السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2025-01-13 - Dergah, Akbaba, İstanbul

يَقُولُ يَٰلَيْتَنِى قَدَّمْتُ لِحَيَاتِى (89:24) Der Mensch bereut oft die Dinge, die er nicht getan hat, und sagt: "Hätte ich das doch nur gemacht." Es gibt zwei Dinge, die der Mensch bereut. Jeder weltlich orientierte Mensch, sei er Muslim, gläubig oder ungläubig, sagt: "Hätte ich das doch gemacht, dann wäre ich jetzt in einer besseren Position." "Hätten wir vor fünf Jahren dieses Grundstück gekauft, hätten wir so viel verdient." "Hätten wir in die Börse investiert, hätten wir so viel gewonnen." Jetzt gibt es diese Sache namens Kryptowährung, und sie bereuen: "Hätten wir doch nur investiert, dann hätten wir so viel verdient." Diese Art von Reue bringt überhaupt nichts. Denn es war nicht dein Schicksal. Jetzt kommst du zur Vernunft, damals hattest du andere Gedanken. Der Mensch muss das verstehen. Selbst wenn man dir in dem Moment gesagt hätte: "Tu dies, tu das", hättest du es nicht getan. Nachher zu sagen "Hätten wir es so oder so gemacht" ist eine sinnlose Reue. Es bringt gar nichts. Die nützliche Reue ist folgende: "Hätten wir uns doch nicht so sehr an die weltlichen Dinge gebunden, hätten wir mehr gebetet, hätten wir keine Gebete versäumt, hätten wir das Fasten nicht vernachlässigt." Wenn du bereust, dass du Allahs Gebote nicht befolgt oder Schlechtes getan hast, wird Allah der Erhabene dir vergeben. Wenn du um Vergebung bittest, vergibt Allah. Das bringt wirklich etwas. Wenn du weltliche Dinge bereust und sagst "Dies haben wir nicht gemacht, das haben wir nicht gemacht", macht dich das nur noch unglücklicher und verzweifelter. Du seufzt nur: "Ach!" "Hätten wir es doch gemacht. Schau, wie viel dieser Mensch verdient hat, was er alles erreicht hat." Du kannst es noch so sehr bereuen, diese Gelegenheit kommt nicht wieder. Was sich ändern lässt, sind die schlechten Taten - bereue sie und bitte um Verzeihung, wenn du anderen Unrecht getan hast. Wenn du niemandem Unrecht getan hast, bitte Allah um Vergebung. Wenn du deine Sünden bereust, dann bringt das etwas. Sie werden ausgelöscht. An ihrer Stelle werden gute Taten verzeichnet. Dies ist eine Barmherzigkeit und Gnade Allahs des Erhabenen für die Menschen, und der Vernünftige achtet darauf. Er grämt sich nicht wegen weltlicher Dinge. Für Dinge, die nicht geschehen sind, sagt man einfach: "Es ist vorbei." Wie unser verstorbener Onkel Ahmed zu sagen pflegte: "Der Markt in Bor ist vorbei, treib den Esel nach Niğde." Dieser Markt ist vorüber, geh woanders hin. Verdiene anderswo, wenn du kannst, aber für das Jenseits gibt es immer eine Chance. Dafür sollst du bereuen, bitte Allah um Vergebung, und Er wird vergeben. Möge Allah uns allen vergeben, inschaAllah.

2025-01-12 - Dergah, Akbaba, İstanbul

اللَّهُمَّ لَا تُؤَاخِذْنَا بِمَا فَعَلَ السُّفَهَاءُ مِنَّا O Allah, lass uns nicht büßen für das, was die Törichten unter uns getan haben. Dies ist ein weises Wort. Wir lehnen die Taten der Übeltäter ab. Bestrafe uns nicht wie sie. Wir flehen zu Allah. Denn zu Zeiten des Propheten Moses wurde ein ganzes Volk bestraft, wenn auch nur einer eine Sünde beging. Allah sei Dank gibt es das heute nicht mehr, durch die Gnade unseres Propheten. Dennoch liegt ein Schatten über uns durch die begangenen Übeltaten. Was ist unsere Pflicht? Wir müssen das Böse ablehnen. Unser Prophet, Friede sei mit ihm, lehrt: Wenn du es mit deiner Hand ändern kannst, dann tu es. Wenn du dazu nicht die Kraft hast, dann ermahne mit Worten: "Dies ist nicht gut, tut das nicht." Und wenn auch das nicht möglich ist, so lehne es zumindest in deinem Herzen ab und denke: "Dies ist verwerflich, ich stimme dem nicht zu, ich will das nicht." Natürlich ist ein Eingreifen mit der Hand heutzutage unmöglich. Auch der Versuch, mit Worten zu erreichen - es ist zwecklos. Sie wollen es gar nicht hören. Denn sie halten ihre bösen Taten für gut. Sie glauben, ihre Vergehen gegen Allah und die Menschheit seien rechtschaffen. Deshalb ist ein Gespräch mit ihnen zwecklos. Das Mindeste ist, es im Herzen abzulehnen und nicht zu akzeptieren, was man sieht. Denn sie haben es geschafft, dass es normal erscheint und die Menschen sich langsam daran gewöhnen. Dabei sollte jeder das offensichtlich Böse als böse erkennen. Man muss das Gute als gut erkennen, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen. Dies ist die niedrigste Stufe. Ein Muslim muss zumindest im Herzen sagen können: "Dies ist böse, dies ist verboten, dies ist nicht richtig." Das muss er wissen. Er muss Verbotenes von Erlaubtem unterscheiden können. Das Verbotene darf er nicht akzeptieren. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah uns rechtleiten. Die Menschen begehen alle Arten von Übel und sind auch noch stolz darauf. Möge Allah uns Vernunft und Besinnung schenken. Möge Allah uns rechtleiten. Möge Allah uns beschützen und unseren Glauben bewahren, inschaAllah. Möge Allah uns vor solchen Zuständen bewahren.

2025-01-11 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Allah der Erhabene erschuf den Menschen. Für seine moralische Entwicklung und Erziehung sandte Allah Propheten. Allah sandte die Propheten, damit die Wildheit im Menschen verschwindet und er stattdessen gute Charaktereigenschaften entwickelt. Was bedeutet Wildheit im Menschen? Das Ego ist wie ein wild wachsender Baum – man muss es zurechtstutzen und pflegen, damit der Mensch Früchte trägt und nützlich wird. Wenn man das nicht tut, wird das Ego alles daransetzen, dass der Mensch sich für etwas Besseres oder Besonderes hält. Pharao sagte: "Ich bin euer größter Gott." Das bedeutet, er hielt die anderen für kleine Götter, als er sagte: "Ich bin euer Größter." So ist das Ego; das menschliche Ego hält sich selbst für einen Gott. Mawlana Sheikh Nazim sagte: „Wenn man dem Ego freien Lauf ließe, könnte jeder wie Pharao behaupten: ‚Ich bin euer höchster Gott.‘“ Pharao wurde diese Macht gegeben, anderen jedoch nicht – deshalb können sie es nicht tun. Aber wenn die Gelegenheit da wäre, könnte das Ego jeden dazu bringen, wie Pharao zu handeln. Deshalb muss man sein Ego erziehen. Heutzutage heißt es jedoch, egal wie sehr man sein Ego aufbläst und lobt, es sei immer noch nicht genug. "Es gibt keinen Besseren als mich." So will sich das Ego überall in Szene setzen. Es will, dass die Menschen alles sehen, was es tut. Oh du törichtes Wesen, oh du unbedachter Mensch, was hast du davon, wenn sie es sehen? Es wird dir nicht nützen, es wird dir schaden. Die Dinge, die du zeigst, sind nutzlos; sie werden dir sowohl den bösen Blick als auch Unheil bringen. Und anderen wird es Kummer bringen, Neid und Eifersucht. Es bringt nichts anderes. Deshalb, je mehr der Mensch sein Ego erzieht, desto nützlicher ist es für ihn. Je mehr er sein Ego aufbläht und überhöht, desto größer wird der Schaden, den er davonträgt. Was bringt es dir, wenn alle sagen: „Du bist so besonders, du bist so toll“? Wenn du stirbst und gehst, wird es dir keinen Nutzen bringen. Es wird dir Schaden bringen. Möge Allah uns vor dem Übel unseres Egos bewahren. Zu glauben, dass die Menschen, die sich zur Schau stellen, etwas Großes erreicht haben, und ihnen nacheifern zu wollen, ist nichts als reine Torheit. Ein kluger Mensch kennt sein Maß und seine Grenzen. Wir sind schwache Diener in der Hand Allahs. So stark ein Mensch auch erscheinen mag – er kann behaupten, was er will, letztlich bleibt er schwach. Das muss man wissen. Man muss ein Diener Allahs sein. Unser Nacken liegt in der Hand Allahs, des Erhabenen. Er nimmt uns, wann Er will, bringt uns, wohin Er will. Möge Allah uns beistehen. Möge Allah uns davor bewahren, unserem Ego zu folgen und uns durch Albernheiten lächerlich zu machen. Und möge Allah uns nicht von Seinem Weg abbringen, inschaAllah.

2025-01-10 - Dergah, Akbaba, İstanbul

ٱللَّهُ نُورُ ٱلسَّمَٰوَٰتِ وَٱلۡأَرۡضِۚ (24:35) Das Licht gehört Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen. Er schenkt den Gläubigen das Licht. Sie empfangen von Seinem Licht. Aus dem Licht unseres Propheten hat Allah, der Allmächtige und Erhabene, dieses Universum erschaffen. Licht ist Glaube, und wer keinen Glauben hat, besitzt kein Licht. Unter den Menschen ist das Licht das Zeichen des Glaubens. Es ist sozusagen der Beweis des Glaubens. In einem ungläubigen Menschen wirst du es nicht finden. Ob weiß oder schwarz, wer auch immer gläubig ist, selbst wenn er dunkelhäutig ist, sein Gesicht wird hell erstrahlen. Durch das Licht Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen. Allah hat diese Gnade in dieser Welt den Gläubigen geschenkt, doch die Ungläubigen sind sich dessen nicht bewusst. Nur die Gläubigen sind sich dessen bewusst. Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat durch unseren Propheten, Friede sei mit ihm, verkündet, dass das Licht bei den Gläubigen ist. Wie können die Ungläubigen vom Licht wissen? Sie wissen von nichts. Sie leben nur dahin, es war ihnen nicht vergönnt. Wem es vergönnt ist, der soll dankbar sein. Es ist gut, den Gläubigen nachzueifern. Wer versucht, den Gläubigen ähnlich zu sein, wird Anteil an diesem Licht haben. Er empfängt von ihrem Licht. Dieses Licht führt den Menschen zur Glückseligkeit. Allah ist der Schöpfer aller Dinge. Bei Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen, liegt die Weisheit. Alles liegt bei Ihm. Er hat die Menschen erschaffen, damit sie an das Verborgene glauben. Den Menschen, die an das Verborgene glauben, wird das Licht des Glaubens geschenkt. Dieses Licht wird sie im Jenseits vor der Dunkelheit bewahren. Und auch in dieser Welt bewahrt es sie mit Allahs Erlaubnis. Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat jeden erschaffen und gewünscht, dass er glaubt; doch den Menschen wurde ein freier Wille gegeben. Auch dies gehört zu den Geheimnissen Seiner Weisheit. Nicht einmal unsere Vorstellungskraft kann sich Allahs Geheimnissen und Seinem Wissen nähern. Allah tut niemandem Unrecht, Er gibt dem, der darum bittet. Er hat den Willen gegeben, damit der Mensch mit diesem Willen nach dem Licht strebt. Das Geheimnis dieser Weisheit können wir nicht verstehen. Wer will, kann es empfangen. Manche Leute kommen immer mit 'wenn und aber' und suchen nach Ausreden. Ihre Ausreden sind nichtig. Sie haben keinen Wert. "Bittet um das Licht", so wird gesagt. Auch Mawlana Scheich Nazim sagte in letzter Zeit: "Bittet um das Licht!" Möge Allah uns Licht schenken. Licht bedeutet Glaube, bedeutet Güte, bedeutet das Schönste. Möge Allah uns allen von diesem Licht geben, inschaAllah. Möge Allah unser aller Herzen erleuchten.

2025-01-09 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَمَا ٱلۡحَيَوٰةُ ٱلدُّنۡيَآ إِلَّا مَتَٰعُ ٱلۡغُرُورِ (3:185) Das irdische Leben, so sagt Allah der Erhabene, ist nichts weiter als ein Spiel und eine Zerstreuung. Das weltliche Leben hat keinen wahren Wert. Wie Allah der Erhabene sagt, leben wir zwar in dieser Welt, aber sie hat keinen bleibenden Wert. Denn die Welt ist nicht von Dauer. Was nicht von Dauer ist, hat keinen wahren Wert. Für diese Welt führen Menschen Kriege, töten einander und fügen sich gegenseitig Leid zu. Auch das hat keinerlei Wert. Wert hat das Jenseits. Was in dieser Welt wirklich wertvoll ist, sind die Häuser Allahs des Erhabenen. Die Kaaba in Mekka, die Moschee des Propheten in Medina und die Al-Aqsa Moschee in Jerusalem. Wo auch immer es Moscheen gibt, sie sind vor Allah wertvoll. Dies sind die wertvollen Dinge in dieser Welt. Außerhalb davon hat die Welt keinerlei Wert. Sie hat kein Ansehen. Diese heiligen Stätten - die Moscheen und Gebetshäuser - sind zwar auf der Erde, gehören aber eigentlich zum Jenseits. All diese heiligen Stätten - seien es die Moschee des Propheten, Friede und Segen auf ihm, die anderen Moscheen und Gebetshäuser, die Dergahs oder die Turbahs der Heiligen - sie alle existieren für Allahs Wohlgefallen. Da sie nicht für die Welt bestimmt sind, machen sie den wahren Wert auf Erden aus. Weder Wolkenkratzer noch Städte... Noch Paläste... Nichts davon hat einen Wert bei Allah dem Erhabenen. Und auch für die Menschen sollte es keinen haben. Doch die Menschen tun das Gegenteil: Sie schätzen nicht, was wertvoll ist. Sie schätzen, was wertlos ist. Die Menschen verlassen ihre Heimat, ohne dass es nötig wäre, und gehen anderswohin, nur der Welt hinterher, nur für weltliche Dinge. Wenn allerdings der Ort, an dem ihr lebt, euch an der Ausübung eurer Religion hindert, dann ist Allahs Erde weit, und ihr könnt an einen anderen Ort gehen. Aber wegzugehen für ein luxuriöseres Leben, für weltlichen Gewinn, das bedeutet, dem Weltlichen nachzujagen. Das bringt keinen Nutzen. Allah ist damit nicht zufrieden. Allah gibt den Lebensunterhalt überall. Wo auch immer man ist, Allah gibt den Lebensunterhalt. Deshalb achtet auf die Dinge, die das Jenseits betreffen. Die Menschen sagen sich: "Ich muss woanders hingehen, um besser leben zu können." Allah ist der Versorger. Allah gibt dir deinen Lebensunterhalt, wo auch immer du bist. Wenn du dennoch auswandern willst, musst du aufpassen. "Bleibt mir meine Religion erhalten?" "Bleibe ich meinem Glauben treu?" "Bleiben meine Kinder dem Glauben treu?" "Wenn meine Kinder treu bleiben, werden es auch meine Enkel?" - darauf muss man achten. Wohin der Mensch auch geht, er sollte sich stets an den Orten aufhalten, die Allah der Erhabene liebt. Moscheen, Dergahs, Gebetshäuser... Wo auch immer sie auf der Welt sind, dort sollte man Zuflucht suchen. Allah wird helfen. Allah wird beschützen, inschaAllah. Möge Allah allen Muslimen helfen, inschaAllah. Mögen wir unseren Glauben bewahren. Möge der Glaube unserer Kinder und Nachkommen bewahrt bleiben, inschaAllah.

2025-01-07 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالْإِنسَ إِلَّا لِيَعْبُدُونِ (51:56) مَاۤ اُرِيۡدُ مِنۡهُمۡ مِّنۡ رِّزۡقٍ وَّمَاۤ اُرِيۡدُ اَنۡ يُّطۡعِمُوۡنِ‏ (51:57) Viele Menschen, ja sogar die meisten, wissen nicht, warum Allah der Erhabene uns erschaffen hat und was der Sinn unserer Erschaffung ist. Allah der Erhabene sagt: "Ich habe die Menschen und die Dschinn nur dazu erschaffen, dass sie Mich anbeten." Das ist die Weisheit dahinter. Wer dies versteht, zermartert sich nicht den Kopf und gerät nicht in Verzweiflung. Wer dies nicht versteht, führt ein Leben ohne wahren Nutzen. Manchmal nehmen sie sich sogar das Leben und denken: 'Ich verstehe den Sinn dieses Lebens nicht, ich bin plötzlich auf diese Welt gekommen' und wandeln umher, als gäbe es niemanden und nichts auf dieser Welt. Sie wissen nicht, dass Allah der Erhabene existiert. Sie müssen an Allah glauben. Wenn sie an Allah glauben, wird ihnen alles Gute zuteil. Aber wer ohne Glauben ist, wer von nichts eine Ahnung hat, tritt als Leugner auf und erwartet dennoch Gutes. Woher soll dir Gutes kommen? Selbst wenn die ganze Welt dir gehören würde, könntest du dich von dieser Not nicht befreien. Um von der Not befreit zu werden, musst du Allah anbeten. Gottesanbetung bedeutet, Allah den Erhabenen zu ehren. Du musst auch den Propheten ehren, um ein Leben in Weisheit zu führen. In einem Leben ohne Weisheit gibt es nichts von Bedeutung. Viele Menschen sagen zu ihren Eltern: "Warum habt ihr mich auf diese Welt gebracht?" Möge Allah uns vergeben! Nicht deine Eltern haben dich hergebracht, Allah der Erhabene hat dich erschaffen. Er hat sie nur als Mittel gewählt. Das Einzige, was du ihnen gegenüber tun sollst, ist sie zu respektieren. Du sollst ihnen um Allahs Willen in Ehrerbietung begegnen. Menschen, die nur für das Weltliche leben, fügen ihren Eltern Unrecht zu und beleidigen sie. Die Schuld liegt bei ihnen selbst. Wenn Allah der Erhabene dich nicht erschaffen hätte, wie hätten deine Eltern dich hervorbringen können? Ist es etwa einfach, einen Menschen zu erschaffen? Es gibt keinen anderen Schöpfer außer Allah dem Erhabenen. Allah der Erhabene erschafft, wann Er will, und so kommst du auf die Welt. Es gibt nichts anderes als dies. Wenn Allah "Sei nicht" sagt, wird es nicht. Wenn Allah "Sei" sagt, dann wird es. Auch das muss man wissen. Das ist die Weisheit des Lebens: Wir wurden erschaffen, um Allah anzubeten; um Ihm in Anbetung zu huldigen. Weltliche Angelegenheiten sind nicht von großer Bedeutung. Das Wesentliche ist die Erkenntnis des Menschen über den Sinn seiner Erschaffung: Wir sind hier, um Allah den Erhabenen anzubeten. In dieser Gewissheit liegt der wahre Seelenfrieden. Anders gibt es keinen Frieden. Man läuft hierhin und dorthin. Man macht dies und jenes. Aber man sieht, dass es keine Ruhe gibt, keine Zufriedenheit im Herzen. Wie erlangt man Zufriedenheit? اَلَا بِذِكْرِ اللّٰهِ تَطْمَئِنُّ الْقُلُوبُۜ (13:28) Zufriedenheit kommt durch das Gedenken an Allah den Erhabenen, durch das ständige Erinnern an Ihn. Möge Allah uns allen, der ganzen Menschheit, rechtleiten. Mögen sie diesem schönen Weg folgen; Allah hat diesen Weg für alle geöffnet. Es ist nicht so, dass er nur für dich oder nur für mich da ist - jeder, der möchte, kann diesen Weg einschlagen und Frieden finden, so Allah will.

2025-01-06 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Es gibt einen Hadith: إِنَّ اللَّهَ لاَ يَنْظُرُ إِلَى صُوَرِكُمْ وَأَمْوَالِكُمْ وَلَكِنْ يَنْظُرُ إِلَى قُلُوبِكُمْ وَأَعْمَالِكُمْ Allah der Allmächtige gibt euch keine Belohnung basierend auf eurem Aussehen, eurem Gesicht oder euren Augen. Allah der Allmächtige schaut auf eure Taten, eure guten Werke und euren Gehorsam Ihm gegenüber. Die Menschen heute - obwohl es früher auch so war, ist es jetzt noch schlimmer - legen sehr viel Wert auf ihr Äußeres, also ihr Erscheinungsbild und ihre Form. Auf ihr Inneres legen sie gar keinen Wert. Ihr Inneres wird sogar noch schlimmer. Sie denken, ihr Äußeres sei nach ihren eigenen Vorstellungen schön geworden. Sie quälen sich für ihr Ego. Sie geraten in alle möglichen Schwierigkeiten. Aber nichts davon hat einen Wert. Wenn man ihnen sagt, sie sollen zwei Gebetseinheiten für Allahs Wohlgefallen beten, tun sie nicht einmal das. Sie tun verschiedene Dinge. Sie essen nicht, sie tun dies und das, sie rennen herum. Sie lassen sich operieren. Sie verändern ihre Gesichter, ihre Augen. Für ihr Ego. Alles für einen Körper, der verwesen wird. Egal wie sehr du ihn verschönerst, wie sehr du dich bemühst, nach einer Weile verändert er sich wieder. Sie werden es wieder machen lassen müssen. Dann kommt die zweite, dritte, vierte Operation, und das Leben ist vorbei. Ob das Äußere wirklich schön geworden ist oder nicht - das weiß nur Allah. Sie denken, es sei nach ihren Vorstellungen schön, aber sie schauen nie nach innen. Du beschäftigst dich mit deinem Äußeren, aber du selbst siehst dein Äußeres gar nicht. Andere sehen es. Allah hat dir deine Augen gegeben, deine Ohren gegeben, dir alles gegeben. Er hat dir diese gegeben, damit du deine Umgebung siehst. Nicht damit du andere dazu bringst, dich anzustarren. Allah der Allmächtige hat dich erschaffen. Sei Allah dankbar. Allah hat dich in bester Form erschaffen - in der Form, die zu dir passt. Unsere Augen, unsere Nase, alles... Alles ist so geworden, wie Allah der Allmächtige es wollte. Es gibt keinen Grund, das zu ändern. Schau in dein Inneres. Wenn du nur ein Tausendstel der Mühe, die du dir für dein Äußeres gibst, für dein Inneres, dein Herz und deine Seele aufwenden würdest, würdest du die höchsten Ränge erreichen. Man sollte dem Äußeren keine Bedeutung beimessen. Dem Weltlichen sollte man keine Bedeutung beimessen. Diese Dinge werden nicht für Allahs Wohlgefallen getan. Niemand sagt: "Damit Allah mich liebt, lass uns unsere Nase korrigieren, unsere Lippen aufspritzen." Niemand sagt: "Lass mich meine Augen für Allah so aufblähen." Also alles ist für die Welt. Für das Ego. Um von anderen gemocht zu werden. Doch dies ist keine echte Zuneigung, es geht nur um lustvolle Blicke abzusahnen. Das macht die ganze Sache sogar noch schlimmer. Möge Allah uns davor bewahren. Der Satan täuscht auf jede erdenkliche Weise. Die Versuchungen der Endzeit sind viel größer. Früher gab es nicht so viel davon. Jetzt haben alle ihr Inneres vernachlässigt. Sie schauen nur auf das Äußere. Anstatt auf dein Benehmen, deine Erziehung und deinen Charakter zu achten, beschäftigst du dich mit deinem Äußeren, damit die Menschen dich lustvoll ansehen. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah uns nicht unserem Ego folgen lassen. Mögen wir mit dem zufrieden sein, was Allah uns gegeben hat, inschaAllah.

2025-01-05 - Dergah, Akbaba, İstanbul

لَّقَدۡ كَانَ لَكُمۡ فِي رَسُولِ ٱللَّهِ أُسۡوَةٌ حَسَنَةٞ (33:21) Allah, der Erhabene und Allmächtige, spricht: Der Prophet - Friede und Segen auf ihm - ist euer bestes Vorbild. Nicht nur für die Muslime, sondern für die gesamte Menschheit verkörpert der Prophet - Friede und Segen auf ihm - das vollkommenste Beispiel. Wer ihm folgt, wird wahrhaft menschlich. Er verhält sich menschenwürdig. Nach bestem Gewissen. Deshalb bemühen sich alle Tariqas, insbesondere der Naqschbandi-Orden, die Lebensweise, die Worte und die Taten des Propheten - Friede und Segen auf ihm - in die Praxis umzusetzen. Selbstverständlich kann kein Mensch dem Propheten - Friede und Segen auf ihm - vollkommen gleichen. Seine Handlungen sind die Sunna. Als Tariqa ist es unsere Pflicht, uns stets an die Sunna zu halten. Unter allen Menschen ist er der Erhabenste. Er ist der Prophet - Friede und Segen auf ihm - den Allah, der Erhabene und Allmächtige, als Vorbild für die Menschheit erwählt hat. So ist es. Wo man seinem Beispiel folgt, gibt es weder Unterdrückung noch Böses. Es gibt nur Güte. Dies ist der Weg des Propheten - Friede und Segen auf ihm. Manche kritisieren die Muslime und maßen sich an zu urteilen: "Dies ist nicht erlaubt, jenes darf man nicht tun." Allah sei Dank zeigt unsere Tariqa alles, was der Prophet - Friede und Segen auf ihm - gelehrt hat. Sie folgt seinem Weg. Die Tariqa steht nicht außerhalb der Scharia. Die Tariqa ist das Herz, der innerste Kern der Scharia. Der Weg des Propheten - Friede und Segen auf ihm - ist Licht, Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Menschheit. Wer ihm folgt, findet wahres Glück. Er lebt gut in dieser Welt und, inschaAllah, wird es im Jenseits noch besser sein. Möge Allah uns allen Erfolg auf diesem Weg gewähren. Möge Allah uns helfen, diesem Weg zu folgen, inschaAllah. Möge er uns davor bewahren, unserem Ego zu folgen, inschaAllah. Mögen wir diese Schönheit erlangen, inschaAllah.

2025-01-04 - Dergah, Akbaba, İstanbul

يُؤۡتِي ٱلۡحِكۡمَةَ مَن يَشَآءُۚ وَمَن يُؤۡتَ ٱلۡحِكۡمَةَ فَقَدۡ أُوتِيَ خَيۡرٗا كَثِيرٗاۗ (2:269) Allah der Allmächtige gibt einigen Menschen Weisheit. Wem Weisheit gegeben wurde, dem wurde großer Segen zuteil. Was ist denn Weisheit? Es bedeutet, das Gute zu erkennen, danach zu handeln und es anderen zugänglich zu machen. Das ist wahre Weisheit. Wird etwas ohne Weisheit ausgesprochen, so wird es missverstanden, gleich wie schön die Worte sein mögen. Denn es fehlt an Weisheit. Das Äußere sehen alle, doch die dahinterliegende Weisheit zu vermitteln ist eine andere Sache. Die tiefere Wahrheit darin zu erkennen, das ist nochmal eine ganz andere Dimension. Weshalb erwähnen wir dies? Weil allerorts Menschen sich als Gelehrte aufspielen. 'Wir besitzen das Wissen', behaupten sie, schwätzen, halten Predigten und machen sich wichtig. Aber nur wenige haben Weisheit. Weisheitslose Gruppen tauchen auf, die - allen Vernunftgründen zum Trotz - die altbewährten Traditionen des Islam ablehnen. "Das ist keine Sunna", sagen sie. 'Das hat es nie gegeben', verkünden sie großspurig. Was bringt dir das? Welchen Nutzen ziehst du daraus? Es dient einzig deiner Selbstgefälligkeit. Aus reiner Selbstdarstellung greifen sie bewährte Wahrheiten an. "Das geht nicht", sagen sie. "Das ist nicht erlaubt", sagen sie. Während es so viele nicht erlaubte Dinge, so viel Verbotenes gibt, greifst du die Praktiken der Muslime an? Warum? Es fehlt eben an Weisheit. Während überall Unglaube und Unsittlichkeit herrschen, lassen sie das beiseite und sagen: "Im Monat Rajab darf man nicht fasten, das ist nicht erlaubt." "Rajab hat keinen Wert", sagen sie. Diese Tradition reicht zurück bis zu den Gefährten, bis zur Zeit des Propheten selbst. Die Gefährten pflegten sie, die Nachfolger pflegten sie, Generation um Generation pflegte sie. Eine vierzehnhundertjährige Tradition erklärst du für unzulässig. Was ist das, wenn nicht blanke Torheit? Nichts als Mangel an Weisheit. Gewiss, genau das trifft es. Weisheit ist von höchster Bedeutung. Wer sich mit weisheitslosen Menschen umgibt und ihren Worten lauscht, schadet sich selbst. Es bringt keinen Nutzen. Möge Allah uns vor ihrem Übel bewahren. Die Weisheitslosen sind entweder Toren oder Verräter und Heuchler. Nichts anderes. Möge Allah uns vor ihrem Übel bewahren.

2025-01-03 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَلَا تَقۡرَبُوۡا مَالَ الۡيَتِيۡمِ اِلَّا بِالَّتِىۡ هِىَ اَحۡسَنُ حَتّٰى يَبۡلُغَ اَشُدَّهٗ​ ۚ وَاَوۡفُوۡا الۡكَيۡلَ وَالۡمِيۡزَانَ بِالۡقِسۡطِ (6:152) "Achtet die Rechte", befiehlt Allah, der Allmächtige und Erhabene. Verletzt ja nicht die Rechte anderer. Allah vergibt alles. Allah ist vergebend, aber das Recht, das du einem anderen Menschen genommen hast, kann dir nur erlassen werden, wenn du diesen Menschen aufrichtig um Vergebung bittest und ihm sein Recht wieder zurückgibst. Wenn dieses Unrecht bis zum Jüngsten Gericht Bestand hat, wird es schwer für dich wiegen. Allah nimmt von deinen guten Taten und gibt sie ihm. Wenn du keine guten Taten mehr hast, lädt er die Sünden der Person, deren Recht du verletzt hast, auf dich. Deshalb musst du in dieser Welt jedem sein Recht geben, solange du noch lebst. Niemand sollte denken: "Ich habe ihn getäuscht und Gewinn gemacht." Das ist kein Gewinn, sondern ein Verlust. In dieser Welt kannst du diesen Verlust noch rückgängig machen. Wenn du der Person ihr Recht gibst, solange du noch lebst, versöhnst du dich mit ihr. Wenn sie dir aber ihr Recht nicht vergibt, dann wird es sehr schwer für dich. Deshalb sollte man, solange man lebt, darauf achten, niemandes Recht zu verletzen. Wenn du Schulden bei anderen hast, solltest du zu ihnen gehen und dich mit ihnen versöhnen. Du musst ihnen ihr Recht zurückgeben. Denn viele Menschen geben sich als Muslime aus, verletzen aber die Rechte anderer. Das kann auch auf spiriteller Ebene geschehen. Nicht nur materiell. Er ignoriert das Recht und schadet ihm. Auch das ist eine Verletzung des Rechts. Wenn dir also dort eine Gelegenheit gegeben wird, gerecht zu sein, und du handelst gegen das Recht, dann begehst du eine sehr große Sünde. Unser Prophet, Allahs Segen und Friede seien auf ihm, sagt: "Die schlimmste Sünde ist die falsche Zeugenaussage." In einem Hadith sagt unser Prophet über die falsche Zeugenaussage: "Die schlimmste Sünde ist die falsche Zeugenaussage." Dann sagt er wieder: "Die falsche Zeugenaussage." Und wieder: "Die falsche Zeugenaussage." Die Gefährten sagten: "Wir wünschisten, der Prophet würde es nicht mehr sagen." Er hat es so oft wiederholt, dass klar wurde: die falsche Zeugenaussage ist die schlimmste Form der Rechtsverletzung . Deshalb muss man, um nicht zum falschen Zeugen zu werden, auch auf nicht-materieller Ebene auf das Recht achten. Nicht nur materiell, sondern auch spirituell muss das Recht geachtet werden, das ist sehr wichtig, möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah uns nicht unserem Ego folgen lassen. Unser Ego lässt das Schlechte gut erscheinen. Möge Allah uns davor bewahren.