السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.
إِنَّ اللَّهَ مَعَ الَّذِينَ اتَّقَوا وَّالَّذِينَ هُم مُّحْسِنُونَ (16:128)
Allah – der Allmächtige und Erhabene – spricht: Allah ist mit denjenigen, die Ihn fürchten und Gutes tun.
Wenn man mit Allah sein möchte, muss man wissen: Ein Mensch, der Allah fürchtet, tut von Natur aus nichts Böses.
Ein Mensch, der Scham vor Allah empfindet, begeht keine schlechten Taten.
Ein Mensch, der Allah fürchtet, tut Gutes.
Ihsan bedeutet, Gutes zu tun; Muhsin nennt man jene Menschen, die Gutes tun.
Allah liebt sie.
Und die Menschen, die Er liebt, sind gute Menschen.
Sie sind die wahren Gewinner; in ihnen ruht die wahre Menschlichkeit.
Außerhalb von ihnen brauchst du nicht nach Menschlichkeit zu suchen.
Je weniger Glaube ein Mensch hat, desto mehr schadet er seinen Mitmenschen.
Je mehr Glaube und Gottesfurcht er jedoch besitzt, desto weniger muss man sich vor ihm fürchten. Von ihm ist nur Gutes zu erwarten.
Deshalb sind die Diener, die Allah liebt, auch bei Ihm wohlgefällig.
Der Mensch sollte stets das Gute im Sinn haben.
Er liebt um Allahs Willen und lehnt um Allahs Willen ab. Selbst wenn er Feindschaft empfindet, so tut er dies nur für das Wohlgefallen Allahs.
Ablehnen bedeutet in diesem Sinne, dass man schlechte Taten verabscheut.
Einem Menschen gegenüber Ablehnung zu zeigen heißt, für ihn zu beten: „Möge Allah ihn rechtleiten“, während man seine schlechten Taten missbilligt.
Er bemüht sich, sich von schlechten Taten fernzuhalten, und gibt seinem Ego nicht nach.
Das Ego neigt stets zum Bösen und zu allem, was schädlich ist.
Man muss diese Neigung in den Griff bekommen und in eine gute Richtung lenken.
Anders geht es nicht, man muss es förmlich in die richtige Richtung ziehen.
Nach dem Motto: „Komm, ich gebe dir, was du willst, und danach gehorchst du mir“ – so funktioniert das nicht.
Je mehr du dem Ego nachgibst, desto Schlimmeres wird es fordern; es nimmt kein Ende.
Seine Begierden und seine Gier sind grenzenlos.
Deshalb muss man Allah fürchten.
Man muss sich davor fürchten, von Allahs Weg abzuweichen.
Möge Allah uns davor bewahren.
Denn das ist es, wovor man sich fürchten sollte.
Letztendlich tut ein gottesfürchtiger Mensch alles Gute.
Wer jedoch keine Gottesfurcht besitzt, ist zu jeder Art von Bösem fähig.
Selbst die wildesten Kreaturen können nicht so grausam sein wie Menschen, die Allah nicht fürchten.
Denn wer Allah nicht fürchtet, misst dem menschlichen Leben keinen Wert bei und verachtet es.
Ein gottesfürchtiger Mensch hingegen scheut sich davor, auch nur einer Ameise Leid zuzufügen.
Möge Allah uns zu diesen Menschen zählen.
Möge Er uns zu den Gottesfürchtigen zählen, inschaAllah.
Möge Er uns zu denjenigen machen, die standhaft auf dem geraden Weg bleiben, inschaAllah.
2026-07-28 - Dergah, Akbaba, İstanbul
أَلَا إِنَّ أَوْلِيَاءَ اللَّهِ لَا خَوْفٌ عَلَيْهِمْ وَلَا هُمْ يَحْزَنُونَ (10:62)
Allah, Azza wa Jalla, sagt: „Wahrlich, die geliebten Diener Allahs haben nichts zu befürchten, noch werden sie traurig sein.“
Da sie wissen, dass alles von Allah kommt, empfinden sie weder Trauer noch Sorge.
Sie vertrauen voll und ganz auf Allah.
Sie sind die Diener, die Allah liebt. Ein „Awliya“ zu sein, bedeutet, ein von Allah geliebter Diener zu sein.
Jeder kann ein Awliya werden.
Manchmal fragen die Menschen: „Wie können auch wir Awliya werden?“
Wenn du mit Allahs Bestimmung und Seinen Gaben zufrieden bist, dich fügst und akzeptierst, dass alles von Ihm kommt, macht Allah dich zu einem Seiner geliebten Diener.
Ein „Wali“ zu sein, bedeutet schlichtweg, Sein geliebter Diener zu sein.
Das heißt, ein Awliya zu sein, bedeutet nicht zwangsläufig, Wunder zu vollbringen – es geht nicht nur darum.
Wie gesagt: Wer Allah gehorsam ist, sich mit dem zufrieden gibt, was Er ihm gewährt, und Ihm dankbar ist, der gehört zu Seinen geliebten Dienern.
Wenn man sich jedoch ständig beklagt und mit nichts zufrieden ist, schadet man sich nur selbst.
So jemand ist ständig von Sorgen und Traurigkeit geplagt; er wird niemals inneren Frieden finden.
Zum einen waren seine ertragenen Erschwernisse dann vergebens, zum anderen erfüllen sich die Dinge nicht, die er von Allah erbeten hat.
Man muss für das dankbar sein, was Allah einem gegeben hat.
Die größte aller Gaben ist der Glaube.
Wenn du den Glauben besitzt, ist alles andere einfach.
Natürlich geschehen unschöne Dinge, das ist menschlich; man ist manchmal frustriert, traurig oder fühlt sich bedrückt.
Doch anstatt sich darüber zu beklagen, sollte man Trost in dem Wissen finden, dass auch dies von Allah, Azza wa Jalla, kommt.
Zikr bedeutet, Allah zu gedenken.
Zikr kann mit der Zunge gesprochen werden, aber es drückt sich auch durch unsere innere Haltung aus.
Zikr durch die innere Haltung bedeutet: In dem stetigen Bewusstsein, dass alles von Allah kommt, gedenkt man Seiner in jeder Sekunde und Minute.
Möge Allah uns daher zu Seinen geliebten Dienern machen.
Wir sollten uns stets vor Augen halten: Alles, was die Menschen tun, geschieht durch den Willen Allahs.
Nichts, was ohne Sein Wohlgefallen geschieht, wird von Ihm angenommen.
Alles, was Allah, Azza wa Jalla, uns gibt, ist ein Segen und eine Gunst von Ihm.
Möge Allah uns mit Seiner Güte begegnen und uns keine Prüfungen auferlegen.
Das ist äußerst wichtig: Bittet niemals um eine Prüfung.
Manchmal glauben die Menschen, eine Prüfung sei leicht, und bitten darum, um eine höhere geistige Stufe zu erreichen. Begeht bloß nicht diesen Fehler!
Wir sind Diener, die auf Seine Gnade angewiesen sind.
Prüfungen fallen uns schwer.
Bittet nicht darum. Möge Allah uns davor bewahren, inschaAllah.
Möge Allah uns stets aus Seiner Gunst heraus beschenken.
Möge Er uns alle zu Seinen geliebten Dienern machen, inschaAllah.
2026-07-28 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul
تبسمك في وجه أخيك لك صدقة، وأمرك بالمعروف ونهيك عن المنكر صدقة، وإرشادك الرجل في أرض الضلال لك صدقة، وإماطتك الحجر والشوك والعظم عن الطريق لك صدقة، وإفراغك من دلوك في دلو أخيك لك صدقة.
Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagt: Es gibt verschiedene Arten von Sadaka (Almosen).
Sadaka besteht nicht nur aus Geldspenden, sondern auch aus anderen Taten.
Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagte Folgendes:
Deinem muslimischen Bruder ein Lächeln zu schenken, ist für dich eine Sadaka.
Das bedeutet: Einem Muslim zuzulächeln, ihm freundlich zu begegnen und ihn zum Lächeln zu bringen, ist eine Sadaka.
Das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, ist für dich eine Sadaka.
Das heißt, du machst auf das Gute aufmerksam und sagst: "Dies ist gut und schön, und das andere ist schädlich."
Jemandem zu raten, von schlechten Eigenschaften und Taten abzulassen, ist ebenfalls eine Sadaka.
Auf diese Weise wird es dir als Sadaka angerechnet, und du erhältst den entsprechenden Lohn dafür.
Jemandem, der sich nicht auskennt, den Weg zu zeigen und ihm zu helfen, ist für dich eine Sadaka.
Wenn jemand nach einer Straße oder Adresse sucht und fragt: "Wo ist das? Welcher Weg ist der richtige? Wohin führt diese Straße?", dann ist es eine Sadaka, ihm den richtigen Weg zu weisen.
Manche unvernünftige Menschen zeigen solchen Personen absichtlich den falschen Weg.
Sie machen sich einen Spaß daraus, aber so etwas ist kein Spaß.
Deshalb gilt: Wenn du den Weg kennst, erkläre ihn. Wenn nicht, sag einfach: "Ich weiß es nicht, bitte fragen Sie jemand anderen."
Dinge wie Steine, Knochen oder Dornen, die andere beim Vorbeigehen behindern könnten, aus dem Weg zu räumen, ist für dich eine Sadaka.
Das bedeutet: Die Wege sauber und sicher zu halten, ist für dich ebenfalls eine Sadaka.
Einen Stein aufzuheben oder einen Knochen oder Dorn beiseite zu räumen, zählt als Sadaka.
Wasser aus deinem eigenen Eimer in den deines bedürftigen muslimischen Bruders umzufüllen, ist für dich eine Sadaka.
Das heißt: Du holst Wasser und sein Eimer ist leer. Du hilfst ihm, gibst ihm von deinem Wasser und holst dir danach selbst welches.
Auch das ist für dich eine Sadaka.
إسماع الأصم صدقة.
Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagt:
Einer tauben oder schwerhörigen Person etwas verständlich zu machen, ist eine Sadaka.
So laut zu sprechen, dass sie es hören kann, und es zu wiederholen, bis sie es versteht, ist eine Sadaka.
Wenn die Person von Geburt an taub ist, so gut es geht über Gebärden mit ihr zu kommunizieren, zählt für dich ebenfalls als Sadaka.
على كل مسلم صدقة، فإن لم يجد فليعمل بيده فينفع نفسه ويتصدق، فإن لم يستطع فيعين ذا الحاجة الملهوف، فإن لم يفعل فليأمر بالخير، وإن لم يفعل فليمسك عن الشر فإنه له صدقة.
Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagt:
Jeder Muslim muss Sadaka geben.
Das heißt, er sollte jeden Tag Sadaka entrichten.
Der menschliche Körper hat 360 Gelenke, und für jedes einzelne muss eine Sadaka gegeben werden.
Ein Mensch, der von sich behauptet, Muslim zu sein, kommt ohne Sadaka nicht aus.
Wenn er nichts hat, das er geben könnte, arbeitet er mit seinen eigenen Händen.
Er legt Geld für Sadaka beiseite.
Wenn er arm ist und kein Geld hat, strengt er sich an und arbeitet körperlich.
Diese geleistete Arbeit wird für ihn zu einer Sadaka.
So versorgt er sich selbst und gibt gleichzeitig Sadaka.
Er arbeitet, bekommt seinen Lohn und spendet von seinem Verdienst.
Wenn er dazu keine Möglichkeit hat, hilft er einem Bedürftigen, der seine Aufgaben nicht allein bewältigen kann.
Das heißt: Selbst wenn er keine Arbeit findet und kein Geld verdient, hilft er einem anderen Menschen körperlich.
Auch das zählt als Sadaka.
Wenn er auch das nicht tun kann oder nicht die Kraft dazu hat, ruft er zu guten Taten auf.
Er empfiehlt den Menschen alles, was gut ist.
Er leitet sie an, indem er sagt: "Dies ist gut. Wenn ihr das tut, bringt es Segen."
Wenn er auch dazu nicht in der Lage ist, bewahrt er sich zumindest davor, Böses zu tun – was für ihn ebenfalls eine Sadaka ist.
Das heißt: Wenn du nichts von alldem tun kannst, dann begehe zumindest keine Sünden. Selbst das ist für dich eine Sadaka.
غفر لامرأة مومسة، مرت بكلب على رأس ركي يلهث، كاد يقتله العطش، فنزعت خفها، فأوثقته بخمارها، فنزعت له من الماء، فغفر لها بذلك.
Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagt Folgendes:
Eine sündige Frau – möge Allah vergeben und uns davor bewahren, auf solche Abwege zu geraten – sah an einem Brunnen einen Hund, der vor Durst hechelte und dem Tode nahe war.
Daraufhin band sie ihren Schuh an ihr Kopftuch, ließ ihn in den Brunnen hinab, schöpfte Wasser und gab dem Hund zu trinken.
Wegen dieser guten Tat wurden ihr ihre Sünden vergeben.
Das heißt, trotz all ihrer Sünden hat Allah, Azza wa Jalla, ihr aufgrund dieser Barmherzigkeit gegenüber einem Tier vergeben.
في الإنسان ستون وثلاثمائة مفصل، فعليه أن يتصدق عن كل مفصل منها صدقة. النخاعة في المسجد تدفنها، والشيء تنحيه عن الطريق، فإن لم تقدر فركعتا الضحى تجزئ عنك.
Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagt:
Im menschlichen Körper gibt es 360 Gelenke.
In den Fingern, im Rücken, im Nacken und im gesamten Körper gibt es 360 bewegliche Knochen oder Körperteile.
Diese nennt man "Gelenke" (Mafsal).
Für jedes dieser Gelenke muss der Mensch täglich eine Sadaka geben.
Das bedeutet, dass man jeden Tag diese 360 Sadaka entrichten sollte.
Spucke in der Moschee mit Erde zu bedecken und störende Dinge, die Passanten behindern könnten, aus dem Weg zu räumen, ist jeweils eine Sadaka.
Früher bestand der Boden der Moscheen natürlich aus Erde oder Sand.
Da einige Menschen damals nicht viel Wissen über Anstand und Moral hatten, spuckten sie manchmal in die Moschee.
Dies mit Erde zu bedecken, wurde ebenfalls als Sadaka gewertet.
Steine, Erde, Dornen, Äste oder Müll vom Weg zu räumen, gilt als Sadaka.
All dies wird zu den 360 Sadaka gezählt.
Wenn du keine Möglichkeit für solche Taten hast, ersetzen zwei Rakaat des Vormittagsgebets (Duha-Gebet) diese 360 Sadaka und genügen völlig.
Das heißt: Selbst wenn du keine dieser guten Taten verrichten kannst, deckt das Verrichten von zwei Rakaat des Duha-Gebets diese 360 Sadaka ab.
Deshalb sollte man dies unbedingt tun.
في الكبد الحارة أجر.
Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagt:
Einem durstigen Tier Wasser zu geben, ist für dich eine Sadaka.
Das heißt: Einem Lebewesen, das vor Durst brennt, Wasser zu geben, ist eine Sadaka.
في كل ذات كبد حرى أجر.
Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagt:
Jedem durstigen Lebewesen Wasser zu geben, ist für dich eine Sadaka.
Selbst wenn eine Schlange gekommen ist, um zu trinken, darf man sie in diesem Moment nicht töten.
Denn auch sie ist ein Lebewesen und hat Durst.
Wenn du sie draußen siehst, kannst du entsprechend handeln. Aber wenn sie am Wasser ist und trinken möchte, lässt man sie in Ruhe.
2026-07-27 - Dergah, Akbaba, İstanbul
إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ فَأَصْلِحُوا بَيْنَ أَخَوَيْكُمْ ۚ وَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تُرْحَمُونَ (49:10)
Allah, der Erhabene und Mächtige, sagte: „Die Gläubigen sind Geschwister.“
Er sagt: Wenn es zwischen diesen Geschwistern Unstimmigkeiten gibt, dann versöhnt sie und stiftet Frieden, damit Allah euch Barmherzigkeit erweist.
Heutzutage gibt es Menschen, die, obwohl sie selbst Muslime sind, andere nicht akzeptieren.
Sie sagen: „Nur wir sind wahre Muslime, die anderen nicht.“
Dabei ist jeder, der „La ilahe illallah Muhammedun Resulullah“ sagt, ein Muslim.
Sie mögen sündhaft sein oder vom rechten Weg abgekommen sein, was auch immer – aber letztendlich gelten sie als Muslime.
Auch ihnen muss man helfen, sich zu bessern.
Man muss die Unstimmigkeiten zwischen ihnen aus der Welt schaffen.
Aber diese Konflikte werden natürlich erst in der Endzeit vollständig verschwinden, wenn der Mahdi (Friede sei mit ihm) erscheint.
Dann wird es keine Probleme mehr geben.
Dann steht der Jüngste Tag kurz bevor.
Egal wie die Situation ist, es ist Allahs Befehl, Muslime miteinander zu versöhnen. Wir müssen Frieden stiften, damit Allah uns Seine Barmherzigkeit erweist.
Wie gesagt, diese Menschen mögen Sünder sein oder vom Weg abgekommen sein.
Aber solange sie „La ilahe illallah Muhammedun Resulullah“ sagen, muss man sie als Muslime betrachten.
Möge Allah uns bewahren.
Heute denken manche unwissenden Menschen, sie würden etwas Besonderes leisten.
Sie behaupten: „Wir sind aus der Religion ausgetreten“, und tun allerlei Dinge.
Möge Allah uns bewahren, aber in Wirklichkeit verlieren sie sehr viel dabei.
Sie gewinnen dadurch absolut gar nichts.
Sie befriedigen lediglich ihr eigenes Ego.
Eigentlich lassen sie sich von ihrem eigenen Ego erdrücken.
Sie machen sich zu Sklaven des Teufels.
Anstatt Diener Allahs zu sein, werden sie zu Sklaven des Teufels.
Allah ist man ein hingebungsvoller Diener, dem Teufel hingegen ein willenloser Sklave.
Deshalb muss man wirklich aufpassen.
Wie gesagt, man sollte zumindest an dem Glaubensbekenntnis (Kalima at-Tauhid) festhalten.
Sobald man das verinnerlicht hat, ist der Rest einfach, ganz gleich, wie viele Sünden man begangen hat.
Denn so ein Mensch wird am Ende unweigerlich Allahs Barmherzigkeit erlangen.
Aber wenn er vom Glauben abfällt, dann wehe ihm!
Möge Allah uns davor bewahren.
Unter den jungen Leuten gibt es leider viele Unwissende.
Je mehr sie lesen, desto unwissender werden sie.
Sie bilden sich ein, sie würden etwas Tolles leisten.
Sie rennen diesem Philosophen oder jenem Denker hinterher und kommen so vom Weg ab.
Je mehr sie lesen, desto mehr bilden sie sich auf sich selbst ein.
Sie bezichtigen ihre Eltern und die Gesellschaft der Unwissenheit.
Dabei sind sie selbst die wahren Unwissenden.
Wer Allah, den Erhabenen und Mächtigen, nicht kennt, ist in Wahrheit völlig unwissend.
Das sind die sogenannten "gebildeten Ignoranten".
Je mehr sie lesen, desto tiefer stürzen sie in die Unwissenheit, werden immer ahnungsloser und irren völlig vom Weg ab.
Möge Allah uns davor bewahren.
زَيَّنَ لَهُمُ الشَّيْطَانُ (29:38)
Der Teufel lässt es für sie verlockend erscheinen.
Er lässt diese falschen Ansichten in ihren Augen wunderschön wirken.
Dabei ist das alles völlig haltlos.
Deswegen: Solange man zumindest das Glaubensbekenntnis abgelegt hat, liegt alles Weitere – mit Allahs Erlaubnis – in Seiner Vergebung.
Allah schenkt ihren Herzen alle erdenkliche Güte.
Doch wer Allah nicht kennt, wird niemals das Gute finden.
Möge Allah uns davor behüten.
Sein Gesicht verdunkelt sich und sein Herz wird finster.
Er wird zu einem ungeliebten Geschöpf.
Möge Allah den Unwissenden Rechtleitung schenken und die Abgeirrten auf den geraden Weg zurückführen, inschaAllah.
Möge Er sie rechtleiten.
2026-07-26 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Damit die Menschen euch lieben, sagte der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm): „Izhad fima indan-nasi yuhibbakan-nas.“
„Übe dich in Enthaltsamkeit gegenüber dem, was sich in den Händen der Menschen befindet.“
Enthaltsamkeit (Zuhd) bedeutet, dem keine Beachtung zu schenken, keinen Wert beizumessen und nicht gierig danach zu sein.
Wenn du das tust, werden die Menschen dich lieben.
Genauso wird auch Allah, der Erhabene, dich lieben.
In dieser Welt enthaltsam zu sein, heißt nicht, mittellos zu sein. Es bedeutet, Geld zu besitzen, dem Weltlichen aber keinen Wert beizumessen. Das ist ein Zahid (ein Asket).
Wenn ein mittelloser Mensch dem Weltlichen ohnehin nur hinterherjagt, dann gilt er nicht als Zahid.
Ein Zahid – ein Mensch, den Allah liebt – ist jemand, der dem Weltlichen keinen Wert beimisst und nicht auf das giert, was andere besitzen.
Genau dann werden dir die Menschen Respekt erweisen, Zuneigung empfinden und dich lieben.
Wenn du hingegen auf das gierst, was sie haben, und ständig neidisch bist, wirst du niemals beliebt sein.
In der heutigen Welt wird uns meistens genau das Gegenteil beigebracht und vorgelebt.
Man lernt: „Er hat es, warum hast du es nicht? Du musst es ihm wegnehmen oder neidisch auf ihn sein.“ Unter solchen Umständen liebt natürlich niemand den anderen.
Jeder begegnet allem und jedem nur noch mit Misstrauen und Zurückhaltung; so sieht die Lage heute aus.
Menschen, die Allah, der Erhabene, liebt, werden auch von den Mitmenschen geliebt.
Das Wichtigste ist die Liebe.
Man spricht von Leidenschaft und von Liebe; aber diese Art von Liebe hat absolut nichts mit der Liebe auf dem Weg Allahs zu tun.
Es ist lediglich die Liebe zum eigenen Ego, zum Weltlichen und zum Satan – nichts anderes.
Deshalb ist es entscheidend, das zu lieben, was Allah liebt, das zu verabscheuen, was Er hasst, und sich davon fernzuhalten.
Nur dann wird man wirklich zu einem wahrhaftigen Menschen.
Andernfalls verliert man seine Menschlichkeit – möge Allah uns davor bewahren.
Die Aussprüche unseres Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) sind zwar kurz, aber sie reichen für die gesamte Menschheit aus.
Sie genügen vollkommen, um der Menschheit Frieden und Gutes zu bringen.
Selbst ein einziges seiner Worte reicht für die ganze Menschheit aus.
Doch die Menschen ignorieren es und folgen lieber ihrem eigenen Kopf, den Begierden ihres Egos und dem Satan.
Möge Allah uns alle davor bewahren.
InschaAllah werden wir zu denjenigen gehören, die dem Weg unseres Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) folgen.
Mögen wir zu den Menschen gehören, die geliebt werden.
Wenn du erst einmal zu den Menschen gehörst, die bei Allah beliebt sind, werden dich auch alle Menschen lieben.
Selbst wenn sie deinen Weg nicht teilen, werden die Menschen sagen: „Von ihm geht keine Gefahr aus, er fordert nichts von uns, er nimmt uns nichts weg, er lebt einfach sein Leben.“ Sie werden dir nichts antun und keinen Groll gegen dich hegen.
InschaAllah werden wir zu den Menschen gehören, die Allah liebt.
Möge Allah uns beistehen, inschaAllah.
2026-07-25 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, sagt: In der Endzeit wird der Regen wegen seiner Heftigkeit zu einer Plage.
Auch Kinder großzuziehen, wird schwer werden, sagt unser Prophet.
Das ist eben die Endzeit, so ist der Lauf der Welt.
Diese Zustände entstehen durch die Bosheit und den Unglauben der Menschen.
Es regnet als Segen, doch manchmal wird es als Plage zu einer Flut.
Deshalb müssen wir beten, dass der Regen ein Segen bleibt und nicht zu einer Plage wird.
Wir müssen stets im Gebet verweilen. Denn wenn ihr Allahs gedenkt, gedenkt auch Er eurer und beschenkt euch aus Seiner Gnade.
Er erweist euch Barmherzigkeit, und das Unheil bleibt euch fern.
So ist nun mal diese Zeit. Aber später, inschaAllah – falls wir sie noch erleben –, wird zur Zeit des Mahdi alles anders sein.
Denn dann nähert sich die Welt ihrem Ende, und es heißt, dass alles Gute und jeder Segen zum Vorschein kommen wird.
Nachts wird es sanft regnen, und tagsüber wird die Sonne scheinen, ohne Schaden anzurichten.
Der Segen aller Dinge wird sich voll entfalten.
Die Bäume der Erde, ihr Grün, Obst und Gemüse – alles wird wieder so reich und gesegnet sein wie früher.
Denn die Lebensmittel von heute haben zunehmend an Geschmack verloren.
Die guten, alten Geschmäcker gibt es nicht mehr.
Aufgrund der Finsternis unserer Zeit, und weil die Menschen in die Natur eingegriffen und sie verdorben haben, sind Geschmack und Segen verschwunden.
Deshalb rät man uns heute oft: "Esst kein Brot, esst dies nicht, esst das nicht."
Warum? Weil an ihnen manipuliert wurde. Wenn in ihre Natur eingegriffen wird, verändern sie sich und schaden dem Menschen.
Natürlich richtet nichts Schaden an, wenn man die Bismillah darüber spricht.
Aber natürlich alles in Maßen, denn maßlos darf man nicht sein.
Deshalb müssen wir Allah für Seine Gaben danken und jeden Tag Seiner gedenken. Wir sollten beten, dass diese Gaben um unseres Propheten willen ein Segen bleiben und nicht zur Plage werden.
Möge Allah alles zum Guten wenden.
Möge Allah der Allmächtige, der all diese gesegneten Dinge erschaffen hat, sie zu einer Quelle des Guten machen.
Mögen sie für uns alle ein Segen sein und unseren Glauben stärken, inschaAllah.
2026-07-24 - Dergah, Akbaba, İstanbul
إِنَّهُۥ لَا يُحِبُّ ٱلۡمُسۡرِفِينَ (6:141)
Allah, Azza wa Jalla, liebt die Verschwendung nicht.
Und Er liebt die Verschwender nicht.
Heutzutage haben die Menschen ein Wirtschaftssystem aufgebaut, das auf Verschwendung beruht.
Ein solches System liebt Allah ganz und gar nicht.
Genau deshalb beuten sie die Welt aus und zerstören sie.
Man sagt zwar: "Die Welt geht nicht unter und das Meer versiegt nicht", aber sie vernichten sie dennoch.
Denn die Menschen zerstören die Ordnung und das Gleichgewicht, welche Allah, Azza wa Jalla, erschaffen hat.
ظَهَرَ ٱلۡفَسَادُ فِي ٱلۡبَرِّ وَٱلۡبَحۡرِ (30:41)
Unheil ist auf dem Festland und im Meer sichtbar geworden.
Die natürliche Ordnung aller Dinge wurde zerstört.
Darum neigt sich die Zeit dieser Welt nun dem Ende zu.
Da ihre Zeit abgelaufen ist, liegt sie mit Allahs Erlaubnis in ihren letzten Zügen.
Ganz gleich, wie sehr die Menschen sich anstrengen und behaupten: "Wir werden alles in Ordnung bringen und säubern" – in Wahrheit machen sie es nur noch schlimmer.
Dieses Unheil kann daher nur durch den Mahdi, aleyhisselam, beseitigt werden. Ihn hat Allah uns versprochen und unser Prophet, sallAllahu aleyhi wa sallam, als frohe Botschaft verkündet.
Er ist es, der alles wieder richten und in seinen ursprünglichen Zustand versetzen wird.
Doch selbst danach wird der Welt nicht mehr viel Zeit bleiben.
Wie Allah, Azza wa Jalla, spricht:
ٱقۡتَرَبَتِ ٱلسَّاعَةُ (54:1)
"Die Stunde ist nahe gerückt."
Und nun ist sie noch viel näher.
Unser Prophet, sallAllahu aleyhi wa sallam, teilt uns mit, dass die verbleibende Zeit bis zum Jüngsten Tag nur noch so kurz ist wie die Zeitspanne zwischen dem Nachmittags- und dem Abendgebet.
Und wir durchleben gerade die letzten Momente dieser Zeit.
Anstatt euch also zu fragen: "Was soll nur aus der Welt werden, was sollen wir tun?", solltet ihr zuerst bei euch selbst anfangen und euch bessern.
Und geduldig abwarten.
Bis sich das Versprechen Allahs, Azza wa Jalla, erfüllt, wird es, inshaAllah, nicht mehr allzu lange dauern.
Denn ein Tag bei Allah ist wie tausend Jahre.
In der Bemessung Allahs, Azza wa Jalla, ist ein Tag wie fünfzigtausend Jahre.
InschaAllah sind diese Tage nah.
Denn die Welt ist mittlerweile völlig aus den Fugen geraten.
Nichts läuft mehr so, wie es anständig und richtig wäre.
Ein Fehler jagt den nächsten, ein Übel folgt auf das andere.
Und dabei glauben sie auch noch, etwas Gutes zu tun.
Möge Allah, Azza wa Jalla, uns davor bewahren.
Für Muslime und Gläubige gleicht diese Situation einem spirituellen Handel: Je fester sie an der Religion festhalten und sich Allah, Azza wa Jalla, zuwenden, desto größeren Gewinn ziehen sie daraus.
Allah wird sie sowohl materiell als auch spirituell beschützen.
Er schenkt ihren Herzen Frieden und Gewissheit.
Er legt Segen in ihre Familien.
Allah, Azza wa Jalla, beschützt sie inmitten all dieser sich ausbreitenden Übel.
Sagt bloß nicht: "Alle machen es so, also mache ich es auch."
Es wird euch nicht retten, wenn ihr es ihnen gleichtut.
Kümmert euch um eure eigene Rettung, denn jeder kann am Ende nur sich selbst retten.
Sobald ihr mit Allahs Erlaubnis den rechten Weg eingeschlagen habt, wird Allah euch beschützen – ganz gleich, wie viel Übel um euch herum herrscht.
Möge Allah uns alle bewahren.
Möge Er uns diese reinen und schönen Tage erleben lassen, inschaAllah.
2026-07-23 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte:
خَيْرُكُمْ مَنْ تَعَلَّمَ الْقُرْآنَ وَعَلَّمَهُ
Der Gesandte Allahs sprach die Wahrheit, oder wie er es sinngemäß formulierte:
Der Beste unter euch ist derjenige, der den Koran lernt und ihn lehrt.
Allah (Azza wa Jalla) hat jedem Menschen unterschiedliche Fähigkeiten verliehen.
Dennoch hat Er uns allen die Fähigkeit gegeben, den Koran zu erlernen.
Der edle Koran ist das größte Wunder unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam).
Denn er ist das gesegnete Wort und Buch Allahs (Azza wa Jalla), welches bis zum Jüngsten Tag Bestand haben und alles erklären wird.
Daher ist es für uns Menschen ein unermesslicher Segen, ihn zu lernen und zu lesen.
Nicht nur Muslime, sondern auch viele Nichtmuslime sind neugierig auf seinen Inhalt, lesen und studieren ihn.
Viele von ihnen nehmen sogar den Islam an, während sie sich damit befassen.
Beim Erlernen des Korans fällt es manchen Menschen anfangs schwer, die Buchstaben richtig auszusprechen.
Wenn es ihnen gelingt, ist das wunderbar; wenn nicht, nimmt Allah (Azza wa Jalla) es dennoch an.
Macht es euch nicht unnötig schwer... Allah (Azza wa Jalla) gebietet: „Yassiru“ (Macht es leicht); schafft Erleichterung, macht es einfach.
Manchmal verkrampfen sich die Menschen so sehr bei dem Versuch, einen Buchstaben perfekt auszusprechen, dass sie überfordert sind und das Lesen komplett aufgeben.
Sie sagen sich dann: „Ich kriege diesen Buchstaben einfach nicht hin.“
Dabei sagte unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam): Sprecht die Buchstaben so gut aus, wie ihr könnt; die Engel korrigieren sie und legen eure Lesung auf die schönste Weise vor.
Auf diese Weise wird es makellos und fehlerfrei in euer Tatenbuch eingetragen.
Deshalb sagte unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam): „Lest und lernt den edlen Koran; der Beste unter euch ist derjenige, der ihn lernt und lehrt.“
Allah sei Dank lernen in diesem Sommer alle – ob Kinder oder Erwachsene – den Koran.
Es wäre wunderbar, wenn diejenigen, die den Koran noch nicht lesen können, ihn gemeinsam mit ihnen lernen würden.
Die Sommerferien bieten dafür eine hervorragende Gelegenheit.
Diese Chance sollte man nutzen. Anstatt nur herumzureisen – natürlich könnt ihr Ausflüge machen, wohin ihr wollt – solltet ihr euch nebenbei auch dem Koran widmen.
Schritt für Schritt, indem man so gut liest, wie man eben kann, macht man jedes Mal Fortschritte und lernt Neues dazu.
Wie ihr wisst, besitzt der edle Koran eine überaus wundersame Eigenschaft.
Menschen, die überhaupt kein Arabisch sprechen, können ihn auswendig lernen, selbst wenn sie seine Bedeutung nicht verstehen.
Das ist wirklich außergewöhnlich und eine Eigenschaft, die man bei keinem anderen Buch findet.
Natürlich gibt es Menschen, die eine Fremdsprache erlernen, fremdsprachige Gedichte auswendig lernen oder von Menschen verfasste Bücher lesen, auch wenn es nicht ihre Muttersprache ist.
Aber es gibt auf dieser Welt kein einziges anderes Buch, das man von Anfang bis Ende fehlerfrei auswendig lernen kann, ohne ein Wort seiner Bedeutung zu kennen oder zu verstehen.
Ein solches Buch gibt es kein zweites Mal auf der Welt; und genau das ist eines der größten Wunder des edlen Korans.
Dass er auswendig gelernt werden kann, ohne die Sprache zu sprechen oder die Bedeutung zu verstehen, ist wirklich faszinierend.
Allah sei Dank können wir ein wenig Arabisch, da wir in Damaskus geboren wurden.
Aber auch ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie ein Türke, oder jemand aus einem anderen Volk, der absolut kein Arabisch kann, ihn völlig fehlerfrei auswendig lernt.
Aber genau das ist das Wunder des Korans, denn Allah macht es einem leicht, ihn auswendig zu lernen.
So können die Menschen ihn fehlerfrei auswendig lernen, selbst wenn sie seine Bedeutung nicht kennen.
Möge Allah unsere Herzen mit dem Licht des edlen Korans erfüllen.
Möge Er ihn im Gedächtnis der Kinder, die ihn auswendig lernen, fest verankern, damit sie ihn niemals vergessen, inschaAllah.
Möge niemand von uns jemals das Lesen des Korans verlernen, inschaAllah.
2026-07-22 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَأَوۡحَىٰ رَبُّكَ إِلَى ٱلنَّحۡلِ أَنِ ٱتَّخِذِي مِنَ ٱلۡجِبَالِ بُيُوتٗا وَمِنَ ٱلشَّجَرِ وَمِمَّا يَعۡرِشُونَ (16:68)
Man nennt die Biene auch ein „gesegnetes Insekt“.
In diesem edlen Vers heißt es, dass Allah, der Erhabene, ihr etwas offenbarte.
So, wie Allah den Propheten offenbart, gibt Er auch jedem anderen Geschöpf ein, was Er will.
Sie ist in der Tat ein gesegnetes Lebewesen.
Allah, der Erhabene, befiehlt ihr, ihr Nest in Bergen und Bäumen zu bauen und dort feinen, heilsamen Honig zu erzeugen.
Dieser Honig ist ein Heilmittel, ein Segen und eine Wohltat für die Menschen.
So ist auch der Gläubige; er sollte wie eine Biene sein.
Alles, was er tut, sollte ihm selbst und anderen von Nutzen sein.
Er sollte nicht faul sein und keinen schlechten Gedanken nachhängen.
Dieses winzige Geschöpf baut seine Waben, produziert Honig und arbeitet unermüdlich.
Der Ausdruck „fleißig wie eine Biene“ steht ja auch für großen Arbeitseifer.
Genauso sollte der Gläubige sein – all sein Handeln sollte auf dem Guten beruhen.
Sieht er etwas Schlechtes, versucht er, es aufzuhalten.
Auch die Biene ist so. Allah hat sie so erschaffen, dass sie zwar stirbt, wenn sie sticht, damit aber die Gefahr abwehrt.
Denn selbst ihr Gift ist ein Heilmittel.
Sie ist ein wunderbares Geschöpf, ein besonderes Insekt, das Allah, der Erhabene, erschaffen hat.
Auch der Gläubige sollte so sein.
Dass er Menschen vom Bösen abhält, ist letztlich auch zu seinem eigenen Wohl.
Er ist nicht hier, um Schlechtes zu tun, sondern um Gutes zu bewirken.
Er stellt sich dem Bösen mutig entgegen – selbst wenn er dabei zu Schaden kommt.
Lügner behaupten oft: „Der Islam wurde durch das Schwert verbreitet.“
Wenn das Schwert erhoben wurde, dann nur, um Tyrannen aufzuhalten und das Gute siegen zu lassen. Das war stets das wahre Ziel.
Die Anhänger des Satans fügen den Menschen jedes erdenkliche Leid zu, doch dazu schweigt man.
Doch wenn der Islam diese Unterdrückung beenden will, stellt man ihn als grausam und böse dar.
Dabei ist der Islam ganz anders; er gleicht genau dieser Biene.
Er bringt einerseits wunderbare Heilung, stellt sich aber zugleich dem Bösen entgegen.
Möge Allah helfen und denjenigen schicken, der die Menschen von diesem Übel befreit.
Möge es zum Guten führen, inschaAllah.
2026-07-21 - Dergah, Akbaba, İstanbul
قُلْ سِيرُوا فِي الْأَرْضِ فَانْظُرُوا (27:69)
Allah, der Erhabene, sagt: „Zieht auf der Erde umher, seht euch um und zieht eine Lehre aus dem, was ihr erblickt.“
Wenn wir uns den Zustand der Welt und der Menschen heute ansehen, ist kaum noch etwas Menschliches geblieben.
Jeder hat seine Menschlichkeit verloren.
Hacı Anne pflegte zu sagen: „Der Mensch rühmt am meisten das, was ihm selbst fehlt.“
Jeder behauptet von sich: „Ich bin ehrlich“ oder „Wir sind ehrlich“, doch von Ehrlichkeit fehlt bei ihnen jede Spur.
So traurig es ist, aber das ist der heutige Zustand der Welt und der Menschheit.
Es gibt weder Ehrlichkeit noch Verlässlichkeit mehr.
Jeder folgt nur noch seinem eigenen Ego (Nafs), und was das Ego verlangt, halten sie für die Wahrheit.
Sie sagen: „Meine Vorstellung von Ehrlichkeit ist das, was mein Ego will.“
„Niemand sonst hat das Recht, sich in mein Leben einzumischen.“
„Ich mache ohnehin, was ich will.“
Die Menschen von heute sagen sich: „Barmherzigkeit für andere gibt es bei mir nicht.“
Die Rechte der Armen, die Rechte der Mitmenschen – all das ist ihnen völlig egal.
Das ist bedauerlicherweise der aktuelle Zustand der Menschheit.
Genau aus diesem Grund ist die Menschlichkeit verloren gegangen.
Menschlichkeit bedeutet Gerechtigkeit; aber vor allem anderen bedeutet Menschlichkeit Barmherzigkeit.
Wo diese Eigenschaften fehlen, sind wilde Tiere besser als der Mensch.
Wenn ein wildes Tier Nahrung findet, frisst es, legt sich zur Ruhe und lebt einfach sein Leben.
Es hegt keinen Groll.
Ein Tier denkt nicht darüber nach: „Wie kann ich morgen noch mehr töten? Wie kann ich noch mehr Schaden anrichten?“
Der Mensch hingegen trägt diesen Groll in sich und hat ein Ego, das niemals satt wird.
Deshalb sieht unsere heutige Zeit leider so aus.
Wir schwimmen mit der Masse. Und weil wir mit der Masse schwimmen, erscheint den Menschen alles völlig normal.
Dabei ist daran überhaupt nichts normal.
Selbst wenn alle anderen es tun – tu du es nicht.
Ihre größte Ausrede und Rechtfertigung lautet: „Aber die anderen machen es doch auch.“
Auch wenn es jeder macht, solltest du es nicht tun.
Wenn alle Schlechtes tun, dann tu du es nicht.
Halte dich am Rande auf, bleib auf Distanz. Lass dich nicht vom Strom mitreißen, damit er dich nicht auch wegspült.
Bleib auf dieser Seite, steh auf der Seite der Wahrheit, sei aufrichtig.
Verlass dich nicht auf die Ehrlichkeit deines Egos, sondern auf die Ehrlichkeit, die Allah uns befohlen hat.
Das Ego sagt: „Alles gehört mir.“
Die Lage ist offensichtlich: Selbst bei Menschen, die als ehrlich gelten und hochgelobt werden, stellt sich am Ende heraus, dass sie nur ihrem Ego folgen.
Trotzdem gibt es kein Schamgefühl mehr, sodass sie sagen würden: „Wir haben uns blamiert, wir haben unsere Ehre verloren.“
Über die Schamhaftigkeit heißt es: „El-hayâu minel-îmân“; das bedeutet, Schamgefühl ist ein Teil des Glaubens.
Schamgefühl ist etwas Schönes, aber im heutigen Zustand der Welt und der Menschheit wird es nicht mehr als etwas Gutes angesehen.
Die Leute sagen: „Das Mädchen ist viel zu schamhaft, sie geht nicht aus dem Haus, sie redet kaum.“
Dabei ist es etwas sehr Gutes, dass sie Scham empfindet.
Ihrer Meinung nach sollte man tun, was man will, sich für nichts schämen und alles ausleben; wer das tut, gilt bei ihnen als angesehener Mensch.
Heutzutage gilt jemand, der noch Scham empfindet, nicht mehr als angesehen.
Möge Allah sich unseres Zustands erbarmen und uns einen Retter senden, inschaAllah.
Wir warten darauf, inschaAllah.
Möge Allah die Menschen bald wieder zu ihrer wahren Menschlichkeit zurückführen, inschaAllah.
Sie sind nicht in der Lage, aus eigener Kraft umzukehren. Möge Allah uns einen Beschützer senden, der uns den Weg weist, inschaAllah. ```