السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2026-08-16 - Dergah, Akbaba, İstanbul

إِنَّ اللَّهَ يَغْفِرُ الذُّنُوبَ جَمِيعًا ۚ إِنَّهُ هُوَ الْغَفُورُ الرَّحِيمُ (39:53) Allah ist Al-Ghaffar, Er vergibt alle Sünden. Allah, der Erhabene, teilt uns in diesem Vers mit, dass Er nach einer Bitte um Vergebung alle Sünden verzeihen wird. Natürlich ist es undenkbar, dass ein Mensch niemals sündigt. Es gibt keinen Menschen völlig ohne Sünde. Die Einzigen, die wirklich sündlos sind, sind die Propheten. Sie begehen keinerlei Sünden. Eine Eigenschaft, die Allah, der Erhabene, den Propheten verliehen hat, ist die Unfehlbarkeit. Unfehlbarkeit bedeutet, dass sie niemals sündigen. Nach dem Willen Allahs, des Erhabenen, begehen Propheten niemals eine Sünde. Alle anderen Menschen haben Fehler und begehen Sünden. Ein Mensch kann wissentlich oder unwissentlich sündigen. Wenn man eine Sünde begangen hat, sollte man sofort danach Reue zeigen. Man muss aufrichtige Reue empfinden. Wenn man jedoch Ausreden sucht und sagt: "Ich habe zwar gesündigt, aber ich war im Recht", dann bleibt diese Sünde an einem haften und wird nicht vergeben. Bitte Allah stattdessen immer um Vergebung und bereue deine Sünden. Du musst alles Schlechte aus deinem Herzen verbannen. Wenn du einen Fehler gemacht hast, dann beharre nicht darauf. Auf einem Fehler zu beharren und stur zu bleiben, ist ein Zeichen des Unglaubens. Stur auf Fehlern und Sünden zu beharren, ist typisch für den Teufel. Tust du das, wird dir diese Sünde bis zum Jüngsten Tag anhaften. Am Jüngsten Tag wirst du es bitter bereuen und die Strafe dafür tragen müssen. Deshalb mahnt uns Allah, der Erhabene: "Bereut, bevor ihr sterbt." Zeigt jeden Tag Reue und bittet um Vergebung, denn die Last der Sünden ist enorm schwer. Wenn der Mensch sündigt, denkt er oft, es sei eine Kleinigkeit, und spürt die Last nicht. Doch im Jenseits werden sich diese Sünden wie Berge vor ihm auftürmen. Wer diese Last auf sich lädt und im Diesseits keine Reue zeigt, den erwartet ein furchtbares Ende. Dieser schlimmste aller Orte ist die Hölle – möge Allah uns davor bewahren. Unter diese Sünden fällt natürlich auch das Verletzen der Rechte anderer. Wer die Rechte eines anderen verletzt hat, sollte dies wiedergutmachen, solange er noch die Möglichkeit dazu hat. Selbst wenn man es später bereut und sagt: "Ich habe diesen Menschen Unrecht getan, ich muss sie finden, um mich zu entschuldigen", ist es manchmal zu spät und sie sind nicht mehr auffindbar. Was sollte man dann tun? Man sollte Reue zeigen, sich eingestehen, dass man die Rechte dieser Menschen verletzt hat, und versuchen, den Schaden zu begleichen, falls möglich. Wenn man die Personen nicht mehr ausfindig machen und das Unrecht nicht persönlich wiedergutmachen kann, sollte man in ihrem Namen Spenden geben. Man drückt seine Reue aus, indem man sagt: "Möge das Unrecht an diesen Menschen, die ich nicht mehr um Verzeihung bitten kann, nicht auf mir lasten. Möge stattdessen der Lohn meiner guten Taten sie erreichen." Wenn man aufrichtig sagt: "Hätte ich sie doch nur gefunden, damit sie mir verzeihen", in ihrem Namen um Vergebung bittet, spendet und Gutes für sie tut, dann wird Allah inschaAllah vergeben. Beharrt man jedoch auf seinen Fehlern und sucht diese Personen nicht auf, um sich mit ihnen auszusöhnen – obwohl man die Möglichkeit hätte –, dann wird man es sehr schwer haben. Möge Allah uns davor bewahren. Achten wir darauf, niemandes Rechte zu verletzen. Allah vergibt unsere Sünden. Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. An Allahs Barmherzigkeit zu zweifeln, schadet unserem Glauben. Allah, der Erhabene, sagt: "Ich bin es, der die Reue annimmt." Wenn du hingegen sagst: "Nein, Allah wird mir meine Sünden nicht vergeben", dann ist das ein Zeichen dafür, dass dein Glaube geschwächt ist. Möge Allah uns davor bewahren.

2026-08-15 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَمَا الْحَيَاةُ الدُّنْيَا إِلَّا مَتَاعُ (3:185) Allah, Azza wa Jalla, sagt: Das weltliche Leben ist ein Gut ohne dauerhaften Nutzen. Wenn man dieses vergängliche Gut für Schlechtes einsetzt, ist es völlig wertlos. Setzt man es jedoch für das Wohlgefallen Allahs ein, gewinnt es an Wert. So wird aus etwas Wertlosem etwas Kostbares. Daher muss jede unserer Handlungen für das Wohlgefallen Allahs geschehen. Die Absicht dahinter ist von größter Bedeutung. Der erste edle Hadith, den uns unser Prophet, sallAllahu aleyhi wa sallam, lehrt, lautet: "Innamal a'malu binniyat." Und die Fortsetzung lautet: "Wa innama likullimri'in ma nawa." Das bedeutet: Alle Taten werden nach ihren Absichten beurteilt. Ist die Absicht gut, so wird auch das Ergebnis gut sein. Ist die Absicht jedoch schlecht, so ist auch die Tat von vornherein schlecht. Deshalb gilt für alles, was ihr tut: Ob ihr euch auf den Weg macht, lest, geht oder kommt – eure Absicht sollte stets das Wohlgefallen Allahs sein. Auf diese Weise gewinnt ihr sowohl das Diesseits als auch das Jenseits. Ist die Absicht jedoch schlecht und man denkt nur: "Wie kann ich die Leute betrügen und meinen eigenen Profit maximieren?", dann sollte man es von vornherein ganz bleiben lassen. Denn davon werdet weder ihr selbst noch andere irgendeinen Nutzen haben. Es liegt also in der Hand des Menschen, diese weltlichen Dinge in etwas Gutes zu verwandeln. Wenn der Mensch es will, hält er sich vom Schlechten fern und tut Gutes. Darum sollte unsere Absicht stets sein, Gutes zu tun und das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Unsere Absicht sollte, in sha Allah, lauten: "Ich möchte ein Diener sein, genau so, wie Allah es wünscht und befohlen hat." Diese Absicht wird euch im Diesseits und für alle Ewigkeit im Jenseits von Nutzen sein. Andernfalls werdet ihr keinerlei Nutzen daraus ziehen. Es gibt Menschen, die sich für besonders schlau halten und denken: "Ich mache dies und jenes und überliste die Leute." Doch am Ende schaden sie nur sich selbst. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah uns alle vor dem Übel unseres Egos bewahren. Diejenigen, die ihre Taten nicht für Allah verrichten, gehören stets zu den Verlierern. Allah sei Dank, besteht unsere Absicht darin, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen, Alhamdulillah. Genau das ist auch die Absicht der Anhänger der Tariqa. Und genau das wurde uns gelehrt. Die Anhänger der Tariqa folgen dem Weg unseres Propheten, sallAllahu aleyhi wa sallam. Andere jedoch wenden sich von Allah ab und erhoffen sich Vorteile von den Menschen – doch das bringt absolut keinen Nutzen. Möge Allah uns davor bewahren und uns auf diesem geraden, wahren Weg standhaft machen, inschaAllah.

2026-08-14 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Dank gebührt Allah. Rabi'ul-Awwal ist der gesegnete Monat unseres Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam. Unser edler Prophet wurde in vollkommener Schönheit erschaffen. Alles an unserem Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, ist wunderschön. Deshalb bedeutet der Name dieses Monats, Rabi'ul-Awwal, auch Frühlingsmonat. Wann immer er anbricht, bringt er den Frühling mit sich und lässt die Menschen diese Schönheit erleben. Dies ist ein großes Geschenk Allahs an die Menschheit. Es ist eine immense Ehre, zur Ummah des geliebten Dieners Allahs, unseres Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, zu gehören. Wer diesen Wert erkennt, ist ein wahrer Gewinner. Wer ihn jedoch nicht erkennt, kann nichts gewinnen; er wird nur Schaden erleiden und keinerlei Nutzen davontragen. Allah, Azza wa Jalla, hat unseren Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, aus Seinem eigenen Licht erschaffen und alle Welten wiederum aus dessen Licht. Deshalb ist der Respekt gegenüber unserem Propheten eine absolute Pflicht – ja, sogar die allererste Pflicht. Es gibt jedoch einige unvernünftige Menschen. Nun gut, wer kein Muslim ist, mag ein Feind Allahs und des Propheten sein. Aber jene, die sich Muslime nennen, den Gläubigen jedoch nicht die Liebe zu unserem Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, vermitteln und ihn nicht ehren, sind eine wahre Plage für die Menschen und die Ummah. Denn sie berauben die Ummah all der Dinge, durch die sie Schönheit, Güte, Belohnung und jeglichen Segen erlangen würde. Sie bringen ihr nichts als Schlechtes. Sie säen Einflüsterungen und verleiten sie zu jeder Art von Bösem. Daher ist die Liebe zu unserem Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, eine unumstößliche Pflicht. Es ist die Pflicht aller Muslime, ihn zu ehren. Ihn zu ehren ist kein Schirk (Beigesellung). Sich mit solchen Menschen abzugeben, ist von vornherein nicht vernünftig. Es hat keinen Zweck, sich auf sie einzulassen. Denn mit Menschen zu diskutieren, denen es an Verstand und Logik fehlt, bringt absolut nichts. Aber diejenigen, die lernen wollen und denen Allah Rechtleitung schenkt, finden auf den richtigen Weg. Wer seinen Verstand und seine Logik nutzt, nachdenkt, genau hinsieht und forscht, wird zweifellos erkennen, dass die Ehrung unseres Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, eine Pflicht ist. Der größte Beweis dafür ist der Befehl im glorreichen Koran: „Innallaha wa malaikatahu yusalluna ala'n-nabiy“ (33:56); das bedeutet: „Wahrlich, Allah und Seine Engel sprechen den Segenswunsch über den Propheten, also sprecht auch ihr ihn.“ Was könnte bedeutender sein als das? Jemand, der behauptet: „Ich kenne den Koran, ich habe ihn auswendig gelernt und die Hadithe studiert“, aber dann die Erhabenheit unseres Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, nicht erkennt und ihn nicht ehrt – wo bleibt da sein Verstand, seine Logik und seine Menschlichkeit? Möge Allah uns davor bewahren. Viele von ihnen beschreiten diesen falschen Weg, aber es gibt auch solche, die noch umkehren. Wer seinen Verstand ein wenig gebraucht und nachdenkt, wird ganz sicher den richtigen Weg finden. Wir geben diesen Rat, damit die Menschen sich nicht von ihnen in die Irre führen lassen. Gott sei Dank ist es für uns ein enormer Gewinn, in diesem Mawlid-Monat täglich mehr Salawat für unseren Propheten zu sprechen, seiner Sunnah zu folgen und auf seinem Weg zu wandeln. Möge Allah uns bewahren; wir dürfen uns diesen Gewinn nicht entgehen lassen. Es ist auch gar nicht schwer. Was Allah, Azza wa Jalla, von uns möchte, ist lediglich, Liebe und Respekt für unseren Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, zu empfinden. Das ist alles, was Er verlangt; Er sagt nicht: „Trage schwere Steine auf deinem Rücken!“ Ist es denn so schwer, unseren Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, zu ehren? Auf der ganzen Welt gibt es kein Geschöpf, keinen Menschen und kein Lebewesen, das mehr Respekt und Ehre verdient hätte als unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam. Dank gebührt Allah, dass wir zu seiner Ummah gehören dürfen. InschaAllah werden wir bis zu unserem letzten Atemzug, für immer und ewig, auf seinem Weg bleiben. Der Segen Allahs sei mit uns. Möge der spirituelle Beistand unseres Propheten, sallAllahu alayhi wa sallam, stets bei uns sein, inschaAllah. Möge dieser wunderschöne Monat gesegnet sein, inschaAllah.

2026-08-13 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَسَخَّرَ لَكُمُ ٱلشَّمْسَ وَٱلْقَمَرَ دَآئِبَيْنِ ۖ وَسَخَّرَ لَكُمُ ٱلَّيْلَ وَٱلنَّهَارَ (14:33) Allah, der Erhabene, hat der Menschheit die Sonne, den Mond und die Sterne dienstbar gemacht. Das bedeutet, dass sie das Leben der Menschen beeinflussen und eine tiefe Weisheit in sich bergen. Nichts wurde sinnlos erschaffen. Allah hat dieses Universum für die Menschheit erschaffen. Alles, was geschieht, geschieht nach dem Willen und der Bestimmung Allahs. Gestern gab es eine Sonnenfinsternis. Bei uns war sie zwar nicht zu sehen, an anderen Orten jedoch schon. Eine Sonnenfinsternis ist eine Bestimmung Allahs – ein Zeichen. Natürlich hat sie spürbare Auswirkungen; auch die Wissenschaft bestätigt diesen Einfluss. Es ist bekannt, dass solche Naturereignisse sich auf die Erde und die Menschen auswirken. Sie geschehen auf Befehl Allahs; nichts passiert aus reinem Zufall. Manchmal reden die Leute und sagen: „Ein Himmelskörper wird herabfallen und einschlagen“ oder „Er ist nur knapp vorbeigeflogen.“ Sie reden so, weil sie keine Gläubigen sind und es nicht besser wissen. Ein gläubiger Mensch aber weiß: Allah, der Erhabene, hat im edlen Koran und unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) in seinen Hadithen die Vorzeichen des Jüngsten Tages verkündet. Alles geschieht dementsprechend. Damit es jedoch nicht zu schlimmen Situationen oder Katastrophen kommt, gibt es die Lehren Allahs und unseres Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam): In solchen Zeiten soll gebetet werden. In diesem Gebet werden lange Suren rezitiert. Allerdings nur an den Orten, an denen die Finsternis auch sichtbar ist. Dort, wo sie nicht zu sehen ist, muss dieses Gebet nicht verrichtet werden. An den Orten der Finsternis wird gebetet, Tasbih gemacht und Bittgebete gesprochen, bis die Sonne oder der Mond wieder vollständig zu sehen ist. An Orten ohne Sichtbarkeit ist dies jedoch nicht nötig. Denn dieses Naturereignis ist speziell ein Zeichen für die Regionen, in denen es auftritt. Diese Gebete und rezitierten Suren dienen dazu, Allah, den Erhabenen, anzubeten und um Seine Barmherzigkeit zu bitten, damit mögliches Unheil abgemildert wird. Zweifellos mildern diese Gottesdienste das Unheil ab. Wenn dies jedoch unterlassen wird – möge Allah uns bewahren – kann die Situation viel schwerwiegender werden. Solche Ereignisse sind Zeichen für die Weisheit und Größe Allahs, des Erhabenen. Alles, was im Universum, auf dem Mond, in den Sternen, am Himmel und auf der Erde geschieht – in jeder Minute und jeder Sekunde –, geschieht durch den Willen Allahs. All dies hat einen tieferen Sinn. Die Menschen sollen nicht glauben, dass wir einfach so aus dem Nichts entstanden sind und dass all diese Ereignisse etwas Alltägliches seien. Wahrlich, nichts geschieht ohne den Willen Allahs, des Erhabenen. Aus diesem Grund sind all diese Naturereignisse eigentlich Warnungen an die Menschheit. Sie zeigen, dass Allah die Macht hat, alles zu tun, was Er will. Wenn Er es will, macht Er den helllichten Tag pechschwarz wie die Nacht. Er lässt es mitten im Sommer eiskalt und mitten im Winter warm werden. All dies geschieht durch den Willen und die Vorsehung Allahs, des Erhabenen. Als Gläubige müssen wir genau diese Überzeugung verinnerlichen. Natürlich gibt es auch eine wissenschaftliche Dimension; diese Vorgänge lassen sich durch Berechnungen ermitteln. Aber auch dieses Wissen besitzen nur diejenigen, denen Allah es geschenkt hat. Sonst wüsste nicht jeder, wie diese Dinge im Universum ablaufen. Möge Allah uns beschützen und uns stets das Beste gewähren, inschaAllah. Möge inschaAllah alles zu etwas Gutem führen.

2026-08-12 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Heute ist der letzte Mittwoch des gesegneten Monats Safar. MaschaAllah, nun ist auch dieser Safar-Monat vorüber. Die Jahre vergehen. Das ist die Bestimmung von Allah, Azza wa Jalla; nichts steht still. Selbst die Berge bewegen sich und vergehen. Allah, Azza wa Jalla, teilt uns im glorreichen Koran mit: Nichts bleibt so, wie es ist; alles ist im Wandel. Deshalb ist auch dieser Monat Safar ein bedeutungsschwerer Monat. Das ist die Weisheit Allahs; in allem liegt eine Weisheit verborgen. Allah, Azza wa Jalla, hat diesen Monat Safar mit einer gewissen Schwere erschaffen. Aber Gott sei Dank haben wir ihn hinter uns gelassen; inschaAllah lässt ihn Allah im Guten enden. Da heute der letzte Mittwoch ist, ist dies auch der schwerste Tag des Monats. Auch diesen Tag werden wir mit Allahs Erlaubnis überstehen, indem wir Sadaqa geben, Tasbihat sprechen und um Vergebung bitten (Tawba und Istighfar). So wird auch dieser Tag mit Allahs Erlaubnis wohlbehalten vergehen. Unser Prophet (Sallallahu aleyhi wa sallam) sagte seinen Gefährten sinngemäß: „Wer mir die frohe Botschaft vom Ende des Monats Safar überbringt, dem soll ebenfalls eine frohe Botschaft zuteilwerden.“ Gott sei Dank ist heute nicht der allerletzte Tag, sondern morgen; aber der wirklich schwere Tag ist heute. Deshalb müssen wir unbedingt unsere Pflichten erfüllen, und das Wichtigste dabei ist es, Sadaqa (Almosen) zu geben. Sadaqa wendet jegliches Unheil und Unglück ab und verlängert das Leben; sie ist für alles von Nutzen. Gebt heute unbedingt Sadaqa, damit der Tag unbeschwert vergeht. Mit Allahs Erlaubnis wird er dann leicht vorübergehen. Wie es so schön heißt: „Auch das geht vorüber.“ Nichts steht still. Man kann sie nicht festhalten. Weder die Tage lassen sich festhalten, noch die Monate oder die Jahre. Es ist der Wille Allahs; alles wird vergehen, das Gute wie das Schlechte. Möge Allah uns jedoch gewähren, diese Tage, Wochen, Monate und Jahre stets auf eine Weise zu verbringen, die Ihm gefällt. InschaAllah werden wir unsere Zeit so verbringen, wie Er es liebt und von uns wünscht. Mögen wir niemals von Seinem Wohlgefallen abweichen. Möge Allah uns davor bewahren. Der nächste Monat ist inschaAllah der Rabi' al-Awwal, der Monat unseres Propheten (Sallallahu aleyhi wa sallam). Dann erwarten uns inschaAllah die Mawlid-Tage, die Zeit der gesegneten Geburt unseres Propheten (Sallallahu aleyhi wa sallam). Deren Segen und Gnade werden die Schwere dieses Safar-Monats aufheben. Allah, Azza wa Jalla, hat alles erschaffen, und Er hat es wunderschön erschaffen. Er hat das Gute erschaffen; im Grunde ist alles gut. Aber nur, wenn der Mensch sich selbst für das Gute entscheidet, wird es auch wirklich gut. Entscheidet er sich jedoch dagegen, möge Allah uns bewahren, nimmt es ein schlechtes Ende. Möge Allah uns beschützen. InschaAllah werden wir den Monat Rabi' al-Awwal sicher und wohlbehalten erreichen.

2026-08-11 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَأَنَّ هَٰذَا صِرَاطِي مُسْتَقِيمًا فَاتَّبِعُوهُ ۖ وَلَا تَتَّبِعُوا السُّبُلَ فَتَفَرَّقَ بِكُمْ عَن سَبِيلِهِ (6:153) Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt: Bleibt auf dem geraden Weg. Weicht nicht von diesem Weg ab. Denn wenn ihr davon abweicht, werdet ihr in die Irre gehen. Es werden sich euch viele andere Wege bieten, doch es sind Irrwege, die euch ins Verderben stürzen. Dabei ist der wahre Weg völlig klar: Es ist der Weg des Propheten, sallAllahu aleyhi wa sallam. Auch diejenigen, die nach ihm kamen – die Sahaba, die Ahl al-Bayt, die Imame der Rechtsschulen und der Glaubenslehre –, sind alle diesem Weg gefolgt. Diejenigen, die von diesem Weg abgewichen sind, sind zugrunde gegangen. Und sie haben viele andere mit sich in die Irre geführt, die dann ebenfalls ihr Verderben fanden. Deshalb gilt: Wenn du auf dem richtigen Weg bist, dann verlasse ihn nicht. Wenn du auf dem Weg der Wahrheit bist, lass dich nicht von anderen täuschen. Schlag keinen anderen Weg ein. Denn schon nach unserem Propheten, sallallahu aleyhi wa sallam, traten viele falsche Propheten und Lügner auf. Sie sagten: „Tut dies, tut das, lasst jenes“ – doch sie alle sind verschwunden und untergegangen. Und mit ihnen verschwanden auch all ihre Anhänger. Der Weg der Wahrheit jedoch bleibt Allah sei Dank bestehen. Er wird bis zum Jüngsten Tag fortdauern. Wenn heute jemand auftritt und behauptet: „Ich bin ein Scheich, ich bin dies und das“, und naive Menschen ihm glauben – woran erkennt man dann, ob er auf dem wahren Weg ist? Man erkennt es an seinem Gebet und seiner Hingabe. Ein Mensch, der dem Weg des Propheten, sallAllahu aleyhi wa sallam, folgt und dessen Ahl al-Bayt und Sahaba ehrt, befindet sich auf dem wahren Weg. Wer sich jedoch gegen sie stellt und sie ablehnt, ist vom rechten Weg abgekommen. Ein solcher Mensch sollte bereuen und auf den geraden Weg zurückkehren, inschaAllah. Denn heutzutage gibt es vieles, das für große Verwirrung sorgt. Viele kennen das Buch Allahs nicht und handeln auch nicht danach. Man hört nur noch auf Gerüchte. Oder schlimmer noch: Man schaut heute in diese kleinen Geräte und hört Leuten zu, die große Reden schwingen. Davon lassen sich die Menschen völlig verwirren. Man hegt plötzlich Hass gegen die einen, liebt die anderen, verabscheut später wieder neue Gruppen und lädt so Sünden auf sich. Deshalb ist dieses Thema von so großer Bedeutung. Den Sahaba und der Ahl al-Bayt Respekt zu erweisen, ist ungemein wichtig. Wer davon abweicht, hat den wahren Weg verlassen. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah uns alle festigen und auf dem geraden Weg halten, inschaAllah. Möge Allah uns auf diesem wunderschönen Weg festigen und beschützen, inschaAllah.

2026-08-11 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul

قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "اعزل الأذى عن طريق المسلمين" Der Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Entferne das, was den Muslimen auf ihrem Weg schaden könnte." Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) ordnete an, alles aus dem Weg zu räumen, was den Menschen Schaden oder Unannehmlichkeiten bereiten könnte – sei es ein Stein, Dornen, Eisen oder Müll. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "أمط الأذى عن الطريق فإنه لك صدقة" Der Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Räume Schädliches aus dem Weg, denn das ist eine Sadaqa (ein Almosen) für dich." Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) richtet diesen Befehl also an uns alle, damit es uns zugutekommt. Es ist eine Sadaqa, und Allah belohnt jede Sadaqa. Heutzutage ignorieren manche Menschen einfach die Hindernisse, die ihnen auf dem Weg begegnen. Sie denken sich "Was geht mich das an?" und gehen achtlos daran vorbei. Dabei würdest du den Lohn einer Sadaqa und eine große Belohnung erhalten, wenn du es einfach wegräumen würdest. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "غفر الله عز وجل لرجل أماط غصن شوك عن الطريق ما تقدم من ذنبه وما تأخر" Der Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Allah, der Erhabene, hat einem Mann, der einen Dornenast aus dem Weg räumte, seine vergangenen und zukünftigen Sünden vergeben." Das ist eine großartige Botschaft: Vergangene Sünden werden vergeben. Dies ist ein Geschenk unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) an uns und dient auch als Mittel zur Vergebung zukünftiger Sünden. Die Vergebung zukünftiger Sünden war eigentlich ein Privileg, das unserem Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) und den Gefährten von Badr vorbehalten war. Doch durch den Segen solch guter Taten werden inschallah auch unsere zukünftigen Sünden vergeben. Die Menschen von heute halten sich für sehr reinlich. Im Namen der "Hygiene" ekeln sie sich sogar vor Lebensmitteln und geben sich extrem pingelig. Vor zwei Tagen waren wir an einem wunderschönen, von Allah erschaffenen Ort in der Natur. Doch die Straßenränder, die Natur und die Steine waren voller Müll. Was auch immer die Leute gegessen und getrunken hatten, sie hatten den Abfall einfach in die Gegend geworfen. Ich weiß nicht, ob es eine Sünde ist, aber das ist eindeutig eine Verletzung der Rechte anderer und eine große Verantwortung. Genau das ist die Schönheit des Islam, wie ihn uns unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) gelehrt hat. Auch wenn manche versuchen, den Islam in ein schlechtes Licht zu rücken: Der Islam ist die schönste und vollkommenste Religion. Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) mahnt in seinen edlen Hadithen stets: Seid reinlich, verschmutzt nicht die Umwelt und tut nichts, was euren Mitmenschen schadet. Du wirfst den Müll deines Essens und Trinkens einfach mitten auf die Straße. Würdest du ihn stattdessen in eine Tüte packen und in die öffentlichen Mülleimer werfen, käme die Müllabfuhr und würde ihn mitnehmen. Doch leider zeigen viele – egal ob Muslime oder Nichtmuslime, ob Betende oder Nichtbetende – dieselbe Gleichgültigkeit. Man sagt ja oft: "Wo viele Menschen sind, da ist auch viel Schmutz." Und leider sehen Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten, genau so aus. Obwohl all die Hadithe unseres Propheten von vorne bis hinten solche guten Taten predigen, halten sich selbst diejenigen nicht daran, die sich stolz "Muslime" nennen. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "كان على الطريق غصن شجرة يؤذي الناس فأماطه رجل فأدخل الجنة" Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Es lag ein Ast auf dem Weg, der die Menschen behinderte. Ein Mann räumte ihn beiseite und durfte allein wegen dieser Tat ins Paradies eintreten." Was für ein gewaltiger Gewinn ist das für diesen Menschen und für sein Leben im Jenseits! Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) verkündet die frohe Botschaft, dass dieser Mann ins Paradies kommt, nur weil er die Menschen vor Schaden bewahrte und diesen Ast aus dem Weg räumte. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "لقد رأيت رجلا يتقلب في الجنة في شجرة قطعها من ظهر الطريق كانت تؤذي الناس" In einem anderen Hadith sagt unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam): "Ich sah einen Mann in den Freuden des Paradieses schwelgen, weil er einen Baum am Wegesrand gefällt hatte, der die Menschen behinderte." Da unserem Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) Einblicke ins Jenseits gewährt wurden, konnte er uns auch vom Zustand dieses Mannes berichten. Dieser Mann spaziert durch die Gärten des Paradieses, nur weil er den in den Weg ragenden Ast abschnitt, damit die Menschen ungehindert vorbeigehen konnten. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "مر رجل بغصن شجرة على ظهر طريق فقال والله لأنحين هذا عن المسلمين لا يؤذيهم فأدخل الجنة" Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Ein Mann bemerkte auf dem Weg einen Ast, der die Leute störte." Als er unterwegs war, sah er, wie ein Baum in den Weg ragte, sodass die Menschen dort nur schwer vorbeikamen. Daraufhin sagte er: "Bei Allah, ich werde dieses Hindernis aus dem Weg der Muslime schaffen, damit es sie nicht weiter belästigt." Allein dafür, dass er das Hindernis beseitigte, durfte er – wie unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) es formulierte – ins Paradies eintreten. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "من أخرج من طريق المسلمين شيئا يؤذيهم كتب الله له به حسنة ومن كتب له عنده حسنة أدخله بها الجنة" Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Wer ein Hindernis aus dem Weg der Muslime räumt, dem wird Allah eine gute Tat (Sawab) anrechnen." "Und wem Allah eine gute Tat anrechnet, den lässt Er durch diese Tat ins Paradies eintreten." Das bedeutet, Allah (Azza wa Jalla) macht den Dienst an den Mitmenschen und die Hilfsbereitschaft zu einem Schlüssel, der Seinen Dienern die Türen zum Paradies öffnet. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "من أماط أذى عن طريق المسلمين كتب له حسنة ومن تقبلت منه حسنة دخل الجنة" Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte Folgendes: "Wer etwas Störendes aus dem Weg der Muslime räumt, dem wird eine gute Tat angerechnet." Wie gesagt: Egal ob Ast, Stein, Dorn oder ein Stück Eisen – wer so etwas wegräumt, dem wird eine gute Tat verbucht. "Und wessen gute Tat angenommen wird, der darf ins Paradies eintreten." Man weiß zwar nie sicher, ob jede einzelne Tat angenommen wird. Doch solche aufrichtigen Taten zum Wohle anderer finden bei Allah Anklang und ebnen den Weg ins Paradies. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "من رفع حجرا عن الطريق كتب له حسنة ومن كانت له حسنة دخل الجنة" Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte außerdem: "Wer einen störenden Stein aus dem Weg räumt, dem wird eine gute Tat angerechnet. Und wessen gute Tat angenommen wird, der tritt ins Paradies ein." Darüber hinaus sagte unser Prophet: قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: "نح الأذى عن طريق المسلمين" Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Räume Hindernisse aus dem Weg der Muslime." Das ist ein klares Gebot. Wer diesem Befehl unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) folgt, sammelt zweifellos gute Taten, erlangt das Wohlgefallen Allahs, wird Sein geliebter Diener und tritt ins Paradies ein. Leider sind Probleme wie Umweltverschmutzung heutzutage ausgerechnet in muslimischen Ländern viel weiter verbreitet. Das sehen wir in vielen muslimischen Ländern sehr deutlich; wir waren schon oft dort. Zum Beispiel Pakistan... Der Name "Pakistan" bedeutet wörtlich "pak", also "reines Land". Doch leider sind die Straßen dort schmutziger als fast überall sonst. Man findet auf dem Boden kaum eine Handbreit Platz, die nicht mit Plastik, Müll und Dreck bedeckt ist. Dabei hatten sich diese Menschen einst von Indien abgespalten, um als Muslime ihren Glauben frei leben zu können. Doch das wahre Muslimsein, wie es uns unser Prophet gelehrt hat, beginnt mit der Sauberkeit. Das ist nur ein Beispiel. Leider sieht es in vielen muslimischen Ländern so aus, unser eigenes Land oft eingeschlossen. In Orten wie Europa hingegen wird die Sauberkeit durch strenge Regeln und Geldstrafen erzwungen. Doch wie dem auch sei, ihre Straßen sind deutlich sauberer als die in muslimischen Ländern. Es gehört wohl zur Weisheit Allahs, dass Nichtmuslime die Umwelt heute besser pflegen als Muslime. Das Einzige, was ihnen fehlt, ist das Glaubensbekenntnis (die Schahada). Hätten unsere Leute nicht wenigstens das Glaubensbekenntnis – Allah bewahre –, dann stünde es um uns noch viel schlimmer. Möge Allah uns alle davor bewahren.

2026-08-10 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Man sagt: „Ar-rafik qabla't-tariq“. Das bedeutet: Der Weggefährte ist wichtiger als der Weg selbst. Man sollte seine Freunde daher sehr sorgfältig auswählen. Ein Freund, der dich auf dem rechten Weg hält, ist ein wahrer Segen. Ein falscher Freund hingegen ist ein großes Unheil, eine Plage. Der Grund, warum viele Menschen auf die schiefe Bahn geraten, sind falsche Freunde. Der Teufel und das eigene Ego lieben den schlechten Freund, deshalb fühlt man sich zu ihm hingezogen und will ihm folgen. Deshalb muss man von klein auf wachsam sein. Erinnert eure Kinder stets daran, sich gute Freunde zu suchen, und unterstützt sie dabei. Denn das entscheidet über ein Leben voller Gutem oder Bösem. Und auch nach dem Tod kann es für den Menschen sonst ein schlimmes Ende nehmen. Kurz gesagt: Der richtige Umgang ist das Allerwichtigste. Denn ein Mensch – besonders ein Kind – stellt Freunde oft über die eigenen Eltern und die Familie. Es glaubt jeden Unsinn und will keine guten Ratschläge mehr annehmen. Hat man jedoch gute Freunde, nimmt man auch Ratschläge an, und es entsteht Gutes. Andernfalls – möge Allah uns bewahren – ist es heutzutage noch viel schlimmer. Die heutige Zeit verleitet zu allem Schlechten; jede Sünde ist so leicht zu begehen. Früher war das nicht so extrem. Es war nicht so einfach, Sünden zu begehen. Es gab noch Scham und Anstand, deshalb hielten sich die Menschen eher zurück. Aber heute – möge Allah uns und unseren Kindern beistehen – kann ein schlechter Freund einen völlig ruinieren. Er zerstört den Familienzusammenhalt, bis zu dem Punkt, an dem man fast bedauert, so ein Kind zu haben. Möge Allah uns davor bewahren. Deshalb muss man gut aufpassen. Auch wenn man im Alltag viel zu tun hat, muss man genau darauf achten, mit wem die Kinder ihre Zeit verbringen. Möge Allah uns alle beschützen, inschaAllah. Mögen unsere Kinder stets fest mit ihren Familien verbunden bleiben, inschaAllah. Sie sind wertvoll. Euer größter Schatz sind diese Kinder, euer Nachwuchs. Denn ihre Gebete werden euch auch nach dem Tod noch erreichen. Das größte Geschenk wird, mit Allahs Erlaubnis, von ihnen kommen. Möge Allah sie stets zu einer Quelle des Guten machen, inschaAllah.

2026-08-09 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Es gibt da diesen Hadith, den wir in der letzten Freitagspredigt rezitiert haben. Darin werden die Eigenschaften eines Heuchlers sehr treffend beschrieben. Ein Heuchler hat demnach vier bestimmte Eigenschaften. Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagt: Wenn diese vier Eigenschaften in einem Menschen vereint sind, ist er ein absoluter Heuchler. Wenn man nur eine davon besitzt, trägt man einen Teil Heuchelei in sich. Wenn man jedoch bereut, verschwindet diese wieder. Allah sei Dank ist es eigentlich gar nicht so schwer, sich davon zu befreien. Erstens sagt er: Wenn er spricht, dann lügt er. Zweitens: Wenn er ein Versprechen gibt, bricht er es. Drittens: Wenn man ihm etwas anvertraut, missbraucht er dieses Vertrauen und behauptet: „Ich habe es nicht.“ Viertens: Wenn es zu Meinungsverschiedenheiten oder Streit kommt, macht er eine riesige Szene. Er schreit und brüllt laut herum. Es ist also eigentlich nicht schwer, diese Eigenschaften loszuwerden. Manchmal nimmt man sich vor: „Ich werde gegen mein Ego ankämpfen, ich werde es loswerden“ – aber man schafft es nicht. Aber von diesen bestimmten Gewohnheiten und Verhaltensweisen kann man sich ganz leicht befreien. Man lügt einfach nicht, hält sein Wort, begeht keinen Verrat, fällt niemandem in den Rücken und kommt gut mit seinen Mitmenschen aus. Außerdem macht man keine Szene. Wenn man streitet, brüllt man nicht herum und geht nicht auf andere los. Diese vier Merkmale eines Heuchlers sind wirklich schlimme Eigenschaften. Unser Prophet, sallAllahu alayhi wa sallam, sagte: Wenn all diese Eigenschaften vorhanden sind – möge Allah uns bewahren –, dann ist der Mensch ein absoluter Heuchler. Und falls man noch Spuren von Heuchelei in sich trägt, kann man auch diese ganz leicht loswerden. Allah sei Dank haben wir, die Menschen in der Tarīqa, mit Allahs Erlaubnis das meiste davon nicht an uns. Und falls doch noch ein bisschen davon vorhanden ist, ist es nicht schwer, sich auch davon zu befreien. Möge Allah uns helfen. Mögen wir diese schlechten Gewohnheiten, diese schlimmen und unschönen Eigenschaften inschaAllah ablegen. Möge Allah uns davor bewahren und uns inschaAllah nicht unserem Ego verfallen lassen.

2026-08-08 - Dergah, Akbaba, İstanbul

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اتَّقُوا اللَّهَ وَكُونُوا مَعَ الصَّادِقِينَ (9:119) Er sagt: "O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah und seid mit den Wahrhaftigen." Allah, der Erhabene, sagt: "Seid aufrichtig, damit euer Leben gut und schön wird." Die Menschen halten sich jedoch nicht an die Aufrichtigen, weil ihr Ego es nicht zulässt; sie geben sich entweder mit Schlechtem oder mit Belanglosigkeiten ab. Sie widmen sich mit voller Hingabe völlig unwichtigen Dingen. Die Menschen klammern sich mit so viel Leidenschaft an Schlechtes, oder vielmehr an Nebensächliches, dass... An Schlechtes natürlich auch, aber ich denke schon seit Tagen darüber nach: Die unnötigste Sache, an die sie sich am meisten binden, ist der Fußball. Fußball ist an sich nebensächlich. Gut, man spielt ein bisschen, rennt, hat Spaß – das ist verständlich. Aber dann sind da noch die Fußballvereine. Die Leute hängen mit so einer Hingabe an diesen Vereinen, dass es fast unmöglich ist, sie zu einem Vereinswechsel zu bewegen. Selbst wenn man ihnen Millionen bieten würde, würden sie ihren Verein nicht wechseln. Aber wenn es um den Weg der Wahrheit geht, sind sie extrem wankelmütig. Sie halten ihr Wort nicht. Man kann sich nicht auf sie verlassen. Aber wenn es um ihren Verein geht, gibt es keinen Wankelmut, keinen Wortbruch und kein Zurückweichen. Bis an ihr Lebensende bleiben sie dieser Leidenschaft treu. Das alles sind Nichtigkeiten. Was wirklich zählt, ist, auf dem Weg Allahs standhaft zu bleiben. Wenn man einen wahren spirituellen Wegweiser (Mürşid) gefunden hat, sollte man ihm folgen. Dieser Weg ist kein Kinderspiel. Das Leben ist kostbar. Die Zeit ist kostbar. Wegen einer absoluten Nichtigkeit regst du dich auf, streitest und beleidigst andere. In Ordnung, du magst Fußball, das verstehen wir. Aber warum muss man sich wegen solcher Nichtigkeiten so aufregen? Der Mensch sollte ein wenig nachdenken. Gut, du magst das, das ist verständlich. Aber wenn man die Hingabe, Treue und Zuverlässigkeit, die man einem Verein entgegenbringt, auf dem Weg Allahs zeigen würde, dann würde man zu einem der großen Gottesfreunde aufsteigen. Deshalb beschäftigt der Satan den Menschen, wie gesagt, entweder mit Nichtigkeiten oder mit Sünden. Möge Allah uns davor bewahren. Das ist eine seltsame Krankheit und eines der größten Probleme der Endzeit. Wie gesagt: Man darf Dinge lieben, aber die wahre Hingabe muss auf Allah gerichtet sein. Möge Allah uns beistehen. InschaAllah bewahrt Er uns davor, uns zu sehr mit weltlichen Nichtigkeiten zu beschäftigen.