السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.
فَتَبَارَكَ ٱللَّهُ أَحۡسَنُ ٱلۡخَٰلِقِينَ
(23:14)
Allah, der Erhabene und Mächtige, erschafft auf die beste Weise.
Er hat alles wohlgestaltet erschaffen.
Allah gab allem einen tieferen Sinn.
Heute ist im Kalender der Beginn des Zemheri, der Einbruch strengsten Frostes.
Allah, der Erhabene und Mächtige, schuf Tage, Jahre und Monate, jedes für sich.
Jedem von ihnen gab er einen tieferen Sinn.
Es ist die kälteste Zeit des Winters, der Frost ist jetzt am beißendsten. Vierzig Tage dauert diese Zeit an.
Diese vierzig Tage sind von großem Nutzen.
Manch ein Besserwisser schätzt sonniges Wetter und freut sich, wenn es nicht kalt ist.
Später klagen sie dann: "Es gibt kein Wasser, die Früchte reifen nicht, dies und das ist teurer geworden."
Daraus wird deutlich, dass Allah, der Erhabene und Mächtige, allem einen tieferen Sinn gegeben hat.
Allah, der Erhabene und Mächtige, hat das Maß und die Menge aller Dinge bestimmt.
Wenn die Menschen sich einmischen, richten sie nur Unheil an.
Wie Allah im heiligen Vers spricht:
ظَهَرَ ٱلۡفَسَادُ فِي ٱلۡبَرِّ وَٱلۡبَحۡرِ بِمَا كَسَبَتۡ أَيۡدِي ٱلنَّاسِ
(30:41)
"Allerlei Unheil ist offenbar geworden zu Lande, zu Wasser und in der Luft", spricht Allah, der Erhabene und Mächtige.
All dies geschieht aufgrund dessen, was die Menschen mit ihren eigenen Händen angerichtet haben.
Wenn sie sich einmischen in die Angelegenheiten Allahs, des Erhabenen und Mächtigen, sich gegen ihn auflehnen und ihm zuwiderhandeln, dann nimmt alles einen schlechten Lauf.
Allah ist der beste Schöpfer.
Allah hat alles auf vollkommene Weise erschaffen.
Würden die Menschen sich nicht einmischen, sondern dem Weg Allahs folgen, so wäre alles vollkommen für sie.
Wenn die Menschen sich jedoch erheben und sich gegen Allah auflehnen, dann spricht Allah: "So tragt eure Strafe."
Ansonsten gäbe es eigentlich kein Problem.
Das Problem liegt bei den Menschen, bei den Schlechten unter ihnen.
Deshalb muss man für alles dankbar sein.
Man muss auch für die Kälte dankbar sein.
Man muss auch für die Hitze dankbar sein.
Für alles, was von Allah kommt, für alles, was uns Allah, der Erhabene und Mächtige, gegeben hat, müssen wir uns ihm beugen und sagen: "Er allein kennt den tieferen Sinn." Etwas anderes bleibt uns nicht übrig.
Allah bewahre uns.
Möge Allah seinen Segen spenden.
Wir sind zufrieden mit dem, was Allah tut.
Wir sind machtlos.
Wir ergeben uns ihm.
Wir sind Muslime:
Wir haben uns Allah, dem Erhabenen und Mächtigen, ergeben, inschaAllah.
Wir haben uns Allahs Schutz und Barmherzigkeit anvertraut.
Allah, der Erhabene und Mächtige, ist barmherzig.
Alles hat seinen Ausgleich.
Das Gute wird belohnt, das Schlechte bestraft.
Allah bewahre uns.
Wer glaubt, er käme mit seinen Taten in dieser Welt ungeschoren davon, der wird im Jenseits dafür büßen. Möge Allah uns bewahren.
Auch heute, an diesem kältesten Tag, dem Zemheri, schickten die Tyrannen vor 100, 110 Jahren Soldaten ohne anständige Kleidung in die eisige Kälte.
Sie starben alle den Märtyrertod, noch bevor sie einen einzigen Schuss abgaben.
Möge Allah ihre Ränge erhöhen.
Und denen, die dieses Unheil anrichteten, wird Allah gewiss ihre gerechte Strafe zuteilwerden lassen.
Die Reden ist von Sarıkamış.
Die Katastrophe von Sarıkamış, warum geschah sie?
Weil sie sich gegen Allah aufgelehnt hatten.
Sie hatten den Sultan gestürzt.
In Sarıkamış, in Çanakkale...
Sie vergossen das Blut von Millionen von Muslimen.
Danach überließen sie das gesamte Osmanische Reich den Ungläubigen.
Allah wird sie dafür zur Rechenschaft ziehen.
Allah lässt die Unterdrücker nicht ungestraft.
Die Rechenschaft für das Unrecht, das sie getan haben, wird gewiss eingefordert werden.
Möge Allah uns davor bewahren, Unrecht zu tun, inschaAllah.
Mögen wir lieber Unterdrückte sein, aber niemals Unterdrücker – inschaAllah.
2024-12-22 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Gute Freunde sind äußerst wichtig.
الرفيق قبل الطريق
Bevor du dich auf eine Reise begibst, wähle deinen Reisegefährten sorgfältig aus.
Die Reise ist der Lebensweg.
Unser Lebensweg wird entweder gut oder schlecht sein, je nachdem, wen wir an unserer Seite haben.
Den guten Weg beschreitet man mit einem guten Freund.
Wer einen schlechten Freund hat, führt sich selbst auf einen schlechten Pfad.
Auf dem schlechten Weg geht man zugrunde, sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits.
Unsere Brüder, vor allem Jüngere, kommen und bitten um Rat.
Der beste Rat ist, sich mit guten Menschen zu umgeben.
Umgib dich mit guten Menschen! Der Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, verglich im Hadith einen guten Menschen mit einem Geschäft, das erlesene Düfte verkauft.
Schon beim Betreten des Ladens umfängt dich der wunderbarer Duft, selbst wenn du nichts kaufst. Dieser angenehme Duft verleiht dir Anmut, innere Ruhe und Güte.
Ein schlechter Freund hingegen ist wie die Werkstatt eines Schmieds.
Natürlich ist die Werkstatt eines Schmieds für den Menschen notwendig, aber wenn man dort hineingeht, wird man entweder vom Gestank belästigt oder von einem Funken getroffen und verbrannt.
Dieses Gleichnis hat der Prophet, Friede sei mit ihm, verwendet, damit wir auf dem rechten Weg bleiben, mit guten Menschen, an schönen Orten.
Er ist mein bester Freund, auf ihn ist immer Verlass.
Das größte Übel ist, jemandem blind zu vertrauen und sich in falscher Sicherheit zu wiegen. Das ist die größte Dummheit und das größte Übel, das man sich selbst antun kann.
Deshalb achte genau auf deinen Freundeskreis.
Wenn er einen Fehler macht, frag ihn: "Mein Freund, was machst du da?"
"Was soll das? Warum tust du das? Gibt es einen triftigen Grund dafür?"
"Handelst du aus deinem eigenen Ego heraus oder was ist los?", sollte man ihn fragen.
Zumindest sollte man seinen Freund korrigieren, wenn er falsch liegt.
Man sollte den Weg nicht verlassen, man sollte nicht vom Kurs abkommen.
Deshalb kommt das größte Übel, das wir heutzutage überall beobachten können, von schlechten Freunden.
Die Leute sehen jemanden, der irgendetwas tut, und denken, sie müssten es genauso machen.
Ist das denn richtig so?
Viele denken: "Vater, Mutter, Verwandte - die haben doch alle keine Ahnung davon."
"Dieser Freund ist so klug, so intelligent. Ihm werde ich folgen. Was mein Vater und meine Mutter sagen, ist veraltet, die haben doch von nichts eine Ahnung."
"Dieser Typ weiß alles, ich werde wie er sein, ich werde ihm nacheifern." Dabei ruinieren sie sich selbst, das Land, die ganze Welt - alles.
Möge Allah ihnen Verstand und Vernunft schenken.
Mögen sie nicht vom rechten Weg abkommen, inschaAllah.
2024-12-21 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Es gibt da ein Sprichwort, ich weiß nicht, ob es ein Hadith ist oder etwas anderes:
أحبب من أحببت فإنك مفارقه
Wen auch immer du liebst, am Ende wird es sicher eine Trennung geben.
Letztendlich wird jeder in dieser Welt seine Zeit haben und diese Welt verlassen.
Er trennt sich von seinen Lieben und Nahestehenden und geht.
Diese ist Welt eben kein ewiger Ort.
Ewig ist Allah der Erhabene und Mächtige.
Im Jenseits wartet das ewige Leben.
Bevor die Menschen ins Jenseits gehen, durchschreiten sie das irdische Leben.
Das Leben verläuft irgendwie auf eine Weise.
Die Leute hadern vergeblich und sagen: "Hätten wir dies getan, wäre das passiert; hätten wir das getan, wäre das nicht passiert."
Was Allah der Erhabene und Mächtige will, geschieht.
Allah schafft verschiedene Gründe - Allah bewahre, sei es Krankheit, Krieg, Gewalt, Unfall oder anderes - die zum Abschied des Menschen von dieser Welt führen.
Deshalb muss sich der Muslim, der Gläubige, unbedingt Allah ergeben, um mit allem zufrieden zu sein.
Alles, was von Allah kommt, wird zu Allah zurückkehren.
Was Allah will, wird geschehen.
Das ist die Wahrheit, die der Muslim, der Gläubige wissen muss.
Unser Prophet, Friede sei mit ihm, hat dies auch den Menschen verkündet.
Unser Prophet, Friede sei mit ihm, hat die schwersten Prüfungen durchlebt
Seine Kinder sind gestorben, als er noch lebte.
Niemand kann sagen, dass er größere Schwierigkeiten erlitten hat als unser Prophet, Friede sei mit ihm.
Daher ist unser Prophet, Friede sei mit ihm, das größte Vorbild.
Es ist notwendig, seinem gesegneten Weg zu folgen.
Wer diesem Weg folgt, findet Frieden.
Niemand wird in dieser Welt auf Ewig einen Pfahl einschlagen.
Das waren einst die Worte von Scheich Baba.
Da war er krank, es ging ihm nicht gut.
Er sagte: "Seid unbesorgt, niemand von uns wird hier einen dauerhaften Pfahl einschlagen."
Jeder wird ins Jenseits gehen.
Deshalb handelt dementsprechend.
Im Jenseits gibt es keine Trennung.
In dieser Welt gibt es Trennung.
Im Jenseits gibt es keine Trennung.
Möge Allah uns alle nicht voneinander trennen.
Auf dem rechten Weg werden wir, inshaAllah, alle zusammen im Paradies sein.
Möge Allah den Verstorbenen gnädig sein.
Möge er ihren Familien Geduld schenken.
Heute Nacht ist ein Bruder, den wir sehr geliebt haben, in Sri Lanka bei einem Unfall gestorben.
Möge Allah ihm gnädig sein.
2024-12-20 - Dergah, Akbaba, İstanbul
أَلَآ إِنَّ أَوۡلِيَآءَ ٱللَّهِ لَا خَوۡفٌ عَلَيۡهِمۡ وَلَا هُمۡ يَحۡزَنُونَ
(10:62)
Die Freunde Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, sie kennen weder Furcht noch Trauer.
Sie stehen unter Allahs Schutz, um den Menschen den Weg zur Rechtleitung zu weisen.
Die Awliya sind die von Allah geliebten Diener, die Seine Gebote befolgen.
Es gibt große Heilige, aber Heiligkeit bedeutet nicht nur, Wunder vollbringen zu können.
Es gibt sowohl Heilige mit Wunderkräften als auch große Heilige, aber jeder kann ein von Allah geliebter Diener werden.
Diejenigen, die Allahs Gebote befolgen, sind Seine geliebten Diener.
Die Diener, die Allahs Willen erfüllen, sind Seine geliebten Diener.
Jeder fragt: "Wie kann ich ein Heiliger werden?"
Es beginnt damit, Allahs Gebote zu befolgen.
Es geht nicht darum, unbedingt Wunder zu vollbringen. Was ist das größte Wunder?
أجلُّ الكراماتِ دوامُ التوفيقِ
Das größte Wunder ist die Beständigkeit in guten Taten.
Wenn du betest, bleibe dem Gebet treu.
Die guten Taten bis zum Lebensende fortzuführen, das ist das wahre Wunder.
Es gab viele große Heilige, die den Menschen den Weg zur Rechtleitung gewiesen haben.
Die Scheichs, Gefährten des Propheten, Gelehrten und Weisen, sie alle gehören zu diesen großen Heiligen.
Einer der Größten unter ihnen ist zweifellos Maulana Dschalaluddin Rumi.
Durch ihn haben Millionen von Menschen Nutzen gezogen.
Manche fanden die Rechtleitung und nahmen den Islam an, andere kehrten vom falschen Weg zurück auf den rechten Pfad.
Durch seine weisen Ratschläge und Lehren wird er von der ganzen Welt, Muslimen wie Nichtmuslimen, anerkannt und seine Worte werden gelesen.
Sie lesen seine Ratschläge und Bücher.
Durch ihn erkennen die Menschen die Wahrheit.
Und die Wahrheit bedeutet, auf dem Weg Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, zu sein.
Das ist es.
Manche Menschen stellen Rumi anders dar.
Rumis Ziel war es, die Türen offen zu halten, damit die Menschen zum Islam finden, zum Glauben kommen und bereuen können.
Eines seiner berühmten gesegneten Worte lautet:
Auch wenn du deine Reue brichst, komm wieder. Selbst wenn du sie hundertmal brichst, komm wieder, komm wieder.
Diese Tür steht offen.
Wenn ein Mensch einmal etwas Böses tut, einen Fehler macht oder sündigt, schließt sich die Tür nicht.
Die Tür bleibt offen.
Du musst nur das Böse lassen.
Jage nicht dem Bösen nach. Die Tür steht dir offen.
Menschen machen Fehler, niemand ist fehlerfrei.
Manche Menschen können ihr Ego nicht beherrschen.
Wenn sie eine Sünde begehen, denken manche: "Jetzt bin ich ein Sünder, ich tauge zu nichts mehr, sie werden mich nicht akzeptieren. Dann mache ich es noch schlimmer."
Dem ist nicht so. Aus Barmherzigkeit lädt er weiter ein: "Komm trotzdem. Ob einmal, zweimal, fünfmal, zehnmal oder hundertmal... Am Ende wirst du, so Gott will, diese Sünden und das Böse aufgeben."
Dies ist Rumis schönes Wort.
Er hat tausende solcher Ratschläge und ein grandioses Buch geschrieben, das Mathnawi.
Er beschreibt den Zustand des Menschen bis ins kleinste Detail.
Maulana Rumi gehört zu den großen Heiligen.
Die großen Heiligen haben wahrlich Wunderbares vollbracht, um den Menschen den Weg zur Rechtleitung zu weisen.
Durch ihren Segen haben Millionen Menschen die Rechtleitung gefunden, sind zum Glauben gekommen, und die bereits Muslime waren, haben sich geläutert.
Sie wurden von ihren Sünden gereinigt.
Durch die Vermittlung dieser Heiligen traten sie rein vor Allah.
Dieser Segen wird ihnen als Verdienst angerechnet werden.
Möge Allah ihren Segen über uns bringen.
Mögen ihre schönen Zustände und ihre schönen Worte auch uns zuteil werden, inschaAllah.
2024-12-19 - Dergah, Akbaba, İstanbul
نَصۡرٞ مِّنَ ٱللَّهِ وَفَتۡحٞ قَرِيبٞۗ
(61:13)
Allah, der Erhabene und Majestätische, verkündet frohe Botschaft.
Wer mit Allah ist, wird stets den Sieg erringen.
Diese Welt ist gewiss ein Ort der Prüfung.
Und weil es ein Ort der Prüfung ist, wird es auch Schwierigkeiten geben.
Der Mensch wird geprüft werden.
Je mehr Gutes er tun kann, je mehr rechtschaffene Taten er vollbringt, desto größer wird Allahs Belohnung für ihn sein.
Die Menschen wünschen sich, dass alles im Leben einfach und mühelos sei.
Doch das irdische Leben ist eine Prüfung.
Allah tut, was Er will.
Er gibt, wem Er will, und verwehrt, wem Er will.
Deshalb sei mit Allah, damit du stets den Sieg über dein Ego erringst.
Das Ego befindet sich in stetem Kampf mit dir.
Wenn du fragst, wann dieser Kampf endet - er endet erst, wenn du ins Grab steigst.
Deshalb sei immer mit Allah, denn nur so kommt der Sieg über unseren größten Feind, unser Ego.
Um diesen Sieg zu erlangen, muss man mit Allah sein.
Allah, der Erhabene und Majestätische, ist zu allem fähig.
Wer Ihn vergisst, wird unterliegen.
So kann der Mensch nicht gewinnen.
Wer Ihn nicht vergisst, hat gewonnen.
Allah, der Erhabene und Majestätische, hat den Sieg versprochen.
Deshalb, wie unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagte: "Wir kehren vom kleinen Dschihad zurück und gehen nun zum großen Dschihad, dem Kampf gegen das Ego."
Möge Allah uns beistehen.
Lasst uns nicht unserem Ego folgen.
Mögen wir, so Allah will, über unser Ego siegen.
2024-12-18 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Alhamdulillah, gepriesen sei Allah dafür, dass Er uns den Islam geschenkt hat.
Aller Dank und Preis gebühren Allah, der uns in der Religion des Islam erschaffen hat.
Zu Ehren des Propheten Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, besteht diese Religion in ihrer ursprünglichen Form fort, ohne jegliche Veränderung.
Die Menschen, die vor uns kamen, veränderten die ihnen übermittelte Religion, die auch schon damals der Islam war.
Sie taten Dinge, die nichts mit der Religion zu tun hatten, so wie es ihnen in den Sinn kam und es ihnen gefiel.
Sie verdarben alles.
Sie machten alles unecht.
Daher entsprechen die gottesdienstlichen Handlungen der Muslime den Geboten Allahs, des Erhabenen und Allmächtigen.
Bei den anderen hingegen ist nichts richtig.
Sie taten alles nach ihrem eigenen Gutdünken; selbst die Bücher haben sie verändert und verdorben.
Sie fügten Dinge hinzu, die absolut nichts mit der Religion zu tun haben.
Das sagen sie sogar mit ihren eigenen Worten.
Sie behaupten, der 24. Dezember sei der Geburtstag des Propheten Jesus.
Das hat nichts damit zu tun.
Er wurde zu einer anderen Zeit, zu einem anderen Zeitpunkt geboren.
Die Festlegung des 24. Dezembers als Geburtstag Jesu ist ein Brauch, der seinen Ursprung in heidnischen Traditionen hat
Diesen Brauch haben sie ebenfalls übernommen. Viele Elemente des Christentums stammen tatsächlich aus heidnischen Kulten.
Sie fügten es unter dem Vorwand der Religion hinzu, obwohl es Dinge sind, die nichts mit der Religion zu tun haben.
Die Menschen glauben, sie würden etwas Sinnvolles tun.
Doch sie tun Dinge, die keinen Nutzen und keinen Wert haben.
Allah sei Dank, dass derjenige, der den Islam annimmt, die Gnade des Allmächtigen erlangt.
Denn durch diese Gnade wird er befähigt, Taten zu vollbringen, die ihm Segen, Gotteslohn und Belohnung im Jenseits einbringen.
InschaAllah, werden ihm im Jenseits hohe Ränge durch diese guten Taten zuteil.
Aber die anderen feiern Silvester und tun dies und das, mit dem Gedanken, "etwas zu tun".
Sie haben überhaupt nicht die Absicht, Gotteslohn zu erwerben oder Sein Wohlgefallen zu erlangen.
Deshalb sind ihre Taten leer und schädlich.
Möge Allah uns davor bewahren.
InschaAllah, möge Allah uns auf dem Weg des Islam reichlich belohnen.
Allah sei Dank, dass wir auf dem rechten Weg sind.
Wir müssen dankbar sein.
Viele Menschen mühen sich vergeblich ab und verschwenden ihr Leben.
InschaAllah, werden wir nicht zu ihnen gehören.
InschaAllah, möge ihnen Rechtleitung zuteilwerden.
2024-12-17 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَذَكِّرۡ فَإِنَّ ٱلذِّكۡرَىٰ تَنفَعُ ٱلۡمُؤۡمِنِينَ
(51:55)
Allah der Erhabene befiehlt uns zu ermahnen, zu erinnern.
Das Ermahnen bringt den Menschen, den Gläubigen Nutzen.
Manchmal wiederholt sich dasselbe.
Durch diese Wiederholung wird der Mensch an das erinnert, was in Vergessenheit geraten ist und an die Pflichten, die er vernachlässigt hat.
Deswegen wird beständig gemahnt - ob ein-, zwei- oder hundertmal gesagt, jede Wiederholung trägt Segen in sich.
Der Mensch erinnert sich wieder, denn wenn man es nur einmal sagt, vergisst er es.
Das Wort Mensch, Insan, kommt im Arabischen vom Wort für Vergessen, Nisyan.
Deshalb muss man ständig erinnern. Das Gleiche immer wieder zu tun ist keine schlechte Sache, sondern eine gute.
Manche sagen zwar: "Das haben wir doch schon gehört."
Doch die Scheichs, die Heiligen und die Gelehrten erinnern beständig durch Geschichten und Gleichnisse. Selbst andere Gelehrte hören aufmerksam zu, statt zu sagen "Das weiß ich bereits".
Im Zuhören liegt Nutzen und Segen.
Diese Versammlung ist ohnehin um Allahs Willen.
Auch wenn man etwas schon vorher wusste oder gelernt hat, erhält man durch aufmerksames Zuhören Allahs Segen.
Man erlangt das Wohlgefallen Allahs des Erhabenen.
Deshalb ist das Zuhören und Erinnern in diesen Versammlungen von großem Verdienst.
An den Heiligen Koran, die Hadithe und die notwendigen Handlungen zu erinnern ist sehr schön, inschaAllah.
Möge Allah diese schönen Versammlungen fortbestehen lassen.
Dies sind Versammlungen des Wissens, und wer diesen Versammlungen beiwohnt und zuhört, wird ein geliebter Diener Allahs des Erhabenen.
Allah der Erhabene breitet für sie die Flügel der Engel auf der Erde aus, und sie wandeln auf diesen Flügeln.
Nach Wissen zu streben ist Pflicht eines jeden Muslims - nicht nur einzelner, sondern aller!
Dies sind Versammlungen des Wissens.
Wann immer man an dieser Versammlung teilnimmt, ruht Allahs Wohlgefallen auf einem.
Möge Allah uns nicht von diesen Versammlungen fernhalten, inschaAllah.
2024-12-16 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Unser Prophet, Friede sei mit ihm, sagt:
من تشبه بقوم فهو منهم
Wer andere nachahmt, gehört zu ihnen.
Die Menschen machen oft unbewusst viele unnötige Dinge.
Heutzutage kleiden sich ja schon alle gleich.
Das ist das eine, aber es gibt noch sinnlosere Sachen:
Silvester zum Beispiel.
Da wird überall Dekoration aufgehängt, alles wird geschmückt.
Völlig überflüssig sowas.
Bringt überhaupt nichts.
Solche Dinge vertreiben den Segen, den inneren Frieden und schwächen den Glauben.
Das sind nicht mal christliche, sondern rein heidnische Bräuche.
Die wurden einfach ins Christentum übernommen.
Mit dem echten Christentum hat das gar nichts zu tun.
Und die Muslime denken, das wäre was Tolles und machen fleißig mit.
Wozu der ganze Aufwand?
Heiratest du etwa?
Oder heiratet dein Haus?
Das entbehrt doch jeder Logik.
Jedes Jahr beobachte ich, was die Leute so treiben.
Es ist einfach nur sinnlose Beschäftigung.
Wenn es wenigstens einen kleinen Nutzen hätte, könnte man ja noch sagen: "Na gut."
Aber es bringt rein gar nichts.
Es schadet nur.
Und trotzdem denken die Menschen, es wäre was Besonderes und andere eifern ihnen nach.
Was bringen diese ganzen Feierlichkeiten? Kann man damit das vergangene Jahr zurückholen oder verlorene Tage wiederbringen?
Oder bringt es etwa Glück fürs neue Jahr?
Allah hat uns Verstand gegeben zum Nachdenken.
Diese sinnlosen Ausgaben und überflüssigen Handlungen sollten die Menschen sein lassen.
Man sollte Sinnvolles tun.
Es gibt tausend bessere Dinge zu tun.
So viele gute Dinge.
Damit sollte man sich beschäftigen.
"Schau auf dich selbst", heißt es.
Und tatsächlich sollte man das auch tun.
Sind meine Handlungen gut oder schlecht?
Selbstreflexion bedeutet nicht, sich sein Gesicht im Spiegel zu betrachten oder auf Äußerlichkeiten wie die Klamotten zu achten - sondern zu prüfen, ob das eigene Handeln sinnvoll ist.
Das sollte man regelmäßig tun.
Man muss sich und sein Ego ständig kontrollieren.
Menschen sollten nicht wie Schafe allem hinterherlaufen, nur weil andere es auch tun.
Wenn ein Schaf von der Klippe springt, folgen hunderte andere und fünf hundert stürzen in den Tod.
So zu handeln ist unvernünftig.
Die armen Tiere haben keinen Verstand, aber uns hat Allah Vernunft gegeben.
Allah sagt uns, wir sollen unseren Verstand benutzen.
Möge Allah uns helfen und die Menschen aus ihrer Achtlosigkeit befreien.
Damit sie keine sinnlosen Dinge mehr tun, inshaAllah.
2024-12-15 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَمَا يَفۡعَلُواْ مِنۡ خَيۡرٖ فَلَن يُكۡفَرُوهُۗ
(3:115)
Allah, der Erhabene und Mächtige, lehrt uns:
Jede gute Tat, die wir vollbringen, wird für uns aufbewahrt.
Nichts davon geht jemals verloren.
Bei Allah ist jede Wohltat von ewiger Dauer.
Jeder wird entsprechend seiner Absicht belohnt.
Im Jenseits begegnen uns unsere guten Taten wieder.
Selbst wenn sie in dieser Welt nicht mehr sichtbar sind - bei Allah bleiben sie bestehen.
Der Lohn für gute Taten ist unvergänglich.
Allahs Wort ist die Wahrheit.
Seit den Zeiten unseres geliebten Propheten, Friede sei mit ihm, wurden unzählige gute Werke vollbracht, viele scheinen vergessen.
Denkt nur an die vielen Stiftungen, die in den letzten hundert Jahren zerstört wurden.
Die Stifter wollten etwas Bleibendes bewirken.
Ihre reine Absicht bleibt bei Allah bestehen.
Auch wenn Menschen ihr Werk zerstören - im Jenseits bleibt es erhalten.
Unser Prophet, Friede sei mit ihm, lehrt uns:
Die Pflichtgebete sind selbstverständlich zu verrichten.
Daneben gibt es die freiwilligen Gebete, wie das Nachtgebet und andere.
Wer krank ist und diese freiwilligen Gebete nicht verrichten kann, dem schreibt Allah dennoch den Lohn zu.
Es zählt, als hätte er sie verrichtet.
Das gleiche Prinzip gilt auch hier.
Keine gute Tat ist vergebens.
Alles, was um Allahs Willen getan wird - Spenden, wohltätige Stiftungen, Hilfe für andere Muslime - all das wird bei Allah belohnt.
Das ist eine wunderbare Verheißung.
Viele sorgen sich: "Was wird aus meinen guten Taten?" Aber seid gewiss: Alles wird aufgeschrieben.
Lasst euch also nicht vom Guten abhalten.
Jeder sollte nach seinen Möglichkeiten Gutes tun.
Denn weltliche Dinge vergehen.
Was wir fürs Jenseits tun, ist der wahre Gewinn.
Möge Allah uns beistehen.
Uns vor den Einflüsterungen des Teufels bewahren.
Und vor übler Nachrede der Menschen schützen, inschaAllah.
Wer Gutes tut, wird gewiss belohnt.
Schon in dieser Welt bringt es Segen.
Der größte Lohn aber wartet im Jenseits, so Allah will.
Möge Allah unsere guten Taten annehmen.
Und uns befähigen, weiterhin Gutes zu tun, inschaAllah.
2024-12-14 - Dergah, Akbaba, İstanbul
لِّكَيۡلَا تَأۡسَوۡاْ عَلَىٰ مَا فَاتَكُمۡ
(57:23)
Allah der Erhabene lehrt uns, dass wir uns nicht in der Vergangenheit verlieren und darüber grübeln sollen.
Was vorbei ist, ist vorbei.
Richtet euren Blick nach vorne, nicht zurück.
Ihr seid am Leben, und selbst für begangene Sünden gibt es einen Weg zur Wiedergutmachung.
Bei weltlichen Dingen bringt es gar nichts, ständig zu denken "Ach, hätte ich doch..." oder "Wenn ich nur...". Das führt zu nichts.
Schaut nach vorne, in die Zukunft.
Die Vergangenheit ist das, was wir Schicksal nennen.
Das Schicksal ist eines von Allahs Geheimnissen - nur Er kennt es.
Sagt einfach "Es war Schicksal" und geht weiter.
Die Zukunft ist eine andere Sache - Allah hat uns dafür alle Möglichkeiten gegeben.
Nutzt diese Chancen, arbeitet daran, euer Jenseits zu gestalten.
Solange ihr lebt, konzentriert euch auf das Jenseits.
Auch für vergangene Sünden gibt es einen Ausweg.
Durch aufrichtige Reue und Bitte um Vergebung wandelt Allah sogar Sünden in gute Taten um.
Dies ist Allahs Wort der Wahrheit im Heiligen Quran, und unser Prophet hat es ebenso gelehrt.
Viele Menschen quälen sich innerlich mit ihrer Vergangenheit:
"Hätte ich doch damals das Grundstück gekauft... Wäre ich doch einen anderen Weg gegangen... Diese Ehe hätte ich nie eingehen sollen... Hättes ich nur das gemacht..."
Aber all diese Grübeleien sind unnötig.
Allah hat es in jenem Moment so bestimmt, und daran lässt sich nichts mehr ändern.
Das ist eine wichtige Lebensweisheit.
Wer das wirklich versteht, findet nicht nur inneren Frieden, sondern kann auch was bevorsteht aktiv gestalten.
Möge Allah uns die Kraft dazu geben.
Es ist gewiss nicht leicht.
Unser Prophet, Friede sei mit ihm, sagte:
"Sagt nicht 'hätte ich nur' oder 'wäre doch'."
Dieses "hätte" gehört der Vergangenheit an.
Deshalb sollten wir nicht in der Vergangenheit feststecken.
Wie Rumi so schön sagte: "Das Leben besteht aus drei Tagen - gestern, heute und morgen. Gestern ist vergangen, heute ist jetzt, und morgen liegt allein in Allahs Hand - wer weiß, ob wir es erleben."
Lasst also die Vergangenheit los und konzentriert euch auf das Hier und Jetzt.
Nutzt den Moment, der euch gegeben ist, und erkennt seinen Wert.
Möge Allah uns zu jenen zählen, die dankbar sind, und uns auf unserem Weg beistehen, inschaAllah.