السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2025-12-20 - Dergah, Akbaba, İstanbul

فَتَبَارَكَ ٱللَّهُ أَحۡسَنُ ٱلۡخَٰلِقِينَ (23:14) Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat alles wunderschön erschaffen. Sein Name ist ehrwürdig; deshalb preisen wir Ihn mit "Tabaraka". Es gibt nichts Höheres als Ihn. Das Schönste von allem hat Er, Allah, der Allmächtige und Erhabene, erschaffen. Doch der Mensch ist unzufrieden und will es verändern. Wenn er es ändert, wird es nicht besser; selbst wenn es schön aussieht, schadet es dem Menschen später. In der heutigen Zeit, der Endzeit, denken die Menschen: "Wir können es besser machen, wir machen alles schöner." Doch während sie behaupten "Ich mache es besser", machen sie es nur schlimmer. Dann wollen sie zum ursprünglichen Zustand zurückkehren, aber das ist nicht mehr möglich. Wenn du es einmal ruiniert hast, kannst du es nicht wieder richten; was Allah erschaffen hat, kannst du nicht nachahmen. Deshalb sollte man nicht zu sehr darin eingreifen. Man muss mit dem zufrieden sein, was Allah einem gegeben hat, dankbar sein und sein Leben führen. Es ist unnötig, sich auf überflüssige Dinge einzulassen, nur um "schöner zu sein". Natürlich gibt es gewisse Notwendigkeiten; diese dürfen erfüllt werden. Es mag Eingriffe geben, die gesundheitlich notwendig sind, aber es nur aus Eitelkeit zu tun, ist nicht richtig. فَلَيُغَيِّرُنَّ خَلۡقَ ٱللَّهِۚ (4:119) "Sie ändern das ab, was Allah erschaffen hat." Es fängt mit kleinen Dingen an, aber mittlerweile kommen auch große Eingriffe hinzu. Möge Allah uns bewahren – in dieser Endzeit versuchen Männer, Frauen zu ähneln, und Frauen, Männern. Abgesehen davon versuchen sie, ihre Gesichter und Augen zu verändern, sich größer oder kleiner zu machen. Sie tun es zwar, doch der Schaden trifft sie später selbst. Deshalb muss man mit dem zufrieden und dankbar sein, was Allah erschaffen hat. Wie lang ist das Leben denn schon? Du wirst nicht ewig leben. Fünfzig Jahre, hundert Jahre... Egal wie lange du lebst, jeder kennt und akzeptiert dich so, wie du bist. Warum also versuchst du, dich zu verändern? Das sind völlig unnötige Dinge. Wenn du etwas ändern willst, ändere dein Ego, sei ein besserer Mensch. Folge nicht deinem Ego, dein Ego soll dir gehorchen. Allah hat uns diese Gestalt und dieses Aussehen zugedacht. O Ego, gib dich damit zufrieden. Korrigiere dich selbst, dein Inneres. Führe die Operation an deinem Ego durch. Reiß deine schlechten Eigenschaften heraus und wirf sie fort. Wenn dir der Körper, den Allah geschaffen hat, nicht gefällt, dann bist eigentlich du es, der sich ändern muss, damit Allah mit dir zufrieden ist. Ansonsten ist das äußere Erscheinungsbild unwichtig. Nicht die Form zählt, sondern das Wesen des Menschen, seine Menschlichkeit. Wenn deine Menschlichkeit nicht gut ist, dann ändere das. Wenn du mit Allahs Fügung unzufrieden bist, ändere diesen Zustand, sei zufrieden mit Ihm. Sei dankbar für das, was Allah dir gegeben hat, sei genügsam. Das ist es, worauf es ankommt. Das Äußere ist nicht wichtig. Der Körper wird am Ende zu Erde, nichts bleibt davon zurück. Doch dein Selbst, deine Seele bleibt ewig; den Nutzen eines geläutertem Egos wirst du wahrlich erfahren. Möge Allah den Menschen erlauben, ihren Verstand so zu nutzen, wie Er ihnen das Wissen gegeben hat, damit sie Frieden finden. Andernfalls finden die Menschen keine Ruhe und sind mit nichts zufrieden. Sie sind niemals genügsam. Möge Allah den Menschen helfen. Möge Er sie vor dem Übel des Teufels und des Egos bewahren.

2025-12-19 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Dieser gesegnete Monat Allahs nähert sich. Zwar gehören alle Monate Allah, doch Er hat diesen Monat besonders auserwählt, sodass es heißt: "Der Radschab ist Allahs Monat, der Schaban ist der Monat unseres Propheten (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) und der Ramadan ist der Monat der Ummah." Dies sind überaus gesegnete Monate. Wir müssen uns vorbereiten, sie nicht vergessen und uns ihrer stets bewusst sein. Nun nähert sich das neue Jahr, und man sieht, wie alles geschmückt wurde. Als wäre es etwas Großartiges... Was ändert sich schon, wenn das neue Jahr kommt? Leider verschwenden die Menschen viel Mühe an solch nutzlose Dinge. Sie messen unnötigen Dingen, die ihnen und ihrem Jenseits nicht das Geringste nützen, große Bedeutung bei. Aber an das, was wirklich wichtig ist, denken sie gar nicht. Deshalb erinnern wir ständig daran: Diese Monate sind gesegnet. Früher ließen selbst Sünder aus Respekt vor diesen Monaten von ihren Sünden ab. Sogar die Alkoholiker rührten in diesen drei Monaten das Verbotene nicht an. Sie sagten: "Diese Monate sind heilig", und zollten ihnen Respekt. Heute jedoch verwirren manche, die sich als Muslime ausgeben, die Köpfe der Menschen mit Aussagen wie: "Diese drei Monate braucht man nicht, das ist unnötig." Dabei sind dies sehr wichtige Angelegenheiten. Ungeachtet derer, die es für unwichtig halten, sollten wir jede Gelegenheit nutzen; wir dürfen diese schönen spirituellen Tore, die Allah uns geöffnet hat, und diese spirituellen Festmahle nicht vergessen. Lasst uns Nutzen aus ihnen ziehen und ihnen Respekt sowie Ehrfurcht erweisen. Lasst uns Allah danken, dass Er uns als Muslime erschaffen hat. Er hat uns die Schönheiten des Islams geschenkt; lasst uns davon profitieren. Andere weltliche Ausschmückungen und Feierlichkeiten sind vergeblich. Andere Menschen nachzuahmen ist ebenfalls nicht gut. Allah hat dir das Schönste gegeben; warum willst du anderen gleichen? Sollen sie doch dir gleichen. Anderen, besonders den Ungläubigen, zu ähneln, bringt nichts Gutes. Alles, was sie tun, ist nur Schein, nur eine äußere Hülle. All ihre Orte, Gebäude, sogar ihre Gotteshäuser sind von außen herausgeputzt, doch wenn man hineingeht... Mit ihren Palästen ist es genauso. Betrachtet man die Paläste ihrer Könige, wirken sie von außen wunderschön. Doch betritt man sie, herrscht dort nur Beklemmung und Leere. Dort findet man nicht jenen Frieden und jene Schönheit, wie es sie im Islam gibt. Die wahre Schönheit liegt im Islam; suche deshalb Frieden, Schönheit und Gutes nirgendwo anders. Allah hat dir das alles bereits gegeben. Möge Allah seine Gaben mehren und den Muslimen Bewusstsein schenken, inscha'Allah.

2025-12-18 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Allah sei Dank, die drei heiligen Monate nahen. Ein ganzes Jahr ist seitdem vergangen. Tage vergehen, Jahre ziehen ins Land und das Leben neigt sich dem Ende zu. Deshalb müssen wir diese spirituellen Zeiten nutzen. Das ist der Proviant, den man für das Jenseits benötigt. Die Leute der Tariqa – also jene, die dem Weg unseres Propheten folgen – kennen den Wert dieser Zeit und nutzen sie. Doch Menschen, denen dieser Segen nicht vergönnt ist, wissen das nicht zu schätzen. Sie können aus nichts einen Nutzen ziehen. Wie gesagt: Der Satan will dem Gläubigen immer schaden, niemals nützen. Wo immer es etwas Gutes gibt, redet er es schlecht. Er tut so, als gäbe er einen Rat, und flüstert ständig: "Haltet euch fern davon, das bringt nichts. Wenn ihr das tut, kommt ihr vom Weg ab, begeht Schirk; das ist keine Sunnah." Dabei hat Allah, der Mächtige und Erhabene, gesagt: "Das Jahr hat zwölf Monate, vier davon sind heilige Monate." Der erste davon ist der Radschab. Radschab ist ein gesegneter Monat. Schaban ist der Monat, in dem unser Prophet (Allah's Frieden und Segen seien auf ihm) am meisten fastete und Gottesdienst verrichtete. Und der Ramadan ist ohnehin etwas ganz Besonderes; an seinem Segen gibt es keinen Zweifel. Deshalb ist es sehr verdienstvoll, diese drei Monate zu ehren und sich vermehrt dem Gottesdienst zu widmen; diese Gelegenheit darf man nicht verpassen. In diesen Monaten wird gefastet. Wer noch das Zwei-Monate-Sühnefasten offen hat, sollte zwei Tage vor Beginn des Radschab damit anfangen, um die einundsechzig Tage vollzumachen. Denn einer der Monate, entweder der Radschab oder der Schaban, könnte nur neunundzwanzig Tage haben. Deshalb muss man zwei Tage vor dem Radschab beginnen. Wer nicht fastet oder das Fasten bricht, muss einmal im Leben die Sühne (Kaffarah) leisten. Egal, ob man einen Tag nicht gefastet hat oder hundert: Diese eine Sühne reicht für alle Verfehlungen. Nach der Sühne soll man sich bemühen, die versäumten Tage nachzuholen. Auf diese Weise ist die Sühne zu einem Zeitpunkt des Jahres abgeschlossen. Anschließend beginnt man damit, das obligatorische Nachholfasten zu verrichten. Das hat Vorrang; denn wie gesagt, ist der Lohn in diesen drei Monaten viel größer und zahlreicher. Es gibt viele Hadithe zu diesem Thema, aber auch viele Anhänger des Satans, die diese leugnen. Hört nicht auf sie. Der Weg der Tariqa weist uns Allah sei Dank den schönsten Pfad. Die Tariqa ist der Weg, der zu unserem Propheten führt. Das bedeutet, seine Sunnah und seine Taten zu praktizieren, inscha'Allah. Dazu gehören auch die spirituelle Übung (Riyadah) und die Klausur (Khalwa). Früher gab es für die Derwische eine vierzig tägige Klausur. Aber in der heutigen Zeit wird keine vollständige Klausur verlangt, da sie zu schwierig und kaum durchzuhalten wäre. Das könnte zu anderen Problemen führen. Deshalb gilt für die vierzig Tage die Teilklausur: Eine Stunde vor dem Morgengebet aufstehen, bis zum Sonnenaufgang beten, den Koran lesen und Dhikr machen. Wer Gebete nachzuholen hat, verrichtet diese vor dem Morgengebet. Natürlich verrichtet man auch alle Nachtgebete. Man setzt dies bis zur Ischraq-Zeit fort. Wer fastet, fastet dann; wer nicht, frühstückt dann. Man kann diese Teilklausur auch zwischen dem Nachmittags- und dem Abendgebet oder zwischen dem Abend- und dem Nachtgebet verrichten. Dies geschieht mit der Absicht der spirituellen Übung und der Klausur, und Allah nimmt es an. Die Klausur, die ein Derwisch einmal in seinem Leben vollziehen muss, wird hiermit erfüllt. Tut er es nicht hier, wird der Derwisch gezwungen sein, es im Grab zu tun. Aber es hier zu tun, ist viel verdienstvoller und angenehmer. Möge Allah diese Tage und Monate segnen und uns zu jenen zählen, die ihren Wert kennen, inscha'Allah. Wir müssen Allah danken und Ihm für diese Gabe dankbar sein. Möge Allah uns Seine Gaben dauerhaft gewähren, inscha'Allah.

2025-12-17 - Dergah, Akbaba, İstanbul

„Und wer sich abmüht, der müht sich nur zu seinem eigenen Besten ab.“ (Sure 29:6) Der wahre Dschihad (Kampf) richtet sich gegen unser Ego (Nafs). Denn der Mensch kann den Dschihad nicht allein aus sich heraus führen. Deshalb sagte unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm), als er vom Krieg, dem Dschihad, zurückkehrte: „Wir sind vom kleinen Dschihad zum großen Dschihad zurückgekehrt.“ Mit diesen Worten meinte unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm), dass der Kampf gegen den Feind einfacher ist als der Kampf gegen das eigene Ego. Der Mensch darf nicht einfach allem nachgeben, was sein Ego verlangt. Er muss sich ihm widersetzen. Dafür gibt es viele Gründe. Es gibt viele Gründe, warum ein Mensch sich seinem Ego widersetzen, gegen es ankämpfen und Krieg gegen sein eigenes Ich führen muss. Einer davon ist: Weil es schlecht ist und keinerlei Nutzen bringt... Der Großscheich, Scheich Abdullah al-Daghestani (möge Allah ihn heiligen), pflegte zu sagen: „Es ist aus dem Dreck des Teufels gemacht.“ Damit ist der Tabak gemeint; Zigaretten und was es da sonst noch alles gibt; alles, was daraus hergestellt wird. Es ist eine Pflanze, die nicht den geringsten Nutzen hat. Sie ist nichts als Schaden. Indem sie alle möglichen Krankheiten verursacht und das Umfeld belästigt, schadet man sich selbst und anderen. Das heißt, es ist etwas, das auch den Menschen in der Umgebung Schaden zufügt. Möge Allah uns bewahren; wer davon abhängig wird, wird zu dessen Sklaven. Es ist sehr schwer, wieder davon loszukommen. Nur wenige schaffen es, aufzuhören. Aber was die Erziehung des Egos betrifft... Der Dschihad ist ein Befehl Allahs und ein Erkennungszeichen des Gläubigen; er ist eine Pflicht im Islam. Da wir den äußeren Dschihad jetzt natürlich nicht allein führen können, müssen wir diesen Kampf gegen uns selbst, zumindest gegen unser Ego, führen. Wir müssen uns bemühen, von diesem Laster loszukommen. Lasst uns uns davon befreien. Es gibt nichts daran, was man als nützlich bezeichnen könnte; kein Mensch würde behaupten, dass es einen Nutzen hat. Sogar dort, wo sie angebaut wird, ruiniert diese Pflanze den Boden. Es müssen Jahre vergehen, bis sich der Boden erholt und wieder etwas anderes hervorbringen kann. Früher wurde diese schmutzige Pflanze auf tausenden, hunderttausenden Hektar Land angebaut. Dann haben sie es geerntet, eingelagert und die Bauern bezahlt. Ein paar Jahre später haben sie es ins Meer gekippt, weil es unbrauchbar war. Zum Glück haben sie damit aufgehört. Stattdessen wurden wenigstens nützlichere Pflanzen angebaut, die dem Menschen dienen. Dieses Problem ist – Allah sei Dank – beseitigt. Wie gesagt, es ist in jeder Hinsicht schädlich; schon der Anbau ist ein Schaden... Schade um das Geld für Diesel, für Werkzeuge, für Lagerhallen und all die Ausgaben. So viel Land wird verschwendet, nur um eine schädliche Pflanze anzubauen. Zum Glück sind wir das losgeworden. Hoffentlich werden auch die Menschen von diesem Übel befreit. Aber seltsamerweise wird der Teufel nie müde, er macht keine Pause. Man sieht, wie Kinder und Jugendliche mit dem Rauchen anfangen; sobald sie sich eine Zigarette anzünden, nehmen sie eine Haltung an, als hätten sie die Welt gerettet. Es wird sogar auf der Toilette geraucht. Der Lieblingsplatz von Rauchern ist die Toilette. Inmitten dieser üblen Gerüche überdeckt der Rauch sie wohl, denn er ist noch schmutziger. Deshalb sind sie dort am zufriedensten. Möge Allah uns bewahren. Auch wenn es bei manchen Menschen so aussieht, als würde es ihnen nichts anhaben, wirkt es sich doch auf die meisten aus. Neunundneunzig Prozent fügt es gewiss Schaden zu. Das eine Prozent, das keinen Schaden nimmt, mag es geben. Zum Beispiel vollzogen wir vor Jahren in einer Moschee auf Zypern die Gebetswaschung. Da war ein alter Mann, der rauchte. Unser verstorbener Ahmet Salman Efendi – der früher selbst viel geraucht und dann aufgehört hatte – Er sagte zu dem Mann: „Onkel, rauch das nicht, das ist schädlich. Wenn du nicht rauchst, wirst du ein langes Leben haben.“ Er fragte den Mann: „Wie alt bist du?“ Er sagte: „Ich bin fünfundneunzig.“ „Seit wann rauchst du?“ Er sagte: „Ich rauche seit meiner Kindheit.“ Einigen passiert nichts, aber für die meisten ist es schädlich; und es belastet das Umfeld. Dieser üble Geruch setzt sich an dem Mann fest und verbreitet sich überall. Die Leute versuchen, sich von ihnen fernzuhalten. Wenn sie in deine Nähe kommen, riechen sie wie ein alter Heizungskeller. Die Schäden und die Schlechtigkeit sind also zahllos. Möge Allah sie retten. Möge Allah die Menschen davor bewahren, in diesen schlechten Zustand zu geraten. Möge Allah helfen und uns erretten. Viele Menschen kommen zu uns und sagen: „Bete für uns, damit wir von diesem Übel loskommen.“ Wir werden beten, inscha'Allah. Möge Allah uns aus dieser Falle des Satans befreien.

2025-12-16 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَاَنَّ اللّٰهَ لَا يَهْد۪ي كَيْدَ الْخَٓائِن۪ينَ (12:52) Allah, der Mächtige und Erhabene, ist nicht mit den Verrätern. Leben wir heutzutage in einer seltsamen Welt. Die Menschen tun alles, um einander schlechtzureden und sich gegenseitig zu schaden. Sie verleumden einander. Wer verleumdet wird, bekommt es mit der Angst zu tun. Doch was sagt man? „Wer hat eigentlich Grund zur Angst?“ Es ist derjenige, der Verrat begeht. Das heißt, er verbirgt etwas und fürchtet, dass es ans Licht kommt. In der heutigen Zeit greifen sie zu jedem Mittel, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Sie verbreiten Angst, fordern Geld, drohen und versuchen, Dinge zu erzwingen. Sie lassen nichts unversucht. Doch solange der Mensch rein ist, braucht er keine Angst zu haben. Denn Allah ist mit ihm. Aber wenn er Unrecht in sich trägt, das er begangen hat, dann plagen ihn Furcht und Sorge. Er fragt sich besorgt: „Habe ich etwas getan, dass diese Leute mich belästigen und mir schaden wollen?“ Sie schüchtern einen ein und sagen: „Wir wollen dies von dir, wir wollen das.“ Wenn du rein bist, dich selbst kennst und dir keiner Schuld bewusst bist, dann hab niemals Angst. Sollen sie doch so viel verleumden, wie sie wollen; sollen sie tun, was sie wollen. Wenn du vor Allah rein bist und dein Herz sauber hältst, dann such Zuflucht bei Allah. Allah beschützt dich. Doch wenn Verrat im Spiel ist, wenn du eine Schlechtigkeit in dir trägst, dann bereinige sie. Kehre zur Wahrheit zurück, komm auf den rechten Weg. Wenn du die Rechte anderer verletzt hast, gib ihnen ihr Recht zurück. Anders gibt es keine Rettung für dich. Selbst wenn du im Diesseits davonkommst, wirst du im Jenseits nicht entfliehen. Denn diese Rechte werden gewiss eingefordert. Deshalb: Wenn du dich noch im Diesseits mit ihnen einigst, wirst du gerettet. Andernfalls wirst du dein Leben lang in Angst und Sorge verbringen. Viele Menschen werden beschuldigt, ohne überhaupt davon zu wissen: „Du bist so, du bist so.“ Und das macht den Menschen Angst. Wenn du nichts getan hast, keinen Fehler und keine Sünde hast, fürchte dich nicht und vertraue auf Allah. Auch wenn sich die ganze Welt gegen dich stellt, hab keine Angst. Aber wenn du einen Fehler hast, dann korrigiere ihn. Geht es um Rechte und Ansprüche, bringe das in Ordnung. Steht eine Sünde zwischen dir und Allah, bereue und bitte um Vergebung; dann wird Allah dich beschützen. Denn die Zeit, in der wir leben, ist wahrlich eine schwierige Zeit. Es gibt keine Menschlichkeit mehr, kein Gewissen; weder Anstand noch Scham sind geblieben. Die Schamlosigkeit kennt keine Grenzen. Darum hüte dich selbst, und Allah, der Mächtige und Erhabene, wird dich beschützen. Sonst wird dein ganzes Leben schwer; du wirst dich vor allem und jedem fürchten. Du wirst ratlos dastehen und dich fragen: „Was soll ich nur tun?“ Wer mit Allah ist, braucht sich nicht zu fürchten, mit Allahs Erlaubnis. Möge Allah uns alle beschützen. Möge Allah uns vor dem Übel und der Schlechtigkeit unseres eigenen Egos bewahren.

2025-12-16 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul

[Hadith-i Sharif] Unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Macht das Witr-Gebet zu eurem letzten Gebet in der Nacht. Das bedeutet, das letzte Gebet, das man verrichtet, sollte das Witr-Gebet sein. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sprach: Mir wurde das Witr- und das Duha-Gebet auferlegt. Doch für euch sind diese keine Pflicht. Das heißt, wer sie verrichtet, folgt der Sunna unseres Propheten und erhält Vorzüge. Nach unserer Lehre ist das Witr-Gebet Wādschib (notwendig) und das Duha-Gebet Sunna. Wer das Duha-Gebet verrichtet, dem wird es angerechnet, als hätte er für den ganzen Tag Almosen gegeben. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Mir wurde befohlen, das Witr-Gebet und zwei Rak'a Duha zu verrichten. Euch wurde dies jedoch nicht zur Pflicht gemacht; dieser Befehl galt speziell für unseren Propheten. Für uns ist es nicht Fard, sondern Witr ist Wādschib. Auch das Duha-Gebet ist Sunna. Man kann dabei zwei bis zwölf Rak'a beten. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Das Witr-Gebet gehört zur Nacht. Das heißt, dieses Gebet aus drei Rak'a ist ein Nachtgebet. Man verrichtet es nach dem Ischa-Gebet, keinesfalls am Tag. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Wahrlich, Allah, der Erhabene, hat euren fünf Gebeten ein weiteres hinzugefügt. Dieses Gebet ist wertvoller für euch als rote Kamele. Rote Kamele waren damals der kostbarste Besitz; unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) betont, dass dieses Gebet noch wertvoller ist. Gemeint ist das Witr-Gebet. Allah hat dessen Zeit für euch zwischen das Ischa- und das Morgengebet gelegt. Es kann also ab dem Ischa-Gebet bis zum Morgengrauen verrichtet werden, bevor die Zeit des Fadschr eintritt. Es ist jedoch verdienstvoller, es vor dem Schlafengehen zu beten. Denn wenn man vorhat, es nach dem Aufwachen zu beten, besteht die Gefahr zu verschlafen. Deshalb sollte das Witr-Gebet den Abschluss eurer Gebete bilden. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Wahrlich, Allah ist Witr (Einer) und Er liebt das Ungerade. Allah ist Einzig; mit "ungerade" sind Zahlen wie 1, 3, 5, 7, 9 gemeint... Allah liebt diese. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Wahrlich, Allah ist Einer und liebt das Ungerade. O Volk des Koran, verrichtet das Witr-Gebet. Die meisten Gebete sind geradzahlige Einheiten, wie zwei oder vier Rak'a. Da Witr ein von Allah geliebtes Gebet ist, bildet es den Abschluss mit drei Rak'a. Bei den Schafiiten ist die Praxis anders, aber auch sie kennen das Witr-Gebet. Sie beten zwei Rak'a, geben den Salam, und beten dann eine einzelne Rak'a separat. Wir Hanafiten beten drei Rak'a zusammenhängend mit nur einem Salam am Ende. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Das Witr-Gebet ist ein Gebet der Nacht. Also nicht am Tag; Witr wird nachts verrichtet. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Verrichtet das Witr-Gebet, bevor die Zeit des Morgengebets eintritt. Betet es, bevor der Ruf zum Fadschr ertönt. Es ist am besten, es nicht bis zum Morgen aufzuschieben, sondern es nach dem Ischa-Gebet zu verrichten. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Beeilt euch mit dem Witr-Gebet vor dem Morgengrauen. Denn sobald die Zeit des Morgengebets eingetreten ist, müsste das Witr-Gebet nachgeholt werden. [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Es gibt drei Dinge, die für mich Pflicht sind, für euch aber freiwillig. "Freiwillig" bedeutet hier, dass das, was für den Propheten Fard war, für euch Sunna oder Wādschib ist. Erstens das Witr-Gebet. Für den Propheten war es Fard, für uns Hanafiten ist es Wādschib. In anderen Rechtsschulen gilt es als betonte Sunna, da es dort nicht als Wādschib eingestuft wird. Zweitens die zwei Rak'a des Duha-Gebets; dies ist ebenfalls Nafl (freiwillig). Drittens die zwei Rak'a Sunna vor dem Morgengebet. Auch dies ist eine betonte Sunna. Man muss sie unbedingt verrichten. Ihr Stellenwert ist nahe am Wādschib, man sollte sie nicht unterlassen. [Hadith-i Sharif] [Hadith-i Sharif] Der Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: Das Nachtgebet erfolgt in Einheiten zu je zwei Rak'a. Es wird immer zu zweit gebetet. Wenn einer von euch fürchtet, dass der Morgen anbricht, betet er zum Schluss eine einzelne Rak'a. Dies macht die Gesamtzahl der zuvor gebeteten Rak'a ungerade. Wenn wir Hadithe lesen, dürfen wir natürlich nicht einfach sagen: "Ich habe das gelesen, also mache ich es, wie ich will." Die Imame der Rechtsschulen und die Gelehrten haben die Bedeutungen dargelegt und den Weg gewiesen. Dieser Ausdruck "eine letzte einzelne Rak'a" wird von den Schafiiten praktiziert. Im hanafitischen Fiqh wird das Witr-Gebet als zusammenhängende Einheit von drei Rak'a verrichtet.

2025-12-15 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Der ehrenwerte Prophet (Allah's Friede und Segen seien auf ihm) sagte: "Wenn ihr wirklich auf Allah vertraut, wird Er euch versorgen." Genauso wie die Vögel, die morgens hungrig losfliegen und abends satt zurückkehren. So wird Er euch versorgen, wenn ihr auf Ihn vertraut. Natürlich fehlt oft selbst den Muslimen dieses Gottvertrauen. Wie steht es dann erst um die Ungläubigen? Bei ihnen gibt es das gar nicht. Deshalb nennt man diesen weltlichen Zustand einen großen Teufelskreis. Die Menschen heutzutage kämpfen und plagen sich ab. Sie sagen: "Wir brauchen mehr Geld, es reicht nicht." Man bekommt zwar Geld, aber im Gegenzug wird einem noch mehr wieder weggenommen. Es wird mehr genommen, als gegeben wurde. Warum? Weil der Mensch nur das tun kann. Der wahre Versorger aber ist Allah, der Mächtige und Erhabene. Würden die Menschen auf Ihn vertrauen, würde ihnen ihr Geld und ihre Versorgung ausreichen. Aber nein, sie rebellieren und sagen: "Ich will es trotzdem." Und wenn sie es dir geben: Sie geben dir hundert und nehmen dir zweihundert. Und das weiß jeder. Vertraue du auf Allah. Dann wird Segen im Geld liegen und es wird dir reichen. Andernfalls drehst du dich nur im Kreis und landest am selben Punkt – oder es geht dir sogar noch schlechter. Deshalb wird der Mensch keinen Segen erfahren, solange er nicht mit dem zufrieden ist, was Allah, der Mächtige und Erhabene, ihm gibt. Man nennt das "Teufelskreis"... Ich weiß nicht, wie sie es in der modernen Sprache nennen, aber... Du drehst dich im Kreis und deine Lage wird schlimmer. Du bekommst zwar etwas, aber deine Situation verschlechtert sich. Heutzutage nennen sie das "Inflation" oder was auch immer. Und woher kommt das? Weil man sich von dem Weg fernhält, den Allah gewiesen hat. Allah hat diese Welt und das, was darin ist, erschaffen. Du kannst nicht mehr erzwingen, es gibt ein bestimmtes Maß. Wenn du diese Grenze überschreitest, fällst du zurück oder es wird schlimmer. Deshalb muss man achtsam sein. Der Mensch soll mit dem zufrieden sein, was er hat. Dann wird er den Segen darin finden. Andernfalls wirst du ständig getäuscht. Und jeder weiß, dass er betrogen wird. Sie sagen: "Sie geben uns so viel, es gab eine Gehaltserhöhung." Aber auf der anderen Seite steigen die Preise doppelt so stark wie das Gehalt. Deshalb muss man aufpassen. Die Menschen müssen wissen, wofür sie arbeiten, für wen sie es tun, von wem alles kommt und zu wem es zurückkehrt. Möge Allah uns Wachsamkeit verleihen und Segen schenken, inscha'Allah. Möge Allah uns bewahren und unsere Versorgung nicht schmälern, inscha'Allah.

2025-12-14 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Allah sei Dank gehören wir alle zur Ummah von Muhammad, Allah's Segen und Frieden seien auf ihm. Das ist eine große Ehre, ein gewaltiger Segen. Wir müssen den Wert dieses Segens zu schätzen wissen. Dafür müssen wir Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, danken. Dankbar dafür sein, dass wir Teil dieser Religion und dieser Ummah sind... Wer unseren Propheten nicht liebt, ist wie ein Teufel. Der Teufel will die Menschen vom rechten Weg abbringen und sie sich gleichmachen. Deshalb täuscht er die Menschen durch ihr Ego und macht sie zu Feinden unseres Propheten, Allah's Segen und Frieden seien auf ihm. Und selbst wenn er sie nicht zu Feinden macht, sorgt er zumindest dafür, dass sie keinen Respekt zeigen. Diejenigen, die Feinde sind, sind ohnehin Ungläubige. Doch jene, die den Respekt verweigern, sind getäuschte Muslime. Und wer sind diese Leute? Meistens sind es Menschen, die keinen Murshid, keinen Scheich haben. Allah sei Dank ist unser Weg der der Tariqa, die dem schönsten Pfad, dem Islam, folgt. Und die beste, die reinste Tariqa ist – Allah sei Dank – die Naqshbandi-Tariqa. In allen Tariqas herrscht Liebe, und die Ehrerbietung ist groß. Auch wenn manche es anders sehen: Ohne Tariqa wird der wahre Wert unseres Propheten, Allah's Segen und Frieden seien auf ihm, nicht erkannt. Der Mensch kann seine Größe kaum erfassen. Diejenigen, die ihn am meisten ehren und lieben, sind die Leute der Tariqa. Selbst wenn andere ihn lieben, sät der Teufel doch Zweifel in ihre Herzen... Mit Einflüsterungen wie „Er ist doch auch nur ein Mensch wie ihr“ oder Ähnlichem schmälert er diese Liebe. Es darf nicht den geringsten Zweifel an der Größe, der Ehre und dem Wert unseres Propheten, Allah's Segen und Frieden seien auf ihm, geben. Deshalb ist das Befolgen seiner Sunna ein Ausdruck der Ehrerbietung und seiner Würdigung. Allah sei Dank bemüht sich unsere Tariqa, die meisten, ja sogar alle Sunnas zu praktizieren – jeder nach seinem Vermögen. Bei Allah wiegt das Ausführen einer einzigen Sunna so viel wie der Lohn von hundert Märtyrern. Wir vernachlässigen die Sunnas nicht; wir tun, was wir können. Deshalb fragt jemand, der in der Tariqa ist: „Was soll ich tun?“ Du verrichtest deine fünf Gebete, machst deine Lobpreisungen... All das ist Sunna. Dadurch fällt einem der Allahesdienst leichter. Wer nicht in der Tariqa ist, macht es ein-, zweimal und sagt dann: „Das lasse ich lieber.“ Wer aber in der Tariqa ist, folgt Allah sei Dank diesem Weg, bis er seinem Schöpfer begegnet. Das ist ein schöner Weg. Allah sei Dank, dafür müssen wir dankbar sein; dies ist der Weg unseres Propheten. Tariqa bedeutet ohnehin „Weg“. Dieser Weg ist der Weg des Propheten, Allah's Segen und Frieden seien auf ihm. Bis wir ihn treffen, bis wir mit ihm vereint sind, werden wir – inscha'Allah – ewig auf diesem Weg bleiben. Möge Allah uns alle standhaft machen. Möge Allah dies auch jenen gewähren, die noch nicht auf diesem Weg sind, inscha'Allah.

2025-12-13 - Dergah, Akbaba, İstanbul

كُلُّ نَفۡسٖ ذَآئِقَةُ ٱلۡمَوۡتِۖ ثُمَّ إِلَيۡنَا تُرۡجَعُونَ (29:57) Der Tod ist etwas, das jeder schmecken muss. Doch solange der Mensch lebt, glaubt er, er würde niemals sterben. Darin liegt eine Weisheit Allahs, des Mächtigen und Erhabenen. Unser Prophet (Allah's Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: Wenn am Tag des Jüngsten Gerichts die Abrechnung vorüber ist, wird der Tod herbeigebracht und an einem Ort zwischen Paradies und Hölle wie ein Opfertier geschlachtet. Sobald er geschlachtet ist, beginnt die Unsterblichkeit – bis in alle Ewigkeit. Sowohl für die Bewohner des Paradieses als auch für die der Hölle gibt es dann keinen Tod mehr. Das Diesseits ist ein vergänglicher Ort. Der Mensch wird auf Erden den Tod gewiss schmecken, doch danach wird der Tod für immer aufgehoben sein. Zwischen Paradies und Hölle wird der Tod geschlachtet; danach gibt es ihn nicht mehr. Der Tod gehört zum Diesseits. Im Jenseits, im Paradies hingegen... Nun fragen sich die Menschen manchmal: „Was sollen wir dort ewig tun?“ Dabei glaubst du doch selbst, solange du lebst, dass du niemals sterben wirst. Obwohl Mühsal und Leid hier so groß sind, will der Mensch dennoch nicht sterben und verdrängt den Gedanken an den Tod. Im Jenseits jedoch ist es anders. Dort herrschen nicht die Zustände dieser Welt. Wenn man ins Paradies eintritt und vom Kauthar-Becken unseres Propheten (Allah's Frieden und Segen seien auf ihm) trinkt, weichen Trauer, Kummer und alles Böse dieser Welt vom Menschen. Im Menschen bleibt weder Neid noch irgendein schlechter Gedanke zurück. Es gibt niemanden mehr, der Leid zufügt, keine Angst mehr – nichts Schlechtes bleibt bestehen. Deshalb ist jener Zustand – der Zustand des Jenseits und des Paradieses – nicht mit dem Diesseits zu vergleichen. Es gibt sogar Leute, die sich für Gelehrte halten, die die Ewigkeit leugnen und fragen: „Was sollen wir dort denn tun?“ Doch das Versprechen Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, ist wahr. Im Paradies lebt man ewig in Frieden und Schönheit. Dort gibt es keine Sorgen wie: „Was passiert morgen? Bekomme ich eine Gehaltserhöhung? Wie viel Geld werde ich verdienen? Wovon soll ich leben?“ Dort herrscht Glückseligkeit, und man ist ewig mit seinen Liebsten vereint. Dort gibt es keine Trennung mehr von den Geliebten. Es gibt keine Sorgen, Trauer oder Ängste wie: „Ich muss mich trennen“, „er ist alt geworden und stirbt“, „er ist krank“, „er hatte einen Unfall“, „man hat sie angegriffen“ oder „man hat ihnen etwas angetan“. Deshalb soll der Mensch für das Jenseits arbeiten, damit... Diese Welt ist vergänglich. Doch für den Gläubigen ist alles von Nutzen – sowohl die Mühsal als auch die Erleichterung. Für den Nichtgläubigen hingegen hat dies keinen Nutzen, egal wie angenehm sein Leben ist; der wahre Gewinn liegt im Jenseits. Möge Allah uns nicht vom Glauben abbringen. Diese irregeleiteten Menschen, die sich als Gelehrte ausgeben, führen das Volk in die Irre. Sie bringen Unschuldige und Kinder vom rechten Weg ab. Sie zerstören deren Jenseits. Sie sind für ewig verloren – möge Allah uns bewahren. Möge Allah uns vor dem Übel bewahren. Möge Er unseren Glauben stärken, inscha'Allah.

2025-12-12 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Unser Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: "Wer seine Sünden bereut, ist wie jemand, der nie gesündigt hat." Das bedeutet: Wenn jemand bereut, nimmt Allah, der Mächtige und Erhabene, diese Reue an. Allah hat den Menschen so erschaffen, dass er zu Fehlern und Sünden neigt; denn Er möchte, dass er bereut. Wenn jemand sagt: "Ich habe gesündigt, es wird mir ohnehin nicht vergeben, also mache ich weiter", dann begeht er einen großen Fehler. Der Mensch sündigt und bereut anschließend, und Allah, der Mächtige und Erhabene, vergibt diese Sünde. Das Wichtigste ist, zu bereuen und um Vergebung zu bitten; dies ist eine Gnade Allahs für Seine Diener. Die Tür der Reue steht offen. Erst wenn in der Endzeit der Jüngste Tag naht, schließt sich diese Tür; dann wird keine Reue mehr angenommen. Zu jener Zeit finden die Sünden ihre gerechte Strafe. Doch bis dieser Zeitpunkt kommt, steht die Tür der Reue weit offen. Deshalb ist es ein großer Segen, Allah täglich für unsere begangenen Sünden, Fehler und Unzulänglichkeiten um Vergebung zu bitten. Dank sei Allah; in Seiner großen Güte vergibt Er uns unsere Sünden durch Seine Barmherzigkeit und Gnade. Möge Allah uns allen vergeben. Denn es gibt keinen Menschen, der frei von Sünden ist, sei es durch kleine oder große Fehler. Fehlerlos sind allein die Propheten. Unser letzter Prophet (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm) ist der letzte Mensch, der vollkommen sünden- und fehlerfrei ist. Nach ihm hat jeder Mensch Fehler und Sünden. Doch wer bereut und um Vergebung bittet, dem vergibt Allah. Möge Allah unsere Fehler und Sünden vergeben, inscha'Allah.