السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2025-10-18 - Other

Die Grundlage unseres Weges ist es, zusammenzukommen, gute Ratschläge zu geben und auf Ratschläge zu hören. Der Naqschbandi-Orden ist einer der 41 spirituellen Wege, Tariqas genannt, die auf den Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, zurückgehen. Eine ihrer Überlieferungsketten geht auf Abu Bakr as-Siddiq, radhiyallahu anhu, zurück. Die anderen Überlieferungsketten gehen auf Ali, radhiyallahu anhu, zurück. Die Sahaba, die Gefährten des Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, sind die tugendhaftesten aller Menschen. Die Vorzüglichsten dieser Ummah sind die Sahaba, die Gefährten des Propheten, sallallahu alayhi wa sallam. Unter allen Menschen sind die Propheten die Erhabensten. Es gibt 124.000 Propheten. Und der Erhabenste unter ihnen ist unser Prophet, sallallahu alayhi wa sallam, der die Religion zur Vollendung geführt hat. Sein Name wird zusammen mit dem Namen Allahs genannt: Lā ilāha illallāh, Muḥammadun Rasūlullāh, sallallahu alayhi wa sallam. Deshalb ist er der Erhabenste, und wir schätzen uns sehr glücklich, zu seiner Ummah zu gehören. Alle Propheten sind demselben Weg gefolgt; es gibt keinen Unterschied zwischen ihnen. Man darf zwischen ihnen keinen Unterschied machen. Sie alle haben die Botschaft überbracht, die von Allah kam. Die Offenbarung kam schrittweise, aber sie war noch nicht vollendet. Mit dem Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, hat sie ihre Vollendung erreicht. Deshalb sagen nicht nur Muslime, sondern sogar Christen und Juden, dass nach dem Propheten Muhammad, sallallahu alayhi wa sallam, kein weiterer Prophet mehr gekommen ist. Jeder Prophet, der kam, verkündete die frohe Botschaft: „Nach mir wird ein Prophet kommen.“ Und der letzte Prophet vor unserem Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, war Jesus, alayhis salam. Und er bestätigte die Thora und verkündete: „Allah wird nach mir den letzten Propheten senden. Sein Name wird Ahmad sein.“ So sprach er. Das ist also sehr deutlich. Die Menschen müssen verstehen, dass die Religion nur eine ist. Und wir müssen daran glauben. Jeder Prophet, der kam, nahm an, was Allah ihm offenbarte, und lehrte die Menschen die Grundlagen der Religion. Die Religion wurde Schritt für Schritt offenbart, bis der Prophet, sallallahu alayhi wa sallam, in seiner Abschiedspredigt den Vers verkündete: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet.“ Viele der Wunder, die der Prophet verkündet hat, sind bereits eingetreten. Und es gibt noch viele weitere Prophezeiungen, die noch nicht eingetreten sind, aber auch sie werden sich erfüllen, inschallah. Dies gilt insbesondere für Jesus, alayhis salam, und seine Wunder, die Allah, Azza wa Jalla, im Qur'an – Seinem wahren Wort – erwähnt hat. Im Gegensatz zu anderen Religionen sind wir Muslime die einzige Gemeinschaft, deren heiliges Buch bis heute ohne jegliche Veränderung überliefert wurde. Auch sie haben heilige Bücher, aber diese wurden verfälscht. Nur der Qur'an wurde für uns Muslime so bewahrt, wie er von Allah, Azza wa Jalla, herabgesandt wurde. Man kann ein Beispiel anführen, auch wenn kein Beispiel die Wahrheit je vollständig erfassen kann. Denken Sie etwa an eine Mordermittlung – ein Szenario, das man oft in Filmen sieht. Ein Verbrechen geschieht, aber niemand weiß, was passiert ist, wer der Täter war oder wie es geschehen ist. Infolgedessen werden oft unschuldige Menschen inhaftiert oder sogar zum Tode verurteilt. Und so kann niemand jemals erfahren, was wirklich passiert ist. Aber Allah, Azza wa Jalla, weiß es. Und Allah, Azza wa Jalla, ist derjenige, dessen Wort absolut wahr ist; alles, was Er sagt, ist die Wahrheit. Und im Qur'an berichtet Er uns von vielen solcher Geschichten. Eine dieser Geschichten ereignete sich zur Zeit des Propheten Moses, alayhis salam. Jemand hatte einen Mann getötet und seine Leiche an einem Ort abgelegt. Deshalb wurden die Menschen, die dort lebten, des Mordes beschuldigt. Daraufhin kamen sie zu Moses, alayhis salam, und fragten: „Wer hat diesen Mann getötet?“ „Wir wollen Gerechtigkeit“, sagten sie, denn in ihrer Scharia galt das Gesetz der Wiedervergeltung (Qisas). Wer tötet, wird getötet. Wer jemandem die Hand abschneidet, dem wird die Hand abgeschnitten. Wer ein Ohr abschneidet, dem wird das Ohr abgeschnitten. Dies war das Gesetz der Wiedervergeltung, das auf den Täter angewendet wurde. Wie es heißt: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ So kamen sie zu Kalīmullāh, also zu Moses, alayhis salam, der mit Allah sprach. Sie sagten: „Bitte frage für uns Allah, Azza wa Jalla, wie wir herausfinden können, wer diesen Mann getötet hat.“ Moses fragte, und der Befehl lautete: „Schlachtet eine Kuh und berührt den Toten mit einem Teil von ihr.“ Sie fragten: „O Moses, was für eine Kuh soll es sein?“ Er antwortete: „Die Kuh soll weder zu alt noch zu jung sein.“ Dann fragten sie erneut: „Verstanden, aber welche Farbe soll sie haben?“ Er antwortete: „Sie soll von leuchtend gelber Farbe sein, ein Goldgelb, das die Betrachter erfreut.“ Dennoch fragten sie weiter: „Diese Beschreibung ist für uns noch immer nicht eindeutig. Wie genau soll diese Kuh sein?“ Und die Antwort lautete: „Es soll eine junge, makellose Färse von leuchtend gelber Farbe sein, die noch nie zur Arbeit eingesetzt wurde.“ „Sie soll diese und jene Eigenschaften haben...“ Daraufhin sagten sie: „Jetzt haben wir es verstanden. Das werden wir tun.“ Sie suchten im ganzen Land nach dieser Kuh und fanden nur eine einzige, die der Beschreibung entsprach. Sie fragten nach dem Preis. Der Besitzer war ein armer, frommer Mann, und Allah gab ihm ein: „Ihr Preis ist so viel Gold, wie in ihre Haut passt.“ Sie hatten viel Geld, waren aber sehr geizig. Dennoch bezahlten sie den Preis und füllten die Haut der Kuh mit Gold, vielleicht einer Tonne oder mehr. Und als sie die Kuh geschlachtet hatten, nahmen sie ein Stück von ihr, berührten damit den leblosen Körper, und mit Allahs Erlaubnis wurde der Mann wieder lebendig. Er sprach: „Mein Neffe hat mich getötet. Er hat mich wegen meines Geldes ermordet.“ Allah führt solche Beispiele im Qur'an an, damit die Menschen zum Glauben finden. Und über Jesus berichtet uns Allah, Azza wa Jalla, von Maria. Während sie sich ständig dem Gebet und Gottesdienst widmete, sandte Allah einen Engel zu ihr. So wurde sie schwanger, ohne verheiratet zu sein und ohne dass ein Mann sie je berührt hatte. Und Allah, der Schöpfer aller Dinge, vergleicht die Schöpfung Jesu mit der Schöpfung Adams, alayhis salam. Er erschuf ihn aus Erde, dann sprach Er zu ihm: „Sei!“, und er war. Später, am Ende der Geschichte Jesu, gab es, wie jeder weiß, einen Verräter. Allah sagt im Qur'an, dass Er dem Verräter das Aussehen Jesu verlieh. So ergriffen sie den Verräter, töteten und kreuzigten ihn. Und im Qur'an sagt Allah, Azza wa Jalla, zu uns: „Wa mā qatalūhu wa mā ṣalabūhu wa-lākin shubbiha lahum.“ (Nisā, 4:157) „Doch sie töteten ihn nicht und kreuzigten ihn nicht, sondern es erschien ihnen nur so.“ Vielmehr, so sagt Allah: „Bal rafaʿahu-llāhu ilayh.“ (Nisā, 4:158) Vielmehr hat Allah ihn zu Sich in den Himmel emporgehoben. Er wurde in den zweiten Himmel emporgehoben; insgesamt gibt es sieben Himmel. Und er wird zurückkehren, um all den getäuschten Menschen die Wahrheit zu offenbaren, damit sie den wahren Jesus, alayhis salam, erkennen. Er ist nicht der „Sohn Gottes“, wie sie behaupten. Niemand, der auch nur einen Moment nachdenkt, kann so etwas glauben. Allah, Azza wa Jalla, hat keine Gestalt und ist an keinen Ort gebunden. Er ist frei von den Begrenzungen des Raumes. Der gesamte Raum, das Universum, Licht, Schall, Zeit, die Zeitalter, die Geschichte – all das wurde von Allah, Azza wa Jalla, erschaffen. Deshalb kann man nicht sagen, jemand sei der „Sohn Gottes“. Für einen vernünftigen Menschen ist es unmöglich, daran zu glauben. Was die anderen Religionen betrifft, so wurden ihre heiligen Schriften von ihren eigenen Geistlichen verfälscht. Die meisten dieser Änderungen geschahen aus Geldgier und zum persönlichen Vorteil. Sie haben Millionen, ja Milliarden von Menschen vom Weg Allahs, Azza wa Jalla, abgebracht. Man könnte fragen: „Wie kann ein Priester, ein Rabbi oder ein anderer Geistlicher so etwas tun?“ Dafür gibt es viele Beispiele. Denken Sie an den Gelehrten zur Zeit Josuas, alayhis salam. Er kannte den Ism-i A'zam, den Größten Namen Allahs. Jeder, der diesen Namen kannte und mit ihm bat, konnte alles erreichen, was er wollte. Doch selbst er ging ihnen in die Falle. Sie lockten ihn mit dem Versprechen, eine schöne Frau heiraten zu dürfen, und so verriet er Josua, alayhis salam. Sehen Sie, das sind keine unschuldigen Menschen. Sie sind die Anhänger des Satans. Sie haben vielleicht 95 %, ja sogar 99 % ihrer heiligen Bücher verändert, also sehr viele Inhalte. Alhamdulillah, das größte Wunder des Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, ist der erhabene Qur'an. Er liegt uns heute genauso vor, wie er vom Himmel herabgesandt wurde, ohne dass auch nur ein einziger Buchstabe verändert worden ist. Alles Gute und alles Wissen ist in ihm enthalten. Deshalb erwarten wir Jesus, alayhis salam, inschallah. Jeder, ob Gläubiger oder Ungläubiger, erwartet die Ankunft von jemandem. Jeder trägt dieses Gefühl in sich, und es kommt von Allah, Azza wa Jalla. Er hat den Menschen die Erwartung ins Herz gelegt, dass jemand kommen wird, um dieser Welt nach all dem Unheil und der Unterdrückung Glück und Gerechtigkeit zu bringen. Inschallah, wir sind dieser Zeit nahe. Sie ist nicht mehr fern. Inschallah wird der Mahdi, alayhis salam, kommen, und Jesus, alayhis salam, wird vom Himmel herabsteigen. Er wird die Welt von all der Unterdrückung und dem Unheil reinigen, inschallah. Möge Allah seine Ankunft beschleunigen, und mögen wir dann, inschallah, an seiner Seite sein. Jesus, alayhis salam, wird der Scharia des Propheten, sallallahu alayhi wa sallam, folgen. Der Wunsch von Jesus, alayhis salam, war es, zur Ummah des Propheten Muhammad, sallallahu alayhi wa sallam, zu gehören. Das ist eine gewaltige Ehre. Alhamdulillah, dafür müssen wir Allah dankbar sein. Möge Allah euch segnen.

2025-10-17 - Other

Insha'Allah, wir versammeln uns um Allahs willen. Möge Allah uns Freude schenken. Alhamdulillah, wir sind zusammen und in Argentinien von Ort zu Ort unterwegs. Gestern, masha'Allah, hatten wir unser Muriden-Treffen – eine schöne Versammlung in Cordoba – und heute, alhamdulillah, sind wir in Mendoza angekommen. Mendoza ist ein wunderbarer Ort, nahe der Grenze, von wo aus man Chile sehen kann. Unsere Muriden haben hier, masha'Allah, eine Dergah, eine Moschee, erbaut und leben hier mit ihren Familien. Es ist ein sehr schöner Ort mit fließendem Quellwasser. Wir sind auf einer Höhe von etwa 2.000 Metern. Es ist kühl und schön, sehr schön. Und an dieser Stelle möchte ich auf etwas hinweisen: Ich möchte über zwei gegensätzliche Dinge sprechen. Dieser Ort hier heißt Las Vegas. Der andere Ort, der ebenfalls Las Vegas heißt, ist sein genaues Gegenteil. Hier ist das Paradies, dort ist die Hölle. Hier ist es kühl und überall fließt Wasser; dort liegt es mitten in der Wüste. Dort gibt es sehr schöne Gebäude und sehr schicke, glänzende Autos. Es gibt luxuriöse Hotels und Schwimmbäder. Dort gibt es Frauen, die viel zu viel Make-up tragen. Aber in Wirklichkeit ist es wie der Dajjal: Von außen sieht es sehr schön und gut aus, aber sobald man eintritt, ist man verloren. Und es trifft nicht nur Menschen, die nach Spiritualität suchen; selbst ganz normale, nicht-spirituelle Menschen gehen dort zugrunde. Es zerstört Familien und es zerstört die Menschlichkeit. Natürlich gibt es überall auf der Welt Kasinos, aber dieser Ort ist das Hauptquartier des Glücksspiels. Es wurde mitten in der Wüste erbaut. Es hat heiße Luft, schlechte Luft und keinerlei Grün drumherum. Subhan'Allah, sie blenden die Menschen mit Geld und einem glamourösen Schein, damit es gut aussieht, und die Leute strömen dorthin – nicht nur aus Amerika, sondern sogar aus unserem eigenen Land. Spieler aus aller Welt haben das Gefühl, sagen zu müssen: "Ich war in Las Vegas spielen", selbst wenn sie dabei viel Geld verlieren. Alhamdulillah, hier ist es das Gegenteil. Es sieht rustikal aus; sie haben es mit ihren eigenen Händen gebaut, mit Holz, das sie hier und da zusammengetragen haben, um das Gebäude zu errichten. Aber das sind aufrichtige Menschen; Allah liebt sie und hilft ihnen. Durch sie leitet Er auch andere Menschen. Ich war vor neun Jahren hier, und jetzt bei meiner Rückkehr, masha'Allah, ist es gewachsen und sie bauen weiter aus. Dies ist ein Paradies in dieser Dunya und auch ein Paradies in der Akhira. Wer nach Glück sucht, sollte nicht auf den äußeren Schein achten, sondern auf die Wirklichkeit der Dinge. Man muss die Weisheit in allem suchen, was man sieht. Selbst wenn man auf diesen üblen Ort blickt, muss man die Weisheit darin finden, zu erkennen, wie das Böse die Menschen gefangen nehmen und zerstören kann. Diese Spieler, sie geben alles für ihr Glücksspiel auf. Auch in unserem Land gibt es ein sogenanntes "Glücksspielparadies"; viele Menschen, hauptsächlich aus der Türkei, kommen dorthin, um in diesen satanischen Hotels zu spielen. Sie heißen sie willkommen und geben ihnen alles: Essen, einen Schlafplatz und sogar ein Rückflugticket. Weil sie am Ende ohne Geld dastehen werden, wird das Rückflugticket von den Hotels oder Kasinos gestellt. Glücksspiel ist das Schlimmste für das Wohlergehen eines Menschen. Denn wenn jemand mit dem Glücksspiel anfängt, kann er nicht mehr aufhören. Süchte nach anderen Dingen wie Alkohol oder Drogen können vielleicht behandelt werden, aber beim Glücksspiel ist es schon ein Erfolg, wenn sich auch nur einer von 10.000 retten kann. Möge Allah uns vor dieser schlechten Angewohnheit und vor den üblen Menschen bewahren, die andere in Kasinos und ähnliche Orte locken, ihnen vieles anbieten, nur um an ihr Geld zu kommen. Hier ist das Halal-Las Vegas und dort ist das Haram-Las Vegas.

2025-10-16 - Other

Wir sind glücklich.
Denn alles kommt von Allah; alles geschieht nach Seinem Willen.
Seid also glücklich und dankbar und sprecht von den guten Dingen, die Allah euch geschenkt hat.
Wir glauben, dass das höchste Gut für einen Menschen ist, gläubig zu sein.
Alhamdulillah, das ist es, was Allah uns geschenkt hat.
Wir sind glücklich darüber.
Und wir wissen, dass Allah auch euch diese große Gabe geschenkt und euch zu Gläubigen gemacht hat.
Das ist etwas sehr Kostbares.
Was müssen wir also tun, um Allah für diesen Glauben zu danken, damit Er uns diese Gabe auch weiterhin gewährt?
Zuallererst: Seid gütig zu den Menschen.
Zu den Tieren.
Zum Planeten.
Zur Erde.
Zum Wasser.
Zu allem.
Ihr sollt Gutes tun.
Das ist zu unserem eigenen Wohl.
Der Lohn dafür ist: Wenn ihr alles und jeden respektiert – jeden Menschen, jedes Tier – dann wird diese Welt wie ein Paradies sein.
Doch leider tun die Menschen das nicht, und deshalb leiden sie in dieser Welt.
Also stimmt etwas nicht mit uns, mit uns Menschen.
Allah hat alles aufs Vollkommenste erschaffen. Er hat uns in der vollkommensten Gestalt geschaffen, mit der Fähigkeit, vollkommen zu denken und zu handeln. Er hat uns alles gezeigt und gelehrt, was wir tun sollen.
Aber die Menschen folgen dem, was ihnen beliebt.
Dem, was sie „Freiheit“ nennen.
Aber wenn deine Freiheit mit der Freiheit eines anderen kollidiert, kommt es zum Konflikt.
Wenn du deine Grenzen überschreitest, und er seine Grenzen hat und andere ihre Grenzen haben – wenn alle Menschen ihre Grenzen überschreiten, führt das zu solchen Kriegen.
Was ist also die Lösung dafür?
Dem zu folgen, was Allah, der Mächtige und Erhabene, uns zeigt und uns aufträgt.
Allah sagt, die Religion ist einfach, nicht schwer.
Alhamdulillah, wir sind hier...
Wir sind auf die andere Seite gegangen, weil es dort sonnig und heiß war.
Also haben wir die Leute hierher gebracht, wo sie entspannt und zufrieden sind.
Man muss es ihnen nicht unnötig schwer machen, damit sie nicht abgelenkt sind und denken: „Es ist zu heiß“ oder „Ich finde keinen Sitzplatz“.
Alhamdulillah, jetzt geht es allen gut und sie sind zufrieden.
Das ist die Anweisung Allahs.
Er hat gesagt, wir sollen es allen einfach machen.
Yassiru wala tu'assiru.
Macht es leicht, nicht schwer.
Und das ist eines der...
Natürlich gibt es seltene Anlässe, die für die Menschen schwierig sein können, aber ansonsten gilt: „fa inna ma'al 'usri yusra“.
Denn auf eine Erschwernis folgt Erleichterung und Freude.
Wie beim Fasten: Man fastet den ganzen Tag, wird durstig und hungrig, aber wenn man zur Maghrib-Zeit das Fasten bricht, ist das für die Essenden das größte Glück und der höchste Genuss.
Diejenigen, die nicht fasten, kennen diese Freude nicht.
Und die Hajj ist ähnlich. Da sie nur einmal im Leben stattfindet, zeigt sie den Menschen, wie es am Tag der Auferstehung sein wird, mit dem Leichentuch, der Hitze und der beschwerlichen Reise.
Diese eine Sache ist etwas schwierig, aber danach kommt das Glück.
Und dieses Prinzip gilt auch für das Verrichten guter Taten wie dieser.
Aber um Menschen von schlechten Taten abzuhalten, muss man es denen, die sie tun wollen, schwer machen.
Ihr dürft es nicht hinnehmen. Und wenn ihr könnt, müsst ihr sie daran hindern.
Ihr müsst das verhindern, so gut ihr könnt.
Das ist das Gegenteil davon, gute Taten zu erleichtern.
Den Leuten, die Schlechtes tun, müsst ihr es schwer machen.
Viele Menschen tun heutzutage Dinge... man kann sich die Schlechtigkeit und die schiere Menge an schlechten Taten, die die Menschen begehen, kaum vorstellen.
Was immer ihr also davon wisst und verhindern könnt, müsst ihr auch verhindern.
Was ihr in dieser Welt tut, ist gut für denjenigen, den ihr von schlechten Taten abhaltet.
Und Allah wird euch dafür belohnen.
Denn vielleicht schadet er sich selbst, anderen Menschen oder der Gesellschaft.
Deshalb ist es gut, es ihm nicht leicht zu machen.
Denn es gibt ein arabisches Sprichwort: „al-mal as-sa'ib yu'allim as-sariqa.“
Unbeaufsichtigtes Gut lehrt die Menschen das Stehlen.
Dies ist ein arabisches Sprichwort: „al-mal as-sa'ib yu'allim as-sariqa.“
Das heißt, wenn du deine Kleider, dein Geld oder irgendetwas unbeaufsichtigt liegen lässt, bringst du den Leuten das Stehlen bei.
Gebt diesen Leuten deshalb keine Gelegenheit, schlechte Taten zu lernen.
Jemand könnte fragen: „Wie sollen wir das tun?“
Wir können es.
Sehr oft, auch heutzutage, gibt es viele Leute, die andere betrügen.
„Gib mir Geld, ich investiere es... das ist eine gute Gelegenheit... du gibst mir eins, ich gebe dir zehn zurück.“
So werden die Leute betrogen. Und diese Person nimmt von dir, von einem anderen und noch einem, und lernt, so weiterzumachen.
Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen guten Anstand, Ehre und alles, was gut ist, vergessen haben. Sie denken nicht mehr darüber nach.
Wenn jemand keine schlechten Taten mehr begehen kann, wird Allah ihn, inscha'Allah, langsam zumindest wieder auf den Pfad der Menschlichkeit zurückführen.
Alhamdulillah, Wir waren vor neun Jahren hier.
Dies ist das zweite Mal.
Alhamdulillah, wir freuen uns, dass, inscha'Allah, die Muslime, und insbesondere die Anhänger der Tariqa, immer zahlreicher werden.
Und die Anhänger der Tariqa bringen den Menschen die Freude am Islam nahe.
Denn der Islam wird an jedem Ort falsch verstanden.
Selbst in islamischen Ländern verstehen sie den Islam nicht.
Aus diesem Grund müssen wir die Menschen über die Tariqa und den Islam lehren, und inscha'Allah, wird Allah ihre Herzen für den Glauben öffnen, insha'Allah.
Und das ist der Weg ins Paradies.
Das Paradies, auch schon im Diesseits.
Wenn du Zufriedenheit und Glück in deinem Herzen trägst, bist du auch hier im Paradies.
Wenn du das aber nicht hast, lebst du in der Hölle, selbst wenn dir eine ganze Stadt voller Geld gehört.
Aus diesem Grund rufen wir die Menschen um Allahs willen zum Glücklichsein auf.
Wir reisen um Allahs willen, um den Menschen zu helfen, sich vor dem Feuer der schlechten Taten zu retten.
Jedes Mal, wenn jemand etwas Schlechtes tut, dringt ein weiteres Feuer in sein Herz.
Natürlich haben Menschen, die so etwas tun, die Chance, Reue zu zeigen und Allah um Vergebung zu bitten, solange sie auf dieser Welt sind. Wenn sie es vor ihrem Tod tun, wird Allah ihnen vergeben.
Aber nach dem Tod ist es vorbei.
Insha'Allah, möge Allah allen Menschen Rechtleitung schenken, inscha'Allah.
Danke fürs Zuhören.
Möge Allah euch segnen und beschützen – euch, eure Familien, eure Kinder, eure Nachbarn und euer Land – und möget ihr, inscha'Allah, zu den Gläubigen gehören.


2025-10-15 - Other

Auf Wunsch von Mawlana Sheikh Nazim, inscha'Allah, möchten wir anlässlich unseres Wiedersehens ein kurzes Sohbet halten. Alhamdulillah. Unsere Absicht ist es, alles für das Wohlgefallen Allahs zu tun. Für das Wohlgefallen Allahs haben wir diesen langen Weg auf uns genommen, um unsere Freunde und unsere Lieben wiederzusehen. Insha'Allah, möge Allah diesen Besuch für uns und für euch segnen. Alhamdulillah, nach vielen Jahren sind wir wieder hier. Vor neun Jahren waren wir mit Sheikh Bahauddin Efendi hier. Wir dachten, wir würden vielleicht nicht wiederkommen können, denn wir werden älter und der Weg ist sehr weit. Doch wenn Allah etwas will, alhamdulillah, dann macht Er es wieder möglich. Deshalb, alhamdulillah, freuen wir uns sehr, all unsere Geschwister, all unsere Ikhwan, zu sehen, die aus Brasilien und Argentinien angereist sind. Insha'Allah, möge unser Zusammensein und unsere Liebe von Dauer sein. Wie gesagt, wir sind nicht wie Touristen hierhergekommen, nur um uns die Gegend anzusehen. Was für uns wirklich zählt, ist, die Liebe zu Allah in den Herzen der Gläubigen zu sehen und ihre Liebe zu jenen, die Allah lieben. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Der Beste unter euch ist der, bei dessen Anblick ihr euch an Allah erinnert.“ Und genau deshalb freuen wir uns, wenn wir euch sehen. Wenn wir einen Gläubigen sehen, der Allah, den Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) und die Awliyaullah liebt, macht uns das Lächeln auf seinem Gesicht glücklich. Die Menschen reden immer von "Liebe, Liebe, Liebe", aber diese ist meist vergänglich. Die wahre Liebe ist die Liebe zu Allah . Doch die Liebe derer, die Allah wahrhaftig lieben, wird niemals vergehen. Im Gegenteil, sie wächst von Augenblick zu Augenblick und wird immer tiefer. Für immer, in alle Ewigkeit... Insha'Allah. Bei anderen, rein menschlichen Formen der Liebe, können sich die Leute anfangs noch so sehr lieben – doch nach einem Monat, fünf Monaten, einem oder fünf Jahren erlischt dieses Feuer. Diese Liebe ist nicht von Dauer. Und warum ist das so? Weil der Mensch unvollkommen ist. Jeder hat seine Fehler und Mängel. Niemand ist perfekt, niemand ist vollkommen. Deshalb fangen sie nach einer Weile an, die Fehler des anderen zu sehen: "Ach, so ist er also", "Und sie ist so". Und mit der Zeit springen einem diese Fehler ins Auge und machen einen unglücklich. Doch Allah ist frei von jeglicher Unvollkommenheit. Nichts und niemand kann Ihm gleichgesetzt oder mit Ihm verglichen werden. Deshalb nimmt die Liebe zu Allah nicht ab, sondern wächst stattdessen stetig. Genauso nimmt auch die Liebe zum Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) mit jedem Tag zu. Genauso ist es mit der Liebe zu unseren Mashayikh, den edlen Sahaba und den Ahl al-Bayt; sie wächst mit der Zeit, denn sie sind vollkommene Menschen. Darin liegt der große Unterschied zwischen menschlicher und göttlicher Liebe: Die eine ist vergänglich, die andere aber ist ewig. Insha'Allah, möge unsere Liebe von der ewigen Art sein. Und insha'Allah, mögen noch mehr Menschen diese Schönheit, diesen spirituellen Genuss und diesen Segen erfahren. Denn Anfang und Ende dieses Weges ist allein das Wohlgefallen Allahs. Und solange unsere Absicht aufrichtig ist, ist Allah mit uns, insha'Allah.

2025-10-13 - Dergah, Akbaba, İstanbul

قُلۡ سِيرُواْ فِي ٱلۡأَرۡضِ فَٱنظُرُواْ كَيۡفَ بَدَأَ ٱلۡخَلۡقَۚ (29:20) Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt: "Reist auf der Erde umher." Betrachtet Allahs Geschöpfe, Seine Schöpfung. Über das Wesen Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, nachzudenken, darüber zu kontemplieren – das ist uns nicht möglich. Ihr sollt Seine Schöpfung betrachten. Sein Wesen übersteigt jeden Verstand, jede Vorstellung. Es gibt heutzutage eine Gruppe von Menschen, die sagen über Allah, den Allmächtigen und Erhabenen: "Er ist im Himmel, Er ist auf der Erde"... Doch Allah ist an keinem Ort gebunden. Allah ist der Schöpfer aller Dinge. Dieses Thema ist eine heikle Angelegenheit. Wohin ihr auch geht – der Sinn besteht darin, Allahs Schöpfung zu betrachten und daraus zu lernen. Dank sei Allah, auch wir werden heute an einen weit entfernten Ort reisen. Durch den Segen von Scheich Muhammed Nazim al-Hakkani, unserem Scheich-Vater, und durch seine spirituelle Unterstützung gibt es auf der ganzen Welt Anhänger und Liebende des Ordens. Um sie zu besuchen, reisen wir von Zeit zu Zeit hierhin und dorthin. Jeder Ort, den Allah erschaffen hat, ist schön. Allah hat alles auf vollkommenste Weise zum Wohle der Menschen erschaffen. Doch das Wichtigste ist: Wohin wir auch gehen – unser Ziel ist nicht das Reisen an sich, sondern Allahs Wohlgefallen. Sonst ist mittlerweile jeder Ort der Welt gleich geworden. Große Straßen, Gebäude und so weiter... Inzwischen findet man fast nirgendwo mehr Gefallen an der Welt. Doch was uns wirklich Freude bereitet, ist die Freude der Menschen dort – unserer Geschwister oder derer, die zum Glauben kommen oder rechtgeleitet werden. Sie sind das Wesentliche. Sonst sind für uns die Welt, das Reisen, die Sehenswürdigkeiten – all das ist unwichtig. Unsere Anhänger bringen uns hierhin und dorthin, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, und sie freuen sich und sagen: "Wir dienen." Was uns wirklich erfreut, ist, dass die Menschen sich freuen, dass sie glücklich sind. Dieses Glück entspringt der Liebe zu Allah. Dass wir zusammenkommen, weil sie sich Allah zugewandt haben und auf diesem Weg sind – das bereitet ihnen große Freude. Und das ist auch unsere Freude. Berge, Steine, Gebäude, dies und das – all das ist bedeutungslos. Ob es der luxuriöseste, reichste Ort der Welt ist oder der ärmste – es macht keinen Unterschied. Dass diese Menschen um Allahs Wohlgefallen willen glücklich sind, sich freuen... Diese Liebe zum Glauben, die Allah schenkt, diese islamische Freude – das ist es, worauf es uns ankommt. Möge Allah ihre Zahl vermehren, möge Er die Gläubigen zahlreicher machen, inscha`Allah. Der Ort, zu dem wir reisen werden, ist ziemlich weit entfernt. Wir waren schon einmal dort. Wir fragten uns, ob uns ein zweites Mal bestimmt sein würde. Dank sei Allah, es war für heute bestimmt. Mögen wir in Frieden hin- und zurückkommen, inscha`Allah. Mögen sich auch die Geschwister dort freuen. Denn wir werden von weit her zu ihnen gekommen sein. Auch die materiellen Möglichkeiten der Menschen dort sind bescheiden. Deshalb freuen sie sich sehr um Allahs Wohlgefallen willen, wenn wir dorthin kommen. Möge ihre Zahl noch größer werden, inscha`Allah. Möge Allah sie beschützen. Mögen sie ein Mittel zur Rechtleitung anderer werden, inscha`Allah. Mögen zuallererst ihre Familien, ihre Verwandten, alle zum Glauben kommen, zum Islam, inscha`Allah. Möge dies für uns alle Glück bedeuten in dieser Welt und im Jenseits, inscha`Allah.

2025-10-12 - Dergah, Akbaba, İstanbul

إِن يَنصُرۡكُمُ ٱللَّهُ فَلَا غَالِبَ لَكُمۡۖ (3:160) Wer sich an Allahs Gebote hält, steht auf Seiner Seite, und den kann niemand besiegen; der Sieg gehört immer ihm. Ihm wird kein Unheil widerfahren. Wahrlich, das Versprechen Allahs, des Allmächtigen und Majestätischen, ist wahr. Dieses Versprechen wird sich gewiss erfüllen. Das heißt, es besteht kein Zweifel daran. Haltet euch deshalb an Allah. Man muss auf dem Weg Allahs stets standhaft bleiben, damit Allah, der Allmächtige und Majestätische, einem den Sieg gewährt und hilft, inscha'Allah. Die Menschen sind oft ungeduldig. Sie haben keine Geduld und wollen, dass alles sofort geschieht. Doch es geschieht so, wie Allah es bestimmt. Der wahre Sieg besteht darin, den eigenen Glauben zu bewahren. Das ist das Allerwichtigste. Sich nicht dem Satan und dem eigenen Ego hinzugeben. Wenn du ihnen unterliegst, hast du verloren. Wenn du aber über sie siegst, hast du den wahren Sieg errungen. Der weltliche Sieg ist dabei nicht entscheidend. Das Wichtige ist, wie unser Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) lehrte, vom kleinen Dschihad, dem Dschihad al-Asghar, zum großen Dschihad überzugehen. Unser Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) erklärt, dass der kleine Dschihad der Krieg ist. Der große Dschihad hingegen ist der Kampf gegen das Ego. Denn dies ist ein Kampf, der ein Leben lang andauert. Der Mensch führt einen ständigen Dschihad gegen sein Ego, den Satan und dessen Gefolge. Das ist der große Dschihad. Man kann also nicht einfach sagen: „Ich habe gewonnen“ und dann aufhören. Was ist damit gemeint? Wenn du den Weg Allahs verlässt und denkst: „Gut, ich habe gesiegt, ich habe mein Ego und den Satan besiegt“, dann hast du in genau diesem Moment bereits alles verloren. Gerade weil dieser Kampf ein Leben lang andauert, nannte ihn unser Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) den „Dschihad al-Akbar“. Das ist der große Dschihad, der große Kampf. Möge Allah uns in diesem Kampf beistehen, bis zu unserem letzten Atemzug. So sind wir auf Seinem Weg, inscha'Allah. Möge Allah immer unser Helfer sein.

2025-10-11 - Dergah, Akbaba, İstanbul

ثُمَّ كَانَ مِنَ ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ وَتَوَاصَوۡاْ بِٱلصَّبۡرِ وَتَوَاصَوۡاْ بِٱلۡمَرۡحَمَةِ (90:17) أُوْلَـٰٓئِكَ أَصۡحَٰبُ ٱلۡمَيۡمَنَةِ (90:18) Geduld und Barmherzigkeit zeichnen den Muslim und den Gläubigen aus. Allah, der Mächtige und Erhabene, liebt diese Eigenschaften. Wer barmherzig ist, mit dem ist auch Allah barmherzig. Wer aber unbarmherzig ist, den wird seine Strafe gewiss treffen. In unserer heutigen Zeit gab und gibt es natürlich viel Unterdrückung. Seit dem Sturz des osmanischen Kalifats hat die Unterdrückung auf der ganzen Welt ein Höchstmaß erreicht. Sie täuschten die Menschen mit dem Versprechen: „Wir werden euch von der Unterdrückung der Osmanen befreien.“ Nicht nur hier, sondern die ganze Welt wurde von Unterdrückung heimgesucht. Millionen von Menschen wurden massakriert, ermordet und unterdrückt. Wofür? Ein Muslim ist barmherzig; er ist von Barmherzigkeit erfüllt. Sie rufen einander zu Geduld und Barmherzigkeit auf. Indem sie sagen: „Begeht kein Unrecht.“ Der Ungläubige hingegen ist das Gegenteil; er kennt keine Barmherzigkeit, sondern nur Unterdrückung. Deshalb ist der Muslim jener Diener, den Allah, der Mächtige und Erhabene, liebt. Allah ehrt ihn und belohnt ihn. Allah wird den Unterdrücker und den Ungläubigen zur Rechenschaft ziehen. Sie sollen sich nicht darüber freuen, dass ihre Abrechnung nicht auf dieser Welt erfolgt. Im Jenseits wird der Unterdrücker ganz gewiss zur Rechenschaft gezogen. Auch schon in dieser Welt legt Allah ein Feuer in sein Herz, sodass er keine Ruhe findet. Ganz gleich, was er gegen dieses Feuer tut – ob er Alkohol trinkt, Drogen nimmt oder jede erdenkliche Schandtat begeht – es wird ihm nichts nützen. Denn dieses Feuer wird ihn nicht mehr loslassen. Das ist der Grund für den heutigen Zustand der Welt. Alles, was geschieht, ist zum Vorteil des Muslims. Nichts ist zu seinem Nachteil. Ganz gleich, wie viel Unterdrückung und Leid es auch gibt, all dies wird dem Gläubigen, dem Muslim, bei Allah im Jenseits als Lohn angerechnet. Als Ausgleich für die Mühsal, die er hier erlitten hat, wird Allah, der Mächtige und Erhabene, ihn im Jenseits so reich belohnen, dass die anderen Menschen sagen werden: „Hätten wir doch das Gleiche erlitten.“ Möge Allah uns nicht zu den Unterdrückern zählen lassen, inscha'Allah. Lasst uns niemanden unterdrücken, inscha'Allah.

2025-10-10 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat den Menschen über die anderen Geschöpfe gestellt. Er hat ihm jede Art von guter Eigenschaft mitgegeben. Aber es gibt auch das Ego. Auch das Ego hat Er in ihn gelegt. Das Ego, wie wir immer sagen, zieht einen stets zum Schlechten. Doch Allah hat auch etwas in uns gelegt, das nicht nach dem Schlechten strebt. Das nennt man das Gewissen. Jeder Mensch hat ein Gewissen. Ob Muslim oder Nicht-Muslim, jeder hat ein Gewissen. Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat das Gewissen in die Menschheit eingepflanzt. Er hat das Gewissen gegeben, damit der Mensch sich selbst hinterfragt und kein Unrecht tut. Er hat ihm auch Barmherzigkeit mitgegeben. Doch damit der Mensch danach handeln kann, muss er sein Ego überwinden. Denn wer ein Gewissen hat, der unterdrückt niemanden, fügt niemandem Leid zu, stiehlt nicht den Besitz anderer und betrügt niemanden. Dadurch wächst dann auch sein Glaube allmählich. Und am Ende wird ihm oft Rechtleitung zuteil, er findet den rechten Weg. Aber wenn dieses Gewissen fehlt, lässt sein Ego ihn nichts Gutes tun, selbst wenn er ein Muslim ist. Ein Mensch ohne Gewissen, selbst wenn er Muslim ist, unterscheidet nicht zwischen Recht und Unrecht, zwischen Erlaubtem und Verbotenem. Er nennt sich "Muslim", verrichtet seine fünf täglichen Gebete und war vielleicht sogar auf der Hajj. Aber ohne Gewissen folgt er seinem Ego und dessen Eingebungen. Darin liegt eine Weisheit Allahs, die wir nicht ergründen können. Der menschliche Verstand kann das nicht fassen. Allah sagt: "Ich habe den Menschen in schönster Form erschaffen." وَلَقَدۡ كَرَّمۡنَا بَنِيٓ ءَادَمَ (17:70) Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt: "Ich habe die Menschheit auf der höchsten Stufe erschaffen, mit den besten Eigenschaften ausgestattet; Wir haben sie zu Lande und zu Wasser, überall, geehrt." Nun, wie kommt diese Menschlichkeit zustande? Menschlichkeit entsteht durch das Gewissen. Ohne Gewissen geht auch diese Menschlichkeit verloren. Was der Mensch tut, das tut er letztlich sich selbst an. Deshalb sieht man manchmal einen Nicht-Muslim, der ein solches Gewissen hat, dass er gute Taten vollbringt, die manch ein Muslim nicht tut. "Woran liegt das?", fragen sich die Leute. Das liegt am Gewissen. Es kommt von jenem Gewissen, das Allah, der Allmächtige und Erhabene, in den Menschen gelegt hat. Auf der anderen Seite siehst du einen Muslim, der jede Art von Unterdrückung, Betrug und Bosheit begeht. Und warum ist das so? Weil er kein Gewissen mehr hat. Er hat sein Gewissen zum Schweigen gebracht. Denn wenn man sein Gewissen einmal zum Schweigen gebracht hat, ist es sehr schwer, es wieder zu wecken. Aber wenn du es dir bewahrst, ist es zu deinem eigenen Wohl. Dann werden auch deine Taten rechtschaffen sein. Das Schönste ist, das Wohlgefallen Allahs und unseres Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) zu erlangen. Ein gewissenhafter und barmherziger Mensch wird von Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen, dem Propheten, den Gottesfreunden und den Gläubigen geliebt. Das ist es, was wirklich zählt. Andernfalls ist der Besitz, den du durch Betrug, Täuschung und die Ausbeutung anderer anhäufst, ohne jeden Nutzen. Allah, der Allmächtige und Erhabene, braucht diese Dinge nicht. Du bist derjenige, der bedürftig ist. Die Menschen müssen zu ihrem Gewissen zurückfinden, um Frieden zu finden. Man sagt ja: "Mein Gewissen ist rein, mein Herz ist ruhig." Wenn das Gewissen eines Menschen rein ist, findet auch sein Herz zur Ruhe. Möge Allah uns nicht zu den Gewissenlosen zählen, inscha'Allah. Möge Allah allen Menschen Rechtleitung geben, damit sie diese schöne Eigenschaft in sich nicht abtöten, inscha'Allah.

2025-10-09 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Großscheikh Abdullah ad-Daghistani wies Mawlana Sheikh Nazim immer an, seine Sohbahs niederzuschreiben. Als erste Lektion pflegte er zu sagen: „Tarikatun kulluha adab.“ Die Tariqa beruht gänzlich auf Adab, guten Umgangsformen. Wer keinen Anstand besitzt, sollte nicht behaupten: „Ich gehöre zur Tariqa.“ Jemand ohne gutes Benehmen unterscheidet sich nicht von einem beliebigen Menschen auf der Straße. Wer die Menschen nicht ehrt, den Älteren keinen Respekt erweist und seinen Verwandten und Nachbarn nichts Gutes tut, der wird nicht zur Tariqa gezählt. Die Tariqa ist Anstand. Und dieser Anstand ist das gute Benehmen des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam). Das vollkommenste Benehmen unter den Menschen ist das gute Verhalten des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam). Die Angehörigen der Tariqa müssen ihm auf seinem Weg folgen. Deshalb widerspricht es den Regeln des guten Benehmens der Tariqa, Böses zu tun oder sich mit Falschheit und Lügen abzugeben. Adab bedeutet, den Geboten Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, zu gehorchen und dem Weg des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) zu folgen. Nichts anderes. Die Menschen von heute suchen geradezu nach Gelegenheiten, sich schlecht zu benehmen. Das ist die Art der einfachen Leute, nicht die der Angehörigen der Tariqa. Die Tariqa bedeutet, den edlen Charakter des Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) anzunehmen und danach zu streben, ihm zu ähneln. Möge Allah uns beistehen. Denn heutzutage können selbst die Angehörigen der Tariqa ihr Ego kaum beherrschen. Sie wollen tun, was immer ihr Ego ihnen befiehlt. Sie sind den Begierden ihres Egos unterworfen. Was also ist die Tariqa? Die Tariqa ist Erziehung. Du musst dein Ego erziehen. Ein diszipliniertes Ego steigt zu den höchsten Stufen auf. Durch Schreien und schlechtes Benehmen kommt man nicht weiter. Statt voranzukommen, macht man sogar Rückschritte. Möge Allah uns vor dem Übel unseres Egos bewahren. Manche fragen: „Was sollen wir in der Tariqa tun?“ Die Aufgabe in der Tariqa ist es, Anstand zu wahren. Das ist das Wichtigste. Sein gutes Benehmen zu wahren bedeutet, auf seine Taten und Worte zu achten. Möge Allah uns allen helfen. Möge Allah es uns erleichtern, nicht unserem Ego zu folgen.

2025-10-08 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt sinngemäß: مَنْ تَوَاضَعَ لِلَّهِ رَفَعَهُ، وَمَنْ تَكَبَّرَ وَضَعَهُ Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: Wer um Allahs willen bescheiden ist, den wird Allah erhöhen. Wen Allah erhöht, der ist wahrlich erhaben. Den Hochmütigen aber wird Allah immer weiter erniedrigen. So kann er sich niemals erheben. Ein Mensch, der sich selbst rühmt mit den Worten „Ich bin dies, ich bin das“, ist bei seinen Mitmenschen von vornherein unbeliebt. Denn den hochmütigen Menschen liebt Allah, der Allmächtige und Erhabene, nicht. Hochmut ist eines der größten Laster des Menschen. Er ist eine große Sünde, keine Tugend. Leider neigen die meisten Menschen zum Hochmut. Wer hochmütig ist, hat vor Allah kein Ansehen. Auch vor dem Propheten hat er kein Ansehen. Nur gegenüber Ungläubigen ist Hochmut gestattet. Unter Muslimen jedoch hochmütig zu sein und zu prahlen: „Ich bin ein Gelehrter, ich bin ein Scheich, ich bin dies, ich bin das“, ist ein unangebrachtes und sinnloses Verhalten. Ein solches Verhalten vermehrt die Sünden eines Menschen und löscht zugleich seine guten Taten aus. Deshalb ist Bescheidenheit die wichtigste Eigenschaft für die Menschen auf der Tariqa. Ein Mensch ohne Bescheidenheit braucht die Tariqa gar nicht erst zu betreten. Soll er unter Gelehrten sein und sich in seinem Hochmut einreden: 'Mein Wissen ist so und so' – es nützt weder ihm selbst noch jemand anderem. Möge Allah uns vor diesem Übel unseres Egos bewahren. Möge Allah uns helfen. Möge Allah uns, inscha'Allah, vor Hochmut bewahren.