört nicht zu uns.“ Man darf es also nicht unterlassen, indem man denkt, es sei nur eine freiwillige Tat (Nafila); es ist Wadschib. Es zu verrichten, ist eine Pflicht für jeden. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: إِنَّ لِلَّهِ تِسْعَةً وَتِسْعِينَ اسْمًا مِائَةً غَيْرَ وَاحِدٍ، لَا يَحْفَظُهَا أَحَدٌ إِلَّا دَخَلَ الْجَنَّةَ، وَهُوَ وِتْرٌ يُحِبُّ الْوِتْرَ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Wahrlich, Allah hat neunundneunzig Namen – einen weniger als hundert.“ „Wer diese verinnerlicht (aufzählt und versteht), wird gewiss ins Paradies eintreten. Allah ist Einer, und Er liebt das Ungerade.“ Das bedeutet: Wer die neunundneunzig Namen auswendig lernt, kommt ins Paradies. Wer sie nicht auswendig lernen kann, erlangt Segen durch das Lesen dieser Namen. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: إِنَّ لِلَّهِ عَزَّ وَجَلَّ تِسْعَةً وَتِسْعِينَ اسْمًا مِائَةً غَيْرَ وَاحِدٍ، إِنَّهُ وِتْرٌ يُحِبُّ الْوِتْرَ، وَمَا مِنْ عَبْدٍ يَدْعُو بِهَا إِلَّا وَجَبَتْ لَهُ الْجَنَّةُ. „Wahrlich, Allah hat neunundneunzig Namen, einen weniger als hundert.“ Die Namen Allahs sind zahlreich, doch es gibt neunundneunzig Namen, die unserem Propheten und seiner Ummah speziell offenbart wurden. „Allah ist Eins und liebt das Ungerade.“ Allah liebt es, auch in der Anzahl Seiner Namen ungerade zu sein. Diese neunundneunzig Namen sind jene, die Allah unserem Propheten mitgeteilt hat. „Jedem Diener, der Allah mit diesen Namen anruft, wird das Paradies gewiss zuteil.“ Wie gesagt: Es ist gut, sie auswendig zu lernen. Wenn nicht, liest man sie, und durch die Ehre dieser Namen gehört man inschaAllah zu den Paradiesbewohnern. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: الْوِتْرُ رَكْعَةٌ فِي آخِرِ اللَّيْلِ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Das Witr-Gebet ist eine einzelne Rak'at am Ende der Nacht.“ Das heißt, das Witr-Gebet sollte das zuletzt verrichtete Gebet sein. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: لَا وِتْرَانِ فِي لَيْلَةٍ. Weiter sagte unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam): „Es gibt keine zwei Witr-Gebete in einer Nacht.“ Das bedeutet: Wenn du das Witr-Gebet nach dem Ischa-Gebet verrichtet hast, wird es vor dem Morgengebet oder beim Tahadschud nicht erneut gebetet; es ist einmalig. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: زَادَنِي رَبِّي صَلَاةً وَهِيَ الْوِتْرُ، وَوَقْتُهَا مَا بَيْنَ الْعِشَاءِ إِلَى طُلُوعِ الْفَجْرِ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Mein Herr hat meinen fünf täglichen Gebeten ein weiteres Gebet hinzugefügt.“ „Dies ist das Witr-Gebet. Seine Zeit liegt zwischen dem Ischa-Gebet und dem Morgengebet.“ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: الَّذِي لَا يَنَامُ حَتَّى يُوتِرَ حَازِمٌ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Wer nicht schläft, bevor er das Witr-Gebet verrichtet hat, handelt entschlossen und sicher.“ Er meint damit: „Wer es vor dem Schlafengehen verrichtet – aus Sorge, es später zu vergessen oder zu verschlafen – hat seine Angelegenheit auf sicheren Boden gestellt.“ قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: مَنْ لَمْ يُوتِرْ فَلَا صَلَاةَ لَهُ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Wer das Witr-Gebet nicht verrichtet, dessen Gebet ist nicht vollständig.“ Das bedeutet, Gebete ohne das Witr sind spirituell gesehen mangelhaft und unvollkommen. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: مَنْ نَامَ عَنْ وِتْرِهِ أَوْ نَسِيَهُ فَلْيُصَلِّهِ إِذَا ذَكَرَهُ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Wer das Witr-Gebet verschläft oder vergisst, soll es verrichten, sobald er aufwacht oder sich daran erinnert.“ Es ist also Pflicht, das Gebet nachzuholen, sobald man sich daran erinnert. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: اسْتَعِينُوا بِطَعَامِ السَّحَرِ عَلَى صِيَامِ النَّهَارِ، وَبِالْقَيْلُولَةِ عَلَى قِيَامِ اللَّيْلِ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Nehmt das Suhur-Essen zur Hilfe für das Fasten am Tag; denn das Suhur erleichtert dem Fastenden den Tag.“ „Und nehmt den Mittagsschlaf (Qaylula) zu Hilfe, um für den nächtlichen Gottesdienst aufzustehen.“ Das bedeutet: Ein wenig Schlaf zwischen Mittag und Nachmittag erleichtert es, nachts für das Gebet aufzustehen. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: أَقِلُّوا الْخُرُوجَ بَعْدَ هَدْأَةِ الرِّجْلِ، فَإِنَّ لِلَّهِ تَعَالَى دَوَابَّ يَبُثُّهُنَّ فِي الْأَرْضِ فِي تِلْكَ السَّاعَةِ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Verringert das Hinausgehen, wenn die Menschen nachts zur Ruhe gekommen sind.“ Die Leute gehen nachts gerne noch hinaus und wandern umher, doch unser Prophet rät: „Verringert es.“ „Denn Allah, der Erhabene, hat viele Geschöpfe, die Er zu dieser Stunde auf der Erde verbreitet.“ Es gibt sichtbare und unsichtbare Wesen. Zu dieser Zeit viel hinauszugehen ist nicht ratsam; es ist besser, zu Hause zu bleiben. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: إِيَّاكُمْ وَالسَّمَرَ بَعْدَ هَدْأَةِ الرِّجْلِ، فَإِنَّكُمْ لَا تَدْرُونَ مَا يَأْتِي اللَّهُ مِنْ خَلْقِهِ. Weiter sagte unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam): „Hütet euch davor, draußen zu plaudern, nachdem Ruhe eingekehrt ist.“ Damit ist gemeint, dass man nicht vertieft in Gespräche draußen herumlaufen soll. „Denn ihr wisst nicht, welche Seiner Geschöpfe Allah hervor bringt.“ Die Geschöpfe Allahs sind zahlreich; man könnte belästigt werden oder zu Schaden kommen – möge Allah uns bewahren. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: قِيلُوا فَإِنَّ الشَّيَاطِينَ لَا تَقِيلُ. Weiter sagte unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam): „Haltet Mittagsschlaf (Qaylula), denn die Satane halten keinen Mittagsschlaf.“ Die Satane ruhen zu dieser Zeit nicht, also sollt ihr euch von ihnen unterscheiden. Der Mittagsschlaf ist sowohl die Sunna unseres Propheten als auch eine Erholung für den Menschen, welche die Satane verabscheuen. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: مَنْ قَرَضَ بَيْتَ شِعْرٍ بَعْدَ الْعِشَاءِ لَمْ تُقْبَلْ لَهُ صَلَاةٌ تِلْكَ اللَّيْلَةَ حَتَّى يُصْبِحَ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Wer nach dem Ischa-Gebet Gedichte (nutzlose Rede) rezitiert, dessen Gebet wird in jener Nacht bis zum Morgen nicht angenommen.“ Mit diesen Worten rät unser Prophet dazu, unnütze Dinge am späten Abend zu unterlassen. Manch einer mag sagen: „Wir sind Muslime, wir können alles tun“, doch auf manche Dinge muss man achten. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: خَفِّفُوا بُطُونَكُمْ وَظُهُورَكُمْ لِقِيَامِ الصَّلَاةِ. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) sagte: „Haltet eure Bäuche und Rücken leicht, um für das Gebet aufzustehen.“ Das bedeutet: Füllt euren Magen nicht übermäßig. Wer den Magen zu sehr füllt, den überkommt der Schlaf, und das Aufstehen zum nächtlichen Gottesdienst wird schwer. قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: نَهَى عَنِ النَّوْمِ قَبْلَ الْعِشَاءِ وَالْحَدِيثِ بَعْدَهَا. Unser Prophet (sall'Allahu alayhi wa sallam) untersagte das Schlafen vor dem Ischa-Gebet und das unnötige Sprechen danach. Es besteht also kein Grund, zwischen Abend- und Nachtgebet zu schlafen; es ist sogar unvorteilhaft, nach dem Asr-Gebet zu schlafen. Dies lehrte unser Prophet. Zudem wollte er nicht, dass die Nacht mit unnützem Gerede verbracht wird, und hat dies untersagt. Natürlich entspricht diese Feinfühligkeit dem hohen Standard der Sahaba; möge Allah uns vergeben, inscha'Allah.

2025-12-22 - Dergah, Akbaba, İstanbul

هُوَ ٱلَّذِي يُسَيِّرُكُمۡ (10:22) وَهُوَ عَلَىٰ كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ (67:1) Allah führt und leitet euch, wie Er es will. Alles, was ihr tut, geschieht durch Seinen Willen. Der Wille Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, steht über uns allen. Der Gläubige muss wissen, dass in allem Gutes für ihn liegt. Er muss Allah dafür danken, dass er sich auf dem Weg des Islams befindet. Deshalb gebührt Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, tausendfacher, ja millionenfacher Dank. Denn Er hat uns nicht auf andere Wege geführt. Möge Er uns – inscha'Allah – auf diesem Weg festigen. Mögen wir bis zu unserem letzten Atemzug auf diesem Weg bleiben, inscha'Allah. Denn Er hat andere Menschen auf andere Wege geleitet. Es gibt die Leute der Glückseligkeit und die Leute des Unheils. Die Glückseligen sind jene Menschen, die Allah auf Seinen eigenen Weg geleitet hat. Die Leute des Unheils sind jene, die den entgegengesetzten Weg gehen. Gestern haben wir, Allah sei Dank, einen Ort besucht. Es war ein Ort, an dem sich bedeutende Ereignisse zutrugen, durch welche die Glückseligen ins Unheil gestürzt wurden. Nach diesem Ereignis wurden sie dort zu Feinden auf Allahs Weg. Sie folgten dem Weg des Satans. Was war geschehen? Sie verließen den Weg des Propheten Jesus und gingen in die Irre. Wir waren an jenem Ort, wo sie dem Propheten Jesus den Rang des Prophetentums absprachen und ihn zum Gott erklärten. Dies war ein Ereignis, das vor 1700 Jahren stattfand. Genau dort war dieser Ort. Sie vertrieben diejenigen von dort, die auf dem wahren Weg waren. Sie töteten sie. Sie brachten sie zum Schweigen. Sie verbrannten ihre Evangelien. Sie ließen alles verschwinden, was zu ihnen gehörte, all ihr Wissen. Sie versuchten es zu vernichten, doch die Wahrheit hat Bestand; die Wahrheit vergeht nicht. Deshalb müssen wir Allah danken, damit Allah uns nicht vom rechten Weg abkommen lässt. Denn der Satan ruht nicht. So wie er jene vom Weg abbrachte und Götzen anbeten ließ, so führt er auch die Menschen hier in die Irre und lässt sie den Satan anbeten. Er lässt sie ihren eigenen Trieben dienen. Möge Allah uns vor dem Übel bewahren. Dies ist gewiss Allahs Bestimmung, doch wer auf dem rechten Weg ist, soll dankbar sein. Möge er den Weg nicht verlassen, inscha'Allah. Möge Allah uns alle nicht von diesem Weg trennen. Der wahre Weg ist der Weg, den Allah, der Mächtige und Erhabene, uns gewährt hat. Segnungen währen durch Dankbarkeit. Dies ist der größte Segen, dafür muss man ständig danken. Dank sei Allah für den Segen des Glaubens, inscha'Allah. Mögen auch diese gesegneten Monate segensreich sein. Möge unser Glaube durch ihre Ehre noch stärker werden. Das heißt, für den Menschen reicht der Islam allein nicht aus; es bedarf des Iman. Zusammen mit dem Islam ist der Iman notwendig. Was ist Iman? Es ist der Glaube an das Verborgene. Nun gibt es eine Gruppe, die alle in die Irre führt. Sie glauben nicht an das Verborgene. „Das gibt es nicht, das kann nicht sein...“ Während sie sagen: „Er ist tot, er bringt keinen Nutzen“... Sie sagen "Dies" und "Jenes" und merken aber nicht, dass sie selbst vom Weg abgekommen sind, und führen auch andere in die Irre. Möge Allah uns vor dem Übel bewahren. Möge Allah unserem Glauben Kraft geben, inscha'Allah.

2025-12-21 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Allah sei Dank, mögen unsere drei heiligen Monate gesegnet sein. Gestern Abend haben sie begonnen; möge sie gut und voller Segen sein. Diese Monate gehören zu den großen und wunderschönen Monaten. Es sind außergewöhnliche Monate, die Allah besonders auserwählt hat. Der Monat Radschab gehört zu den heiligen Monaten (Hurum). In diesen Monaten wurde kein Krieg geführt. Das heißt, Angriffe waren verboten; nur zur Verteidigung war es erlaubt, sonst nicht. Aber die heutige Lage... Wie sieht es aus? Ob die Menschen es akzeptieren oder nicht... Sie handeln nach ihrem eigenen Kopf. Aber das Wichtige ist, dass diese schönen Monate für die Menschen, besonders für die Muslime, ein großer Segen sind; sie sind ein Geschenk Allahs. Gute Taten, die in diesen Monaten verrichtet werden, werden vielfach belohnt. Wo es normalerweise zehnfach ist, ist es in diesen Monaten hundertfach, siebenhundertfach... Über den Ramadan sagt Allah: "Das Fasten gehört Mir, und Ich werde es vergelten." "Der Lohn dafür kommt von Mir." Die Großzügigkeit und Güte Allahs ist unvergleichlich. Alles liegt in Seiner Hand. Er gibt, wie Er will, und Er nimmt, wie Er will. Möge Allah uns geben, inscha’Allah, möge Er uns Gutes gewähren. Allah gibt, aber manche Menschen... Der Satan ist geizig. Er gibt nicht gerne. Was er gibt, ist nur Schlechtes, nichts anderes. Allah hingegen gibt Gutes, Er gewährt jede Art von Schönheit und sagt zu den Menschen: "Nehmt." Wer nimmt, der nimmt, Allah sei Dank. Aber Menschen, die den Einflüsterungen des Satans verfallen, sind neidisch und akzeptieren es nicht. Sie sagen: "So etwas gibt es nicht." Sie sagen: "Das geht so nicht." O Mensch, Allah gibt doch, warum mischst du dich in Allahs Angelegenheiten ein? Verlierst du dabei etwas, zahlst du es aus deiner Tasche? "Nein, das geht nicht, so ist das nicht, tut dies nicht, tut das nicht, betet nicht zu viel, macht nicht zu viel Tasbih..." Sofort sagen sie: "Betet auch keine Sunnah, Sunnah ist nicht nötig, zu viele freiwillige Gebete sind unnötig", und halten so die Menschen vom Guten und vom Gewinn ab. Allah hat Seine Schatzkammern vor uns ausgebreitet und sagt: "Bedient euch." So viel ihr wollt... Unser Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: "Wenn ihr an den Gärten des Paradieses vorbeikommt, dann: farta'u" Mit 'farta'u' meint unser Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm): "Nehmt, nehmt reichlich, profitiert davon." Wo ist dieser Ort? Es sind die Kreise des Dhikr, Orte des Gottesdienstes oder Gebetsplätze im eigenen Haus. Nehmt von dort so viel mit, wie ihr könnt; hier liegt der Gewinn. Denn wenn du deine Augen für das Jenseits schließt... Wenn du nichts vorbereitet hast, ist das Buch geschlossen. Deshalb nehmt in dieser Welt reichlich von all den Toren des Guten, die Allah geöffnet hat. Allah sei Dank, dass Er uns diese Monate geschenkt hat. Und heute ist nun der erste Tag, inscha’Allah. Nach der Zählung in diesem Land ist es so; woanders mag es abweichen. Deshalb sind diese gesegneten Tage Tage des Gewinns. Es sind Tage der Barmherzigkeit, Tage der Schönheit. Lasst uns reichlich davon profitieren. Zumindest sollte man die Lobpreisungen (Tasbihat), die für diese Tage speziell sind rezitiert. Wer möchte, fastet. Wer will, fastet komplett, wer will ein paar Tage, oder am Donnerstag und Montag. Alles ist ein Geschenk von Allah. Lasst sie uns annehmen, inscha’Allah. Möge die islamische Welt nächstes Jahr in einem schöneren und besseren Zustand sein, inscha’Allah. Möge die ganze Welt den Islam annehmen. Möge Mahdi Alayhissalam erschienen sein, inscha’Allah. Möge Allah ihn bald senden, denn der Zustand dieser Welt ist sehr schlecht. Möge Allah uns vor dem Übel bewahren. Auch die Teufel ruhen nicht, und ihre Anhänger ruhen auch nicht. Sie schaden den Menschen, sie schaden den Kindern, sie spielen mit ihrem Glauben. Der Glaube (Iman) ist wichtig. Der Glaube muss untrennbar mit dem Islam verbunden sein. Und der Glaube ist die Liebe zu unserem Propheten, sein Weg, die Tariqat. Tariqat bedeutet Weg; es ist der Weg, der zu unserem Propheten führt. Andernfalls, bei einer trockenen Praxis ohne Glauben, bricht der Mensch sofort zusammen. Der Satan bringt ihn zu Fall. Er verleitet ihn zu schlechten Dingen, auf schlechte Wege. Er bringt ihn dazu, Böses zu tun. Möge Allah uns bewahren. Wir leben in einer sehr gefährlichen Zeit. In dieser Zeit ist Glaube notwendig, wir müssen unseren Glauben stärken. Möge Allah unseren Glauben festigen, inscha’Allah. Heute, zum Segen dieses Tages, haben die Brüder Khatms vollendet; 500 Khatms. Sie habe alle Arten von Rezitationen vollbracht: Koran-Khatms, Segenswünsche (Salawat), Lobpreisungen, Tahlil, einzelne Suren... Möge Allah sie annehmen. Zuerst für die Seelen unseres Propheten, seiner Familie, seiner Gefährten, aller Propheten, Heiligen, Reinen, Scheichs und aller Verstorbenen... Mögen auch die guten Absichten derer, die gelesen haben, erfüllt werden. Möge es eine Stärkung des Glaubens sein, inscha’Allah. Möge es ein Anlass zur Rechtleitung sein. Möge es Rechtleitung für die Kinder und auch für uns sein, inscha’Allah. Mögen wir standhaft im Glauben bleiben, inscha’Allah. Möge Allah uns nicht in die Irre gehen lassen. Möge Allah uns von niemandem abhängig machen. Möge Allah uns segensreiche, reichliche Versorgung gewähren. Möge Allah uns Glückseligkeit im Diesseits und Jenseits schenken.

2025-12-20 - Dergah, Akbaba, İstanbul

فَتَبَارَكَ ٱللَّهُ أَحۡسَنُ ٱلۡخَٰلِقِينَ (23:14) Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat alles wunderschön erschaffen. Sein Name ist ehrwürdig; deshalb preisen wir Ihn mit "Tabaraka". Es gibt nichts Höheres als Ihn. Das Schönste von allem hat Er, Allah, der Allmächtige und Erhabene, erschaffen. Doch der Mensch ist unzufrieden und will es verändern. Wenn er es ändert, wird es nicht besser; selbst wenn es schön aussieht, schadet es dem Menschen später. In der heutigen Zeit, der Endzeit, denken die Menschen: "Wir können es besser machen, wir machen alles schöner." Doch während sie behaupten "Ich mache es besser", machen sie es nur schlimmer. Dann wollen sie zum ursprünglichen Zustand zurückkehren, aber das ist nicht mehr möglich. Wenn du es einmal ruiniert hast, kannst du es nicht wieder richten; was Allah erschaffen hat, kannst du nicht nachahmen. Deshalb sollte man nicht zu sehr darin eingreifen. Man muss mit dem zufrieden sein, was Allah einem gegeben hat, dankbar sein und sein Leben führen. Es ist unnötig, sich auf überflüssige Dinge einzulassen, nur um "schöner zu sein". Natürlich gibt es gewisse Notwendigkeiten; diese dürfen erfüllt werden. Es mag Eingriffe geben, die gesundheitlich notwendig sind, aber es nur aus Eitelkeit zu tun, ist nicht richtig. فَلَيُغَيِّرُنَّ خَلۡقَ ٱللَّهِۚ (4:119) "Sie ändern das ab, was Allah erschaffen hat." Es fängt mit kleinen Dingen an, aber mittlerweile kommen auch große Eingriffe hinzu. Möge Allah uns bewahren – in dieser Endzeit versuchen Männer, Frauen zu ähneln, und Frauen, Männern. Abgesehen davon versuchen sie, ihre Gesichter und Augen zu verändern, sich größer oder kleiner zu machen. Sie tun es zwar, doch der Schaden trifft sie später selbst. Deshalb muss man mit dem zufrieden und dankbar sein, was Allah erschaffen hat. Wie lang ist das Leben denn schon? Du wirst nicht ewig leben. Fünfzig Jahre, hundert Jahre... Egal wie lange du lebst, jeder kennt und akzeptiert dich so, wie du bist. Warum also versuchst du, dich zu verändern? Das sind völlig unnötige Dinge. Wenn du etwas ändern willst, ändere dein Ego, sei ein besserer Mensch. Folge nicht deinem Ego, dein Ego soll dir gehorchen. Allah hat uns diese Gestalt und dieses Aussehen zugedacht. O Ego, gib dich damit zufrieden. Korrigiere dich selbst, dein Inneres. Führe die Operation an deinem Ego durch. Reiß deine schlechten Eigenschaften heraus und wirf sie fort. Wenn dir der Körper, den Allah geschaffen hat, nicht gefällt, dann bist eigentlich du es, der sich ändern muss, damit Allah mit dir zufrieden ist. Ansonsten ist das äußere Erscheinungsbild unwichtig. Nicht die Form zählt, sondern das Wesen des Menschen, seine Menschlichkeit. Wenn deine Menschlichkeit nicht gut ist, dann ändere das. Wenn du mit Allahs Fügung unzufrieden bist, ändere diesen Zustand, sei zufrieden mit Ihm. Sei dankbar für das, was Allah dir gegeben hat, sei genügsam. Das ist es, worauf es ankommt. Das Äußere ist nicht wichtig. Der Körper wird am Ende zu Erde, nichts bleibt davon zurück. Doch dein Selbst, deine Seele bleibt ewig; den Nutzen eines geläutertem Egos wirst du wahrlich erfahren. Möge Allah den Menschen erlauben, ihren Verstand so zu nutzen, wie Er ihnen das Wissen gegeben hat, damit sie Frieden finden. Andernfalls finden die Menschen keine Ruhe und sind mit nichts zufrieden. Sie sind niemals genügsam. Möge Allah den Menschen helfen. Möge Er sie vor dem Übel des Teufels und des Egos bewahren.

2025-12-19 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Dieser gesegnete Monat Allahs nähert sich. Zwar gehören alle Monate Allah, doch Er hat diesen Monat besonders auserwählt, sodass es heißt: "Der Radschab ist Allahs Monat, der Schaban ist der Monat unseres Propheten (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) und der Ramadan ist der Monat der Ummah." Dies sind überaus gesegnete Monate. Wir müssen uns vorbereiten, sie nicht vergessen und uns ihrer stets bewusst sein. Nun nähert sich das neue Jahr, und man sieht, wie alles geschmückt wurde. Als wäre es etwas Großartiges... Was ändert sich schon, wenn das neue Jahr kommt? Leider verschwenden die Menschen viel Mühe an solch nutzlose Dinge. Sie messen unnötigen Dingen, die ihnen und ihrem Jenseits nicht das Geringste nützen, große Bedeutung bei. Aber an das, was wirklich wichtig ist, denken sie gar nicht. Deshalb erinnern wir ständig daran: Diese Monate sind gesegnet. Früher ließen selbst Sünder aus Respekt vor diesen Monaten von ihren Sünden ab. Sogar die Alkoholiker rührten in diesen drei Monaten das Verbotene nicht an. Sie sagten: "Diese Monate sind heilig", und zollten ihnen Respekt. Heute jedoch verwirren manche, die sich als Muslime ausgeben, die Köpfe der Menschen mit Aussagen wie: "Diese drei Monate braucht man nicht, das ist unnötig." Dabei sind dies sehr wichtige Angelegenheiten. Ungeachtet derer, die es für unwichtig halten, sollten wir jede Gelegenheit nutzen; wir dürfen diese schönen spirituellen Tore, die Allah uns geöffnet hat, und diese spirituellen Festmahle nicht vergessen. Lasst uns Nutzen aus ihnen ziehen und ihnen Respekt sowie Ehrfurcht erweisen. Lasst uns Allah danken, dass Er uns als Muslime erschaffen hat. Er hat uns die Schönheiten des Islams geschenkt; lasst uns davon profitieren. Andere weltliche Ausschmückungen und Feierlichkeiten sind vergeblich. Andere Menschen nachzuahmen ist ebenfalls nicht gut. Allah hat dir das Schönste gegeben; warum willst du anderen gleichen? Sollen sie doch dir gleichen. Anderen, besonders den Ungläubigen, zu ähneln, bringt nichts Gutes. Alles, was sie tun, ist nur Schein, nur eine äußere Hülle. All ihre Orte, Gebäude, sogar ihre Gotteshäuser sind von außen herausgeputzt, doch wenn man hineingeht... Mit ihren Palästen ist es genauso. Betrachtet man die Paläste ihrer Könige, wirken sie von außen wunderschön. Doch betritt man sie, herrscht dort nur Beklemmung und Leere. Dort findet man nicht jenen Frieden und jene Schönheit, wie es sie im Islam gibt. Die wahre Schönheit liegt im Islam; suche deshalb Frieden, Schönheit und Gutes nirgendwo anders. Allah hat dir das alles bereits gegeben. Möge Allah seine Gaben mehren und den Muslimen Bewusstsein schenken, inscha'Allah.

2025-12-18 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Allah sei Dank, die drei heiligen Monate nahen. Ein ganzes Jahr ist seitdem vergangen. Tage vergehen, Jahre ziehen ins Land und das Leben neigt sich dem Ende zu. Deshalb müssen wir diese spirituellen Zeiten nutzen. Das ist der Proviant, den man für das Jenseits benötigt. Die Leute der Tariqa – also jene, die dem Weg unseres Propheten folgen – kennen den Wert dieser Zeit und nutzen sie. Doch Menschen, denen dieser Segen nicht vergönnt ist, wissen das nicht zu schätzen. Sie können aus nichts einen Nutzen ziehen. Wie gesagt: Der Satan will dem Gläubigen immer schaden, niemals nützen. Wo immer es etwas Gutes gibt, redet er es schlecht. Er tut so, als gäbe er einen Rat, und flüstert ständig: "Haltet euch fern davon, das bringt nichts. Wenn ihr das tut, kommt ihr vom Weg ab, begeht Schirk; das ist keine Sunnah." Dabei hat Allah, der Mächtige und Erhabene, gesagt: "Das Jahr hat zwölf Monate, vier davon sind heilige Monate." Der erste davon ist der Radschab. Radschab ist ein gesegneter Monat. Schaban ist der Monat, in dem unser Prophet (Allah's Frieden und Segen seien auf ihm) am meisten fastete und Gottesdienst verrichtete. Und der Ramadan ist ohnehin etwas ganz Besonderes; an seinem Segen gibt es keinen Zweifel. Deshalb ist es sehr verdienstvoll, diese drei Monate zu ehren und sich vermehrt dem Gottesdienst zu widmen; diese Gelegenheit darf man nicht verpassen. In diesen Monaten wird gefastet. Wer noch das Zwei-Monate-Sühnefasten offen hat, sollte zwei Tage vor Beginn des Radschab damit anfangen, um die einundsechzig Tage vollzumachen. Denn einer der Monate, entweder der Radschab oder der Schaban, könnte nur neunundzwanzig Tage haben. Deshalb muss man zwei Tage vor dem Radschab beginnen. Wer nicht fastet oder das Fasten bricht, muss einmal im Leben die Sühne (Kaffarah) leisten. Egal, ob man einen Tag nicht gefastet hat oder hundert: Diese eine Sühne reicht für alle Verfehlungen. Nach der Sühne soll man sich bemühen, die versäumten Tage nachzuholen. Auf diese Weise ist die Sühne zu einem Zeitpunkt des Jahres abgeschlossen. Anschließend beginnt man damit, das obligatorische Nachholfasten zu verrichten. Das hat Vorrang; denn wie gesagt, ist der Lohn in diesen drei Monaten viel größer und zahlreicher. Es gibt viele Hadithe zu diesem Thema, aber auch viele Anhänger des Satans, die diese leugnen. Hört nicht auf sie. Der Weg der Tariqa weist uns Allah sei Dank den schönsten Pfad. Die Tariqa ist der Weg, der zu unserem Propheten führt. Das bedeutet, seine Sunnah und seine Taten zu praktizieren, inscha'Allah. Dazu gehören auch die spirituelle Übung (Riyadah) und die Klausur (Khalwa). Früher gab es für die Derwische eine vierzig tägige Klausur. Aber in der heutigen Zeit wird keine vollständige Klausur verlangt, da sie zu schwierig und kaum durchzuhalten wäre. Das könnte zu anderen Problemen führen. Deshalb gilt für die vierzig Tage die Teilklausur: Eine Stunde vor dem Morgengebet aufstehen, bis zum Sonnenaufgang beten, den Koran lesen und Dhikr machen. Wer Gebete nachzuholen hat, verrichtet diese vor dem Morgengebet. Natürlich verrichtet man auch alle Nachtgebete. Man setzt dies bis zur Ischraq-Zeit fort. Wer fastet, fastet dann; wer nicht, frühstückt dann. Man kann diese Teilklausur auch zwischen dem Nachmittags- und dem Abendgebet oder zwischen dem Abend- und dem Nachtgebet verrichten. Dies geschieht mit der Absicht der spirituellen Übung und der Klausur, und Allah nimmt es an. Die Klausur, die ein Derwisch einmal in seinem Leben vollziehen muss, wird hiermit erfüllt. Tut er es nicht hier, wird der Derwisch gezwungen sein, es im Grab zu tun. Aber es hier zu tun, ist viel verdienstvoller und angenehmer. Möge Allah diese Tage und Monate segnen und uns zu jenen zählen, die ihren Wert kennen, inscha'Allah. Wir müssen Allah danken und Ihm für diese Gabe dankbar sein. Möge Allah uns Seine Gaben dauerhaft gewähren, inscha'Allah.

2025-12-17 - Dergah, Akbaba, İstanbul

„Und wer sich abmüht, der müht sich nur zu seinem eigenen Besten ab.“ (Sure 29:6) Der wahre Dschihad (Kampf) richtet sich gegen unser Ego (Nafs). Denn der Mensch kann den Dschihad nicht allein aus sich heraus führen. Deshalb sagte unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm), als er vom Krieg, dem Dschihad, zurückkehrte: „Wir sind vom kleinen Dschihad zum großen Dschihad zurückgekehrt.“ Mit diesen Worten meinte unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm), dass der Kampf gegen den Feind einfacher ist als der Kampf gegen das eigene Ego. Der Mensch darf nicht einfach allem nachgeben, was sein Ego verlangt. Er muss sich ihm widersetzen. Dafür gibt es viele Gründe. Es gibt viele Gründe, warum ein Mensch sich seinem Ego widersetzen, gegen es ankämpfen und Krieg gegen sein eigenes Ich führen muss. Einer davon ist: Weil es schlecht ist und keinerlei Nutzen bringt... Der Großscheich, Scheich Abdullah al-Daghestani (möge Allah ihn heiligen), pflegte zu sagen: „Es ist aus dem Dreck des Teufels gemacht.“ Damit ist der Tabak gemeint; Zigaretten und was es da sonst noch alles gibt; alles, was daraus hergestellt wird. Es ist eine Pflanze, die nicht den geringsten Nutzen hat. Sie ist nichts als Schaden. Indem sie alle möglichen Krankheiten verursacht und das Umfeld belästigt, schadet man sich selbst und anderen. Das heißt, es ist etwas, das auch den Menschen in der Umgebung Schaden zufügt. Möge Allah uns bewahren; wer davon abhängig wird, wird zu dessen Sklaven. Es ist sehr schwer, wieder davon loszukommen. Nur wenige schaffen es, aufzuhören. Aber was die Erziehung des Egos betrifft... Der Dschihad ist ein Befehl Allahs und ein Erkennungszeichen des Gläubigen; er ist eine Pflicht im Islam. Da wir den äußeren Dschihad jetzt natürlich nicht allein führen können, müssen wir diesen Kampf gegen uns selbst, zumindest gegen unser Ego, führen. Wir müssen uns bemühen, von diesem Laster loszukommen. Lasst uns uns davon befreien. Es gibt nichts daran, was man als nützlich bezeichnen könnte; kein Mensch würde behaupten, dass es einen Nutzen hat. Sogar dort, wo sie angebaut wird, ruiniert diese Pflanze den Boden. Es müssen Jahre vergehen, bis sich der Boden erholt und wieder etwas anderes hervorbringen kann. Früher wurde diese schmutzige Pflanze auf tausenden, hunderttausenden Hektar Land angebaut. Dann haben sie es geerntet, eingelagert und die Bauern bezahlt. Ein paar Jahre später haben sie es ins Meer gekippt, weil es unbrauchbar war. Zum Glück haben sie damit aufgehört. Stattdessen wurden wenigstens nützlichere Pflanzen angebaut, die dem Menschen dienen. Dieses Problem ist – Allah sei Dank – beseitigt. Wie gesagt, es ist in jeder Hinsicht schädlich; schon der Anbau ist ein Schaden... Schade um das Geld für Diesel, für Werkzeuge, für Lagerhallen und all die Ausgaben. So viel Land wird verschwendet, nur um eine schädliche Pflanze anzubauen. Zum Glück sind wir das losgeworden. Hoffentlich werden auch die Menschen von diesem Übel befreit. Aber seltsamerweise wird der Teufel nie müde, er macht keine Pause. Man sieht, wie Kinder und Jugendliche mit dem Rauchen anfangen; sobald sie sich eine Zigarette anzünden, nehmen sie eine Haltung an, als hätten sie die Welt gerettet. Es wird sogar auf der Toilette geraucht. Der Lieblingsplatz von Rauchern ist die Toilette. Inmitten dieser üblen Gerüche überdeckt der Rauch sie wohl, denn er ist noch schmutziger. Deshalb sind sie dort am zufriedensten. Möge Allah uns bewahren. Auch wenn es bei manchen Menschen so aussieht, als würde es ihnen nichts anhaben, wirkt es sich doch auf die meisten aus. Neunundneunzig Prozent fügt es gewiss Schaden zu. Das eine Prozent, das keinen Schaden nimmt, mag es geben. Zum Beispiel vollzogen wir vor Jahren in einer Moschee auf Zypern die Gebetswaschung. Da war ein alter Mann, der rauchte. Unser verstorbener Ahmet Salman Efendi – der früher selbst viel geraucht und dann aufgehört hatte – Er sagte zu dem Mann: „Onkel, rauch das nicht, das ist schädlich. Wenn du nicht rauchst, wirst du ein langes Leben haben.“ Er fragte den Mann: „Wie alt bist du?“ Er sagte: „Ich bin fünfundneunzig.“ „Seit wann rauchst du?“ Er sagte: „Ich rauche seit meiner Kindheit.“ Einigen passiert nichts, aber für die meisten ist es schädlich; und es belastet das Umfeld. Dieser üble Geruch setzt sich an dem Mann fest und verbreitet sich überall. Die Leute versuchen, sich von ihnen fernzuhalten. Wenn sie in deine Nähe kommen, riechen sie wie ein alter Heizungskeller. Die Schäden und die Schlechtigkeit sind also zahllos. Möge Allah sie retten. Möge Allah die Menschen davor bewahren, in diesen schlechten Zustand zu geraten. Möge Allah helfen und uns erretten. Viele Menschen kommen zu uns und sagen: „Bete für uns, damit wir von diesem Übel loskommen.“ Wir werden beten, inscha'Allah. Möge Allah uns aus dieser Falle des Satans befreien.

2025-12-16 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَاَنَّ اللّٰهَ لَا يَهْد۪ي كَيْدَ الْخَٓائِن۪ينَ (12:52) Allah, der Mächtige und Erhabene, ist nicht mit den Verrätern. Leben wir heutzutage in einer seltsamen Welt. Die Menschen tun alles, um einander schlechtzureden und sich gegenseitig zu schaden. Sie verleumden einander. Wer verleumdet wird, bekommt es mit der Angst zu tun. Doch was sagt man? „Wer hat eigentlich Grund zur Angst?“ Es ist derjenige, der Verrat begeht. Das heißt, er verbirgt etwas und fürchtet, dass es ans Licht kommt. In der heutigen Zeit greifen sie zu jedem Mittel, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Sie verbreiten Angst, fordern Geld, drohen und versuchen, Dinge zu erzwingen. Sie lassen nichts unversucht. Doch solange der Mensch rein ist, braucht er keine Angst zu haben. Denn Allah ist mit ihm. Aber wenn er Unrecht in sich trägt, das er begangen hat, dann plagen ihn Furcht und Sorge. Er fragt sich besorgt: „Habe ich etwas getan, dass diese Leute mich belästigen und mir schaden wollen?“ Sie schüchtern einen ein und sagen: „Wir wollen dies von dir, wir wollen das.“ Wenn du rein bist, dich selbst kennst und dir keiner Schuld bewusst bist, dann hab niemals Angst. Sollen sie doch so viel verleumden, wie sie wollen; sollen sie tun, was sie wollen. Wenn du vor Allah rein bist und dein Herz sauber hältst, dann such Zuflucht bei Allah. Allah beschützt dich. Doch wenn Verrat im Spiel ist, wenn du eine Schlechtigkeit in dir trägst, dann bereinige sie. Kehre zur Wahrheit zurück, komm auf den rechten Weg. Wenn du die Rechte anderer verletzt hast, gib ihnen ihr Recht zurück. Anders gibt es keine Rettung für dich. Selbst wenn du im Diesseits davonkommst, wirst du im Jenseits nicht entfliehen. Denn diese Rechte werden gewiss eingefordert. Deshalb: Wenn du dich noch im Diesseits mit ihnen einigst, wirst du gerettet. Andernfalls wirst du dein Leben lang in Angst und Sorge verbringen. Viele Menschen werden beschuldigt, ohne überhaupt davon zu wissen: „Du bist so, du bist so.“ Und das macht den Menschen Angst. Wenn du nichts getan hast, keinen Fehler und keine Sünde hast, fürchte dich nicht und vertraue auf Allah. Auch wenn sich die ganze Welt gegen dich stellt, hab keine Angst. Aber wenn du einen Fehler hast, dann korrigiere ihn. Geht es um Rechte und Ansprüche, bringe das in Ordnung. Steht eine Sünde zwischen dir und Allah, bereue und bitte um Vergebung; dann wird Allah dich beschützen. Denn die Zeit, in der wir leben, ist wahrlich eine schwierige Zeit. Es gibt keine Menschlichkeit mehr, kein Gewissen; weder Anstand noch Scham sind geblieben. Die Schamlosigkeit kennt keine Grenzen. Darum hüte dich selbst, und Allah, der Mächtige und Erhabene, wird dich beschützen. Sonst wird dein ganzes Leben schwer; du wirst dich vor allem und jedem fürchten. Du wirst ratlos dastehen und dich fragen: „Was soll ich nur tun?“ Wer mit Allah ist, braucht sich nicht zu fürchten, mit Allahs Erlaubnis. Möge Allah uns alle beschützen. Möge Allah uns vor dem Übel und der Schlechtigkeit unseres eigenen Egos bewahren.