السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: اتقوا النار ولو بشق تمرة.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: »Schützt euch vor dem Höllenfeuer, und sei es nur mit einer halben Dattel als Almosen.«
Das bedeutet: Almosen (Sadaqa) schützen den Menschen im Diesseits vor Bösem, Krankheit und Unheil, und im Jenseits vor der Hölle.
Sagt also nicht: »Das ist zu wenig oder zu viel«, sondern spendet einfach. Was ist schon eine halbe Dattel? Es ist kaum etwas, doch selbst das bewahrt euch vor der Hölle.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: اتقوا النار ولو بشق تمرة وان لم تجدوا فبكلمة طيبة.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: »Schützt euch vor der Hölle, und sei es nur mit einer halben Dattel. Wenn ihr selbst das nicht habt, dann mit einem guten Wort.«
Früher hatten die Menschen oft gar nichts zu essen – nicht mal eine ganze oder halbe Dattel. Wenn euch also jemand um etwas bittet, so erfreut wenigstens sein Herz mit einem freundlichen Wort.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: اجعل بينك وبين النار حجابا ولو بشق تمرة.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt weiter: »Errichtet eine Schranke zwischen euch und der Hölle, und sei es nur mit einer halben Dattel.« Diese Spende dient als Schutzschild, damit ihr nicht ins Feuer fallt.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ارضخي ما استطعت ولا توعي فيوعي الله عليك.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: »Spende, so viel du kannst. Horte dein Vermögen nicht, sonst wird auch Allah Seine Gaben vor dir zurückhalten.«
Unser Prophet rät uns also, nach unseren eigenen Möglichkeiten zu spenden. Niemand muss sich überfordern. Doch wer seinen Reichtum hortet, dem verwehrt auch Allah Seine Gaben. Je mehr du spendest, desto sicherer erhältst du den Lohn dafür, und deine Versorgung wird niemals abreißen.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: اعطي ولا توكي فيوكى عليك.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) wandte sich an Asma, die Tochter Abu Bakrs, und sagte: »O Asma! Sei nicht geizig und halte dein Vermögen nicht zurück, damit Allah Seine Wohltaten nicht auch vor dir zurückhält.«
Je geiziger du bist, desto weniger wirst du empfangen, und der Segen wird ausbleiben.
»Wenn du gibst, wird stets Neues folgen«, sagt unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam).
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: اعلموا انه ليس منكم من احد الا مال وارثه احب اليه من ماله، مالك ما قدمت ومال وارثك ما اخرت.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: »Wisst, dass jeder von euch das Vermögen seiner Erben mehr liebt als sein eigenes.«
Das bedeutet: Aus irgendeinem Grund hängt der Mensch mehr an dem Reichtum, den er seinen Erben hinterlassen wird.
Dabei gehört dieses Vermögen eigentlich gar nicht ihm, sondern den Erben. Trotzdem liebt er es, gibt es nicht aus und spart es für sie auf.
Dein wahres Vermögen ist das, was du ins Jenseits vorausgeschickt hast. Das Vermögen deiner Erben ist das, was du auf dieser Welt zurücklässt.
Deine Spenden für das Jenseits sind also dein wahrer Reichtum, der dir dorthin folgt. Was du deinen Erben hinterlässt, bleibt auf der Welt und bringt dir im Jenseits keinen Nutzen mehr.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ان الله تعالى يدخل بلقمة الخبز وقبضة التمر ومثله مما ينفع المسكين ثلاثة الجنة، صاحب البيت الامر به والزوجة المصلحة والخادم الذي يناوله المسكين.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: »Wahrlich, der erhabene Allah lässt wegen eines Bissens Brot, einer Handvoll trockener Datteln oder Ähnlichem, was einem Bedürftigen nützt, drei Personen ins Paradies eintreten.«
Unser Prophet meint damit: Wenn aus einem Haushalt Essen, Fleisch, Wasser oder etwas anderes als Almosen gespendet wird, gelangen dadurch drei Personen ins Paradies.
Erstens das Familienoberhaupt, das die Spende anordnet. Zweitens die Hausfrau, die das Essen zubereitet, und drittens die helfende Person, die es dem Bedürftigen überbringt.
So groß sind die Vorzüge des Spendens (Sadaqa).
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ان الله يقبل الصدقة وياخذها بيمينه فيربيها لاحدكم كما يربي احدكم مهره حتى ان اللقمة لتصير مثل جبل احد.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: »Der erhabene Allah nimmt die Spende an und empfängt sie mit Seiner Rechten« – also mit vollkommenem Wohlwollen.
Allah ist natürlich frei von menschlichen Eigenschaften. Dies ist metaphorisch gemeint und zeigt, dass Er die Spende mit größtem Wohlgefallen annimmt.
Er lässt den Lohn für dieses Almosen heranwachsen, genauso wie jemand sein kleines Fohlen großzieht.
Wer also etwas spendet, dessen Gabe wird bei Allah liebevoll gehütet und vermehrt.
Wie man ein neugeborenes Fohlen aufzieht, so vermehrt Allah den Lohn für einen einzigen Bissen, bis er die Größe des Berges Uhud erreicht.
Selbst die kleinste Spende wächst bei Allah ins Unermessliche. Der Uhud ist schließlich ein riesiger Berg im gesegneten Medina.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ان الصدقة لتطفئ غضب الرب وتدفع ميتة السوء.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: »Das Spenden von Almosen löscht den Zorn des Herrn und bewahrt vor einem schlimmen Tod.«
Almosen zu geben ist sehr wichtig, denn es besänftigt den Zorn Allahs.
Egal, wie viele Sünden man begangen hat: Durch diese Spenden vergibt Allah die Sünden, Sein Zorn verfliegt, und Er bewahrt einen vor einem bösen Ende.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ان الصدقة لتطفئ عن اهلها حر القبور وانما يستظل المؤمن يوم القيامة في ظل صدقته.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: »Gewiss löscht die Sadaqa das Feuer ihres Spenders im Grab.«
Möge Allah uns bewahren, aber das Grab kann zu einer Grube der Hölle werden. Doch die Sadaqa löscht selbst dieses Feuer.
Und am Tag des Jüngsten Gerichts wird der Gläubige im Schatten seiner eigenen Spenden Zuflucht finden.
Denn an jenem Tag gibt es weder Bäume noch sonst etwas, das Schatten spendet. Nur wer gläubig ist und gespendet hat, findet unter dem Schatten seiner Sadaqa Schutz.
2026-05-10 - Lefke
عَسَى أَن تَكْرَهُواْ شَيْئًا وَهُوَ خَيْرٌ لَّكُمْ وَعَسَى أَن تُحِبُّواْ شَيْئًا وَهُوَ شَرٌّ لَّكُمْ وَاللّهُ يَعْلَمُ وَأَنتُمْ لاَ تَعْلَمُونَ (2:216)
Allah sagt: „Ihr wünscht euch vielleicht manche Dinge, doch sie könnten gar nicht gut, sondern schlecht für euch sein.“
Dinge, in denen ihr Gutes seht, können schlecht für euch sein und am Ende nichts Gutes bringen.
Ebenso können Dinge, die euch als schlecht erscheinen, in Wahrheit gut für euch sein.
Der Mensch kann Allahs Weisheit nicht erfassen. Man muss sich Allahs Bestimmung fügen, denn es liegt nicht in unserer Hand.
Der Mensch soll sich anstrengen, arbeiten und sich bemühen; doch der Erfolg kommt allein von Allah.
Wenn es Allahs Wille und Gebot ist, wird diese gute Sache für euch in Erfüllung gehen.
Es kann aber auch sein, dass diese Sache nicht gut, sondern schlecht ist. Und wenn sie dann nicht eintritt, seid ihr traurig.
Dabei liegt darin überhaupt kein Gutes, sondern Schlechtes; diese Angelegenheit bringt euch keinen Nutzen.
Deshalb ist die vollkommene Hingabe an Allah so wichtig.
Für Muslime, und insbesondere für die Leute der Tariqa, ist diese Hingabe von größter Bedeutung.
Hingabe bedeutet: Natürlich wirst du arbeiten und dein Bestes tun. Danach aber überlässt du die Sache Allah und sagst: „Was Allah will, das geschieht.“
Du machst Dua und sagst: „Möge Allah mir das Beste geben. Wenn es schlecht ist, möge Er es von mir fernhalten; wenn es gut ist, möge Er es vollenden, inschaAllah.“
Alles geschieht durch Bittgebete. Man sollte seine Angelegenheiten immer mit der Bismillah und mit Bittgebeten beginnen.
Am wichtigsten sind natürlich unsere Gottesdienste: Die von Allah befohlenen Pflichten wie das Gebet, das Fasten und die Hadsch.
Aktuell befinden wir uns ohnehin in der Hadsch-Zeit; die Hadsch-Saison steht vor der Tür.
Selbst wenn man jetzt noch gehen wollte – wenn Allah es will, ist natürlich alles möglich –, ist es unter normalen Umständen sehr schwer, dieses Jahr noch zur Hadsch zu reisen.
Die Hadsch ist ebenfalls ein Befehl Allahs, ein Gottesdienst, der für uns Pflicht (Fard) ist.
Für Menschen, die über die finanziellen Mittel und die Gesundheit verfügen, ist es eine Pflicht, sie zu vollziehen.
Natürlich ist die Hadsch ein beschwerlicher Gottesdienst.
Die Hadsch ist wahrscheinlich sogar der beschwerlichste aller Gottesdienste.
Viele Menschen glauben, die Hadsch sei leicht.
Wenn wir an Fasten, Gebet und Zakat denken... Dem Ego mag die Zakat zwar schwerer fallen, aber im Vergleich zu Gebet und Fasten ist die Hadsch ein ziemlich anstrengender Gottesdienst.
Früher reisten die Menschen zu Fuß, auf dem Kamel, zu Pferd oder über das Meer zur Hadsch.
Damals gab es weder Autos noch Flugzeuge.
Die Reise dauerte oft Monate.
Als ob die Härte des Weges nicht genug wäre, gab es auch noch Wegelagerer. Sie töteten die Pilger und raubten sie aus. Das war ein weiteres großes Problem.
Heute sagt man zwar, die Bedingungen seien bequem, aber es gibt immer noch Beschwernisse.
Selbst wenn ihr mit den luxuriösesten Mitteln reist, bringt euch das Fahrzeug nur bis zu einem bestimmten Punkt.
Danach sagen manche Leute: „Wir haben so viel Geld bezahlt, wie könnt ihr uns hier absetzen? Es sind noch zwei Stunden Fußweg!“
Du hast zwar bezahlt, aber die Lage ist nun mal so; du hast keine andere Wahl, keinen anderen Weg.
Du wirst diese Strapazen trotzdem auf dich nehmen müssen.
Für die einen sind diese Strapazen geringer, für die anderen größer.
Doch bei der Hadsch gibt es definitiv immer Beschwernisse.
Für die Pilger ist dies eine Prüfung Allahs; eine Gunst von Ihm, damit ihr noch mehr Lohn und Belohnung erlangt.
Wenn du deine Hadsch ohne böse Worte und ohne Sünden zu begehen abschließt, verdienst du dir damit die Belohnung für die Gottesdienste deines gesamten Lebens.
Du gewinnst an Lohn und Belohnung sogar noch weitaus mehr als das.
Wie gesagt, ist die Hadsch anstrengend. Wenn du dir aber sagst: „Ich bin auf Hadsch im ehrwürdigen Mekka“, dann aber nur auf deinem Zimmer sitzt und dort betest, verlierst du sehr viel.
Denn ein Gebet an der ehrenwerten Kaaba ist so viel wert wie hunderttausend Gebete.
In einem ganzen Leben kannst du vielleicht keine hunderttausend Gebete verrichten, aber dort erlangst du diesen Lohn mit einem einzigen Gebet.
Ebenso ist ein Gebet im erleuchteten Medina tausendfach verdienstvoller als deine normalen Gebete.
Deshalb sollte man darauf ganz besonders achten.
Du reist nicht dorthin, um dich auszuruhen oder Urlaub zu machen.
Vielleicht übernachtest du in einem Fünf-Sterne-Hotel, zumal die ehrenwerte Kaaba ohnehin nur zwei Schritte entfernt ist.
Andere, die unter normalen Umständen reisen, müssen eine bis anderthalb Stunden laufen, um dorthin zu gelangen.
Also geh morgens hin und bete. Geh mittags wieder hin, bleibe bis zum Nachtgebet und verrichte alle deine Gottesdienste dort.
Sei nicht faul und denke dir nicht: „Ich bleibe lieber im Hotel, bete dort und mache es mir bequem.“
Wie gesagt, die Hadsch ist mit Strapazen verbunden. Egal wie luxuriös die Bedingungen sind, man wird diese Beschwernisse früher oder später spüren.
Gerade wegen dieser auf sich genommenen Mühen wird der Lohn und die Belohnung von Allah umso reicher ausfallen.
Allah gibt jedem seinen Lohn und seine Belohnung in vollem Maße.
Wie gesagt: Für alle, die die Mittel dazu haben, ist die Hadsch von großer Bedeutung.
Früher gab es solche Quoten und Hindernisse nicht. Heute jedoch gibt es sie, und man kann nicht mehr so einfach reisen.
Allerdings waren die Hindernisse früher noch viel gravierender.
Unter den damaligen Bedingungen bestand die Gefahr, auf dem Weg sein Leben zu verlieren.
Die heutigen Hindernisse bestehen lediglich darin, dass es heißt: „Dein Name wurde nicht gezogen, du musst bis nächstes Jahr warten.“
Im nächsten Jahr schaust du nach, und wieder wurdest du nicht gezogen.
Das darauffolgende Jahr, fünf Jahre, zehn Jahre... und so wartest du weiter.
Dieses Jahr konnten viele Glaubensgeschwister erst nach 15 Jahren Wartezeit zur Hadsch reisen.
Neulich erzählte mir jemand, es gäbe Leute, die schon seit 18 Jahren warten und deren Namen immer noch nicht gezogen wurden.
Wenn Allah es für jemanden bestimmt hat, dann gewährt Er es ihm auch.
Was diejenigen betrifft, deren Namen nicht gezogen wurden: Aufgrund ihrer aufrichtigen Absicht schreibt Allah ihnen, inschaAllah, jedes Jahr den Lohn für die Hadsch gut.
Möge Allah uns allen diesen Lohn und diese Belohnungen zuteilwerden lassen.
Wer bereits die Hadsch vollzogen hat, muss nicht noch ein zweites Mal gehen. Die Hadsch ist nur einmal im Leben Pflicht; ein zweites Mal ist nicht zwingend erforderlich.
Viele Menschen vollziehen die Umra, noch bevor sie ihre Hadsch-Pflicht erfüllt haben.
Wir raten davon ab: Macht es nicht so. Spart euer Geld unbedingt für die Hadsch. Wenn sie euch gewährt wird, reist ihr zuerst dorthin.
Legt euer Geld für die Hadsch zurück. Wenn ihr zur Hadsch fahrt, nutzt ihr dieses Geld; sollte danach noch etwas übrig bleiben, könnt ihr damit zur Umra reisen.
Macht es keinesfalls andersherum. Wenn ihr das Hadsch-Geld für die Umra ausgebt und dann bei der Hadsch-Auslosung gezogen werdet, steht ihr mit leeren Händen da.
Möge Allah es jedem gewähren, der es sich wünscht, inschaAllah.
2026-05-09 - Lefke
Allah, der Erhabene und Allmächtige, spricht:
مَا قَدَرُواْ ٱللَّهَ حَقَّ قَدۡرِهِ (22:74)
Sie haben Allah nicht gebührend gewürdigt.
Der Mensch hat die Erhabenheit und Größe Allahs nicht begriffen.
Sie haben Ihn überhaupt nicht zu würdigen gewusst.
Nach eigenem Ermessen beteten die einen Götzen an, andere wiederum Menschen, oder den Mond und die Sonne.
Manche wiederum glaubten an gar nichts.
Sie verkannten Allahs wahren Wert und beteten stattdessen Dinge an, die sie sich selbst ausgedacht hatten – sie folgten ihren Begierden und den Teufeln.
Sie haben die Wahrheit und den wahren Weg verlassen.
Sie sind auf völlig falsche Irrwege abgedriftet.
Sie sagten sich: „Dieser war ein großer Mann, jener ein unbedeutender; er lebte vor tausend oder fünftausend Jahren“ und beteten diese an. Doch Allah, den Erhabenen, dem allein Anbetung gebührt, haben sie nicht angebetet.
Sie haben Ihm nicht gedient.
Die Dinge, die sie anbeten, sind völlig nutzlos.
Sie bringen weder Nutzen noch fügen sie Schaden zu.
Genau genommen schaden sie dir sogar; denn indem du sie anbetest, schadest du dir letztlich nur selbst.
Materiell gesehen stehen sie einfach nur da; sie können sich weder bewegen, noch dir irgendwie von Nutzen sein.
Der Schaden, von dem wir hier sprechen, ist nicht materieller Natur, sondern ein gewaltiger spiritueller Schaden.
Dieser spirituelle Schaden stürzt den Menschen ins absolute Verderben.
Daran gibt es absolut nichts zu rechtfertigen.
Niemand kann die Erhabenheit Allahs vollständig begreifen, doch der Mensch muss sie als solche anerkennen und akzeptieren.
Wenn auf der Welt Dinge geschehen oder die Menschen von einem Schicksalsschlag getroffen werden, wenden sich nur die wenigsten Allah zu.
Ganz im Gegenteil: Viele lehnen sich gegen Allah auf.
Sie rebellieren und fragen: „Warum geschieht das?“
Sie sagen: „Warum passiert das? Wozu diese Ungerechtigkeit? Was ist das für ein Leid, das uns widerfährt?“
Hör auf, dich in Allahs Angelegenheiten einzumischen. Du kannst dich auf dieser Welt ja nicht einmal in die Arbeit eines Bürgermeisters, eines Premierministers oder eines Präsidenten einmischen.
Wenn das schon bei weltlichen Dingen so ist und dein Verstand nicht einmal dafür ausreicht – wie kannst du dich dann in die Angelegenheiten Allahs einmischen wollen, der das gesamte Universum erschaffen hat?
Es ist Allah, der Erhabene, der alles in Seiner grenzenlosen Weisheit und Barmherzigkeit erschaffen hat.
Du hast kein Recht, Ihn infrage zu stellen.
Ihn zu hinterfragen, ist die größte Respektlosigkeit. Es schadet dir nur selbst und bringt dir rein gar nichts.
Ergib dich einfach; „Aslim taslam“, das heißt: Tritt in den Islam ein, damit du Frieden und Heil findest.
Denn schon die früheren Propheten brachten den Islam. Doch die Menschen haben diese Religionen verfälscht und den Propheten nach eigenem Ermessen Dinge angedichtet, indem sie behaupteten: „Dieser Prophet hat dies getan, jener Prophet hat jenes getan.“
Letztlich haben sie sich gegen Allah aufgelehnt und sind dem Unglauben verfallen.
Deshalb findet nur der Muslim wahre Rettung.
Alles geschieht exakt so, wie Allah es will.
Nichts geschieht ohne Seinen Willen.
Lehnt euch deshalb nicht auf und beschwert euch nicht.
Wenn ihr etwas tun wollt, dann betet einfach zu Ihm.
Betet, damit Allah euch Frieden und Heil schenkt.
Möge Allah uns bald jene Person senden, die uns erlösen wird, ganz so, wie es unser Prophet (sallallahu aleyhi wa sallam) verkündet hat.
Wenn Hz. Mahdi (Aleyhisselam) kommt, wird die volle Wahrheit ans Licht kommen; die Unterdrückung wird enden und die Welt wird von Schönheit erfüllt sein.
Unsere Aufgabe ist es, geduldig auf ihn zu warten.
Wir haben keinen Grund, uns gegen irgendetwas aufzulehnen.
Rebelliere, so viel du willst – was denkst du, wer sich darüber freuen wird?
Einzig und allein der Teufel wird sich darüber freuen.
Der Einzige, der dabei verliert, bist du selbst, niemand sonst.
Denn selbst wenn sich das gesamte Universum vereinen und gegen Ihn stellen würde, könnte das Allah, dem Erhabenen, nicht im Geringsten schaden oder Ihn in irgendeiner Weise beeinflussen.
Wer bist du schon, dass du solchen Unsinn redest, dich für etwas Besonderes hältst und dich gegen deinen Schöpfer auflehnst?
Darauf müssen wir sehr achten. Heutzutage ist das zur Mode und bei vielen zur Gewohnheit geworden. Unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit fragen sie: „Warum verhindert Allah all dieses Böse nicht?“
Dabei liegt in allem, was Allah erschaffen hat, eine tiefere Weisheit. Jedes Ereignis hat seine vorbestimmte Zeit und seinen Sinn.
Möge Allah uns alle vor dem Übel unseres eigenen Egos bewahren.
Möge Allah uns vor solchen Übeln und vor schlechten Menschen beschützen, inschaAllah.
2026-05-08 - Lefke
Allah sei Dank, durch den Segen von Mawlana Sheikh Nazim reichen die Dergahs für die vielen Menschen kaum noch aus.
Wir müssen sie ständig erweitern.
Möge Allah sie noch weiter vergrößern, möge die Gemeinschaft weiter wachsen und mögen die Menschen davon profitieren, inscha'Allah.
Mawlana Sheikh Nazim sagte immer: "Meine ständige und oberste Absicht ist es, den Unglauben zu stürzen."
Allah der Erhabene gibt jedem gemäß seiner Absicht.
Dieser Unglaube wird stürzen, inscha'Allah wird das eines Tages geschehen.
Schon jetzt hat Allah den Lohn gemäß der Absicht von Mawlana Sheikh Nazim gewährt.
Von diesem Lohn profitieren alle seine Schüler.
Mawlana Sheikh Nazim behält diesen Lohn nicht für sich, er teilt ihn mit allen.
Und sein Lohn wird dadurch nicht weniger.
Es ist nicht wie materieller Besitz oder Geld: Wenn du davon etwas abgibst, wird es weniger, und wenn du noch jemandem etwas gibst, schrumpft es weiter.
Der Lohn und Segen von Allah dem Erhabenen funktioniert jedoch anders.
Wenn er geteilt wird, erhält der andere genau denselben Lohn und Segen.
Deshalb heißt es in dem edlen Vers, den wir in der Juma-Hutba gehört haben: "Wa la tansawul fadla baynakum." (2:237)
Vergesst die Güte nicht; vergesst die Großzügigkeit nicht.
Der Vers besagt: Wenn euch jemand Gutes tut, dann vergesst das niemals.
Die Natur des Menschen ist von sich aus ungezähmt; diese wilde Natur muss gereinigt und kultiviert werden, damit etwas Schönes daraus entsteht.
Eine dieser menschlichen Eigenschaften ist die Undankbarkeit.
Der Mensch neigt stark zur Undankbarkeit.
Nur durch Erziehung und Charakterbildung kommt ein guter Mensch zum Vorschein.
Das geschieht, indem man dem Weg der spirituellen Meister folgt.
Deshalb: Vergiss niemals denjenigen, der dir Gutes getan hat, und erinnere dich an ihn.
Die größte Wohltat ist es, wenn jemand dich auf den wahren Weg bringt, den Weg Allahs und des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam).
Und dies geschieht durch einen spirituellen Führer.
Wir haben einen solchen Führer an unserer Spitze, vergiss seine Tugenden nicht.
Manchmal neigen die Menschen dazu, das zu vergessen.
Selbst wenn es nur ein Freund ist, der dich zu einer schönen Versammlung eingeladen hat und du durch ihn diesen Weg gefunden hast: Vergiss ihn nicht.
Sage dir: "Durch ihn bin ich auf diesen Weg gekommen."
Du könntest jetzt einwenden: "Er hat mich zwar auf den Weg gebracht, ist aber selbst davon abgekommen."
Selbst wenn er abgekommen ist, bete ich weiterhin für ihn: "Möge Allah ihm Rechtleitung schenken."
Denn er hat mir diesen Weg gezeigt. Allah hat es ihm zwar nicht vorbestimmt zu bleiben, aber er war das Mittel, das mich auf den geraden Weg geführt hat.
Weil er mich auf den richtigen Weg gebracht hat, bete ich ständig für ihn: Möge Allah auch ihn auf diesen Weg zurückführen.
Zu sagen, der andere sei "so oder so" – die Menschen haben eben ihre Eigenarten und Launen. Deshalb sollte man nicht zu sehr darauf achten.
Es ist der Befehl von Allah dem Erhabenen; Er ist es, der uns alles Gute befiehlt.
"Dieser Mensch war der Grund für meine Rechtleitung, er war das Mittel dazu; ich darf ihn niemals vergessen."
Auch wenn er seltsame Dinge getan hat, seinem Ego oder dem Teufel gefolgt ist, diesen Weg verlassen hat oder sich gar dagegen wendet: Man muss trotzdem für ihn beten.
Man darf den Menschen, der einen auf den Weg gebracht hat, einfach niemals vergessen.
Genauso gilt: Wenn du jemanden auf den Weg bringst, wird dieser Mensch dadurch nicht dein Besitz.
Füge ihm keinen Schaden zu.
Du hast ihn auf den Weg gebracht, er geht ihn und ist nicht davon abgekommen.
Nur weil du ihn hergebracht hast, hast du ihn doch nicht gekauft; er ist nicht dein Sklave geworden.
Du hast ihn auf den Weg geführt, und du erhältst denselben Lohn wie er.
Wenn du dich jedoch schlecht verhältst, bekommst du zwar immer noch Lohn, lädst dir aber gleichzeitig Sünden auf.
Denn wenn du diesen Menschen verleumdest oder schlecht über ihn denkst, begehst du Unrecht. Darauf muss man sehr achten.
Achte also sowohl auf den, der dich geführt hat, als auch auf die, die du geführt hast.
Wenn die Menschen, die du auf den Weg gebracht hast, weitergehen, aber nicht bei dir bleiben, macht das überhaupt nichts.
Solange sie auf dem Weg Allahs sind, egal wo – sie haben den Weg des Teufels verlassen. Und das ist dein großer Lohn und dein Verdienst.
Solange sie keinen falschen Weg einschlagen, bleibt dein Lohn und Segen groß.
Allah der Erhabene wird dir entsprechend Lohn und Segen gewähren.
Ein Hadith des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) besagt: Wer einem Menschen den rechten Weg zeigt, dem wird genau so viel Lohn gutgeschrieben wie diesem Menschen selbst.
Hat er dies bei zwei Personen getan, erhält er den Lohn für zwei.
Ob zehn, tausend oder hunderttausend Personen – all ihr Lohn kommt auch dir zugute.
Wenn du aber jemanden vom Weg abbringst, etwas Schlechtes vorlebst und andere es dir nachtun, dann lasten auch ihre Sünden auf deinen Schultern.
Deshalb muss man sehr vorsichtig sein.
Wenn jemand diesen Weg betreten hat und auf dem Weg Allahs bleibt, dann danke und lobe Allah; das ist doch wunderbar.
Allah sei Dank geht er diesen Weg; das ist das Wichtigste.
Denn der Teufel gibt sich große Mühe und denkt sich: "Ich kann sie nicht vom Weg abbringen, also verringere ich wenigstens ihren Lohn. Ich mache sie zu Feinden, damit sie sich nicht mögen. Denn wenn sie sich nicht lieben, werden weder Allah noch der Prophet mit ihnen zufrieden sein."
Lass dich auf dieses Spiel nicht ein.
Solange jemand auf dem Weg Allahs ist, lass ihn diesen Weg ungestört gehen.
Mach dir darüber keine Gedanken. Es werden andere Menschen zu dir kommen, Allah wird es dir gewähren, und inscha'Allah wird dein Lohn noch größer.
Nur weil jemand woanders hingeht, endet dein Lohn nicht; er läuft weiter.
Möge Allah uns allen Güte verleihen und uns das Gute schätzen lassen. Lassen wir uns nicht von unserem Ego in die Irre führen und geben wir unseren Begierden nicht nach. Möge Allah uns nicht vom geraden Weg abbringen, inscha'Allah.
2026-05-07 - Lefke
إِنَّ ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ وَعَمِلُواْ ٱلصَّـٰلِحَٰتِ كَانَتۡ لَهُمۡ جَنَّـٰتُ ٱلۡفِرۡدَوۡسِ نُزُلًا (18:107)
خَٰلِدِينَ فِيهَا لَا يَبۡغُونَ عَنۡهَا حِوَلٗا (18:108)
Allah Azza wa Jalla sagt über diejenigen, die glauben und den Menschen nützlich sind, Seine geliebten Diener: „Sie werden im Paradies für immer zusammen sein.“
Gewiss ist das Versprechen von Allah Azza wa Jalla die Wahrheit.
Menschen, die im Diesseits danach handeln und seinen Spuren folgen, werden auch im Paradies vereint sein. Selbst wenn es auf dieser Welt Trennung gibt, im Jenseits gibt es sie nicht.
Wir werden auf ewig in den Gärten des Paradieses umgeben von Schönheit vereint sein.
Die Sehnsucht hat ein Ende, es wird keinen Trennungsschmerz mehr geben.
Deshalb gibt es viele, die durch die Liebe und den Segen von Mawlana Sheikh Nazim – möge sein Rang erhaben sein – den weiten Weg hierher auf sich genommen haben.
Es gibt natürlich noch viel mehr Menschen, die nicht kommen konnten.
Da sie ihrem Versprechen jedoch treu geblieben sind, gilt ihr Besuch und ihre Verbundenheit mit uns als angenommen.
Sie sind für immer mit uns vereint.
Mit Allahs Erlaubnis wird es so etwas wie Kummer, Qual, Leid oder Trauer nicht mehr geben.
Mawlana Sheikh Nazim hat uns stets den Weg unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) gewiesen.
Dieser Weg ist wunderschön; es ist der Weg der Glückseligkeit und der Schönheit.
Mawlana Sheikh Nazim hat uns gelehrt, auf diesem Weg standhaft zu bleiben.
Insha'Allah wird Er uns alle gemeinsam auf diesem Weg festigen.
Obwohl viele Menschen Mawlana Sheikh Nazim nie gesehen haben, erreicht sie seine spirituelle Kraft, ganz gleich, wohin wir gehen.
Und sie sagen sich: „Wir durften ihn nicht mehr kennenlernen, also lasst uns wenigstens euch besuchen.“
Dass wir als Person besucht werden, ist gar nicht so wichtig. Das Entscheidende ist, sich auf diesem Weg zu befinden.
Ein Mensch, der seinem Bund, seinem Versprechen und seinem Wort treu bleibt, ist ein guter Mensch.
Wer sein Wort bricht, ist ohnehin weder für das Diesseits noch für das Jenseits von Nutzen.
Dieses Versprechen wurde um Allahs Willen am Tag des Urvertrags, „Alastu bi Rabbikum, qalu bala“ (7:172), gegeben.
Allah sei Dank haben wir es durch Allahs Huld und Gnade standhaft bis hierher geschafft.
Insha'Allah werden wir auch in Zukunft durch Allahs Huld und Gnade auf diesem Weg fest verwurzelt bleiben.
Natürlich schleicht sich manchmal Zwietracht (Fitna) in das Herz des Menschen. Es gibt viele Prüfungen; ohne sie geht es nicht.
So gibt es manchmal Beschwerden wie: „Der hat dies getan, der hat jenes gemacht.“
Lass dich davon nicht von deinem Weg abbringen.
Einige sagen, Allah bewahre: „Der hat dies und das getan.“ Du lebst nun mal im Diesseits, noch bist du nicht im Jenseits.
Auf dieser Welt ist nicht alles rosig; es gibt auch Dornen und Schmerz.
Aber weiche du nicht von deinem Weg ab. Geh unbeirrt weiter.
Wenn du auf das Gerede anderer hörst, ergeht es dir wie im Sprichwort: Aus Wut auf den Priester das eigene Fasten brechen.
Der Priester wird sich doch nur darüber freuen, dass du deinen Gottesdienst vernachlässigt hast.
Daher ist dieser Weg zwar wunderschön, bringt aber manchmal auch Schwierigkeiten mit sich.
Es kann Dinge geben, die dem eigenen Ego (Nafs) extrem schwerfallen.
Manchmal scheint es fast unerträglich zu sein.
Doch je mehr du dein Ego brichst, desto größer ist dein Gewinn.
Dann wirst du es später nicht bereuen.
Brichst du dein Ego jedoch nicht, kommt später die Reue.
Aber Allah bewahre, manchmal ist es dann schon zu spät und es gibt kein Zurück mehr.
Möge Allah uns vor dem Übel unseres Egos bewahren.
Lasst uns an der Schönheit dieses Weges festhalten.
Allah sei Dank! Wahre Gottesfreunde (Awliya) wie Mawlana Sheikh Nazim sind im letzten Jahrhundert nur noch sehr selten hervorgetreten.
Es gab zwar viele Heilige und Gelehrte, doch Mawlana Sheikh Nazim zählt zu diesen seltenen Ausnahmeerscheinungen.
Darum solltet ihr Allah unendlich dankbar sein.
Denn durch Dankbarkeit bleiben die Gaben nicht nur erhalten, sondern sie mehren sich, insha'Allah.
Möge Allah mit euch allen zufrieden sein.
Möge euer Besuch angenommen werden, und auch der Besuch derjenigen gelten, die nicht kommen konnten.
Natürlich kann nicht jeder hierherkommen, das ist gar nicht so leicht.
Preis sei Allah, wie wunderbar Er doch alles fügt.
Denn wenn alle gleichzeitig kämen, hätten wir weder genug Unterkünfte, noch würde hier überhaupt jeder reinpassen.
Deshalb regelt Allah Azza wa Jalla alles auf die bestmögliche Weise.
Auch nach dem Ableben von Mawlana Sheikh Nazim hält sein spirituelles Wirken an; wir selbst bewirken nichts.
Durch sein Wirken ist jeder zufrieden, der kommt, und auch jeder, der wieder geht.
Möge Allah mit euch allen zufrieden sein.
2026-05-06 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Die Grundlage der Tariqa sind Anstand (Adab) und Liebe (Muhabba).
Anstand ist wichtig. Wenn von Anstand die Rede ist, ist damit gemeint, gegenüber Allah, dem Erhabenen und Allmächtigen, anständig zu sein.
Das ist die Essenz des Menschen; der Islam lehrt diesen Anstand. Die Religion des Islam ist die Religion aller Propheten.
Aber diejenigen, die andere Dinge als den Islam als ihre Religion ansehen, haben dies nach ihren eigenen Vorstellungen getan. Deshalb ist die Religion des Islam eine Religion des Anstands.
Niemals lehnt man sich gegen Allah auf, und man lehnt sich auch nicht gegen unseren Propheten (sallallahu aleyhi wa sallam) auf.
Das Zweite ist die Liebe. Was ist Liebe? Es ist die Liebe zu Allah, dem Erhabenen und Allmächtigen, und zu unserem Propheten (sallallahu aleyhi wa sallam).
Unser Prophet (sallallahu aleyhi wa sallam) sagt: „Al-mar'u ma'a man ahab.“ Der Mensch ist mit dem, den er liebt – das heißt, die Liebe rettet den Menschen.
Du sollst Allah, den Erhabenen und Allmächtigen, lieben; du sollst unseren Propheten (sallallahu aleyhi wa sallam), seine Familie (Ahl al-Bayt), die Liebenden Allahs und die von Allah geliebten Diener lieben.
Diese Diener sind die Awliyaullah (die Freunde Allahs). Ein Wali Allahs zu sein, bedeutet, ein Mensch zu sein, den Allah liebt.
Ob du nun Wundertaten vollbringst oder nicht – wenn Allah dich liebt, bist auch du ein Wali. Oft wird gefragt: „Wie werde ich ein Heiliger, was sollen wir tun, wie sollen wir vorgehen?“ Liebe Allah, liebe unseren Propheten (sallallahu aleyhi wa sallam), dann wirst auch du ein geliebter Diener Allahs.
Diese Liebe rettet dich sowohl im Diesseits als auch im Jenseits, du wirst die Erlösung finden. Denn die Liebe bringt dem Menschen Frieden; Groll, Hass und Feindschaft hingegen verdunkeln das Innere des Menschen. Sie bringen keinen Nutzen, im Gegenteil, sie schaden nur.
Deshalb werden wir durch diese Liebe gerettet werden, inschaAllah. Möge Allah diese Liebe ewig währen lassen, inschaAllah.
Heute ist eine von Gottesliebe erfüllte Tante von uns ins Jenseits abberufen worden, sie ist verstorben. Möge Allah ihr barmherzig sein, ihr Rang ist hoch. Die Menschen schauen auf das Äußere, aber es geht nicht um das Äußere, sondern um ihre innere Welt, maschaAllah.
Viele bezeugen, dass sie auf der Hadsch Gottesdienste, die Männer mit Bart und Turban nicht verrichten konnten, wunderbar ausgeführt haben, obwohl sie scheinbar keine äußerlichen Kenntnisse hatten. Möge Allah mit ihnen zufrieden sein, möge ihr Rang erhaben sein. Sie sind mit denen zusammen, die sie lieben.
Morgen ist der Todestag von Mawlana Sheikh Nazim. Auch diese Frau ist aufgrund ihrer Liebe zu ihm fast zur gleichen Zeit verstorben. Möge Allah uns allen die Liebe geben, die in ihrem Herzen war, und sie uns allen zuteilwerden lassen.
2026-05-05 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَلِلَّهِ ٱلۡأَسۡمَآءُ ٱلۡحُسۡنَىٰ فَٱدۡعُوهُ بِهَاۖ 7:180
Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat sehr viele Namen.
Er hat jedem Propheten verschiedene Namen verliehen.
Die Macht und Größe Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, sind unendlich.
Es gibt neunundneunzig Namen, die der Ummah von Muhammad gewährt wurden, und zudem den Größten Namen (Ism al-Azam).
Aus diesen zieht man Nutzen; einige werden als Dhikr und Tasbih rezitiert.
Einige Namen sind ausschließlich Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen, vorbehalten und werden daher niemand anderem gegeben.
Einige können auch von normalen Menschen und Propheten verwendet werden, aber manche sind vollkommen exklusiv.
Deshalb wissen wir natürlich nicht, welches all die Namen sind, die anderen Propheten gegeben wurden.
Denn seit Adam (Friede sei mit ihm) wurden jedem von ihnen Tausende verschiedene Namen gegeben.
Die neunundneunzig Namen, die der Ummah von Muhammad zugeteilt wurden, sind allesamt ein Segen.
Aber wie bei allen Dingen hat Allah, der Allmächtige und Erhabene, die größten, ehrenhaftesten und schönsten Namen unserem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) als Geschenk zugeteilt.
Aus diesem Grund erfolgt der Dhikr einiger Namen natürlich nur mit Erlaubnis, während andere von jedem rezitiert werden können.
Nur den Namen "Allah" kann jeder beliebig oft im Dhikr aussprechen.
Wenn Menschen den Dhikr, der in bestimmten Tariqahs in einer festgelegten Anzahl durchgeführt wird, ohne Erlaubnis rezitieren, kann dies für sie etwas belastend werden.
Deshalb sollte der Dhikr mit Erlaubnis durchgeführt und die vorgegebene Anzahl genau eingehalten werden.
Es gibt auch jene, die für sich selbst rezitieren; möge Allah auch ihren Dhikr annehmen und ihnen vergeben.
Aber wie gesagt, der Dhikr des gesegneten, majestätischen Wortes (Lafz al-Jalal) Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, "Allah, Allah", wird in unserer Tariqah sowohl mit der Zunge als auch mit dem Herzen vollzogen.
Wenn dieser Dhikr sowohl mit der Zunge als auch mit dem Herzen gemacht wird, befindet sich der Mensch ständig im Zustand des Gedenkens.
Selbst wenn die Zunge schweigt, befindet sich der Mensch unbewusst in einem ständigen Dhikr, da das Herz kontinuierlich "Allah, Allah" spricht.
Das heißt, die Person verrichtet ihr ganzes Leben lang Dhikr.
Der Segen des gesegneten Namens Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, verleiht dem Glauben und dem Körper des Menschen Kraft; durch diesen Namen senkt sich Licht (Nur) in das Herz und den Körper des Menschen.
Möge Allah uns dieses Licht nicht entziehen und es beständig machen, inschaAllah.
Möge auch dieser Dhikr in unseren Herzen beständig sein, inschaAllah.
2026-05-05 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: اتق الله يا أبا الوليد، لا تأتي يوم القيامة ببعير تحمله وله رغاء، أو بقرة لها خوار، أو شاة لها ثؤاج.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Fürchte Allah, oh Abu al-Walid."
"Tritt nicht am Tag der Auferstehung vor, nachdem du das Zakat-Gut veruntreut hast, indem du ein brüllendes Kamel, eine muhende Kuh oder ein blökendes Schaf auf deinem Nacken trägst."
Das heißt, Tiere, für die keine Zakat entrichtet wurde, werden im Jenseits schreiend um den Hals dieser Person gewickelt kommen.
Deshalb sagt unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam): "Gebt eure Zakat, solange ihr auf der Welt seid."
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: أرضوا مصدقيكم.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Stellt den Zakat-Einnehmer zufrieden."
Der Zakat-Einnehmer ist die Person, die die Zakat einsammelt. Sein Lohn wird ebenfalls aus dem Zakat-Gut gedeckt. Deshalb rät uns unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam), auch ihn zufriedenzustellen.
"Gebt auch ihm sein Recht", sagt er.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: إن رجالا يتخوضون في مال الله بغير حق، فلهم النار يوم القيامة.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Einige Männer verfügen zu Unrecht über den Besitz, den Allah zum Nutzen der Muslime bestimmt hat, obwohl sie kein Recht darauf haben."
"Für sie gibt es am Tag der Auferstehung das Feuer."
Das heißt, wenn eine Person, die kein Recht darauf hat, die gegebene Zakat für sich selbst oder für unnötige Dinge ausgibt, wird sie am Tag der Auferstehung der Hölle würdig, da dieses Gut ein anvertrautes Gut (Amana) ist.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: إن الله تعالى لم يرض بحكم نبي ولا غيره في الصدقات، حتى حكم فيها هو، فجزأها ثمانية أجزاء.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "In Bezug auf die Verteilung der Zakat war der erhabene Allah weder mit dem Urteil eines Propheten noch eines anderen zufrieden; Er fällte das Urteil selbst und teilte die Empfänger der Zakat in acht Kategorien ein."
Das bedeutet, Zakat wird nicht nur aus Gold und Silber gegeben, sondern auch aus Ernten, Tieren und ähnlichen Gütern. Allah (Azza wa Jalla) hat die Zakat selbst zur Pflicht gemacht und sie in acht Kategorien unterteilt.
Diese Aufteilung wurde weder von Propheten noch von jemand anderem vorgenommen.
Dies ist das direkte Urteil von Allah (Azza wa Jalla).
Dem Urteil und der Gerechtigkeit Allahs, dem gerechtesten aller Richter (Ahkam al-Hakimin), darf man sich nicht widersetzen.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: الخازن المسلم الأمين الذي يعطي ما أمر به كاملا موفرا، طيبة به نفسه، فيدفعه إلى الذي أمر له به، أحد المتصدقين.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Der muslimische, vertrauenswürdige Schatzmeister..."
Das heißt, der vertrauenswürdige Schatzmeister, der die anvertrauten Güter verwaltet, oder die Person, die diesen Schatz hütet, erhält den gleichen Lohn wie derjenige, der die Sadaqa gibt, wenn er die befohlene Sadaqa aus freien Stücken, vollständig und genau an die befohlene Person übergibt.
Wenn man dieses Sadaqa-Gut nimmt und es als anvertrautes Gut dem rechtmäßigen Empfänger übergibt, muss dies also aus freien Stücken geschehen. Manchmal kann man ins Zweifeln geraten und denken: "Wie sollen wir so viel Geld dorthin geben?"
Wer diese Aufgabe erfüllt, ohne solch ein Gefühl in sich zu tragen, erhält denselben Lohn und dieselbe Belohnung wie der tatsächliche Besitzer, der diese Sadaqa und Zakat gibt.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: إذا أنفقت المرأة من بيت زوجها غير مفسدة، كان لها أجرها بما أنفقت، ولزوجها أجره بما كسب، وللخازن مثل ذلك، لا ينقص بعضهم من أجر بعض شيئا.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Wenn eine Frau aus dem Haushalt ihres Mannes spendet (Gutes tut), ohne zu verschwenden, wird sie für das, was sie gespendet hat, belohnt."
Das bedeutet, dass eine Frau, die mit dem Vermögen ihres Mannes wohltätige Werke verrichtet, ohne es zu verschwenden und ohne ihrem Mann zu schaden, dafür belohnt wird.
Ihr Ehemann erhält ebenfalls den gleichen Lohn, da er dieses Vermögen verdient hat.
Ebenso erhält der Schatzmeister, der dieses Gut schützt und bewacht, einen ähnlichen Lohn.
Das heißt, der Lohn des Zakat-Einnehmers oder der Person, die diese Sadaqa nimmt und sie den Berechtigten überreicht, ist derselbe.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Der Lohn, den diese drei Personen erhalten, verringert den Lohn der anderen um nichts."
Sie alle sind an derselben guten Tat beteiligt; dass einer belohnt wird, mindert nicht den Lohn des anderen, alle erhalten denselben Lohn.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: إنما أنا مبلغ والله يهدي، وإنما أنا قاسم والله يعطي.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Wahrlich, ich bin nur ein Überbringer." Das heißt, er hat die Aufgabe, den Menschen die Befehle Allahs zu übermitteln.
Derjenige, der rechtleitet, ist jedoch Allah. Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) überbringt nur die Botschaft; die daraus resultierende Rechtleitung kommt von Allah selbst und erreicht jene, denen Er sie gewährt.
"Ich bin nur der Verteiler (Qasim)." Der wahre Geber aber ist Allah.
Das heißt, wenn du mit dem Vermögen in deinen Händen etwas Gutes tust, bist du, wie unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte, nur ein Vermittler.
Der eigentliche Geber ist Allah, Er hat dich nur dazu als Mittel eingesetzt, und für diese Vermittlung erhältst du Lohn. Wenn du also gibst, hat Allah dir diese schöne Tat gewährt und du hast dadurch den Lohn erlangt.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: أنا أبو القاسم، الله يعطي وأنا أقسم.
Der Beiname (Kunya) unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) ist ebenfalls Abu al-Qasim.
Er sagte: "Ich bin Abu al-Qasim." Abu al-Qasim bedeutet: Derjenige, der aufteilt und verteilt.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Allah gibt das Zakat-Gut oder die Kriegsbeute, und ich verteile es unter euch."
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ما أعطيكم من شيء ولا أمنعكموه، إن أنا إلا خازن أضع حيث أمرت.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Ich kann euch von mir aus weder etwas geben, noch kann ich es euch vorenthalten."
"Ich bin nur ein Schatzmeister, der so handelt, wie es ihm befohlen wurde."
Tatsächlich hat unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) niemals Güter in seinen Händen gehortet.
Er hob nichts für den nächsten Tag auf, sondern verteilte und gab alles den rechtmäßigen Empfängern.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: العامل بالحق على الصدقة كالغازي في سبيل الله عز وجل حتى يرجع إلى بيته.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Der Lohn eines Zakat-Einnehmers, der seine Arbeit gerecht verrichtet, gleicht dem Lohn eines Menschen, der auf dem Weg Allahs kämpft (Dschihad), bis er nach Hause zurückkehrt."
Früher gab es spezielle Beamte, die umherzogen, um Sadaqa und Zakat einzusammeln.
Auch wenn es heutzutage solche Beamten im eigentlichen Sinne nicht mehr gibt, haben wir vertrauenswürdige Menschen, die die gegebene Zakat als anvertrautes Gut betrachten und sie den Berechtigten überbringen.
In der Zeit unseres Propheten (sallAllahu aleyhi wa sallam) und der nachfolgenden Kalifen wurden Beamte mit den Worten entsandt: "Du wirst in dieses Land gehen und als Zakat-Einnehmer die Zakat einsammeln und zurückbringen."
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) erklärte, dass diese Person vom Moment ihres Aufbruchs an so belohnt wird, als ob sie in den Dschihad gezogen wäre.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: المعتدي في الصدقة كمانعها.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Wer in Angelegenheiten der Zakat Unrecht begeht, ist wie jemand, der sie überhaupt nicht gibt."
Das bedeutet, wer verhindert, dass die Zakat ihren rechtmäßigen Empfänger erreicht, gilt als jemand, der seine Zakat nicht entrichtet hat.
Somit lädt auch er Schuld auf sich.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: لا إسعاد في الإسلام، ولا عقر، ولا شغار في الإسلام، ولا جلب في الإسلام، ولا جنب، ومن انتهب فليس منا.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Im Islam gibt es kein Totenklagen, kein Opfern auf einem Grab, kein Schighar (Tauschehe ohne Brautgabe), kein Bringen der Zakat-Güter zum Zakat-Einnehmer (Dschalab) und kein weites Wegbringen und Verstecken der Zakat-Güter vor dem Zakat-Einnehmer (Dschanab)."
"Wer plündert, gehört nicht zu uns."
Das heißt, alles hat seine eigene Methode und Etikette, insbesondere die Zakat-Anbetung.
Aus diesem Grund wird das Totenklagen nach einem Verstorbenen im Islam als nicht angemessen betrachtet.
Ebenso ist es nicht erlaubt (Dschais), auf einem Grab ein Opfertier zu schlachten.
Auch für die Ausübung der Pflichten des Zakat-Einnehmers und das Einsammeln der Zakat gibt es bestimmte Methoden.
قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: لا جلب ولا جنب ولا شغار في الإسلام.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Im Islam gibt es weder das Bringen der Zakat-Güter zum Einnehmer (Dschalab), noch das Sammeln aller Zakat-Güter an einem fernen Ort vor dem Einnehmer (Dschanab) und kein Schighar."
Dies sind feine fiqhi (rechtswissenschaftliche) Details. Heutzutage gibt es solche Praktiken ohnehin kaum noch.
Das waren Praktiken vergangener Epochen. Heutzutage gibt jeder, der seine Zakat geben möchte, sie; denen, die sie nicht geben, möge Allah inschaAllah Verstand, Einsicht und Rechtleitung gewähren.
2026-05-04 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَلِلَّهِ عَلَى ٱلنَّاسِ حِجُّ ٱلۡبَيۡتِ مَنِ ٱسۡتَطَاعَ إِلَيۡهِ سَبِيلٗاۚ (3:97)
Die gesegneten Monate der Hajj haben begonnen.
Allah hat die Hajj als eine der Säulen des Islams für all jene zur Pflicht gemacht, die körperlich und finanziell dazu in der Lage sind.
Es mag einfach aussehen, aber es ist durchaus mit Schwierigkeiten verbunden.
Zudem kann man nur mit einer offiziellen Genehmigung dorthin reisen.
Die Zahl der Pilger, die reisen dürfen, ist also begrenzt.
Deshalb sollte jeder, der gesund ist und über die finanziellen Mittel verfügt, diese Reise auch antreten.
Es ist schließlich eine absolute Pflicht (Fard).
Wenn man diese Pflicht immer wieder aufschiebt, ist ungewiss, ob man später überhaupt noch die Gelegenheit dazu haben wird.
Wenn du aber jetzt schon die feste Absicht fasst und den ersten Schritt tust, wird Allah dies entsprechend deiner Absicht annehmen, und die Last fällt von deinen Schultern.
Sagst du jedoch: „Ich werde es ohnehin später tun, ich brauche jetzt noch keine Absicht zu fassen“, dann kommst du deiner Pflicht nicht nach und verpasst großen Lohn.
Selbst ein einziges Gebet, das dort verrichtet wird, bringt so viel Lohn wie die Gebete eines ganzen Lebens.
Das Fasten mag dort ohnehin schwerfallen, aber die Pflichtgebete verrichtest du direkt an der Kaaba.
Du wirst in der Moschee unseres Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam), der Prophetenmoschee, beten.
All das ist – sowohl in spiritueller als auch in weltlicher Hinsicht – ein ganzes Leben wert.
Daher ist es nur zum Vorteil des Gläubigen, diese Pflicht zu erfüllen und seinen Verpflichtungen nachzukommen.
Doch noch mehr, als nur Lohn zu erlangen: Du kommst dem Befehl Allahs nach und wirst zu Seinem Gast.
Möge Allah es uns allen ermöglichen, dorthin zu reisen.
Und möge Er denjenigen, die noch nicht reisen können, Erleichterung schenken.
Die meisten Menschen würden gerne pilgern, doch es gibt oft verschiedene Hindernisse.
Es können die unterschiedlichsten Hürden im Weg stehen.
Genau deshalb ist es so wichtig, zumindest die feste Absicht zu fassen.
Man sollte sagen: „Ich fasse die Absicht, um Allahs Wohlgefallen willen die Hajj zu vollziehen, und sobald ich die Möglichkeit und Zeit dazu finde, werde ich die Reise antreten.“
So fällt zumindest die Last dieser Pflicht von deinen Schultern.
Dies gilt insbesondere für die Männer.
Für Frauen gelten ohnehin andere Gegebenheiten, Regeln und Bedingungen.
Bei ihnen gibt es von vornherein mehr Erleichterungen.
Daher sollten vor allem die Männer diese Absicht fassen. Möge Allah uns durch diese Absicht allen vergeben, inschaAllah.
2026-05-03 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Yassiru wala tuassiru.
Macht es leicht und erschwert es nicht.
Erleichtert die Dinge, sowohl im Weltlichen als auch für das Jenseits, damit die Religion den Menschen nicht zur Last fällt.
Was man als schwer empfindet, ist eigentlich leicht, aber es kommt einem eben schwer vor.
Gottesdienste fallen schwer, Gutes zu tun fällt schwer.
Hingegen ist es leicht, auf Gottesdienste zu verzichten, einfach nach dem eigenen Kopf zu handeln und nur zu tun, worauf man Lust hat.
Viele Menschen denken sich einfach: „Das passt schon, mehr muss man nicht tun.“
Erschwernisse halten die Menschen vom Guten fern.
Bei weltlichen Dingen ist es ganz genauso.
Wenn du etwas anpackst, mach es auf eine einfache Art, die dir vertraut ist.
Im Umgang mit Menschen solltest du sie so ansprechen, wie es ihrem Verständnis entspricht.
Wenn du über Dinge sprichst, die sie nicht nachvollziehen können, werden sie dich kaum verstehen.
Wenn es ihnen zu kompliziert wird, wenden sie sich ab und machen einfach, was sie wollen.
Deshalb sollte man alles mit Leichtigkeit angehen.
Auch im Geschäftsleben sollte man unkompliziert sein.
Ebenso sollte man es sich innerhalb der Familie nicht schwer machen.
Natürlich muss man seinen Kindern manchmal Grenzen aufzeigen und ihnen beibringen, was richtig ist.
Aber in anderen Momenten sollte man nachsichtiger und milder sein.
Unser Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte bezüglich des Gebets: „Wenn das Kind sieben Jahre alt wird, sagt ihm, dass es beten soll. Wenn es zehn wird, soll es auf jeden Fall beten.“
Das ist keine wirkliche Härte. So lernt das Kind es Schritt für Schritt und wird sein Leben lang an diesem Weg und am Gebet festhalten.
Mit dem Fasten verhält es sich genauso.
Das gilt für alle Gottesdienste.
Gut mit anderen auszukommen, nicht zu lügen, niemanden zu schikanieren oder zu betrügen – all das sind gute Eigenschaften, die das Leben erleichtern.
Das Gegenteil davon – Menschen zu schikanieren, Vertrauen zu missbrauchen und dergleichen – bedeutet, Unheil anzurichten und Dinge unnötig zu erschweren.
Etwas Geliehenes nicht zurückzugeben, ist eine solche Erschwernis.
Ständiger Streit in der Familie macht das Leben ebenso schwer.
Alles soll in Güte und auf friedliche Weise geschehen, das lehren uns Allah der Erhabene und unser Prophet (Friede und Segen seien auf ihm).
Unser Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) ist ein Vorbild für alle Menschen; nicht nur für die Muslime, sondern für die gesamte Menschheit.
Sein Weg ist ein wunderbarer Weg. Es ist der Weg der Menschlichkeit und der Weg zum wahren Glück.
Möge Allah uns alle niemals von diesem Weg abbringen, inschaAllah.