السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.
اقْتَرَبَ لِلنَّاسِ حِسَابُهُمْ وَهُمْ فِي غَفْلَةٍ مُّعْرِضُونَ (21:1)
Allah sagt: Der Tag der Abrechnung rückt für die Menschen näher.
Doch sie sind in tiefer Achtlosigkeit und verschwenden keinen Gedanken daran.
Sie wollen davon nichts wissen.
Sie wollen einfach ihren eigenen Weg weitergehen.
Die Abrechnung ist keine leichte Sache.
Andererseits ist sie leicht, denn Allah ist allverzeihend.
Egal ob beim Staat oder bei privaten Stellen – Finanzämter hier oder anderswo prüfen extrem streng, da gibt es so etwas wie Vergebung nicht.
Man hört von Begnadigungen; da bringt jemand einen Menschen um und wird begnadigt.
Aber wehe, du pfuschst in Europa oder Amerika bei den Steuern. Das verzeihen sie dir nicht; sie stecken dich ins Gefängnis und du weißt nie, wann du wieder rauskommst.
Bei Allah ist das jedoch anders.
Auch bei Allah gibt es eine Abrechnung.
Doch wenn du Allah um Vergebung bittest, solange du noch atmest und auf der Welt bist – noch vor dieser Abrechnung –, dann vergibt Er dir.
Dann ist deine Rechnung bereits beglichen.
Wenn du aufrichtig bereust und für deine Sünden um Vergebung bittest, wird Allah dir verzeihen.
Deshalb sagt Allah zu den Menschen: Dieser Tag rückt näher.
Verpasst diesen Tag nicht.
Verpasst nicht die Chance auf Vergebung.
Solange ihr gesund seid, lebt euer Leben auf der Welt, aber verlasst niemals den Weg Allahs.
Wendet euch nicht ab von der Barmherzigkeit Allahs.
Allahs Barmherzigkeit ist grenzenlos.
Denn niemand weiß, wann ein Mensch für immer die Augen schließt und seinen letzten Atemzug tut.
Niemand kann garantieren, ob man in einer Stunde oder an einem Tag noch am Leben ist – dafür gibt es keine Garantie.
Deshalb erinnert uns Allah ständig daran, dass dieser Tag nah ist.
Das Jenseits ist nah, nicht weit entfernt.
Manche sagen, der Jüngste Tag läge noch in weiter Ferne.
Selbst wenn er weit weg wäre: Sobald du die Augen schließt, beginnt dein eigener Jüngster Tag. Du schlägst sie am Tag der Auferstehung wieder auf, steigst aus dem Grab und gehst dem Versammlungsplatz entgegen.
Du wirst dich fragen: "Was ist passiert? Lagen wir all die Jahre hier? Es ging so schnell vorbei!"
In einem Wimpernschlag, sagt Allah, werden die Menschen völlig fassungslos zum Versammlungsplatz eilen.
Wer Gutes getan hat, wird Allah danken und Ihn dafür preisen.
Der andere jedoch, der sich im Diesseits von Allah ferngehalten hat, wird es dann bitter bereuen.
Er wird seine Taten bereuen, doch dort wird ihm das nichts mehr nützen.
Wie gesagt: Solange wir auf dieser Welt sind, sollte jeder Allah um Vergebung bitten.
Allah wird die begangenen Sünden verzeihen.
Heutzutage haben sich die Menschen jedoch weit von der Religion entfernt.
Kaum geht es um Vergnügen oder Feiern, strömen Tausende von Menschen zusammen.
"Dort gibt es was zu feiern, lasst uns hingehen, uns amüsieren, uns ablenken und Spaß haben", sagen sie und rennen los.
Geht es jedoch um den Weg Allahs, sagen sie: "Ach, was sollen wir da? Wozu das Ganze?", und halten sich fern.
Möge Allah den Menschen Verstand und Einsicht verleihen.
Möge Er ihnen inschaAllah Rechtleitung gewähren.
Möge Allah uns nicht vom rechten Weg abbringen.
2026-06-06 - Lefke
Allah Azza wa Jalla spricht im glorreichen Koran:
قُلۡ إِن كُنتُمۡ تُحِبُّونَ ٱللَّهَ فَٱتَّبِعُونِي يُحۡبِبۡكُمُ ٱللَّهُ وَيَغۡفِرۡ لَكُمۡ ذُنُوبَكُمۡۚ (3:31)
Allah Azza wa Jalla lässt unseren Propheten sagen: "Sprich: Wenn ihr Allah liebt, so folgt mir, damit Allah euch ebenfalls liebt."
Allahs Liebe zu erlangen, ist das Allerwichtigste.
Wie aber erreichst du, dass Allah dich liebt?
Indem du unserem Propheten folgst.
Wenn du seinem Weg folgst, wird Er dich lieben.
Wenn du ihn liebst, liebt dich auch Allah.
Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) wurde für alle gesandt, für die gesamte Menschheit und das ganze Universum.
Zu den Dschinn, den Menschen, den Engeln; zu allen... Er ist der Prophet von ihnen allen.
Wer das Wohlgefallen und die Liebe Allahs Azza wa Jalla sucht, der muss unserem Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) folgen.
Manche stellen sich hin und sagen: "Wir lieben die Menschheit."
Was an der Menschheit willst du denn lieben? Gibt es überhaupt noch Menschlichkeit?
So etwas wie Menschlichkeit existiert doch gar nicht mehr.
Es heißt nämlich: "Wa idhal-wuhuschu huschirat." (81:5) Das bedeutet: "Wenn die wilden Tiere versammelt werden", wenn also eine wilde Welt in Erscheinung tritt.
Dieser Vers deutet auf die Endzeit hin; die Menschlichkeit ist verloren gegangen.
Jeder ist wie eine wilde Bestie bereit, anderen jede erdenkliche Qual zuzufügen.
Deshalb ist das größte Leid, das man Menschen antun kann, sie vom rechten Weg abzubringen.
Ihnen den rechten Weg vorzuenthalten.
Diejenigen auf dem rechten Weg als Lügner darzustellen und zu sagen: "Folgt ihnen nicht", um so die Menschen zu täuschen und sie dieser großen Gnade zu berauben, ist heutzutage etwas Alltägliches geworden.
Für die Muslime denkt sich der Satan eine andere List, eine andere Fitna (Versuchung) aus, damit sie unseren Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) nicht ehren.
Der Satan verführt sie, damit sie nichts von ihm erhoffen und ihm nicht nahekommen.
Wir sehen also, wie er die Menschen auf unterschiedliche Weise täuscht; er findet immer einen Weg.
Bei den Ungläubigen ist ohnehin kein Glaube mehr vorhanden.
Sie alle glauben, sie seien wie Pilze aus dem Boden geschossen.
Sie haben keine Ahnung von der Seele, dem Jenseits oder der spirituellen Welt.
Sie sind von Grund auf getäuscht und in die Falle des Satans getappt.
Deswegen ist die Hingabe zu Allah, die Liebe zu Allah Azza wa Jalla, das Allerwichtigste.
Für jeden Einzelnen und für die gesamte Menschheit ist es das wahre Zeichen des Menschseins, Allah Azza wa Jalla zu ehren und an Ihn zu glauben.
Ohne diesen Glauben gibt es keine wahre Menschlichkeit.
Denn dann haben sie weder etwas zu fürchten noch etwas zu erhoffen.
Sie haben weder Hoffnung auf das Paradies noch Angst vor der Hölle. Sie sagen einfach: "So etwas gibt es nicht."
Aber am Ende werden sie es natürlich bereuen.
Der Mensch ist nicht einfach so aus dem Nichts in dieses Leben, in diese Welt gekommen.
Allah Azza wa Jalla hat seinen Körper erschaffen, ihn langsam im Mutterleib heranwachsen lassen und ihm anschließend eine Seele eingehaucht.
Erst durch diese Seele wird der Mensch wirklich zum Menschen.
Dadurch unterscheidet er sich von allen anderen Geschöpfen.
Andere Lebewesen sind nicht wie der Mensch; Allah Azza wa Jalla hat ihm eine ganz besondere Stellung verliehen.
Wenn du also ein Mensch bist, musst du an Allah Azza wa Jalla glauben.
Damit dir dein Menschsein bewusst wird.
Du musst unseren Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) ehren, um Erlösung zu finden.
Das ist die einzige Erlösung; einen anderen Weg zur Rettung gibt es nicht.
Die Menschen haben alles ausprobiert, was sie sich selbst ausgedacht haben; nichts davon hat ihnen genützt, und sie blieben völlig ratlos zurück.
Das größte Anzeichen für Unglauben ist Sturheit.
Ein sturer Mensch beharrt bis zum Ende auf seiner Sturheit und verweigert den Glauben.
Später bereut er es zwar, aber dann ist es zu spät.
Strebt daher nach der Liebe Allahs Azza wa Jalla, damit wir Seine Zuneigung erlangen inschaAllah.
2026-06-05 - Lefke
Unser Prophet – Allahs Segen und Friede auf ihm – sagte in einem edlen Hadith:
"Die Welt ist das Gefängnis und der Kerker des Gläubigen."
Für den Gläubigen ist diese Welt kein Ort der reinen Freude.
Seine wahre Erleichterung findet er erst im Jenseits.
Für den Ungläubigen hingegen ist die Welt das Paradies, das Jenseits jedoch nicht.
Genau das hat unser edler Prophet – Allahs Segen und Friede auf ihm – gesagt.
Verglichen mit dem Jenseits gleicht selbst das luxuriöseste Leben hier auf Erden einem Gefängnisaufenthalt.
Im Vergleich zum Jenseits ist die Welt ein völlig wertloser, unbedeutender und mühsamer Ort.
Gemessen an der Schönheit, der Bequemlichkeit und der Sorgenfreiheit des Paradieses, lebt selbst der mächtigste Mensch dieser Welt wie in einem Gefängnis.
Für den Ungläubigen gilt genau das Gegenteil.
Das hier ist sein Paradies; dieses irdische Leben ist sein Paradies.
Denn angesichts des schrecklichen Ortes, der ihn im Jenseits erwartet, erscheint das Leben selbst des ärmsten Ungläubigen auf dieser Welt wie das Paradies.
So ritt der ehrenwerte Scheich Abd al-Qadir al-Dschilani eines Tages, geschützt von einem Sonnenschirm, in Begleitung seiner Schüler auf seinem Pferd.
Da trat ihm ein Feueranbeter oder Ungläubiger in den Weg.
Er packte das Pferd des Scheichs an den Zügeln.
Die Schüler wollten sofort eingreifen, doch Scheich Abd al-Qadir al-Dschilani hielt sie zurück, damit sie daraus lernten: "Lasst ihn, mal sehen, was er zu sagen hat."
Der Mann sagte: "Ich muss dich etwas fragen."
"Sieh mich an: elend, halb verhungert und bettelarm, ohne auch nur Schuhe an den Füßen – und ihr Muslime behauptet, diese Welt sei mein Paradies und euer Gefängnis!"
"Wie kannst du mir das erklären?", fragte er.
"Während ich so erbärmlich dastehe, reitest du ganz bequem auf deinem Pferd und führst ein herrliches Leben umgeben von deinen Anhängern."
"Dir geht es offensichtlich hervorragend."
"Wie kann diese Welt also ein Gefängnis für dich und ein Paradies für mich sein?"
Der ehrenwerte Scheich Abd al-Qadir al-Dschilani antwortete darauf:
"Angesichts all der Gaben und Belohnungen, die uns im Paradies erwarten, ist diese Welt für uns wie ein Gefängnis – ganz gleich, wie gut es uns hier auch gehen mag."
"Im Vergleich zum Jenseits, dem Paradies, ist das Leben hier nicht mehr als ein Gefängnis und eine Last."
"Du hingegen magst dich in der elendesten Lage befinden, doch verglichen mit der Hölle, die dich als Ungläubigen erwartet, ist dein jetziger Zustand das reinste Paradies."
Als der Mann das hörte, hielt er inne und nahm sogleich den Glauben an. So wurde auch er mit dem Islam beehrt.
Dieses irdische Leben ist nichts weiter als Spiel und Zerstreuung.
Das wahrhaft Gute ist das Jenseits.
In einem Koranvers heißt es: "Afala ta'qilun" (Denkt ihr denn nicht nach?).
Wo bleibt euer Verstand? Allah hat euch den Verstand gegeben; nutzt ihn, lebt und handelt danach.
Was wollt ihr? Das ewige Jenseits, oder lieber in diesem vergänglichen Leben in Luxus schwelgen und dafür das Jenseits aufgeben? Es gibt so viele, die das Jenseits genau dafür aufgeben.
Manchmal lesen oder hören wir von lehrreichen Begebenheiten.
Man erzählt sich – und das passt gut in diese Runde – von einem Mann, der Musiker war. Er spielte wohl Geige.
Man sagt, dieser Mann habe die schönsten Melodien gespielt, die die Welt je gehört hat.
Das passierte nicht erst gestern, sondern vor drei- oder vierhundert Jahren.
Angeblich schloss dieser Mann einen Pakt mit dem Teufel: Der Teufel forderte seinen Glauben, und als Gegenleistung machte er ihn zum besten Geiger der Welt.
Und genau so kam es.
Ja, er spielte wundervoll, alle lauschten und ließen sich verzaubern. Doch seitdem sind 300 Jahre vergangen.
Heute bereut er zutiefst, was er getan hat, doch diese Reue nützt ihm nun rein gar nichts mehr.
Darum würde ein vernünftiger Gläubiger, selbst wenn man ihm die ganze Welt zu Füßen legte, niemals seine Religion aufgeben oder vom rechten Weg abweichen.
Im Gegenteil, er lädt auch andere auf diesen rechten Weg ein.
Denn dies ist der Weg der Vernunft, der Weg der Schönheit, der Weg Allahs des Erhabenen und aller Propheten.
Dies ist der Weg derjenigen, die ihren Verstand gebrauchen.
Diejenigen ohne Verstand irren abseits dieses Weges umher.
Sie jagen bloßen Illusionen hinterher.
Gold, Silber, Geld, Besitz ... all das ist im Paradies nicht mehr als gewöhnliches Baumaterial.
Dort bestehen die Wände ohnehin aus Gold und Silber, und an Juwelen mangelt es nie.
Darum lässt sich jemand mit Verstand nicht von weltlichen Dingen blenden, sondern richtet seinen Blick auf das Jenseits.
Möge Allah uns allen diese Schönheiten zuteilwerden lassen, inscha'Allah.
2026-06-04 - Lefke
Was ist das Schlimmste, das einem Menschen widerfahren kann?
Das Schlimmste ist, wenn der eigene Anführer kein guter Mensch ist, sich nicht auf dem Weg Allahs – des Erhabenen und Mächtigen – befindet und keine Gottesfurcht hat.
Das ist etwas sehr Schlimmes – sowohl für kleine Gemeinschaften als auch für große Gesellschaften, für ein ganzes Land und für die gesamte Welt.
Denn solche Menschen gab es nämlich auch schon in der Vergangenheit.
Sobald sich ihnen die Gelegenheit bietet, folgen sie ihrem Ego und werden zu Tyrannen wie Pharao oder Nimrod; sie kennen dabei keinerlei Kompromisse.
Wie es auch im ehrwürdigen Koran verkündet wird:
يَقْدُمُ قَوْمَهُ يَوْمَ الْقِيَامَةِ فَأَوْرَدَهُمُ النَّارَ ۖ وَبِئْسَ الْوِرْدُ الْمَوْرُودُ (11:98)
Sie gingen ihrem Volk voran und stürzten es in die Hölle.
Solche Menschen denken sich für ihre Anhänger einen Weg nach ihren ganz eigenen Vorstellungen aus.
Sie sagen: "Ich habe diesen Weg für euch gewählt, und ihr müsst ihn gehen."
Tyrannen wie Pharao und Nimrod ließen all jene töten, erhängen und niedermetzeln, die sie nicht anbeteten.
Heutzutage geschieht genau das Gleiche.
Wer so handelt, bringt weder sich selbst, noch seinem Volk, noch der Menschheit irgendeinen Nutzen.
Im Jahrhundert nach dem Ende des Osmanischen Reiches traten immer mehr solcher Menschen in Erscheinung.
Denn es gab keine Macht mehr, die sich ihnen in den Weg stellen konnte; sie sind alle gleich.
Früher stand ihnen der islamische Sultan gegenüber; es herrschte islamische Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
Man hat ihn beseitigt, und seitdem gleichen sie alle einander.
Die Menschen, die den Sultan nicht haben wollten, haben am meisten darunter gelitten.
Sie haben derart großen Schaden erlitten, und doch kommen sie bis heute nicht zur Vernunft.
Sie lassen sich immer noch täuschen; die meisten von ihnen empfinden nicht einmal Reue.
Sie sagen: "Wir haben gesiegt, wir haben uns unsere Freiheit erkämpft" und dergleichen.
Doch selbst wenn du deine Freiheit erlangt hast, hast du als Mensch jeglichen Wert verloren.
Was nützt einem die Freiheit, wenn der Mensch an sich keinen Wert und keine Bedeutung mehr hat?
Vor Allah bemisst sich der Wert eines Menschen nach seiner Barmherzigkeit, seinem Mitgefühl und seinen guten Taten; und genau das lebte nur der Sultan vor.
Auch ihn hat man abgeschafft, und daraufhin versank die ganze Welt in Unterdrückung, Bosheit und Ungerechtigkeit.
Die Männer, die sich an die Spitze der Völker setzten, stürzten alle in tiefstes Elend.
Sie haben die Menschen ihrer Menschlichkeit beraubt; sie haben weder Verstand, noch Anstand, noch gute Sitten übrig gelassen. Nichts davon ist geblieben.
Wenn man jenen folgt, die vom rechten Weg abgekommen sind – möge Allah uns bewahren –, dann führt dies zum denkbar schlimmsten Ende: dem Höllenfeuer.
Wer all das als Prüfung begreift, sich nicht in die Irre führen lässt und auf dem Weg Allahs bleibt, der wird Rettung finden.
Man muss sich sagen: "Wir folgen ihnen nicht, auch wenn uns die Hände gebunden sind. Wir heißen diese Taten nicht gut, wir stehen auf der Seite der Wahrheit und wollen so leben, wie Allah es von uns verlangt."
Inschallah werden wir die Zeit des Mahdi (Friede sei mit ihm) noch miterleben.
So wie es momentan läuft, kann dieser Zustand der Welt nicht andauern; noch nie in der Geschichte ist die Welt dauerhaft in den Händen von Tyrannen geblieben.
Deshalb wird am Ende unweigerlich große Reue einkehren, und es werden wieder andere, schönere Tage anbrechen, inschaAllah.
2026-06-03 - Lefke
Allah, der Erhabene, hat die Propheten gesandt, damit sie den Menschen zeigen, wie sie aus allem ihren Nutzen ziehen können.
Von Adam (Friede sei mit ihm) bis zu unserem Propheten (Allahs Segen und Friede auf ihm) haben 124.000 Propheten den Menschen alles beigebracht.
Sie haben ihnen gezeigt, wie sie leben sollen, wie sie mit anderen umgehen sollen und wie sie das Jenseits für sich gewinnen können.
Sie haben auch vor dem Schlechten gewarnt und den Weg gewiesen, indem sie sagten: "Das ist nicht gut, lasst das."
Wer auf sie hörte, hat gewonnen; wer nicht auf sie hörte, ging zugrunde.
Daher sei Allah gedankt; diese Zusammenkünfte hier sind von großer Bedeutung.
Dieses Mal sehen wir, dass es noch voller ist; inschaAllah werden die Menschen einander noch näherkommen.
Möge Allah uns bewahren.
Aufrichtige Menschen gehen von ganzem Herzen und voller Mitgefühl auf andere zu; sie bemühen sich, ihnen das Gute zu zeigen und die Religion zu lehren.
All ihre Bemühungen dienen allein dem Wohlgefallen Allahs; weltliche Interessen spielen dabei absolut keine Rolle.
Allah sei Dank wissen wir, dass Allah für die Versorgung eines jeden sorgt.
Doch leider tun manchmal selbst gläubige Menschen für ihren eigenen Vorteil alles Mögliche.
Wenn sich die Leute dann von der Religion abwenden, beschweren sie sich und fragen: "Wie konnte das passieren?"
Es gibt keinen Grund zur Klage. Verrichte deine Arbeit aufrichtig, bleibe auf dem rechten Weg und sei ehrlich.
Gib das, was du gelernt hast, an andere weiter. Das wird für dich der größte Nutzen und der höchste Gewinn sein.
Deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen einander unterstützen und sich gegenseitig den Weg weisen.
Dabei sollte man stets freundlich vorgehen – es darf keinerlei Zwang herrschen.
Jeder soll tun, was in seiner Macht steht. Was er nicht schafft, wird Allah ihm vergeben.
Das Wichtigste ist die Absicht. Bei einer festen Absicht belohnt Allah den Menschen selbst für eine Tat, die er nicht vollenden konnte, ganz nach seinem Vorsatz.
Unser Prophet sagt in einem edlen Hadith: "Die Absicht des Gläubigen wiegt schwerer als seine Tat."
Nehmen wir an, du hast dir vorgenommen: "Ich werde diese gute Tat vollbringen", fandest aber keine Gelegenheit dazu.
Allah, der Erhabene, nimmt auch das an. Wenn du tatsächlich etwas Gutes tust, schreibt Allah dir dafür den zehnfachen Lohn gut.
Hast du jedoch nur die Absicht, kommst aber nicht zur Tat, erhältst du allein für den guten Vorsatz deine Belohnung.
Wenn du vorhattest, etwas Schlechtes zu tun, es dir aber anders überlegst und es lässt, wird dir das nicht als Sünde angerechnet.
Tust du es doch, wird es lediglich als eine einzige Sünde verbucht.
Zeigt man danach Reue und bittet um Vergebung, vergibt Allah auch dies und löscht die Sünde aus.
Genau das ist der Weg des Islam, der Weg unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam); es ist der allerschönste Weg.
Manche Menschen geben ihrem Ego nach und meiden diesen Weg. Sie haben Angst und halten ihn für etwas Schlechtes.
Aus Sorge, dass ihnen die Gottesdienste zu schwerfallen könnten, lassen sie gleich alles bleiben.
Andere wiederum sagen sich: "Das mache ich später", und ehe sie sich versehen, ist das Leben vorbei, ohne dass sie etwas getan haben.
Manche tun von vornherein gar nichts – ihre Lage ist noch weitaus schlimmer.
Denn sie fassen nicht einmal die Absicht, Gutes zu tun.
Jemand, der sagt: "Ich mache das später", hatte zumindest den Vorsatz dazu.
InschaAllah, wird Allah auch ihm aufgrund seiner Absicht vergeben.
Allah sei Dank liegen die Tage der Pilgerfahrt und das Opferfest nun hinter uns.
Diese gesegneten Monate markieren das Ende der heiligen Monate.
Dhu l-Qa'da, Dhu l-Hiddscha und Muharram... Diese heiligen Monate sind bei Allah überaus gesegnet.
Sie sind für uns ein Geschenk – eine Gnade von Allah, dem Erhabenen.
Wir nehmen uns fest vor, diese Monate inschaAllah mit Gottesdiensten zu verbringen.
Möge Allah uns inschaAllah entsprechend unserer Absicht mit Seiner Gnade beschenken.
Lasst uns beten und Gottesdienste verrichten, so gut es uns eben möglich ist.
Das Gebet ist von immenser Bedeutung.
Für diejenigen, die noch nicht beten, hat unser verehrter Scheich-Vater einen wunderbaren Rat:
"Wer nicht betet, sollte zumindest mit zwei Rak'ah am Tag anfangen."
"Er sollte diese zwei Rak'ah für ein, zwei Wochen oder auch ein, zwei Monate beibehalten. Sobald er sich daran gewöhnt hat, kann er auf vier Rak'ah erhöhen."
"Das behält er dann für weitere drei bis fünf Monate bei."
"Nach einer Weile wird das Bedürfnis von Körper und Seele nach dieser spirituellen Schönheit von ganz allein wachsen."
"Auf diese Weise wird er – mit Allahs Erlaubnis – allmählich damit beginnen, alle fünf täglichen Gebete zu verrichten."
Ebenso wichtig ist das Fasten.
Es bildet eine der Grundsäulen unserer Religion.
Tatsächlich beten viele Menschen nicht. Es gibt viele, die zwar fasten, aber nicht beten – das war schon früher so.
Aber das Fasten haben sie nie ausgelassen. Selbst wer nicht betete, hat im Ramadan die vollen dreißig Tage durchgefastet.
Manche beteten nur freitags, andere nur an Festtagen, aber das Fasten haben sie alle strikt eingehalten.
Leider geben die Menschen heutzutage selbst das auf.
Manche Ärzte heutzutage behaupten sogar: "Faste bloß nicht, du bist krank, das bringt dich um."
Dabei lassen fachkundigere Ärzte im Ausland ihre Patienten ganz bewusst fasten, weil es bei Krankheiten sehr heilsam ist.
Und das nicht nur fünfzehn oder sechzehn Stunden wie bei uns, sondern sie lassen die Menschen achtzehn bis zwanzig Stunden fasten.
Der Weg, den Allah, der Erhabene, und unser Prophet uns aufgezeigt haben, ist genau das, was der Mensch braucht – es entspricht voll und ganz seiner Natur.
Wenn ein Mensch sein Leben danach ausrichtet, wird er sowohl im Diesseits als auch im Jenseits inneren Frieden finden, glücklich und erfolgreich sein.
Das Allerwichtigste ist jedoch, unserem Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) Respekt zu erweisen und ihn in Ehren zu halten.
Kein anderer Mensch darf auch nur ansatzweise mit ihm verglichen werden.
Leider versuchen manche, völlig unbedeutende Personen mit ihm gleichzusetzen – das ist absolut inakzeptabel.
Was wir im Jenseits am allermeisten brauchen werden, ist die Fürsprache unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam).
Ohne seine Fürsprache wären wir verloren. Möge Allah uns davor bewahren.
Menschen ohne Glauben wissen das ohnehin nicht, aber neuerdings ist auch eine Gruppe von Leuten aufgetaucht, die sich für besonders fromm halten.
Sie sagen über unseren Propheten: "Er war auch nur ein Mensch wie wir. Ihr seid nur auf eure eigenen Taten angewiesen, seine Fürsprache braucht ihr nicht."
Sie behaupten sogar: "Wenn ihr um Fürsprache bittet, begeht ihr Schirk und stellt Allah Partner zur Seite."
Was sie da reden, ist völlig unvernünftig; sie schaden sich damit nur selbst.
Wenn sie nur sich selbst schaden würden, wäre das eine Sache, aber sie schaden auch anderen.
Sie säen Zweifel und flüstern den Menschen ein: "Haben wir etwa Schirk begangen, nur weil wir Segenswünsche (Salawat) gesprochen haben?"
Sie bringen die Menschen dazu, sich zu fragen: "Sind wir vom Glauben abgefallen, weil wir Mevlid lesen ließen?" Sie pflanzen ihnen Zweifel in den Kopf und entfremden sie der Religion.
Schenkt solchen Leuten also bloß kein Gehör und messt ihnen keine Bedeutung bei.
Heutzutage hat schließlich jeder ein Smartphone in der Hand; sie gehen ins Internet und hören sich das wirre Gerede von völlig unvernünftigen Menschen an.
Selbst wenn man ihnen nur beiläufig zuhört, keimen Zweifel auf. Es ist, als würde ein Krankheitserreger in euren Verstand eindringen.
So wie man in einer Umgebung mit Ansteckungsgefahr eine Maske trägt, solltet ihr zum Schutz eures Geistes die Videos solcher Leute gar nicht erst anklicken.
Möge Allah uns vor ihrem Übel bewahren.
Möge Allah mit euch allen zufrieden sein. MaschaAllah, ihr kommt hier zusammen und gedenkt Allahs (Dhikr).
Der Weg unseres verehrten Scheich-Vaters ist der Weg unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam).
Allah hat uns Seine Gnade erwiesen. Dank der aufrichtigen Hingabe wurden diese ehrwürdigen Orte unserer Vorfahren wieder mit Leben gefüllt.
Dadurch fließt auch jenen Vorfahren noch Belohnung zu, und sie sprechen aus dem Jenseits Bittgebete für euch.
InschaAllah wird Allah eure Zahl mehren, sodass die Gemeinschaften bei diesen Zusammenkünften noch weiter anwachsen.
Möge Allah euch, inschaAllah, rechtschaffene Kinder schenken.
Gebt gut auf eure Kinder acht, ihr seid schließlich ihre Mütter.
Heutzutage prahlt jeder: "Auf welche Uni schickst du dein Kind? Mein Kind geht auf eine Privatschule. Es ist unglaublich schlau und intelligent."
Dabei ist die allerbeste Schule, die allerbeste Universität die Mutter selbst.
Keine Schule und keine Uni hat einen so großen Einfluss wie die Mutter. Die wahre Schule des Lebens ist die Mutter.
Einer Mutter, die sich intensiv um ihr Kind kümmert und es zu einem charakterfesten, guten Menschen erzieht, müsste man heutzutage ein Gehalt von hundert- oder zweihunderttausend Lira zahlen.
Einen Menschen heranzuziehen, der seinem Land und seinem Volk von Nutzen ist, ist unbezahlbar. Das ist weitaus wertvoller als diese inhaltsleeren Schulen und Universitäten.
Achtet deshalb ganz besonders auf die Bildung und Erziehung eurer Kinder.
Nur weil ihr euch um das Kind kümmert, heißt das nicht, dass ihr ihm bedingungslos zu Diensten sein müsst. Das Kind hat auf euch zu hören.
Sorgt für etwas Disziplin und gebt ihm nicht jeden Wunsch augenblicklich nach.
Kinder wissen genau, dass das Herz einer Mutter weich ist. Sie weinen und quengeln so lange, bis sie ihren Willen bekommen. Selbst wenn sie noch so sehr quengeln – gebt nicht sofort nach.
Lasst ein wenig Zeit verstreichen. Gebt es ihnen erst ein oder fünf Stunden später, damit sie den Wert der Sache schätzen lernen.
Einem Kind jeden Wunsch von den Augen abzulesen, bevor es überhaupt danach gefragt hat, ruiniert seinen Charakter.
Leider machen sich manche Eltern geradezu zu Dienern ihrer Kinder und fragen: "Möchtest du dies, oder lieber das?", noch bevor das Kind überhaupt den Mund aufgemacht hat.
Auf diese Dinge müsst ihr ganz besonders achten.
Das heißt: Gebt den Kindern keine Dinge, die nutzlos oder schädlich für sie sind, und geht in Erziehungsfragen sehr bewusst vor.
Möge Allah mit euch allen zufrieden sein.
MaschaAllah, möge eure Gemeinschaft von Dauer und voller Segen sein.
2026-06-02 - Lefke
يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اجْتَنِبُوا كَثِيرًا مِّنَ الظَّنِّ إِنَّ بَعْضَ الظَّنِّ إِثْمٌ (49:12)
Allah fordert die Menschen auf: „Heget keinen schlechten Verdacht.“
Er sagt damit, dass man andere nicht durch bloße Zweifel in Verruf bringen soll.
Man malt sich in seinem Kopf etwas so aus, wie man es eben sieht, aber das hat mit der Wahrheit überhaupt nichts zu tun.
Die Wahrheit ist die eine Sache, was ihr euch einbildet, eine völlig andere.
Das ist ein wirklich wichtiges Thema.
Es ist auch etwas, das die Sheikhs überhaupt nicht mögen.
Selbst wenn die Lage schlecht war, hat Mawlana Sheikh Nazim, sie immer im Guten gedeutet.
Er hat immer eine Entschuldigung gefunden und die Wogen geglättet.
Selbst wenn es also wirklich schlimm war, wollte Mawlana Sheikh Nazim es nicht schlecht aussehen lassen.
Es gibt diese Herangehensweise, und es gibt das genaue Gegenteil davon.
Dazu sagen sie: „Inna su'a zanni min husnil fitan.“
Das ist so ein Spruch, den sie sich einfach selbst ausgedacht haben.
Es ist weder ein Hadith, noch steht es im Qur'an.
Angeblich bedeutet das: „Schlechter Verdacht zeugt von Klugheit“, was aber das genaue Gegenteil von dem ist, was richtig ist.
Mawlana Sheikh Nazim stand auf der einen Seite, doch es gab auch viele, die ihm sehr nahestanden, aber genau diesen zweiten Weg verfolgten.
Die meisten von denen, die diesen Weg gegangen sind, sind mittlerweile verstorben.
Sie haben ständig Folgendes gemacht:
„Dieser Mann ist gut, nein, er ist doch so, der hier ist schlecht“ – sie haben an allem und jedem immer ein Haar in der Suppe gefunden.
Wie genau verhält es sich mit dem Verdacht (Zann)?
Stellt euch jemanden nachts in einem dunklen Zimmer vor; es gibt kein Licht, alles ist stockdunkel...
Er hält sein Kissen für etwas anderes, für irgendein seltsames Wesen.
Er hält die Bettdecke und die Dinge drüben an der Wand für irgendwelche anderen Kreaturen.
Er stellt sich das alles vor, sagt sich: „Das sind furchtbare Dinge“, bekommt Angst und zieht sich die Decke über den Kopf, um sich zu verstecken.
Er denkt sich: „Wie soll ich es bloß bis zum Morgen aushalten, umgeben von all diesen Dingen?“
Dann macht er das Licht an und sieht, da ist überhaupt nichts.
Das eine ist nur ein Kissen, das andere die Decke, das an der Wand ist Kleidung, eine Lampe; alles ist völlig normal.
Sobald das Licht brennt, sieht er die Dinge so, wie sie wirklich sind.
Er merkt, dass keines der bösen Dinge, die er sich eingebildet hatte, überhaupt existiert.
Und genau so ist es auch mit dem Verdacht.
Deshalb hat sich auch der Großsheikh über so etwas immer sehr geschimpft.
Das heißt: Wenn du dir bei einer Sache nicht zu hundert Prozent sicher bist, dann beschuldige niemanden und rede nicht schlecht über ihn.
Lade dir nicht die Sünde eines anderen auf.
Ein solcher Verdacht (Zann) ist eine schwere Last.
Und natürlich gilt wie bei allem: Misch dich nicht in Angelegenheiten ein, die dich nichts angehen.
Deine Aufgabe ist es, dich um deine eigenen Sachen zu kümmern.
Und zieh auch keine anderen mit in deine Sünden rein.
Es gibt viele Menschen, die sagen: „Der ist eben so“, dann ständig hinter dem Rücken der Leute reden und damit Familien und Existenzen zerstören.
Und danach heißt es dann: „Wir dachten eben, es wäre so, wir haben das einfach vermutet.“
Schön und gut, du hast es vermutet, aber du hast dir damit definitiv eine große Sünde aufgeladen.
Das ist keine Kleinigkeit.
Großsheikh hat zu diesem Thema sehr wichtige Dinge gesagt.
Wenn man ihm wirklich zuhören würde, würde man verstehen, wie falsch das eigene Verhalten und die eigenen Taten sind.
Deshalb muss man wirklich aufpassen.
Lade dir nicht die Sünden anderer auf und verleumde niemanden.
Natürlich solltest du bei dem Versuch, Su'a Zann zu vermeiden, dich auch nicht für dumm verkaufen lassen.
Lass nicht zu, dass man dich hinters Licht führt.
Allah hat dir Verstand und Einsicht gegeben; natürlich wirst du dich umhören und recherchieren.
Wenn zum Beispiel eine Heirat ansteht, erkundigt man sich: „Was für ein Mensch ist das?“
Das ist kein Su'a Zann.
Sich für die Zukunft im Vorfeld zu informieren: „Wer ist das, was macht er, wovon lebt er, was hat er früher gemacht, war er schon mal verheiratet, wie ist er mit anderen umgegangen?“ – das ist kein schlechter Gedanke und kein Su'a Zann.
Du findest die Wahrheit heraus und handelst dementsprechend.
Und Leute, die die Wahrheit kennen, werden auch offen reden, wenn es da etwas gibt.
Sie können ihre Meinung äußern wie: „Dieser Mensch ist so, er hat dieses und jenes getan, er hat einen guten Charakter“ oder „Wir würden eher abraten.“
Aber macht niemanden schlecht, nur weil ihr eine bloße Vermutung habt und sagt: „Nein, der Typ ist mir irgendwie unsympathisch.“
Genau diese Sache, also das Thema Heirat, ist extrem wichtig.
Manchmal werden auch wir gefragt; dann sagen wir: „Schickt mal ein Bild, was ist das für eine Person?“
Wir fragen: „Wie ist die Familie, habt ihr sie mal kennengelernt?“
Wenn sie dann antworten: „Ja, haben wir, sie sind gut“, dann ist die Sache in Ordnung.
Also, fragt nach und erkundigt euch ruhig.
Daran ist überhaupt nichts Verwerfliches.
Was wirklich verwerflich ist: jemandem, der Familie hat, Dinge zu unterstellen wie: „Du hast dies getan, du hast das gemacht, du bist dorthin gegangen.“
Damit stiftet man Unruhe in seiner Familie, entfremdet den Ehepartner und zerstört ein Zuhause.
Genau das ist der wahre Su'a Zann.
Möge Allah uns davor bewahren.
Es ist ein enorm wichtiges Thema für uns alle, aber viele Leute nehmen es auf die leichte Schulter und reden einfach leichtfertig drauflos.
Und dann ziehen sie auch noch ihr Gegenüber mit in die Sünde.
Da rotten sich dann alle zusammen; der eine sagt: „Er hat das gesagt, also weiß er es“, der nächste meint: „Wir glauben ihm, dieser Mann ist schlecht, diese Frau ist schlecht“ – und genau so treten sie dann auf.
Möge Allah uns davor bewahren.
Möge Allah uns alle vor diesen Sünden schützen und uns allen vergeben, Inscha'Allah.
2026-06-01 - Lefke
Das höchste Ziel eines Gläubigen ist die Glückseligkeit in beiden Welten.
Ein Gläubiger erhofft sich Glück und Frieden für das Diesseits und das Jenseits; darum betet er.
Das Jenseits haben wir verstanden: Im Paradies findet der Mensch sein wahres Glück. Doch diese Welt ist ein Ort der Prüfung. Wie kann man also hier glücklich werden?
Solange man auf dem Weg Allahs bleibt und Seinen Geboten sowie denen unseres Propheten folgt, findet man inneren Frieden. Dann braucht man sich vor nichts zu fürchten.
Denn das irdische Leben ist kurz und vergeht wie im Flug.
Die Tage und Jahre verstreichen. Deshalb ist es das größte Glück, standhaft zu bleiben und auf Allahs wahrem Weg voranzuschreiten.
Wenn dann auch noch das Umfeld – die Familie, Kinder, Geschwister und Freunde – denselben Weg geht, ist das vollkommenes Glück.
Natürlich ist diese Welt ein Ort der Prüfung, auch wenn niemand gerne geprüft wird.
Eine Prüfung ist nie einfach. Schon Kinder haben vor Prüfungen Angst und fragen sich: "Wie soll ich das nur schaffen?". Ob Groß oder Klein, jeder fürchtet sich vor Prüfungen.
Auch diese Welt ist ein Prüfungsort, doch für einen Gläubigen ist sie eine leicht zu bewältigende Prüfung.
Für Menschen ohne Glauben hingegen ist es eine sehr schwere Prüfung, denn all ihre Mühen werden letztlich umsonst sein.
Sie glauben vielleicht, auf der Welt Gutes zu tun, aber in Wirklichkeit bewirken sie nur Schlechtes.
Den größten Schaden fügt der Mensch sich ohnehin selbst zu – Schlimmeres, als es ihm je ein anderer antun könnte.
Denn Allah der Erhabene hat dem Menschen einen freien Willen und Gebote gegeben.
Mit diesem freien Willen kann der Mensch auf dem rechten Weg bleiben.
Manche mögen etwas anderes behaupten, aber das ist das Gesetz, das Allah in Seiner Weisheit festgelegt hat: Wer diesen Weg geht, wird glücklich.
Glückseligkeit bedeutet, dass der Mensch sowohl im irdischen Leben als auch im Jenseits tiefen Frieden findet.
Das Leben im Jenseits ist für die Gläubigen, inschaAllah, ohnehin die höchste Form des Glücks.
Dieses Glück zu erreichen, ist leicht für Gläubige, die dem Weg Allahs und Seines Propheten folgen. Andernfalls ist das Jenseits wahrlich kein einfacher Ort.
Es gibt viele Menschen auf der Welt, die sich nur als "Muslime" bezeichnen. Manche schämen sich sogar zuzugeben: "Ich bin Muslim".
Im Ausland oder in Anwesenheit hochgestellter Personen verbergen sie ihren Glauben und denken auch noch, sie täten das Richtige.
Dabei schaden sie sich damit nur selbst; daran ist absolut nichts gut.
Wie schon gesagt: Das Jenseits ist ein strenger Ort.
Wenn jemand hier hundert Jahre alt wird, sagt man: "Er hat ein langes Leben gehabt."
Doch für Ungläubige oder für Muslime, die nicht auf Allahs Weg wandeln, sind hundert Jahre im Jenseits gar nichts.
Am Tag des Jüngsten Gerichts wird es Menschen geben, die hundert, fünfhundert, tausend oder gar hunderttausend Jahre warten müssen.
Deshalb darf man das nicht auf die leichte Schulter nehmen: Um im Jenseits glücklich zu sein, musst du schon in dieser Welt den Weg Allahs gehen.
Du musst dem Weg unseres Propheten – Friede und Segen seien auf ihm – folgen.
Du musst ihn lieben und ehren und auf seine Fürsprache hoffen, damit du im Jenseits mit Allahs Erlaubnis ohne einen einzigen Tag Wartezeit ins Paradies gelangst.
Damit du aus den Händen unseres Propheten vom Kauthar-Quell trinken und das Paradies betreten kannst.
Wer dies auf Erden versäumt und sich nur als "Muslim" bezeichnet, hat dennoch einen Gewinn, selbst wenn er erst nach tausend oder fünftausend Jahren ins Paradies kommt – denn am Ende wird er eintreten.
Wer jedoch gar keinen Glauben hat, fügt sich selbst das allergrößte Übel zu.
Möge Allah uns davor bewahren.
Möge Allah uns das Glück im Diesseits und im Jenseits schenken. InshaAllah wird uns allen diese vollkommene Glückseligkeit beider Welten zuteil.
2026-05-31 - Lefke
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: „Welche Taten sind bei Allah die besten?“
Es ist, dem Herzen eines Gläubigen Erleichterung, Freude und inneren Frieden zu schenken.
Wenn ein Gläubiger einen anderen sieht und ihn anlächelt, erfüllt das dessen Herz mit Ruhe.
Wenn man ihn mit einem freundlichen Gesicht begrüßt und fragt, wie es ihm geht, freut er sich natürlich.
Und durch diese Freude erlangt man das Wohlgefallen Allahs.
Eigentlich ist das gar nicht so schwer, doch je nach Charakter und Gewohnheit fällt es manchen schwer oder sie tun es einfach nicht.
Aus Gedanken wie „Wir verstehen uns nicht“ oder „Er ist nicht auf meinem Niveau“ grüßen manche Leute nicht einmal; und selbst wenn man sie grüßt, erwidern sie den Gruß nicht.
Solche Menschen gibt es nun mal.
Aber sie werden die Konsequenzen für ihr Verhalten tragen müssen.
Denn wenn man mit solch leichten Taten Allahs Wohlgefallen anstrebt, schenkt Er einem großen Lohn.
Auch schon hier auf der Erde bringt das dem Menschen inneren Frieden und Freude.
Es vertreibt den Kummer aus dem Herzen.
Wenn du dir daraus ein Problem machst, wird es dich nur belasten.
Natürlich ist es nicht immer leicht, es jedem recht zu machen.
Das steht auf einem anderen Blatt.
Den Menschen von heute fehlt oft der Anstand und die Feinfühligkeit von früher.
Heutzutage gibt es viele, die es sofort ausnutzen, wenn man ihnen mit einem Lächeln begegnet.
Aber um es kurz zu machen: Jeden zu grüßen, dem man begegnet – ganz im Sinne unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam), der sagte: „Verbreitet den Salam“ –, sollte für einen Muslim selbstverständlich sein.
Das Grüßen ist ein Markenzeichen des Islam. Den Salam zu geben, ist Sunna.
Den Gruß zu erwidern, ist hingegen Fard (Pflicht).
Wenn man zu jemandem „Salam alaykum“ sagt, hat man die Sunna erfüllt.
Wenn das Gegenüber nicht mit „Wa alaykum salam“ antwortet, begeht es eine Pflichtvernachlässigung.
Das zieht vor Allah eine ernsthafte Verantwortung nach sich.
Wer diese Last auf sich nimmt, wird die Folgen als seelische Unruhe spüren.
Wenn dich jemand grüßt, sagst du einfach „Alaykum salam“ und gehst deines Weges.
Man muss sich dafür nicht extra hinsetzen und lange Gespräche führen.
Doch allein dieser Gruß schafft eine schöne Verbindung zwischen den Menschen. Es ist ein wunderbarer Weg, um das Miteinander zu stärken und gleichzeitig Allahs Wohlgefallen zu erlangen.
Genau so ist es.
Ohne Zweifel liebt Allah die Gläubigen und die Muslime.
Diese Regel gilt natürlich nicht nur für Anhänger der Tariqa, sondern für alle Muslime gleichermaßen.
Manchmal reisen wir in fremde Länder.
Die Menschen, denen wir dort auf der Straße begegnen, grüßen uns. Entweder grüßen sie zuerst, oder unsere Begleiter tun es – und jeder erwidert den Gruß herzlich und mit einem Lächeln.
Aber leider gibt es auch Leute, die von sich behaupten: „Ich bin Muslim.“
Darunter sind einige, die die Ahl as-Sunnah und die Anhänger der Tariqa nicht ausstehen können.
Sie haben ständig ein finsteres Gesicht und runzeln die Stirn.
Genau an solchen Menschen hat auch unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) kein Gefallen.
Diese Leute erwidern den Gruß nicht und schrecken andere mit ihrer mürrischen Art von der Religion ab.
Weder nehmen sie den Gruß anderer an, noch grüßen sie selbst jemanden.
Möge Allah uns davor bewahren, aber selbst unter Muslimen gibt es solche Gestalten.
InschaAllah sind es nicht viele, aber es gibt sie eben.
Auch wenn sie nur wenige sind, fallen sie durch ihre abweisende Art in der Gesellschaft unangenehm auf.
Sicherlich seid auch ihr solchen Leuten schon oft begegnet, so wie es bei uns der Fall war.
Man grüßt sie, doch sobald sie merken, dass man dem Weg der Ahl as-Sunnah und unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) folgt, erwidern sie den Gruß nicht – einfach, weil sie diesen Weg ablehnen.
Möge Allah uns behüten.
Darum pflegte Mawlana Sheikh Nazim über sie zu sagen: „Abusu'l-wajh, karihu'l-manzar.“
Das bedeutet so viel wie: „Finsteres Gesicht, zusammengezogene Augenbrauen und ein abstoßender Anblick.“
InschaAllah werden wir niemals so sein, sondern unseren muslimischen Geschwistern stets mit einem Lächeln begegnen.
Helft den Menschen so gut es geht, ohne sie zu verschrecken.
Und selbst wenn ihr ihnen nicht praktisch helfen könnt, reicht schon ein Lächeln.
Es genügt völlig, den Menschen ein freundliches Gesicht zu zeigen.
Möge Allah uns allen dabei helfen.
Natürlich ist das nicht immer leicht, aber inschaAllah wird Allah uns allen beistehen.
2026-05-30 - Lefke
وَمَا ٱلۡحَيَوٰةُ ٱلدُّنۡيَآ إِلَّا لَعِبٞ وَلَهۡوٞۖ وَلَلدَّارُ ٱلۡأٓخِرَةُ خَيۡرٞ لِّلَّذِينَ يَتَّقُونَۚ (6:32)
Allah, Azza wa Jalla, spricht: "Das diesseitige Leben ist nichts weiter als ein Spiel und ein Zeitvertreib."
"Die Wohnstätte des Jenseits aber ist besser für diejenigen, die (Allah) fürchten."
Alles Lob gebührt Allah, dass wir an diesen gesegneten Tagen durch Seine Gnade auf dem Weg Allahs mit den Gläubigen und Muslimen zusammen waren.
Es gab welche, die uns besucht haben, und auch wir haben Besuche gemacht, Allah sei Dank.
Die Opfertiere wurden geschlachtet.
Die Pilger haben ihre Hadsch verrichtet.
Das ist die höchste Stufe der Glückseligkeit.
Somit vergeht dieses diesseitige Leben nicht nur mit Spiel und Zeitvertreib.
So kann der Mensch also wahrhaft glücklich werden.
Wenn der Mensch das tut, was er möchte, solange es im erlaubten (Halal-)Bereich liegt, kehren diese Taten als Belohnung zu ihm zurück.
Solange man auf dem Weg von Allah, Azza wa Jalla, ist und die schönen Dinge, die dem Menschen gefallen, im Halal-Bereich liegen, schreibt Allah ihm dafür sowohl Belohnung auf, als dass Er Seinen Diener auch beschenkt.
Wenn man für die Gaben dankt, die Er gegeben hat, vergeht das Leben nicht sinnlos.
Es wird in vollen Zügen erfüllt gelebt.
All dies wird zu einer Vorbereitung für das Jenseits und sammelt sich auf dem Konto für das Jenseits an.
Und so kamen und vergingen auch diese gesegneten Tage.
Die Tage vergehen schnell, mögen sie mit Allahs Erlaubnis nicht sinnlos vergehen, in sha Allah.
Mögen sie nicht leer vergehen.
Dass sie erfüllt vergehen, bedeutet: Jeder Atemzug, den man nimmt, nachdem man Allah, Azza wa Jalla, gedacht hat, ist erfüllt.
Es ist kein Verlust, es ist nicht sinnlos.
Alles, was ihr in den Zeiten tut, in denen ihr Allahs nicht gedenkt, in denen Er euch nicht in den Sinn kommt, ist ein Verlust.
Selbst wenn euch die ganze Welt gehören würde, selbst wenn alle Menschen euch verehren und lieben würden; solange ihr nicht auf Allahs Weg seid, hat dies nicht das geringste an Bedeutung oder Nutzen.
Deshalb ist dieser Weg Allahs schöner Weg, der Weg des Islam, der voller Gaben ist.
Je mehr ihr auf diesem Weg unseren Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, ehrt und verehrt, desto mehr werdet auch ihr bei Allah erhöht.
Sein Weg ist schön, jede Schönheit ist in ihm.
Güte liegt bei ihm, sich um die Schwachen und Armen zu kümmern liegt bei ihm; er wacht über seine Ummah und wird für sie im Jenseits ein Fürsprecher sein.
Er bittet bei Allah stets um Fürsprache für seine Ummah.
Darum kann sein Recht nicht abgegolten werden; das Recht unseres Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, kann niemals abgegolten werden.
Je mehr ihr ihn ehrt, desto mehr Wertschätzung erfahrt ihr, desto mehr werdet ihr erhöht und steigt auf.
Wenn ihr unserem Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, keinen Respekt erweist, sinken auch euer Ansehen und euer Wert.
Ihr verliert jeglichen Wert.
Der Satan führt auch einige Muslime in die Irre.
Auch wenn er sie nicht von der Religion abbringen kann, wählt er diesen Weg, indem er sagt: "Zumindest mache ich die Belohnungen zunichte, die die Gläubigen gewonnen haben."
Er flüstert ein und sagt: "Verehrt ihn bloß nicht, der Prophet ist auch nur ein Mensch wie ihr."
Und dies ist natürlich zum Schaden der Menschen.
Unseren Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, nicht zu lieben, ist ein großer Schaden.
Es ist ein Verlust, nichts anderes.
Darum ist es nützlich und ein großer Gewinn, unseren Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, zu ehren.
Möge Allah unseren Gewinn dauerhaft machen, inschaAllah.
Mögen wir seine Fürsprache erlangen.
Ohne seine Fürsprache haben wir es schwer.
Der Mensch, der seine Fürsprache erlangt, findet zur Errettung.
2026-05-29 - Lefke
Euch allen nochmals einen gesegneten Freitag und ein frohes Opferfest.
Möge Allah uns diese schönen Tage insha'Allah auf ewig erhalten.
Unser Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte in dem Hadith, den wir in der Predigt zitiert haben: "Der starke Gläubige ist besser als der schwache", oder wie er es sagte.
Das heißt, der starke Gläubige ist der Bessere.
Jemand, der seinen Mitmenschen von Nutzen ist, ist bei Allah beliebter und ein besserer Mensch.
Denn wer Stärke besitzt, hilft anderen und wehrt Schaden von ihnen ab. So sollte es natürlich auch sein.
Doch das kann nicht jeder.
Allah der Erhabene) und unser Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) verkünden, welch große Tugend dies für diejenigen ist, die danach handeln.
Das sind Eigenschaften, die Allah liebt, und Menschen, die so handeln, werden von Ihm geliebt.
Deshalb muss man sich darum bemühen.
Selbst wenn du körperlich nicht dazu in der Lage bist – also nicht direkt eingreifen kannst –, solltest du tun, was in deiner Macht steht.
Hilf den Schwachen und Armen.
Denn Hilfe hat viele Gesichter und beschränkt sich nicht auf eine einzige Form.
Aus diesem Grund sollte man ständig an sich arbeiten und sich bestmöglich weiterentwickeln.
Bietet sich eine Gelegenheit, sollte man sie auch nutzen.
Im weiteren Verlauf des Hadith heißt es: "Man soll nach dem Guten streben."
Unser Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: "Man soll nach noch mehr Gutem streben."
Ein starker Gläubiger ist demnach jemand, der Gelegenheiten nutzt, um noch stärker zu werden. Genau das rät uns unser Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm).
Der nächste Punkt ist folgender: Wenn euch etwas widerfährt, sagt nicht: "Hätte ich doch dies oder jenes getan...", warnt unser Prophet.
Denn Allahs Vorherbestimmung hat sich bereits erfüllt, und mit einem "Hätte ich doch" ändert man rein gar nichts.
Geschehen ist geschehen, es liegt in der Vergangenheit. Ihr müsst es hinter euch lassen und nach vorne schauen.
Es gibt keinen Grund, dem nachzutrauern und sich selbst damit zu quälen.
Was passiert ist, ist passiert. Der Wille Allahs des Erhabenen hat sich erfüllt.
Das ist das Schicksal, das Allah bestimmt hat; es nützt nichts, darüber noch traurig zu sein.
Wenn du daraus lernst, gehst du als Gewinner hervor. Tust du das nicht, wirst du dich mit einem "Hätte ich doch" nur sinnlos grämen.
Unser Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: "Dieses Wörtchen 'hätte' öffnet dem Satan die Tür."
Der Satan flüstert den Menschen dann ein: "Hätte ich das doch gemacht, hätte ich jenes gekauft, wäre ich dorthin gegangen, hätte ich doch nur..."
Jedes Wort unseres Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) ist überaus wertvoll und richtungsweisend für uns.
Dieses ständige "Hätte ich doch" ist eine große menschliche Schwäche, die wir alle in uns tragen.
Bei manchen ist sie sogar besonders stark ausgeprägt, sodass sie sich völlig darin hineinsteigern.
Damit genau das – also dass unsere Moral und unser seelisches Gleichgewicht darunter leiden – nicht passiert, warnt uns unser Prophet davor.
Denn der Satan will euch nichts Gutes, sondern nur Schlechtes.
Und dieses "Hätte ich doch" öffnet ihm genau dafür die Tür.
Tappt also nicht in diese Falle.
In einem edlen Koranvers heißt es: "Fa tawakkal 'ala Allah, innaka 'ala al-haqqi al-mubin" (27:79) – So vertraue auf Allah; gewiss, du befindest dich auf der offenkundigen Wahrheit.
In diesem Vers wird uns also aufgetragen, auf Allah zu vertrauen.
Denn du befindest dich auf dem richtigen Weg, auf einem offenkundigen Weg der Wahrheit.
Trauere also nicht länger um Vergangenes und gräme dich nicht.
Nimm dir diese wunderschönen Worte unseres Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zu Herzen und befolge sie.
So wirst du nicht nur erfolgreich und glücklich sein, sondern die Glückseligkeit im Diesseits und Jenseits erlangen.
Möge Allah uns allen diese Glückseligkeit insha'Allah gewähren.