السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.
وَذَكِّرۡ فَإِنَّ ٱلذِّكۡرَىٰ تَنفَعُ ٱلۡمُؤۡمِنِينَ
(51:55)
Allah der Erhabene befiehlt uns zu ermahnen, zu erinnern.
Das Ermahnen bringt den Menschen, den Gläubigen Nutzen.
Manchmal wiederholt sich dasselbe.
Durch diese Wiederholung wird der Mensch an das erinnert, was in Vergessenheit geraten ist und an die Pflichten, die er vernachlässigt hat.
Deswegen wird beständig gemahnt - ob ein-, zwei- oder hundertmal gesagt, jede Wiederholung trägt Segen in sich.
Der Mensch erinnert sich wieder, denn wenn man es nur einmal sagt, vergisst er es.
Das Wort Mensch, Insan, kommt im Arabischen vom Wort für Vergessen, Nisyan.
Deshalb muss man ständig erinnern. Das Gleiche immer wieder zu tun ist keine schlechte Sache, sondern eine gute.
Manche sagen zwar: "Das haben wir doch schon gehört."
Doch die Scheichs, die Heiligen und die Gelehrten erinnern beständig durch Geschichten und Gleichnisse. Selbst andere Gelehrte hören aufmerksam zu, statt zu sagen "Das weiß ich bereits".
Im Zuhören liegt Nutzen und Segen.
Diese Versammlung ist ohnehin um Allahs Willen.
Auch wenn man etwas schon vorher wusste oder gelernt hat, erhält man durch aufmerksames Zuhören Allahs Segen.
Man erlangt das Wohlgefallen Allahs des Erhabenen.
Deshalb ist das Zuhören und Erinnern in diesen Versammlungen von großem Verdienst.
An den Heiligen Koran, die Hadithe und die notwendigen Handlungen zu erinnern ist sehr schön, inschaAllah.
Möge Allah diese schönen Versammlungen fortbestehen lassen.
Dies sind Versammlungen des Wissens, und wer diesen Versammlungen beiwohnt und zuhört, wird ein geliebter Diener Allahs des Erhabenen.
Allah der Erhabene breitet für sie die Flügel der Engel auf der Erde aus, und sie wandeln auf diesen Flügeln.
Nach Wissen zu streben ist Pflicht eines jeden Muslims - nicht nur einzelner, sondern aller!
Dies sind Versammlungen des Wissens.
Wann immer man an dieser Versammlung teilnimmt, ruht Allahs Wohlgefallen auf einem.
Möge Allah uns nicht von diesen Versammlungen fernhalten, inschaAllah.
2024-12-16 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Unser Prophet, Friede sei mit ihm, sagt:
من تشبه بقوم فهو منهم
Wer andere nachahmt, gehört zu ihnen.
Die Menschen machen oft unbewusst viele unnötige Dinge.
Heutzutage kleiden sich ja schon alle gleich.
Das ist das eine, aber es gibt noch sinnlosere Sachen:
Silvester zum Beispiel.
Da wird überall Dekoration aufgehängt, alles wird geschmückt.
Völlig überflüssig sowas.
Bringt überhaupt nichts.
Solche Dinge vertreiben den Segen, den inneren Frieden und schwächen den Glauben.
Das sind nicht mal christliche, sondern rein heidnische Bräuche.
Die wurden einfach ins Christentum übernommen.
Mit dem echten Christentum hat das gar nichts zu tun.
Und die Muslime denken, das wäre was Tolles und machen fleißig mit.
Wozu der ganze Aufwand?
Heiratest du etwa?
Oder heiratet dein Haus?
Das entbehrt doch jeder Logik.
Jedes Jahr beobachte ich, was die Leute so treiben.
Es ist einfach nur sinnlose Beschäftigung.
Wenn es wenigstens einen kleinen Nutzen hätte, könnte man ja noch sagen: "Na gut."
Aber es bringt rein gar nichts.
Es schadet nur.
Und trotzdem denken die Menschen, es wäre was Besonderes und andere eifern ihnen nach.
Was bringen diese ganzen Feierlichkeiten? Kann man damit das vergangene Jahr zurückholen oder verlorene Tage wiederbringen?
Oder bringt es etwa Glück fürs neue Jahr?
Allah hat uns Verstand gegeben zum Nachdenken.
Diese sinnlosen Ausgaben und überflüssigen Handlungen sollten die Menschen sein lassen.
Man sollte Sinnvolles tun.
Es gibt tausend bessere Dinge zu tun.
So viele gute Dinge.
Damit sollte man sich beschäftigen.
"Schau auf dich selbst", heißt es.
Und tatsächlich sollte man das auch tun.
Sind meine Handlungen gut oder schlecht?
Selbstreflexion bedeutet nicht, sich sein Gesicht im Spiegel zu betrachten oder auf Äußerlichkeiten wie die Klamotten zu achten - sondern zu prüfen, ob das eigene Handeln sinnvoll ist.
Das sollte man regelmäßig tun.
Man muss sich und sein Ego ständig kontrollieren.
Menschen sollten nicht wie Schafe allem hinterherlaufen, nur weil andere es auch tun.
Wenn ein Schaf von der Klippe springt, folgen hunderte andere und fünf hundert stürzen in den Tod.
So zu handeln ist unvernünftig.
Die armen Tiere haben keinen Verstand, aber uns hat Allah Vernunft gegeben.
Allah sagt uns, wir sollen unseren Verstand benutzen.
Möge Allah uns helfen und die Menschen aus ihrer Achtlosigkeit befreien.
Damit sie keine sinnlosen Dinge mehr tun, inshaAllah.
2024-12-15 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَمَا يَفۡعَلُواْ مِنۡ خَيۡرٖ فَلَن يُكۡفَرُوهُۗ
(3:115)
Allah, der Erhabene und Mächtige, lehrt uns:
Jede gute Tat, die wir vollbringen, wird für uns aufbewahrt.
Nichts davon geht jemals verloren.
Bei Allah ist jede Wohltat von ewiger Dauer.
Jeder wird entsprechend seiner Absicht belohnt.
Im Jenseits begegnen uns unsere guten Taten wieder.
Selbst wenn sie in dieser Welt nicht mehr sichtbar sind - bei Allah bleiben sie bestehen.
Der Lohn für gute Taten ist unvergänglich.
Allahs Wort ist die Wahrheit.
Seit den Zeiten unseres geliebten Propheten, Friede sei mit ihm, wurden unzählige gute Werke vollbracht, viele scheinen vergessen.
Denkt nur an die vielen Stiftungen, die in den letzten hundert Jahren zerstört wurden.
Die Stifter wollten etwas Bleibendes bewirken.
Ihre reine Absicht bleibt bei Allah bestehen.
Auch wenn Menschen ihr Werk zerstören - im Jenseits bleibt es erhalten.
Unser Prophet, Friede sei mit ihm, lehrt uns:
Die Pflichtgebete sind selbstverständlich zu verrichten.
Daneben gibt es die freiwilligen Gebete, wie das Nachtgebet und andere.
Wer krank ist und diese freiwilligen Gebete nicht verrichten kann, dem schreibt Allah dennoch den Lohn zu.
Es zählt, als hätte er sie verrichtet.
Das gleiche Prinzip gilt auch hier.
Keine gute Tat ist vergebens.
Alles, was um Allahs Willen getan wird - Spenden, wohltätige Stiftungen, Hilfe für andere Muslime - all das wird bei Allah belohnt.
Das ist eine wunderbare Verheißung.
Viele sorgen sich: "Was wird aus meinen guten Taten?" Aber seid gewiss: Alles wird aufgeschrieben.
Lasst euch also nicht vom Guten abhalten.
Jeder sollte nach seinen Möglichkeiten Gutes tun.
Denn weltliche Dinge vergehen.
Was wir fürs Jenseits tun, ist der wahre Gewinn.
Möge Allah uns beistehen.
Uns vor den Einflüsterungen des Teufels bewahren.
Und vor übler Nachrede der Menschen schützen, inschaAllah.
Wer Gutes tut, wird gewiss belohnt.
Schon in dieser Welt bringt es Segen.
Der größte Lohn aber wartet im Jenseits, so Allah will.
Möge Allah unsere guten Taten annehmen.
Und uns befähigen, weiterhin Gutes zu tun, inschaAllah.
2024-12-14 - Dergah, Akbaba, İstanbul
لِّكَيۡلَا تَأۡسَوۡاْ عَلَىٰ مَا فَاتَكُمۡ
(57:23)
Allah der Erhabene lehrt uns, dass wir uns nicht in der Vergangenheit verlieren und darüber grübeln sollen.
Was vorbei ist, ist vorbei.
Richtet euren Blick nach vorne, nicht zurück.
Ihr seid am Leben, und selbst für begangene Sünden gibt es einen Weg zur Wiedergutmachung.
Bei weltlichen Dingen bringt es gar nichts, ständig zu denken "Ach, hätte ich doch..." oder "Wenn ich nur...". Das führt zu nichts.
Schaut nach vorne, in die Zukunft.
Die Vergangenheit ist das, was wir Schicksal nennen.
Das Schicksal ist eines von Allahs Geheimnissen - nur Er kennt es.
Sagt einfach "Es war Schicksal" und geht weiter.
Die Zukunft ist eine andere Sache - Allah hat uns dafür alle Möglichkeiten gegeben.
Nutzt diese Chancen, arbeitet daran, euer Jenseits zu gestalten.
Solange ihr lebt, konzentriert euch auf das Jenseits.
Auch für vergangene Sünden gibt es einen Ausweg.
Durch aufrichtige Reue und Bitte um Vergebung wandelt Allah sogar Sünden in gute Taten um.
Dies ist Allahs Wort der Wahrheit im Heiligen Quran, und unser Prophet hat es ebenso gelehrt.
Viele Menschen quälen sich innerlich mit ihrer Vergangenheit:
"Hätte ich doch damals das Grundstück gekauft... Wäre ich doch einen anderen Weg gegangen... Diese Ehe hätte ich nie eingehen sollen... Hättes ich nur das gemacht..."
Aber all diese Grübeleien sind unnötig.
Allah hat es in jenem Moment so bestimmt, und daran lässt sich nichts mehr ändern.
Das ist eine wichtige Lebensweisheit.
Wer das wirklich versteht, findet nicht nur inneren Frieden, sondern kann auch was bevorsteht aktiv gestalten.
Möge Allah uns die Kraft dazu geben.
Es ist gewiss nicht leicht.
Unser Prophet, Friede sei mit ihm, sagte:
"Sagt nicht 'hätte ich nur' oder 'wäre doch'."
Dieses "hätte" gehört der Vergangenheit an.
Deshalb sollten wir nicht in der Vergangenheit feststecken.
Wie Rumi so schön sagte: "Das Leben besteht aus drei Tagen - gestern, heute und morgen. Gestern ist vergangen, heute ist jetzt, und morgen liegt allein in Allahs Hand - wer weiß, ob wir es erleben."
Lasst also die Vergangenheit los und konzentriert euch auf das Hier und Jetzt.
Nutzt den Moment, der euch gegeben ist, und erkennt seinen Wert.
Möge Allah uns zu jenen zählen, die dankbar sind, und uns auf unserem Weg beistehen, inschaAllah.
2024-12-13 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, sagt: Alles ist in der Hand der Macht Allahs, des Erhabenen und Mächtigen.
Er verändert und wendet die Herzen, wie Er will.
Möge Allah sie zum Guten wenden, inscha'Allah.
Die Herzen dieser Menschen sind in der Welt versunken.
Sie haben alle Güte vergessen.
Sie leben nur für die Welt.
So sind ihre Herzen im Moment.
Später kann sich alles ändern. Alles geschieht, wie Allah es will.
Aber jetzt ist der Zustand dieser Zeit so.
Er ändert es, wann immer Er will.
Überall herrscht Unglaube und Gottlosigkeit.
Aber nichts kann dem Willen Allahs, des Erhabenen und Mächtigen, entgegenstehen.
Die Ränke des Satans bleiben wirkungslos.
Wenn Allah, der Erhabene und Mächtige, Rechtleitung gibt, kann es niemand aufhalten.
Deshalb sollten die Muslime keine Hoffnungslosigkeit empfinden.
Alles ist in der Hand Allahs, des Erhabenen und Mächtigen.
Alles hat seine Zeit und seinen Zeitpunkt.
Wenn die Zeit gekommen ist, vollbringt Allah, der Erhabene und Mächtige, Seinen Willen.
Jede Zeit birgt ihre eigene Weisheit.
Deshalb muss der Mensch Allah gehorchen und Allah dafür anflehen, dass Er denen um ihn herum, seinen Kindern, seiner Familie, seinen Verwandten und Mitmenschen Rechtleitung gibt.
Allah, der Erhabene und Mächtige, ist der Besitzer von allem.
Wer mit Allah ist, wird gerettet.
Wer gegen Allah, den Erhabenen und Mächtigen, geht, wird zugrunde gehen.
Möge Allah uns behüten.
Mögen wir mit Allah sein, so Allah will.
Möge Er an diesem gesegneten Freitag ihre Herzen zum Glauben führen.
Möge Allah diesen Menschen, die auf dem schlechten Weg sind, Rechtleitung geben.
Und möge Allah unsere Herzen festigen.
Mögen wir im Glauben sein, inscha'Allah.
2024-12-12 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Allah, der Allmächtige, sagt:
Die Dankbarkeit gebührt Allah, dem Erhabenen und Mächtigen.
Wenn die Dankbarkeit Allah gebührt, was heißt es dann, wenn Menschen ihre guten Taten einander vorhalten?
Es heißt, dass man etwas Gutes tut, und dieses dann benutzt, um den anderen ständig daran zu erinnern:
"Das habe ich für dich getan."
"Ich habe dir diesen Gefallen getan", zu sagen.
Nach einer guten Tat flüstert der Satan den Leuten ein, ihre Wohltaten immer wieder zu erwähnen, um sie dadurch zu entwerten.
Wenn du Gutes tust, bedanke dich bei Allah dafür und sage: „Allah hat es ermöglicht.“
„Wir waren in der Lage, dies zu tun.“
Sich aufzuspielen und den Armen und Bedürftigen gegenüber zu prahlen, indem man sagt: „Ich habe dir dies gegeben, ich habe dir das gegeben“, macht deine gute Tat zunichte.
Du bekommst keine Belohnung dafür.
Deshalb ist diese Welt eine Prüfung.
Egal wie viel Gutes du tust, lass dein Ego nicht die Oberhand gewinnen und sei nicht eingebildet.
"Ich habe gegeben, ich habe es geschafft."
Der Geber ist Allah.
Derjenige, der das Geben ermöglicht, ist Allah, der Allmächtige.
Nicht du.
Daran sollte man sich orientieren.
Ein Muslim, ein Sufi, sollte besonders darauf achten.
Ein Sufi sollte in dieser Hinsicht besonders gewissenhaft sein.
Er soll niemanden verletzen, und wenn er etwas gibt, dann hat er es gegeben und soll denjenigen nicht beschämen.
Wenn es gegeben wurde, dann wurde es gegeben.
Früher hatten die Leute noch gute Manieren.
In Istanbul und anderen islamischen Gegenden gab es sogar Spendensteine.
Dort wurden Spenden hinterlegt.
Man wusste nicht, wer sie hingestellt und wer sie mitgenommen hatte.
Das war wunderbar.
Es herrschten gute Sitten.
Die Leute gaben von dem, was Allah ihnen gegeben hatte, und waren dankbar.
Möge Allah den Menschen diese guten Eigenschaften wiedergeben, damit es zum Segen und Wohlstand für sie und das ganze Land wird.
Ein Segen für alle.
Denn ohne Tugendhaftigkeit bleibt der Segen und ohne Segen bleibt der Wohlstand aus.
Möge Allah uns davor bewahren.
Möge Allah den Menschen helfen, den Armen und Bedürftigen, insha'Allah.
2024-12-11 - Other
Der Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, sagte:
خَيْرُ النَّاسِ أَنْفَعُهُمْ لِلنَّاسِ
Die besten Menschen sind diejenigen, die den Menschen am nützlichsten sind.
Gute Menschen sind diejenigen, die Allah der Allmächtige und der Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, lieben.
Und wer sind sie? Es sind Menschen, die anderen helfen, nützlich sind und dienen.
Manche Menschen mögen es, bedient zu werden.
Das ist das Ego.
Das Ego mag es, bedient zu werden.
Es will anderen nicht helfen oder dienen.
Allah der Allmächtige gibt dem Menschen entsprechend seiner Absicht.
Allah hilft demjenigen, der nützlich sein will.
Dienst ist erhaben.
سَيِّدُ الْقَوْمِ خَادِمُهُمْ
Der Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, sagt:
Der Anführer der Menschen ist derjenige, der ihnen dient.
Das ist überall gleich.
Wer das tut, gewinnt.
Er wird ein beliebter Mensch.
Wenn Allah der Allmächtige einen Diener liebt, sagt er zu seinen Engeln:
"Ich liebe diesen Diener, liebt ihr ihn auch."
Und auch die Menschen werden ihn lieben.
So wird derjenige geliebt, der anderen dient.
Manchmal denken Wakile oder solche, die es werden wollen:
"Wenn ich Stellvertreter werde, werden mir die Menschen dienen, mir gehorchen, mir helfen."
Aber so ist es nicht.
Wakil zu sein ist eine große Verantwortung.
Wie wird man dieser Verantwortung gerecht? Durch Dienen.
Wer dient, wird ein akzeptierter Mensch.
Bei den Scheichs, beim Propheten und bei Allah dem Allmächtigen ist der akzeptierte Mensch derjenige, der dient.
Wer sagt "Ich bin Scheich geworden, Wakil geworden, Kalif geworden" und nach Position strebt, gewinnt nichts.
Nichts wird nach seinem Wunsch geschehen.
Deshalb ist das Geheimnis, nicht sich selbst, sondern anderen zu dienen und Allahs Wohlgefallen zu erlangen.
Das ist der eigentliche Zweck.
Wenn es anders ist, hat es keinen Nutzen.
Das gilt für alles im Leben, doch am wichtigsten ist es, für Allahs Wohlgefallen und das Jenseits zu arbeiten.
Deshalb sollte man seinen Anhängern dienen und ihnen helfen.
Wenn sie Probleme haben, sollte man ihnen beistehen, sich ihre Fürbitten verdienen und dadurch Allahs Wohlgefallen erlangen - darin liegt der eigentliche Sinn.
Möge Allah uns allen diesen Dienst fortführen lassen.
Möge Allah uns davor bewahren, dass sich anderes in unseren Dienst einschleicht, inschaAllah.
Und möge Allah unsere reinen Absichten bewahren, inschaAllah.
2024-12-10 - Other
يَخۡلُقُ مَا يَشَآءُۚ
(5:17)
Allah hat unzählige Dinge erschaffen.
Er ist der Schöpfer aller Dinge.
Er erschuf den Menschen.
Er erschuf die Dschinns und die Engel.
Er erschuf die kleinsten Kreaturen.
Dank Allah sind wir auf dieser Reise zu dieser Dergah gelangt.
Die Umgebung hier ist einer der wunderschönen Orte, die Allah erschaffen hat.
Unzählige Menschen sind hier vorbeigekommen.
Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat dies alles erschaffen.
Viele Völker sind hier durchgezogen.
Manche glaubten an Allah, andere nicht; einige verharrten im Unglauben, andere blieben dem Glauben treu.
Sie alle sind hier vorbeigezogen.
Allah hat diesem Ort gute Luft und fruchtbaren Boden geschenkt.
Deshalb haben viele Menschen um diesen Ort gekämpft.
Sie haben gegeneinander Krieg geführt.
Aber was ist geschehen? Der Ort blieb bestehen.
Sie sind vergangen.
Das Land gehört Allah allein.
Menschen und andere Geschöpfe kommen und gehen hier nur vorüber.
Diese Welt ist kein Ort zum Bleiben.
Vor uns sind Millionen und Milliarden Menschen hier vorbeigezogen.
Keiner von ihnen ist geblieben.
Sie wurden zu Staub und vergingen.
Das Wichtigste ist es, sich dem Jenseits zuzuwenden.
Wie schön und gut diese Welt auch sein mag, sie blieb niemandem erhalten.
Deshalb müssen wir uns Allah zuwenden, denn Seine Liebe und Seine Nähe sind wahrhaft schön;
Es ist schön in dieser Welt und noch schöner im Jenseits.
Im Jenseits ist alles von Dauer.
Danach gibt es keinen weiteren Ortswechsel mehr.
Im Paradies zu sein, das ist das wahrhaft Wichtige.
Der größte Verlust und das größte Übel ist es, zu glauben, man hätte in dieser Welt etwas gewonnen, aber dann vom Paradies ausgeschlossen zu sein.
Wer seinem Ego folgt, schadet sich selbst.
Allah sei Dank! Hier kann der Mensch eine Lehre ziehen.
Bei jedem Schritt siehst du die Werke der Menschen von früher, ihre Wege, ihr Geld, ihre Schätze.
Es gibt hier Schatzsucher, die nach verborgenen Reichtümern suchen.
Sie durchwühlen alles.
Manchmal finden sie etwas, manchmal nicht.
Selbst jene, die dachten, sie könnten etwas mitnehmen, mussten es am Ende anderen überlassen.
Und die, die etwas finden, sollen nicht glauben, es würde ihnen bleiben.
Auch das wird anderen zufallen.
Bleibend sind nur die guten Taten, die rechtschaffenen Werke.
Rechtschaffenheit bedeutet, auf Allahs Weg zu sein;
Mit Allah zu sein.
Möge Allah den Menschen Verstand und Einsicht geben, damit sie nachdenken und Lehren ziehen.
Sie besichtigen die alten Bauwerke, Burgen und Theater.
Tatsächlich hatten die Menschen damals einen besseren Geschmack als die heutigen.
Ihre Gedanken und Entwürfe in der Architektur waren ganz anders.
Sie schufen vieles, konnten aber nichts mitnehmen - sie ließen alles zurück.
Deshalb lasst uns auch in dieser Welt gut sein.
Ein Muslim soll einen guten Geschmack haben.
Er soll das Gute und Schöne erkennen.
Er soll nichts Schlechtes tun.
Keine hässlichen Betonbauten errichten.
Er soll Schöneres machen.
Das gefällt Allah.
Unser Prophet sagt: "Macht es gut."
Die Menschen machen alles nach ihrem eigenen Gutdünken.
Wenn sie nicht bereuen, werden sie es am Ende bereuen.
Möge Allah uns allen Glauben schenken.
Wahren Glauben.
Wir sehen, dass die meisten Menschen in weltliche Dinge versunken sind.
Sie folgen nicht dem Weg ihrer Vorfahren.
Sie senden ihren Vorfahren keine Segen für das Jenseits, wie diese es sich gewünscht hätten.
Wir beten, dass Allah sie rechtleitet.
Mögen die Menschen aufhören, ihren Begierden zu folgen.
2024-12-10 - Other
Wir sind am Ort der gesegneten Persönlichkeiten.
Es sind junge Menschen, die im Koran erwähnt und von Allah dem Allmächtigen gelobt werden.
إِنَّهُمۡ فِتۡيَةٌ ءَامَنُواْ بِرَبِّهِمۡ وَزِدۡنَٰهُمۡ هُدٗى
(18:13)
Allah der Allmächtige gab diesen Gläubigen solch eine Würde, Ehre und Berühmtheit, dass sie bis zum Tag des Jüngsten Gerichts den Menschen als Erinnerung, Lehre und Mahnung dienen werden.
Sie führten das beste, ja geradezu luxuriöseste Leben ihrer Zeit, und verzichteten dennoch auf all dies.
Sie flohen zu Allah dem Allmächtigen.
Allah der Allmächtige sagt, wenn es Schwierigkeiten gibt, flieht zu Allah.
Die Menschen riskieren ihr Leben und sterben sogar bei dem Versuch, nach Europa und Amerika zu kommen.
Das ist nicht, was Allah uns aufträgt.
Allah der Allmächtige sagt nicht, geht nach Europa, Amerika oder Kanada.
Allah der Allmächtige sagt, flieht zu mir.
Möge Allah diejenigen beschützen, die jetzt dorthin gehen.
Diese Heiligen gaben alles auf und flohen, um ihren Glauben zu retten.
Unsere Menschen hingegen fliehen um des weltlichen Lebens willen und sagen: "Lasst uns dorthin gehen."
Allah der Erhabene hat den Muslimen die heiligsten und ertragreichsten Orte anvertraut. Diese gesegneten Stätten sind hier bei uns.
Allah der Erhabene hat den Muslimen die größten Gaben geschenkt, hat ihnen das Kostbarste gegeben.
Was ist das Kostbarste? Der Glaube.
Er hat ihnen den Glauben geschenkt.
Und obendrein hat er ihnen die herrlichsten Orte der Welt gegeben.
Doch wer diese Gnade nicht würdigt, den ereilt die Strafe.
Darum geht es im Kern.
Das ist die Lehre daraus, mehr braucht es nicht.
Mögen die Menschen sich diese Gesegneten zum Vorbild nehmen.
Sie gaben alles für Allah auf, und Allah bescherte ihnen alles.
Möge Allah uns allen einen solch starken Glauben wie den ihren schenken.
2024-12-07 - Dergah, Akbaba, İstanbul
اِنَّ اللّٰهَ هُوَ الرَّزَّاقُ ذُو الۡقُوَّةِ الۡمَتِيۡنُ
(51:58)
Allah der Erhabene ist der wahre Versorger.
Er allein ist es, der allen Geschöpfen ihre Versorgung gewährt.
Die Menschen haben das vergessen.
Sie suchen ihren Lebensunterhalt bei anderen Menschen.
Was die eine Hand gibt, nimmt die andere wieder weg.
Die Menschen sind in einem Teufelskreis gefangen.
Ich will mehr Geld, die Gegenseite verhandelt und am Ende gibt es eine kleine Erhöhung.
Dann sehen die Schakale und Wölfe dieses Geld. Sie sagen "Schnappen wir uns dieses Geld" und nehmen dir das Doppelte von dem, was dir gegeben wurde.
Dann beginnt der gleiche Kreislauf wieder: "Gib mir Geld, dieses Geld reicht nicht."
Auch wenn widerwillig wird wieder Geld gegeben, aber wieder nehmen diese Schakale, Füchse und Diebe das Doppelte zurück.
Dadurch gerätst du in eine noch schlimmere Lage.
Die Situation wird immer aussichtsloser.
Deshalb müssen wir zu Allah beten.
Von Allah müssen wir erbitten.
Wenn du von Menschen erbittest, geben sie dir auf einer Seite und nehmen dir auf der anderen das Doppelte.
Du denkst, du hättest gewonnen und freust dich.
Dann siehst du plötzlich, dass nichts mehr da ist und es dir noch schlechter geht.
Vor vier, fünf Jahren protestierte das libanesische Volk gegen Korruption. Millionen gingen auf die Straße, demonstrierten gegen die Banken.
Das Ergebnis war, dass die Banken einfach aufhörten, Geld auszuzahlen - mit der Begründung, es sei keines mehr da.
Davor hatten sie zumindest drei Groschen bekommen.
Jetzt sind sie in der schlimmsten Situation überhaupt.
Bittet also immer Allah darum, diese Teuerung zu beenden.
Allah ist es, der die Armut beendet und Versorgung gibt.
Wenn du von Menschen erbittest, nimmst du auf der einen Seite und verlierst es auf der anderen. Es kommt und wird wieder mehrfach einkassiert.
Du steckst in einem Teufelskreis.
Es gibt keinen anderen Ausweg.
Die Menschen müssen etwas klüger werden.
Ein kluger Mensch ist jemand, der an Allah glaubt.
Klug ist, wer sich Allah zuwendet und von Ihm erbittet, weil Er der Versorger ist.
Lasst uns von Ihm erbitten: möge Allah uns versorgen und uns von niemandem abhängig machen.
Möge Er uns nicht zum Spielball dieser Leute machen.
Möge Allah uns beschützen.
Wer Glauben hat, dem gibt Allah Versorgung und Segen, Barakah.
Barakah ist das Wichtige.
Den Segen können dir Diebe, Schamlose, Schakale und Füchse nicht nehmen.
Sie können vielleicht deinen Besitz nehmen, aber wenn Segen da ist und der Segen von Allah erbeten wird, können sie diesen niemals nehmen.
Möge Allah den Menschen helfen.
Möge Allah uns allen Verstand und Weisheit geben, inschaAllah.