السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2026-07-05 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Unser Prophet, sallAllahu alaihi wa sallam, sagte: "Halakal musawwifun." Wahrlich, die Aufschiebenden gehen zugrunde. Sadaqa Rasulullah, aw kama qal. Diejenigen, die sagen: "Das mache ich noch, das mache ich später", sind zugrunde gegangen, sagt unser Prophet, sallAllahu alaihi wa sallam. Das heißt, wenn eine Aufgabe oder eine gute Tat ansteht, sollt ihr sie nicht aufschieben, so unser Prophet, sallAllahu alaihi wa sallam. Denn wenn ihr sagt: "Ich mache das später", weiß nur Allah, was bis dahin passiert. So etwas wird mit der Zeit zur Gewohnheit. Wenn man immer wieder sagt: "Das mache ich gleich, das mache ich später, ich stehe später auf, ich gehe später los", nimmt das einfach kein Ende. So bleiben die guten Taten, die eigentlich verrichtet werden sollten, auf der Strecke und bleiben ungetan. Gemäß den gesegneten Worten unseres Propheten, sallAllahu alaihi wa sallam, solltet ihr daher eine Aufgabe nicht aufschieben, solange ihr die Möglichkeit habt, sie zu erledigen. Das bedeutet im Grunde: "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen." Denn es ist ungewiss, ob wir den morgigen Tag überhaupt noch erleben. Wenn es für den Menschen zur Gewohnheit wird, alles aufzuschieben, führt das unweigerlich zu Faulheit. Der Schaitan (Teufel) hält ihn dann von seinen Pflichten und guten Taten ab. Während er einem einflüstert: "Du machst das doch ohnehin, mach es einfach später, kümmer dich erst mal um andere Dinge, du bist müde, ruh dich aus, du hast noch genug Zeit, beeil dich nicht", vergeht oft das ganze Leben, ohne dass man die Aufgabe je erledigt. Man nimmt sich so viel vor, aber am Ende schafft man gar nichts. Deshalb ist es das Beste, jede anstehende Aufgabe sofort zu erledigen, solange man noch die Kraft und den klaren Verstand dafür hat. Seien es weltliche oder jenseitige Angelegenheiten: Man sollte nichts davon aufschieben, sobald man die Gelegenheit dazu hat. Niemand weiß, wie viel Lebenszeit Allah, der Mächtige und Erhabene (Azza wa Jall), einem gewährt hat. Du sagst zwar: "Ich mache das später, ich komme später", aber es ist ungewiss, ob du den morgigen Tag noch erlebst; du hast keine Garantie dafür. Wenn du also die Absicht gefasst hast, etwas zu tun, dann erledige es sofort. Natürlich hat man manchmal einfach nicht die Möglichkeit dazu, das ist eine andere Sache. Aber wenn die Möglichkeit besteht, dann schiebe die Sache nicht auf. Lass sie nicht bis später liegen. Ein großer Gelehrter – dessen Name mir gerade entfallen ist – wurde einmal gefragt: "Wie hast du dir so viel Wissen angeeignet?" Er antwortete: "Ich habe diesen edlen Hadith gehört und danach nie wieder etwas aufgeschoben." Genau dadurch ist er zu so einem großen Gelehrten geworden. Millionen, ja Milliarden von Muslimen haben von ihm profitiert. Er war ein wirklich bedeutender Gelehrter, auch wenn mir sein Name gerade nicht einfällt. Er hat diesen edlen Hadith verinnerlicht, sich Wissen angeeignet, und die Menschen haben davon profitiert. Möge Allah auch uns vor Faulheit bewahren. Möge Er verhindern, dass wir es uns zur Gewohnheit machen, unsere Aufgaben aufzuschieben, inschaAllah. Möge Allah uns allen Gesundheit und Wohlbefinden schenken und uns ermöglichen, gute Taten zu verrichten, inschaAllah.

2026-07-04 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَعِبَادُ ٱلرَّحۡمَٰنِ ٱلَّذِينَ يَمۡشُونَ عَلَى ٱلۡأَرۡضِ هَوۡنٗا وَإِذَا خَاطَبَهُمُ ٱلۡجَٰهِلُونَ قَالُواْ سَلَٰمٗا (25:63) Allah gebietet Seinen Dienern, die Er liebt und rechtgeleitet hat, in diesem erhabenen Koran, unwissenden Menschen keine Beachtung zu schenken, wenn diese sie mit unsinnigen Worten ansprechen. „Lasst euch gar nicht erst auf sie ein“, sagt Allah. Denn ganz gleich, was ihr tut: Ihr Ziel ist es nicht zu lernen, sondern einfach nur Schaden anzurichten. Mit ihren Worten versuchen sie ihr Gegenüber zu provozieren und herabzusetzen, damit man darauf eingeht... Sie wollen einfach nur einen Streit anzetteln, damit die Menschen aufeinander losgehen. Genau deshalb sagt Allah: „Lasst euch nicht auf Diskussionen mit Unwissenden ein.“ Ein Unwissender versteht ohnehin nicht, egal wie viel man ihm erklärt. Wenn er es verstehen würde, läge die Sache ja anders. Aber der Unwissende folgt keiner Logik; seine Aussagen haben nicht das Geringste mit der Wahrheit zu tun. Er schnappt bloß etwas vom Hörensagen auf und hält es dir dann vor, als wäre es ein unumstößliches Gesetz. Er wirft dir die schlimmsten Beleidigungen an den Kopf und will dir nur Böses. Darum lasst euch nicht auf Unwissende ein. Ignoriert sie am besten komplett. Denn du stehst über so etwas. Du musst dich nicht auf dieses niedrige Niveau herablassen. Und selbst wenn du es tust, bringt es absolut nichts. Wenn es irgendeinen Nutzen hätte, sich auf sein Niveau zu begeben, wäre es ja in Ordnung – aber nicht einmal das ist der Fall. Wenn dein Gegenüber nicht mit sich reden lässt, dann schweige einfach, geh weg oder wechsle das Thema. Es ist sinnlos, endlos mit Menschen zu diskutieren, die die Wahrheit ohnehin nicht annehmen. Die Diskussion zieht sich nur in die Länge, und er lädt dadurch noch mehr Sünden auf sich. Und dir verdirbt es am Ende nur die Laune. Weil Allah es am besten weiß, zeigt Er uns diesen Weg. Kurz gesagt: Lasst euch gar nicht erst auf Unwissende ein. Die Welt ist voll von solchen Unwissenden. Und heutzutage haben sie auch noch diese Geräte in der Hand. Dank dieser Geräte halten sie sich plötzlich für die größten Gelehrten der Welt. Dabei schenken sie keinem einzigen Wort ihres Gegenübers Beachtung. Deshalb hat es überhaupt keinen Sinn, sich da vergeblich abzumühen. Wäre dein Gegenüber nicht unwissend, würde er sich vernünftig und in Ruhe mit dir unterhalten. Aber seine Absicht ist es ohnehin nicht, etwas zu lernen. Er will nur provozieren und Schaden anrichten. Daher ist Abstand die beste Antwort, die man ihnen geben kann. Wenn du ihnen keine Antwort gibst, drehen sie durch, verlieren völlig den Verstand und werden regelrecht tollwütig. Genau deshalb musst du dich von so einem tollwütigen Hund fernhalten. Wenn du dich mit ihm abgibst und versuchst, ihm etwas zu erklären, wird er dir nur schaden – und das tut dir nicht gut. Möge Allah uns vor allem Übel bewahren. Manchmal ist es gar nicht so einfach, zu schweigen und sich zurückzuhalten. Dennoch ist es das Beste, einfach zu schweigen, wegzugehen, das Thema zu wechseln und sich gar nicht erst darauf einzulassen. Denn Unwissende gibt es überall; man muss nicht lange suchen, um einen zu finden. Sie sind wirklich überall. Unsere Umgebung ist voller Unwissender – mehr, als dir lieb ist. Möge Allah ihnen Verstand geben, auf dass sie zur Vernunft kommen. Möge Allah auch uns vor dem Übel unseres eigenen Egos bewahren.

2026-07-03 - Dergah, Akbaba, İstanbul

فَلِلَّهِ الْحُجَّةُ الْبَالِغَةُ „Allah gehört der durchschlagende Beweis.“ (6:149) „Huddschah“ (Beweis) steht für die absolute, unumstößliche und endgültige Wahrheit. Es bedeutet, dass Allah, der Allmächtige und Erhabene, über allem steht, der Ursprung allen Seins und wahrhaftiger ist als alles andere. Es gibt keine größere Wahrheit als Ihn. Wie der arabische Dichter einst sagte: „Kullu ma 'ada Allahi batil.“ Alles außer Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen, ist nichtig. Neben der Existenz Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, ist die Existenz von allem anderen bedeutungslos. Heutzutage gibt es Menschen, die sich für klug halten, aber ironischerweise immer unwissender werden, je mehr sie lesen. Sie leugnen Allah, den Allmächtigen und Erhabenen. Ihn zu leugnen bedeutet im Grunde zu behaupten: „Es existiert überhaupt nichts.“ Die Menschen und alles andere existieren nur, weil Allah, der Allmächtige und Erhabene, sie ins Dasein gerufen hat. Das ist ein Zustand tiefster, finsterer Unwissenheit. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) nannte diese Epoche die „Zweite Zeit der Unwissenheit“ (Dschahiliyya). Die Unwissenheit in der ersten Epoche der Dschahiliyya bestand darin, schlichtweg gar nichts zu wissen. Dennoch waren die Menschen damals besser dran als die von heute. Sie erschufen sich Götzen, um sie anzubeten; sie hatten durchaus das Bedürfnis zu glauben, wussten aber nicht, woran. Sie beteten Dinge an, die niemals Götter sein konnten. Die heutigen Menschen hingegen werden immer unwissender, je mehr sie lesen, und geraten so in einen noch schlimmeren Zustand. Sie leugnen alles und verleugnen damit im Grunde auch ihre eigene Existenz. Doch leider ist all das, was sie verteidigen und lehren, nichts anderes als ein Spiel des Teufels. Der Teufel weist ihnen diesen Weg, damit sie noch tiefer fallen. Der Teufel will niemals etwas Gutes für den Menschen. Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat ihn als „Aduwwun Mubin“ (einen offenkundigen Feind) bezeichnet. Der Teufel ist dein Feind, und mit einem Feind schließt man keine Freundschaft. Selbst wenn das, was er dir einflüstert, gut klingt, wird es dir letztendlich zweifellos schaden. Genau deshalb ist die Existenz Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, der größte Beweis, die wahre „Huddschah“. Eine größere Wahrheit als diese gibt es nicht. Wahre Existenz findet sich nur in Allah... Wir hingegen sind bloß Schatten. Das gesamte Universum ist ein Werk, das Allah, der Allmächtige und Erhabene, erschaffen hat... Alles wurde durch die unendliche Macht und Weisheit Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, ins Leben gerufen. Seine Macht und Weisheit übersteigen den menschlichen Verstand. Denn der menschliche Verstand hat seine Schranken und Grenzen. Für Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, gibt es hingegen keinerlei Grenzen. Es steht unumstößlich fest: Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat jeden Augenblick, das Diesseits, das Jenseits, Raum und Zeit – kurzum alles – erschaffen. Alles Erschaffene ist gegenüber der Macht Allahs ein absolutes Nichts, rein gar nichts. Doch schau dir die heutigen Menschen an: Sie haben völlig die Orientierung verloren. Sie arbeiten regelrecht an ihrem eigenen Untergang. Das heißt, sie setzen alles daran, sich selbst zu ruinieren und auszulöschen. Denn wenn jemand, der auf diesen Irrweg gerät, nicht bereut und zur Vernunft kommt, ist er für immer verloren und dem Untergang geweiht. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah allen Menschen Rechtleitung schenken, inschaAllah. Denn diese Unwissenheit ist eine so heimtückische Krankheit, schlimmer noch als die Krätze; sie greift rasend schnell von einem auf den anderen über. Sie wandert von einem zum anderen und breitet sich endlos aus. Gegen Krätze gibt es ein Heilmittel, aber gegen diese Unwissenheit gibt es, wenn derjenige nicht bereut, absolut keine Rettung. Möge Allah uns bewahren. Möge Er unsere Familien, unsere Kinder und uns alle vor dieser Unwissenheit und den Fallen des Teufels schützen, inschaAllah. Möge Allah uns davor bewahren.

2026-07-02 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَأَنفِقُوا مِن مَّا رَزَقْنَاكُم (63:10) Allah, der Erhabene und Allmächtige, sagt: "Und gebt von dem aus, womit Wir euch versorgt haben." Gebt es aus; das heißt, spendet es für gute Zwecke und gebt es auch für euch selbst aus. Wie in den edlen Ahadith unseres Propheten (sallallahu alayhi wa sallam) dargelegt wird: Wenn jemand das Wohlgefallen Allahs anstrebt, zählt selbst das, was er für sich ausgibt, als wäre es auf dem Weg Allahs gespendet worden. Alles, was er für sich selbst, seine Familie, seine Verwandten und Nachbarn ausgibt, wird für ihn zu einer guten Tat (Hasanat) und zu einem Segen. Das ist ein gewaltiger Vorzug für einen Muslim. Wenn ein Mensch Muslim ist, wird ihm ganz natürlich auf vielerlei Weise Gutes zuteil. Allah nimmt seine Taten an – die vergangenen wie die zukünftigen – und segnet sein Leben (Barakah). Leugnet er Allah jedoch, kann er so viel helfen und spenden, wie er will; es wird weder ihm selbst noch seiner Familie oder seinen Nachbarn von Nutzen sein. Solche Menschen geben ihren Nachbarn ohnehin selten etwas. Sie helfen nicht, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen. Und wenn sie es doch tun, dann meistens nur aus Eigennutz. Deshalb rät uns unser Prophet, dass ihr beim Spenden für Allahs Wohlgefallen zuerst bei euch selbst anfangen sollt. Wenn etwas übrig bleibt, gebt ihr es eurer Familie, euren Verwandten, euren Nachbarn und jedem Hilfsbedürftigen, wo auch immer er sein mag. Das heißt: Verteile den Rest deiner Versorgung an sie, gib es ihnen, damit Allah auch dir gibt. Und damit durch deine Hände stets Gutes bewirkt wird. Wie wir bereits sagten: Muslim zu sein, ist eine immense Gnade und eine große Gunst von Allah, dem Erhabenen und Allmächtigen. Dadurch erhält alles einen Wert und erfüllt einen tieferen Sinn. Jede Minute deines Lebens und alles, was du tust, hat einen Nutzen; nichts davon ist vergebens. Ohne den Glauben (Iman) und ohne den Islam führt der Mensch ein vollkommen leeres Leben. Er mag vielleicht denken, sein Leben sei noch so erfüllt; doch die Schandtaten und das Böse, das er begeht, bringen ihm weder Nutzen noch Gewinn. Erst wenn er bereut und den Weg Allahs einschlägt, hat er wahrhaftig gewonnen: يُبَدِّلُ اللَّهُ سَيِّئَاتِهِمْ حَسَنَاتٍ (25:70) Das bedeutet: Allah, der Erhabene und Allmächtige, verwandelt ihre schlechten Taten und Sünden in gute Taten. Daher ist genau das von so großer Bedeutung. Allah lädt die Menschen ins Paradies ein, damit sie den rechten Weg finden. Er sagt: "Geht nicht ins Höllenfeuer." Die Menschen jedoch strengen sich förmlich an und sagen quasi: "Wir wollen unbedingt in die Hölle." Möge Allah uns davor bewahren und uns, inschaAllah, nicht vom rechten Weg abkommen lassen.

2026-07-01 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte einst: "Lillāhi'l-asmā'u'l-ḥusnā fad'ūhu bihā" – Allah (Azza wa Jalla) hat neunundneunzig Namen. "Lest sie", empfiehlt uns unser Prophet. Er sagte auch: "Wer sie auswendig lernt oder liest, wird ins Paradies eintreten." Die Namen Allahs (Azza wa Jalla) sind natürlich unzählig, aber der Ummah unseres Propheten wurden neunundneunzig offenbart. Es wäre sehr segensreich, wenn wir sie jeden Tag lesen würden. Dadurch erlangen wir die frohe Botschaft unseres Propheten. "InschaAllah werdet ihr ins Paradies eintreten", sagte er (sallAllahu alayhi wa sallam). Manchmal fragen sich die Menschen natürlich: "Welchen Seiner Namen sollen wir rezitieren?" In der Tariqa ist es eine schöne Praxis, täglich dreihundertmal "Ya Wadud" zu rezitieren. Das stärkt die Liebe zwischen den Menschen. Und wo Liebe ist, wird einem von anderen kein Leid zugefügt. Der Name "Wadud" steht für tiefe Zuneigung und Liebe. Natürlich umfasst er noch viel mehr; die Namen Allahs (Azza wa Jalla) haben eine unendliche Tiefe. Dies ist ein sehr wichtiger Dhikr. Alhamdulillah hat unser Mawlana Sheikh Nazim ihn den Menschen in der Tariqa ans Herz gelegt. Man sollte ihn regelmäßig rezitieren; aber natürlich gibt es auch noch andere Namen. Wer sich fragt: "Welchen davon soll ich nur rezitieren?", sollte am besten alle neunundneunzig Namen einmal am Tag lesen. Macht Dhikr! In Allahs gesegneten und schönen Namen liegt Segen, der den Menschen unzähliges Gutes bringt. Wer im Gedenken an Allah lebt, dem widerfährt Gutes, und er wird vom Bösen ferngehalten. Möge Allah diesen Dhikr in uns beständig machen und fest in unseren Herzen verankern, inschaAllah. Möge Er dies auch all denjenigen gewähren, die es bisher noch nicht tun. Denn in der heutigen Zeit kennen viele Menschen weder Religion noch Glauben, weder den Propheten noch Allah (Azza wa Jalla). Sie führen ein leeres Leben. Und nicht nur das: Sie ziehen auch andere mit in diese Leere, indem sie behaupten: "Da ist doch nichts." Dabei ahnen sie gar nicht, welch großen Segen es bringt, auch nur einen einzigen Namen Allahs (Azza wa Jalla) zu rezitieren. Es bringt göttliches Licht (Nur) in ihre Herzen und auf ihre Gesichter; ihr Leben wird schöner und segensreicher. Möge Allah uns diesen Segen nicht verwehren und ihn auch denen schenken, die es noch nicht tun, inschaAllah.

2026-06-30 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Großscheich, Scheich Abdullah Daghestani, sagte immer: "Der Mensch hat vier Feinde." Egal, ob er nun einfach nur ein Mensch ist oder ein Muslim... Denn wenn ein Mensch kein Muslim ist, welche Rolle spielt es dann noch, dass er Feinde hat? Es handelt sich dabei um spirituelle Feinde. Diese nicht materiellen, sondern spirituellen Feinde sind: das Ego (Nafs), die Welt (Dunya), die Begierden (Hawa) und der Teufel (Scheitan). Der Teufel kommt also erst ganz zum Schluss. Er ist der schwächste von diesen Feinden. Das Ego (Nafs) hingegen ist unser größter Feind, es steht an allererster Stelle. Unser Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte: "Nafsukal-lati bayna janbaik." Das bedeutet: "Das Ego in deinem Inneren ist dein größter Feind." Man darf seinem Feind nicht helfen. Man darf nicht tun, was der Feind verlangt. Wenn du sagst: "Du bist zwar mein Feind, aber ich diene dir", dann nimmt das nie ein Ende. Egal, was du ihm gibst, es wird nie satt. Es fragt immer nur: "Gibt es noch mehr?" Genau wie die Hölle, die fragt: "Hal min mazid?" Sie fragt: "Gibt es noch mehr? Gibt es noch mehr?" Egal, wie viel du hineinwirfst, sie wird nie voll. Genauso ist das Ego. Je mehr du ihm gibst, desto mehr verlangt es. Egal, mit wie viel Schlechtem du es fütterst, es wird nicht satt und sagt: "Gib mir mehr, gib mir mehr." Die größten Übel unserer heutigen Zeit sind jedoch Alkohol und Drogen. Möge Allah uns davor bewahren. Das Ego fordert ständig. Wenn du nachgibst, fängt es klein an, aber dann verlangt es immer mehr und hört niemals auf. Was ist also das Heilmittel dafür? Man muss es im Keim ersticken, solange es noch klein ist. Man muss ihm den Kopf zertreten. Man muss dem Feind den Kopf zertreten. Man darf ihm nicht geben, was es will, und darf keine Kompromisse eingehen. Manchmal kommen Leute zu mir und erzählen: "Unser Kind hat schlechte Gewohnheiten angenommen, es ist diesen Substanzen verfallen." Sie fragen: "Was sollen wir tun?" Ich sage dann: Gebt ihm kein Geld mehr. Wenn ihr ihm kein Geld gebt, kann es sich nichts davon kaufen. Dann heißt es oft: "Das geht nicht, er verwüstet das Haus und schlägt uns." Der Süchtige denkt sich: "Sie haben sowieso Angst vor mir", und setzt sie noch weiter unter Druck. Deshalb darf man von Anfang an absolut nicht nachgeben. Jemand, der von dieser Krankheit loskommen will, muss seiner Familie Folgendes sagen: "Egal, wie sehr ich weine, flehe oder mich auf den Boden werfe – gebt mir niemals Geld." Denn diese Sucht funktioniert nicht ohne Geld. Sie erfordert ständig Geld. Wenn ihr ihm nichts gebt, kann ihn das zumindest etwas einbremsen und vielleicht retten. Neulich kam jemand zu mir, der der Spielsucht verfallen war. Glücksspiel ist noch schlimmer als all das andere, möge Allah uns davor bewahren. Wer spielsüchtig ist und davon loskommen will, sollte seiner Familie sagen: "Gebt mir unter gar keinen Umständen Geld." "Sagt allen Bescheid: 'Ich bin spielsüchtig, ich bin abhängig von diesem Teufelszeug'." Er sollte sagen: "Um mich aus dieser Sucht zu befreien, gebt mir absolut kein Geld, auch nicht mit der Absicht, mir helfen zu wollen." Das hilft zumindest ein Stück weit. Nach und nach, mit Allahs Erlaubnis und entsprechend seiner aufrichtigen Absicht, wird Allah ihn retten, inschaAllah. Wie gesagt, das Ego ist unser allererster Feind. Dient diesem Feind nicht, macht ihm keine Freude. Bringe den Feind unter deine Kontrolle, falle du nicht in seine Hände. Wenn du diesen Feind namens Ego bezwingst, steigst du zu den höchsten Rängen auf. Du erreichst die Stufe des wahren Menschseins. Aber wenn du ihm dienst, sinkst du tiefer als das niederste Tier. Möge Allah uns davor bewahren. Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten, Schlechtes zu tun. Früher gab es all das nicht. An dem Ort, wo wir früher lebten, gab es zum Beispiel – möge Allah sich seiner erbarmen – nur einen einzigen Abhängigen. Außer ihm trank niemand. Und er trank nur Alkohol, er nahm keine anderen Substanzen. Wenn man sich heute umsieht, ist alles voll von Dingen, die tausendmal schlimmer sind als Alkohol. Drogen und dergleichen haben sich überall ausgebreitet. Möge Allah uns helfen, möge Er uns bewahren und möge Er alle Abhängigen retten, inschaAllah.

2026-06-30 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul

قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ابدأ بنفسك فتصدق عليها، فإن فضل شيء فلأهلك، فإن فضل شيء عن أهلك فلذي قرابتك، فإن فضل عن ذي قرابتك شيء فهكذا وهكذا. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagte: „Beginne mit der Sadaqa (den Almosen) zuerst bei dir selbst.“ Das bedeutet, unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) empfiehlt, zunächst die eigenen Bedürfnisse zu decken und sich selbst Sadaqa zu geben. Bleibt nach der Deckung deiner eigenen Bedürfnisse noch etwas übrig, dann gib es deiner Familie. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt, um auf niemanden angewiesen zu sein, sollst du zuerst dir selbst und dann deiner Familie geben. Falls danach noch etwas übrig bleibt, gib es deinen Verwandten. Bleibt selbst nach deinen Verwandten noch etwas übrig, dann gib es deinen Nachbarn und anderen nahestehenden Personen. Du fängst also mit der Hilfe bei demjenigen an, der dir am nächsten ist: bei dir selbst. Dann folgen deine Familie, deine Verwandten und danach Nachbarn und Freunde. Damit auch sie auf niemanden angewiesen sind, solltest du dein nahes Umfeld zuerst unterstützen. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ابدأ بمن تعول. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Beginne mit dem Geben bei denjenigen, für deren Unterhalt du verantwortlich bist.“ Das heißt, du solltest nicht anderen helfen, für die du keine Verantwortung trägst, während du deine Pflicht vernachlässigst, für deine eigene Familie zu sorgen. Nein, zuerst deckst du die Bedürfnisse deiner Familie, und erst danach gibst du anderen. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: إذا أعطى الله أحدكم خيرا فليبدأ بنفسه وأهل بيته. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Wenn Allah euch ein Gut wie Reichtum gewährt, dann beginnt mit den Ausgaben zuerst bei euch selbst und euren Familienangehörigen.“ Allah hat dir eine Gabe geschenkt, damit du dankbar bist. Da sie von Allah kommt, nutzt du sie zuerst für deine eigenen Bedürfnisse und zeigst dich dankbar. Danach wendest du sie für deine Familie auf, dann für deine Verwandten, und in dieser Reihenfolge fährst du fort. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: إذا أنفق الرجل على أهله نفقة واحتسبها كانت له صدقة. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Wenn jemand für seine Familie etwas ausgibt und dabei auf Allahs Belohnung hofft, dann gilt dies als Sadaqa.“ Obwohl du verpflichtet bist, für deine Familie zu sorgen, zählt das Decken ihrer Bedürfnisse gleichzeitig als Sadaqa. Denn du tust dies für das Wohlgefallen Allahs und erhoffst dir den Lohn von Ihm. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: إذا كان أحدكم فقيرا فليبدأ بنفسه، فإن كان فضل فعلى عياله، وإن كان فضل فعلى ذي قرابته، فإن كان فضل فها هنا وها هنا. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Wenn jemand von euch arm war und zu finanziellen Mitteln kommt, soll er diese zunächst für sich selbst nutzen.“ Dieser Punkt, den unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) betont, ist sehr wichtig: Wenn du zu Geld kommst, musst du zuerst deine eigenen Bedürfnisse decken, damit du auf niemanden angewiesen bist und niemanden um etwas bitten musst. Es ist nicht gut, andere um etwas bitten zu müssen. Wenn Allah dir also eine Versorgung (Rizq) gibt, decke zuerst deine eigenen Bedürfnisse. Der Mensch sollte bei sich selbst beginnen; bleibt ein Überschuss, sollte er damit für seine Familie sorgen. Bleibt darüber hinaus noch etwas übrig, kann er es seinen Verwandten geben. Gibt es dann immer noch einen Überschuss, kann er diesen an andere Bedürftige in seinem Umfeld verteilen. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: إن الصدقة على ذي القرابة يضاعف أجرها مرتين. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Die Belohnung für eine Sadaqa an Verwandte und Nahestehende ist doppelt so hoch.“ Das heißt, sie ist doppelt so viel wert wie eine normale Sadaqa. Hilfst du deinen Verwandten und deiner Familie, erhältst du den zweifachen Lohn für deine Spende. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: أول ما يوضع في ميزان العبد نفقته على أهله. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Das Erste, was auf die Waage (Mizan) des Dieners gelegt wird, sind seine Ausgaben für seine Familie.“ Mizan bedeutet Waage. Das Erste, was am Jüngsten Tag auf die Waage der Taten gelegt wird, sind die Ausgaben, die jemand für seine Familie getätigt hat. Gibt ein Mensch sein Vermögen für das Wohl seiner Familie aus, wird er im Jenseits – am Jüngsten Tag – als Erstes den Lohn dafür erhalten. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: أفضل الدنانير دينار ينفقه الرجل على عياله، ودينار ينفقه الرجل على دابته في سبيل الله، ودينار ينفقه الرجل على أصحابه في سبيل الله عز وجل. Der vorzüglichste Dinar... Ein Dinar ist eine Goldmünze, eine Währung aus alter Zeit. Damals gab es Dinar und Dirham, wobei der Dinar die größte Währungseinheit war. Der Dinar, den jemand für seine Familienangehörigen ausgibt, ist bei Allah das wertvollste und vorzüglichste Geld. Auch der Dinar, den man auf dem Weg Allahs, etwa beim Dschihad oder auf einer guten Reise für sein Reittier ausgibt, ist bei Allah sehr erhaben. Gleiches gilt für den Dinar, den man auf dem Weg des erhabenen Allahs für seine Weggefährten ausgibt. Das bedeutet, dies sind die besten Ausgaben, die man tätigen kann, sagt unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam). قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: كل ما صنعت إلى أهلك فهو صدقة عليهم. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Jede Ausgabe, die du um des Wohlgefallens Allahs willen für deine Familie tätigst, ist eine Sadaqa.“ Deine Ausgaben sind nicht umsonst. Du könntest denken: ‚Ich bin ohnehin verpflichtet, für meine Familie zu sorgen.‘ Das stimmt zwar, aber Allah (Azza wa Jalla) belohnt dich dennoch mehrfach dafür. Wie gesagt, vergesst nicht, dabei das Wohlgefallen Allahs anzustreben. Man sollte mit der Absicht ausgeben: ‚Allah hat uns unsere Versorgung gegeben, und wir wollen sie auf erlaubte (halal) Weise für gute Zwecke nutzen‘ – also um Allahs willen. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: ما أطعمت زوجتك فهو لك صدقة، وما أطعمت ولدك فهو لك صدقة، وما أطعمت خادمك فهو لك صدقة، وما أطعمت نفسك فهو لك صدقة. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Das Essen, das du deiner Ehefrau gibst, gilt für dich als Sadaqa.“ Das bedeutet, selbst wenn deine Ehefrau von dem Essen isst, das bei euch zu Hause gekocht wird, zählt dies als Sadaqa für dich. Auch das Essen, das du deinem Kind gibst, ist für dich eine Sadaqa. Für den Lebensunterhalt der Kinder zu sorgen, gilt als Sadaqa. Das Essen, das du deinem Angestellten gibst, der für dich arbeitet, ist ebenfalls eine Sadaqa für dich. Sogar die Nahrung, mit der du dich selbst versorgst, ist für dich eine Sadaqa. Das heißt, sowohl dein eigenes Essen als auch das Speisen der anderen wird dir als Sadaqa angerechnet. Allah (Azza wa Jalla) ist sehr großzügig, Seine Barmherzigkeit ist unendlich. Er gibt dir alles; du isst und trinkst, und selbst durch diese Ausgaben für dich selbst verdienst du Lohn. Das ist die Schönheit des Glaubens und des Daseins als Gläubiger. Ein Tier ist im besseren Zustand als ein Mensch ohne Glauben, denn das Tier dankt Allah zumindest mit seiner bloßen Existenz für seine Nahrung. قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: دينار أنفقته في سبيل الله، ودينار أنفقته في رقبة، ودينار تصدقت به على مسكين، ودينار أنفقته على أهلك، أعظمها أجرا الذي أنفقته على أهلك. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) sagt: „Ein Dinar, den du auf dem Weg Allahs ausgibst...“ Wieder der Dinar – wie bereits erwähnt, die wertvollste Währung jener Zeit, eine Goldmünze. Ein Dinar, den du um des Wohlgefallens Allahs willen ausgibst; ein Dinar, den du aufwendest, um einen Sklaven zu befreien... Das Geld, das du ausgibst, um einen Menschen aus der Sklaverei freizukaufen und ihm die Freiheit zu schenken, bringt einen enormen Lohn, wenn es für das Wohlgefallen Allahs geschieht. Ein Dinar, den du einem Armen als Sadaqa gibst... Dieser Arme wird mit dem Geld, das du ihm gespendet hast, eine ganze Weile für sich und seine Familie sorgen können. Und dann gibt es noch den Dinar, den du für deine Familie ausgibst. Wenn man sich fragt: „Welcher davon ist der vorzüglichste und bringt den meisten Lohn?“, so erklärt unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam): „Es ist der Dinar, den du für deine Familie ausgibst.“ Das heißt, unter diesen vier Dingen – sei es der Einsatz auf dem Weg Allahs, die Sklavenbefreiung oder eine Sadaqa an einen Fremden – teilt unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) uns mit, dass die beste Ausgabe diejenige ist, die du für deine Familie tätigst.

2026-06-29 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَهُوَ ٱلَّذِي سَخَّرَ ٱلۡبَحۡرَ لِتَأۡكُلُواْ مِنۡهُ لَحۡمٗا طَرِيّٗا وَتَسۡتَخۡرِجُواْ مِنۡهُ حِلۡيَةٗ تَلۡبَسُونَهَاۖ (16:14) Allah Azza wa Jalla sagt: Er hat das Meer für die Menschen erschaffen, damit sie Nutzen daraus ziehen. Damit ihr daraus frisches Fleisch essen und Schmuck, wie Perlen und Ähnliches, herausholen könnt, um ihn zu tragen. Allah Azza wa Jalla hat uns alles dienstbar (musahhar) gemacht. Was bedeutet "musahhar"? Es bedeutet, dass Allah Azza wa Jalla es zu unserem Nutzen erschaffen und uns als Hilfsmittel zur Verfügung gestellt hat. Die Erde, der Himmel, die Berge und die Steine – alles, was Allah Azza wa Jalla erschaffen hat – gedenkt Seiner (Zikr). Deshalb wird der Mensch, der gemeinsam mit ihnen Allahs gedenkt, auch von ihnen profitieren. Wer jedoch Allahs nicht gedenkt, sich überhaupt nicht an Ihn erinnert und nur an andere Dinge denkt, der gehört zu den Verlierern. Egal, wie hart sie arbeiten, sie behaupten stets: "Ich weiß es, ich mache es." Sie erklären: "So und so ist es geschehen", aber den Schöpfer erwähnen sie nicht. Sie gedenken Allah Azza wa Jalla nicht. Dabei beweist doch alles ganz offensichtlich die Existenz Allahs. Sie jedoch leugnen dies. Sie bemühen sich nach besten Kräften, unermüdlich und ohne zu zögern, die Menschen von Allah fernzuhalten. Doch ihre Bemühungen sind vergebens; am Ende werden sie mit leeren Händen dastehen. Es wird ihnen überhaupt keinen Nutzen bringen, sondern nur Verlust einbringen. Wahres Wissen ist nur jenes Wissen, das Allah uns gibt und offenbart. Alles andere ist reine Unwissenheit. Sie prahlen ständig: "Wir haben unzählige Universitäten gebaut und soundso viele Studenten ausgebildet", aber das sind nutzlose Wissenschaften... Möge Allah uns davor bewahren. Unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) bat bereits: "Möge Allah uns vor nutzlosem Wissen bewahren." "Allahumma inni a'udhu bika min 'ilmin la yanfa', wa min qalbin la yakhsha'." Möge Allah uns vor einem Herzen bewahren, das Ihn nicht fürchtet. "Möge Allah uns vor nutzlosem Wissen bewahren" – dies ist ein Bittgebet unseres Propheten. Möge Allah uns alle in den Segen dieses Gebets einschließen, inschaAllah. Meere gibt es natürlich überall auf der Welt; der größte Teil der Erde besteht bekanntlich aus Wasser. Doch wir befinden uns in der Endzeit, und Allah Azza wa Jalla weist auch im Heiligen Koran darauf hin: ظَهَرَ ٱلۡفَسَادُ فِي ٱلۡبَرِّ وَٱلۡبَحۡرِ (30:41) Er sagt: "Auf dem Festland und im Meer ist Verderben sichtbar geworden." Weil die Menschheit vom rechten Weg abgekommen ist, hat sie dieses riesige Meer und alles andere zugrunde gerichtet. Das Gebot des Islam, der Befehl von Allah Azza wa Jalla lautet jedoch: Haltet alles sauber. Sie hingegen tun genau das Gegenteil und bemühen sich, alles zu verschmutzen. Was sie essen, ist unrein, was sie trinken, ist unrein. Möge Allah uns davor bewahren. Wenn etwas ohne Bismillah getan wird, nützt alles Putzen nichts. Ein echtes Verständnis von Reinheit haben sie ohnehin nicht. Und dass die Basmala weggelassen wird, macht alles nur noch viel unreiner. Möge Allah Rechtleitung schenken und inschaAllah einen Beschützer entsenden. Damit wieder Reinheit einkehrt. Wenn er kommt, wird inschaAllah alles wieder vollkommen rein sein. Möge Allah uns inschaAllah bald mit ihm zusammenführen.

2026-06-28 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Unser Prophet (sallallahu alayhi wa sallam) sagte: "Tafakkuru sa'atin khayrun min 'ibadati sab'ina sanah", oder mit ähnlichen Worten. Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagte: "Eine Stunde der inneren Einkehr und des Nachdenkens ist besser als siebzig Jahre Gottesdienst." Denn viele Menschen handeln oft, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Sei es beim Gottesdienst oder in weltlichen Dingen: Ihr ganzes Leben lang jagen sie allem Möglichen hinterher, immer mit dem Gedanken: "Das muss ich noch erledigen." Doch darin liegt kein Segen; es ist etwas, das absolut keinen Nutzen bringt. Auf diese Weise verstreichen diese siebzig Jahre völlig umsonst. Dieser Zustand ist in der heutigen Zeit noch viel präsenter, denn das weltliche Leben hat die Menschen das Jenseits vergessen lassen. Sie finden nicht einmal mehr die Zeit zum Nachdenken. Sie hetzen von einem Ort zum anderen, und ihre knappe Freizeit verschwenden sie mit Nichtigkeiten und sinnlosen Beschäftigungen. Sie tun Dinge, die ihnen keinerlei Nutzen bringen. Sie laufen Menschen hinterher, die ihnen nur schaden, verehren sie und erweisen ihnen Ehre. Wäre man jedoch bei klarem Verstand und würde einmal innehalten und nachdenken, fände man den richtigen Weg. Mit nur dieser einen Stunde der inneren Einkehr hätte man sein wahres Leben gewonnen. Man hätte sowohl das diesseitige als auch das weit wichtigere jenseitige Leben für sich gewonnen. Andernfalls hetzt man unaufhörlich umher und hat für nichts mehr Zeit. Man denkt sich: "Ich renne auf meinem Weg immer weiter, also werde ich schon irgendwo ankommen." Doch am Ende stellt man fest, dass man im absoluten Nichts angekommen ist und es dort rein gar nichts gibt. Deshalb bedeutet es wahres Leben, in sich zu gehen und sich zu fragen: "Handele ich zum Wohlgefallen Allahs (Azza wa Jalla)? Sind das Dinge, die Er liebt?" Wer das nicht tut, verliert sein Leben. Wenn jemand stirbt, sagt man: "Er hat sein Leben verloren." Doch wer sein Leben wirklich verliert, ist der Mensch, der nicht nachdenkt und den rechten Weg verfehlt. Das Leben desjenigen, der nachdenkt und den richtigen Weg findet, ist jedoch nicht verloren; er ist lediglich ins Jenseits hinübergegangen. Ein Mensch aber, der nicht nachdenkt, sondern wie ein Pferd mit Scheuklappen blind umherhetzt, verliert sein Leben und alles andere. Möge Allah uns davor bewahren. Genau deshalb hat Allah (Azza wa Jalla) dem Menschen Verstand und die Fähigkeit zum Nachdenken gegeben; also haltet inne und reflektiert. Wir müssen uns stets der Erhabenheit Allahs bewusst sein und unseren Respekt sowie unsere Liebe zu unserem Propheten (s.a.w.) bewahren. Möge Allah uns geistige Wachsamkeit schenken. Möge Er uns inshallah auf dem rechten Weg halten und uns vor Irrwegen bewahren.

2026-06-27 - Dergah, Akbaba, İstanbul

إِنَّ نَاشِئَةَ ٱلَّيْلِ هِىَ أَشَدُّ وَطْـًۭٔا وَأَقْوَمُ قِيلًا (73:6)
Allah sagt, dass die Zeit in der Nacht für das Gebet wirkungsvoller und intensiver ist.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt, dass ein Gebet in der Nacht viel wertvoller ist als eines am Tag.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) sagt: "Wer in der Nacht zwei Rak'at betet, erhält so viel Belohnung, als hätte er am Tag tausend Rak'at gebetet."
Kurz vor dem Morgengebet aufzuwachen, um – und seien es nur zwei Rak'at – Tahajjud zu beten, bringt dem Menschen diesen gewaltigen Vorzug.
Wer möchte, kann natürlich auch mehr beten: etwa das Gebet nach der Gebetswaschung (Wudu), das Dankesgebet (Schukr), das Tahajjud und im Anschluss das Errettungsgebet (Najat).
Allah sei Dank sind diese Gebete für uns ein Mittel, um Allah näherzukommen.
Allah sagt in einem Hadith Qudsi: "Mein Diener nähert sich Mir durch freiwillige (Nafila) Gottesdienste."
Allah sagt: "Je mehr ihr euch Mir nähert, desto mehr werde Ich zu eurer Hand, mit der ihr greift, eurem Auge, mit dem ihr seht, und eurer Zunge, mit der ihr sprecht."
Auf diese Weise offenbart sich die Weisheit Allahs in diesem Menschen.
Je schwerer deinem Ego diese Taten fallen, desto mehr Belohnung gibt dir Allah dafür.
Gleichzeitig entsteht dadurch eine spirituelle Kraft.
Deshalb ist es für diejenigen, die dazu in der Lage sind, ein großer Segen, nachts das Tahajjud und freiwillige Gebete zu verrichten, während andere schlafen.
Wer dazu in der Lage ist, sollte Allah dafür danken und Ihn lobpreisen.
Man sollte nicht auf andere herabsehen und sie verurteilen nach dem Motto: "Ich tue es, sie aber nicht." Auch das ist sehr wichtig.
Man darf nicht vergessen: Allah hat es dir gewährt, weshalb du betest; der anderen Person hat Er es jedoch noch nicht gewährt.
Wenn du hochmütig wirst und sagst: "Ich habe es aus eigener Kraft geschafft, ich habe gebetet", dann waren all diese Gebete umsonst.
Wenn du also in der Lage bist, deine Gebete zu verrichten, danke Allah, preise Ihn und mache Dua: "Möge es nicht weniger, sondern mehr werden."
Sage: "Möge Allah mich bewahren, mich standhaft machen und mir beistehen."
Viele Menschen sagen: "Wir können nicht zum Tahajjud aufstehen, wir schaffen das nicht."
Das liegt zum einen daran, dass man spät schlafen geht, und zum anderen an den kurzen Sommernächten.
Da denken sie: "Ich lege mich nur noch kurz hin und ruhe mich aus", und plötzlich ist es schon Morgen.
Selbst wenn es schon Morgen geworden ist, kann man, sofern noch Zeit bleibt, vor Sonnenaufgang aufstehen und diese Gebete dennoch verrichten.
Wenn die Zeit aber zu knapp geworden ist, sollte man direkt das Morgengebet verrichten, um es nicht zu verpassen.
Auch Menschen, die sonst gar nicht beten, sollten langsam damit anfangen, wann immer sich eine Gelegenheit bietet.
Das Gebet ist enorm wichtig, denn es ist die Säule der Religion.
Zudem hat uns unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) die Nachtgebete als eine besondere Gabe ans Herz gelegt.
Unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) ist nachts sehr oft für das Gebet aufgestanden.
Sogar noch bevor die fünf täglichen Gebete zur Pflicht wurden, stand unser Prophet (sallAllahu aleyhi wa sallam) nachts auf und betete.
Möge Allah uns beistehen und uns in diesen schönen Taten beständig machen, inschaAllah.