السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.
Unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, hat diese Insel, auf der wir leben, gepriesen.
Dank sei Allah, dies ist ein Ort, der von Muslimen seit den Anfängen des Islam geehrt wird.
Diese Orte sind gesegnete Stätten, die Allah, der Allmächtige und Erhabene, auserwählt hat.
Der Islam und vor allem die meisten Propheten sind aus dieser Region hervorgegangen.
Aus Gegenden wie dem Hedschas, Scham und dem Jemen.
Natürlich hat Allah in alle Teile der Welt und zu allen Völkern Propheten gesandt.
Aber da die meisten Propheten aus diesen Landen hervorgingen, sind dies gesegnete Orte.
Da es Orte sind, an denen die Propheten reisten und ihre Botschaft verkündeten, sind sie gesegnet.
Dies ist der Geburtsort des Islam und der Menschheit. Natürlich hat Allah, der Allmächtige und Erhabene, Adam, Friede sei auf ihm, im Paradies erschaffen.
Er verweilte im Paradies.
Und als er auf die Erde herabgesandt wurde, lebten die meisten Propheten, die von ihm abstammten, ebenfalls in diesen Landen.
Ihre gesegneten Stätten und ehrenwerten Gräber sind in diesen Landen zahlreich.
Ihr Besuch bringt dem Besucher Segen und dient dazu, die Fürsprache der Propheten zu erlangen.
Ebenso lässt der Besuch der Gräber der Gefährten, der Ahl al-Bayt, der Heiligen und der Rechtschaffenen dem Muslim Segen und Barmherzigkeit zuteilwerden. Denn auf die Orte, an denen sie ruhen, wird bis zum Jüngsten Tag Barmherzigkeit herabkommen.
Deshalb ist dieser Besuch auch für den Gläubigen von Nutzen.
Hört nicht auf diese törichten Leute von heute.
Sie sagen Dinge wie: "Ihr betet Gräber an."
Nein, warum sollten wir ein Grab anbeten?
Wenn wir beten, dann wissen wir sehr wohl, an wen wir unsere Gebete zu richten haben.
Nicht auf euer Geheiß hin; wir beten Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, an.
Wir beten in Richtung der Qibla.
Wir folgen dem Weg, den unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, gewiesen hat, Dank sei Allah.
Auch auf unserer Insel gibt es gesegnete Gefährten und Heilige.
Die Ruhestätten einiger von ihnen sind bekannt, während die anderer unbekannt sind.
Sogar das ehrenwerte Grab des Barnabas, eines der Apostel Jesu, Friede sei auf ihm, der das wahre Evangelium schrieb, befindet sich hier und wird besucht.
Das heißt, er hat nichts mit dem heutigen Christentum zu tun, das Götzen oder Holz anbetet.
Das Evangelium, das er verfasst hat, ist das wahre Evangelium.
Sie halten es unter Verschluss; aber das ist eine andere Geschichte.
Der ehrenwerte Barnabas war auf den Reisen Jesu, Friede sei auf ihm, an seiner Seite.
Was er schrieb, ist das wahre Evangelium.
Jenes Evangelium ist das Werk, das darlegt, dass Jesus ein Prophet ist.
Auch die Christen kennen Barnabas, aber nur dem Namen nach; mehr wissen sie nicht über ihn.
Sie wissen nicht, dass er ein Evangelium geschrieben hat. Und wenn dieses Evangelium ans Licht käme, würde natürlich die ganze Täuschung dieser Lügner auffliegen.
Ihre Religion hätte keinen Bestand mehr, und sie alle müssten zwangsläufig Muslime werden.
Aber genau das wollen sie nicht.
Wegen weltlicher Vorteile, Macht und dergleichen verbergen sie es.
Nur damit der Wille des Teufels geschieht und sie am Ende bei ihm sind.
Aus diesem Grund sind diese Besuche wichtig.
Der Besuch der Gräber dient nicht der Anbetung, sondern dazu, an ihrem Segen und ihrer Barmherzigkeit teilzuhaben. Eine Lehre daraus zu ziehen, ist eine sehr wichtige und schöne Sache: zu sehen, wie vorbildlich diese Menschen gelebt, wie sie dem Islam gedient, Allah gehorcht und den Weg gewiesen haben.
So verhält es sich auch mit dem Besuch der Gräber der Rechtschaffenen und der Propheten.
An erster Stelle steht dabei der Besuch des ehrenwerten Grabes unseres Propheten, Friede und Segen seien auf ihm, der die Krone auf unserem Haupt und das Licht in unseren Augen ist.
Danach besucht man die großen Persönlichkeiten wie die Gefährten und die Ahl al-Bayt.
Mit Allahs Erlaubnis wird man ihres Segens teilhaftig.
Es gibt viele Leute, die die Gläubigen in die Irre führen wollen.
Hört nicht auf sie.
Sie wissen weder, was sie sagen, noch verstehen sie, was sie lesen, noch lassen sie von ihrer Sturheit ab.
Sie sind nicht wichtig.
Wichtig ist, dass Allah uns an diesen schönen Orten erschaffen hat
und uns auf diesen schönen Weg geführt hat.
Möge Allah uns auf diesem Weg festigen, auf dass wir auf ewig auf ihm bleiben, inscha'Allah.
2025-11-16 - Lefke
إِنَّا عَرَضْنَا ٱلْأَمَانَةَ عَلَى ٱلسَّمَـٰوَٰتِ وَٱلْأَرْضِ وَٱلْجِبَالِ فَأَبَيْنَ أَن يَحْمِلْنَهَا وَأَشْفَقْنَ مِنْهَا وَحَمَلَهَا ٱلْإِنسَـٰنُ ۖ إِنَّهُۥ كَانَ ظَلُومًۭا جَهُولًۭا (33:72)
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt: Wir haben das anvertraute Gut den Himmeln und der Erde und den Bergen angeboten, aber sie weigerten sich, es zu tragen, sie scheuten sich davor.
Dieses anvertraute Gut ist die Verantwortung des Menschen, Allah zu dienen.
Dieses anvertraute Gut, das nicht einmal die Berge annehmen wollten.
Die Berge, die Felsen, nichts konnte es tragen; sie sagten: "Dieses anvertraute Gut ist eine zu große Last."
Der Mensch aber sagte: "Ich nehme es auf mich."
Er tat es, aber Allah sagt über ihn: "Er ist wahrlich unwissend."
Er ist ungerecht und unwissend, ein Ungerechter.
Denn nicht jeder Mensch kann dieses anvertraute Gut tragen.
Nur die Propheten können diese Last tragen, und durch sie wird sie den Menschen erleichtert. Nur so können die Menschen standhalten.
Doch die meisten tun dies nicht.
Der Mensch tut das, was seiner Bequemlichkeit und seinem Vergnügen dient.
Auf dem Wege Allahs zu sein und zu tun, was Allah befiehlt, fällt dem Menschen schwer.
Die meisten Menschen erfinden die verschiedensten Ausreden, um davor zu fliehen.
Wenn ihr beim Lesen des Korans Fehler macht, schadet das dem Original nicht.
Denn er ist bewahrt (mahfuz).
Er wird von Allah bewahrt.
Das heißt, selbst wenn ihr ihn versehentlich falsch lest oder vergesst, wird das Original des Korans nicht verfälscht, denn Allah schützt es.
Aber die Hadithe müsst ihr korrekt überliefern.
Wir haben diesen Vers gelesen, den in Allahs Schöpfung gibt es eine Ordnung, ein Geheimnis. Allah bot den Bergen, dem Himmel, der Erde, allem an, dieses anvertraute Gut zu tragen, aber sie lehnten ab.
Sie sagten: "Wir können das nicht tragen, es ist zu schwer."
"Wir können das nicht tragen."
Nur der Mensch hat es angenommen.
Warum?
Weil er sehr ungerecht und sehr unwissend ist.
Das ist eine Eigenschaft des Menschen.
Natürlich sind die Propheten, die Rechtschaffenen und die von Allah geliebten Diener davon ausgenommen.
Aber die Mehrheit ist so.
Sie nehmen es an, aber nachdem sie zugesagt haben, kommen sie dieser Verpflichtung nicht nach.
Allah, der Mächtige und Erhabene, erschuf die Seelen und fragte: "Bin Ich nicht euer Herr?"
Sie sagten...
Einige von ihnen nahmen es nicht an.
Am Ende aber nahmen es alle an.
Und damals gaben alle dieses Versprechen vor Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, aber später hielten sich die meisten nicht daran.
Sie halten ihr Wort nicht.
Deshalb ist es wichtig, unser ganzes Leben lang auf diesem Weg zu bleiben.
Und Allah, der Mächtige und Erhabene, befiehlt uns, ihm zu gehorchen.
Wenn ihr nicht gehorcht, fallt ihr aus dem Kreis heraus, habt euer Wort gebrochen und werdet in der Gegenwart Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, nicht als angenommener, guter Diener gelten.
Denn Allah, der Mächtige und Erhabene, liebt nur diejenigen, die ihm gehorchen.
Manchmal sagen die Leute: "Allah liebt uns nicht."
Allah liebt schon, aber in Wahrheit liebt ihr euch selbst nicht.
Was habt ihr denn für euer eigenes Heil getan?
Allah hat euch alles gezeigt, euch alles Gute gegeben, aber ihr widersetzt euch dem.
Das ist euer eigener Fehler. Ihr werdet bestraft, weil ihr euch selbst bestraft.
Dass der Mensch nicht standhaft auf dem Weg bleibt und sein Wort nicht hält, ist eine seiner Eigenschaften.
Die gesamte Menschheitsgeschichte ist seit jeher voll von solchen Menschen.
Und keiner von ihnen ist mehr da; sie hatten nur ein kurzes Leben, und dann kam ihr Ende.
Schon bald werden sie die Wahrheit sehen.
Die Wahrheit des Lebens, die Allah, der Mächtige und Erhabene, ihnen gezeigt hat... Und sie werden bereuen, was sie versäumt haben.
Dies gilt für alle Menschen, ob Muslime oder Nicht-Muslime.
Aber es gibt auch arrogante Menschen, die sich anderen überlegen fühlen.
Zum Beispiel sagen solche gläubigen Muslime: "Ich bin dies, ich bin das, ich bin ein Scheich, ich bin ein Vertreter."
Deshalb hat Allah, der Mächtige und Erhabene, gesagt: "Tut nur das, wozu ihr in der Lage seid."
Ladet euch keine schweren Lasten auf.
Verlangt nichts, was euch in Schwierigkeiten bringt.
Deshalb sind viele Menschen mit ihrer Situation unzufrieden.
Sie wollen größer, höher oder berühmter sein.
Das ist besonders typisch für die Menschen unserer Zeit; sie wollen um jeden Preis berühmt sein.
Nur um berühmt zu sein, tun sie alles, ohne zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.
Versucht deshalb nicht, etwas zu tun, das ihr nicht könnt.
Und die Menschen drängen sich gegenseitig zur Seite, um noch höher aufzusteigen.
Aber das nützt euch nichts.
Ihr tut das nur für euer Ego.
Allah, der Mächtige und Erhabene, hat daran kein Wohlgefallen, und auch der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) hat kein Wohlgefallen daran.
Nur für euer Ego wollt ihr höher hinaus.
Gewöhnliche Menschen wollen vielleicht Abgeordnete, Präsidenten oder etwas anderes werden.
Auch viele Leute aus den Tariqas fragen: "Wie kann ich ein Scheich werden? Wie kann ich ein Heiliger werden?"
Eigentlich ist es sehr einfach, das zu erreichen.
Folgt einfach dem, was Allah, der Mächtige und Erhabene, befohlen hat, und denkt an nichts anderes.
Wenn Allah euch eure Versorgung gibt, ihr mit eurer Familie glücklich seid und eure Gottesdienste verrichtet, dann ist das die größte Gnade von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen.
Dies bis zum letzten Atemzug beizubehalten, ist die größte Belohnung für euch.
Wenn ihr euch um etwas bemühen wollt, dann bemüht euch darum.
Ohne nach oben, nach unten oder zur Seite zu schauen.
Konzentriert euch nur auf euch selbst, eure Brüder und eure Familie; es genügt, wenn ihr eure eigenen Angelegenheiten in Ordnung haltet.
Es ist nicht nötig, Sprünge machen zu wollen, um noch höher aufzusteigen.
Wenn ihr auf diesem Weg standhaft seid, wie die Großen sagten: "Ajallu al-karamat, dawamu at-tawfiq."
Das größte Wunder ist, beständig auf demselben Weg zu bleiben, ohne nachzulassen. Es ist auch nicht nötig, nach Höherem zu streben.
Allein das ist bis zum Ende eures Lebens für euch ausreichend.
Wenn ihr das tut, gehört ihr zu den Gewinnern.
Wenn Allah will, dass ihr aufsteigt, wird Er euch die Türen öffnen.
Und wenn Er es nicht will, ihr aber euer Leben lang so weitermacht, seid ihr trotzdem ein von Allah geliebter Diener.
Möge Allah uns auf diesem Weg festigen und uns nicht unserem Ego folgen lassen.
Denn das Recht, sich selbst zu loben, gebührt allein Allah, dem Mächtigen und Erhabenen.
"Ich bin dies, ich bin das."
"Ich bin ein Wali, ich bin der Qutb, ich bin ein Scheich, ich bin ein Vertreter."
Auch das ist nicht richtig.
Das Recht, sich selbst zu loben, gebührt allein Allah, dem Mächtigen und Erhabenen.
Allah, der Mächtige und Erhabene, lobt sich immer selbst.
Sogar der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) hat gesagt: "Ich bin der Herr der Söhne Adams, und das ist keine Prahlerei."
Er sagte: "Lâ fahr."
Obwohl er seinen Rang verkündet, fügt er hinzu "Lâ fahr" (keine Prahlerei).
"Nein, darin liegt für mich kein Stolz."
Allein Allah, dem Mächtigen und Erhabenen: Wa lahu al-kibriya'u fi as-samawati wal-ard (45:37)
In den Himmeln und auf der Erde und überall gehört die Erhabenheit Allah, dem Mächtigen und Erhabenen.
Deshalb wird jemand, der sich selbst lobt, nirgends angenommen. Ob in einer Tariqa oder nicht, niemand mag jemanden, der sich selbst lobt.
Möge Allah uns vor dieser Eigenschaft bewahren, inscha'Allah.
2025-11-15 - Lefke
وَأَلَّوِ ٱسۡتَقَٰمُواْ عَلَى ٱلطَّرِيقَةِ لَأَسۡقَيۡنَٰهُم مَّآءً غَدَقٗا (72:16)
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt: „Wenn sie auf dem rechten Weg wären, gäbe es für die Menschheit von allem genug, sogar mehr als genug.“
Solange man auf dem rechten Weg, Istiqama, ist, hat Allah jedem seine Versorgung gegeben.
Aber die Menschheit bleibt nicht auf dem rechten Weg, Istiqama.
Mit dem rechten Weg, Istiqama, ist Aufrichtigkeit gemeint.
Wenn jeder auf dem rechten Weg wäre, niemanden täuschen, niemandem Leid zufügen und sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern würde, hätte Allah, der Mächtige und Erhabene, allen genug gegeben.
Aber die Menschheit kann nicht auf dem rechten Weg bleiben, weil sie diesen vier Feinden folgt: Nafs (Ego), Hawā (Begierden), Schaitan (Satan) und Dunyā (die Welt).
Sie kann nicht in der Aufrichtigkeit verharren.
Sie kann nicht in der Gerechtigkeit verharren, sie wendet die Gerechtigkeit nicht an.
Deshalb wird die Welt für jeden zur Qual.
Und für jene, die nicht auf dem rechten Weg bleiben, ist diese Qual noch größer.
Je mehr krumme, falsche und verkehrte Dinge sie tun, desto mehr kommen sie vom Weg ab, und das bringt ihnen keinerlei Nutzen.
Materiell gesehen haben sie ein Leben ohne Segen.
Das heißt, der Mensch führt ein Leben ohne Segen.
Der Zustand der Welt ist heutzutage immer so.
Es gibt Schulen, Medresen, Universitäten.
Was lehren sie?
Angeblich lehren sie das, was richtig ist.
Während sie das Richtige lehren, lehren sie letztendlich noch mehr von dem, was nicht richtig ist.
Sie lenken die Menschen nach ihrem Willen, indem sie sagen: "Wenn du dies tust, verdienst du so, wenn du jenes tust, verdienst du mehr."
Und danach haben sie nichts gewonnen.
Sie haben nichts anderes erlangt als Schaden.
Und was sie erlangen, ist nichts als Übel.
Denn der rechte Weg muss dem Befehl Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, entsprechen.
Wenn es nicht dem Befehl Allahs entspricht, wird dieser sogenannte rechte Weg am Ende unweigerlich zu einem Mittel, um vom Weg abzukommen.
Deshalb ist der rechte Weg wichtig.
Wenn die Menschen dem rechten Weg folgen würden – die Weltbevölkerung beträgt jetzt angeblich 8 Milliarden –, würde diese Versorgung auch für 80 Milliarden ausreichen.
Aber in diesem Zustand reicht es nicht einmal für sie.
Deshalb fressen sie sich gegenseitig auf.
Sie fressen sich gegenseitig auf mit dem Gedanken: „Ich fresse ihn, bevor er mich frisst“, sie vertrauen einander nicht und kommen vom Weg ab.
Und obendrein erzählen und zeigen sie, was sie tun, als wäre es eine große Kunst, und führen damit auch andere in die Irre.
Einem Menschen, der andere vom Weg abbringt, wird auch die Sünde all jener aufgeladen, die durch ihn vom Weg abgekommen sind.
Möge Allah uns davor bewahren.
Allah, der Mächtige und Erhabene, erklärt dieses Thema des rechten Weges, das Thema der Aufrichtigkeit, im glorreichen Koran immer wieder.
Dies muss in erster Linie der Muslim tun.
Und Muslime sind leider die Menschen, die am weitesten vom rechten Weg entfernt sind.
Möge Allah ihnen allen Rechtleitung geben.
Und möge Allah uns vor dem Übel des Nafs, dem Übel des Hawā und dem Übel des Schaitan bewahren.
2025-11-14 - Lefke
Unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, lehrt uns in dem Hadith, den wir bei der Freitagspredigt rezitiert haben:
Er wandte sich an seinen treuen Gefährten Anas und sprach:
"Wenn du es vermagst, vom Morgen bis zum Abend zu leben, ohne Arglist gegen irgendjemanden im Herzen zu tragen, dann tu es. Denn das ist meine Sunna", so der Prophet, Friede und Segen seien auf ihm.
Der Prophet fuhr fort: "Wer meine Sunna lebt, der liebt mich."
"Und wer mich liebt, wird mit mir im Paradies sein."
Hierin liegt das Wesen des Islam.
Danach sollte jeder Muslim streben.
Niemanden hintergehen.
Niemandem Schaden zufügen.
Ob nah oder fern – jedem Menschen das Gute wünschen.
Der Sunna des Propheten folgen, ohne aus Eigennutz böse Gedanken zu hegen.
Die Sunna unseres Propheten ist das Fundament der Tariqa.
Den Propheten zu lieben, seinem Weg zu folgen und nach seiner Sunna zu leben – das ist die Grundlage guten Benehmens, Adab.
Die Tariqa beruht auf gutem Benehmen, Adab.
Und gutes Benehmen bedeutet guten Charakter.
Guter Charakter heißt: Gutes tun und stets positiv denken.
Kein Übel im Herzen aufkommen lassen und sich vom Schlechten fernhalten.
Wünsch den Menschen Gutes, damit auch dir Gutes widerfährt.
So kannst du mit unserem Propheten, Friede und Segen seien auf ihm, im Paradies sein.
Das ist unser höchstes Ziel.
Der Mensch fragt sich oft: "Wozu bin ich erschaffen worden?"
Genau dafür bist du erschaffen worden.
Allah hat dich auf die Erde gesandt, um dich aufs Jenseits vorzubereiten.
Er hat dich in diese Welt geschickt, damit du Seinem Weg folgst.
Wärst du für einen anderen Zweck erschaffen worden, gäbe es dafür bereits unzählige andere Geschöpfe.
Die Tiere sind so – sie fressen und trinken nur.
Ihr Dasein beschränkt sich auf Fressen, Trinken und Sterben.
Sie haben kein höheres Ziel.
Sie denken nicht: "Ich sollte Gutes tun."
Der Mensch aber muss darüber nachdenken. Denn unser Prophet ist das Vorbild für die Menschheit und das edelste aller Geschöpfe.
Wir müssen uns ihn zum Vorbild nehmen und seinem Weg folgen.
Wer seinem Weg folgt, gewinnt.
Wer aber nicht seinem Weg folgt, sondern jemandem, der nicht auf Allahs Pfad wandelt, kann sich selbst nichts Gutes tun.
Er mag Schaden erleiden, aber niemals wird er davon profitieren.
Folgst du jemandem, der nicht auf Allahs Weg ist, magst du kurzfristig einen Vorteil sehen, doch am Ende überwiegt der Schaden.
Deshalb ist es so wichtig, auf Allahs Weg zu bleiben.
Wir müssen auf dem Weg unseres Propheten, Friede und Segen seien auf ihm, bleiben.
Wir müssen uns an die Sunna unseres Propheten halten.
Darauf kommt es an.
Denn die Wege des Satans sind zahlreich.
Heute gibt es viele neue Strömungen, deren Anhänger behaupten: "Wir sind auch Muslime." Ja, sie sind Muslime, aber sie erkennen nicht den Segen dieses Weges.
Sie nennen es sogar "Sünde", aus diesem Weg Nutzen zu ziehen.
Sie behaupten: "Wer der Sunna folgt, weicht vom rechten Weg ab."
Sie führen die Menschen in die Irre mit den Worten: "Der Prophet war doch nur ein Mensch wie wir."
Das sind jene, die den Propheten herabwürdigen und die Menschen täuschen.
Wenn sie ihn so geringschätzen, bleibt weder Liebe noch Ehrfurcht für unseren Propheten in ihren Herzen.
Und das wird ihnen im Jenseits zum Verhängnis.
Doch schon in dieser Welt haben sie es schwer.
Denn ihre Herzen sind voller Falschheit, Lügen und Hass.
Sie wollen den Menschen nichts Gutes, sondern sinnen auf Böses.
Sie sagen: "Allah vergibt, wir vergeben nicht."
So sind diese Menschen.
Möge Allah uns vor ihrer Bosheit bewahren.
Denn ihre Bosheit ist die Bosheit des Satans.
Allah ist der Allvergebende, der Allbarmherzige.
Unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, lehrt: "Hege nicht einmal die Absicht, jemanden zu täuschen."
Lass nicht einmal den Gedanken zu: "Ich will diesen Menschen hintergehen."
Möge Allah uns mit unserem Propheten vereinen, inscha'Allah.
Inscha'Allah, werden auch wir auf Seinem Weg wandeln und Seiner Sunna folgen.
Das ist die Tariqa.
Tariqa bedeutet "Weg".
Und dieser Weg ist der Weg unseres Propheten, Friede und Segen seien auf ihm.
2025-11-13 - Lefke
مَّا يَفۡتَحِ ٱللَّهُ لِلنَّاسِ مِن رَّحۡمَةٖ فَلَا مُمۡسِكَ لَهَاۖ وَمَا يُمۡسِكۡ فَلَا مُرۡسِلَ لَهُ (35:2)
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt:
„Wenn Allah Seine Barmherzigkeit schickt, kann niemand sie aufhalten, niemand kann sie zurückhalten.“
Alles, was wir sehen, ist ein Ausdruck Seiner Barmherzigkeit; auch der Regen wird als Barmherzigkeit bezeichnet.
Dies ist Allahs Barmherzigkeit für die Menschen, für die Erde, für alles.
Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet.
Nicht nur hier, sondern überall bleibt der Regen aus.
Na dann, macht es doch! Ihr habt so viel Technologie entwickelt, ihr sagt: „Wir wissen so viel“ – na los, lasst es doch mal regnen! Es funktioniert nicht.
Und wenn Er Seine Barmherzigkeit zurückhält, kann niemand sie an Seiner statt gewähren.
Dies sagt auch der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) in einem Hadith.
Allah, der Mächtige und Erhabene, hat diese Welt erschaffen und sie mit allem versorgt, was sie braucht.
Das geschieht aus Allahs Weisheit; es ist nicht das Werk von irgendwelchen Besserwissern. Allah hat sie erschaffen und für ihre Bedürfnisse gesorgt.
Was auch immer diese Erde braucht, Er hat ihr alles gegeben.
Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagt, dass es auf der Erde innerhalb von 24 Stunden ununterbrochen irgendwo regnet.
Es gibt Niederschlag.
Aber Allah lässt es dort regnen, wo Er es bestimmt und wo Er es will.
Manche Menschen halten sich für sehr klug; sie sagen: „Wasser verdunstet, wird zu Wolken und regnet dann wieder herab.“ Das stimmt zwar, es verdunstet, wird zu Wolken und es regnet, aber dies geschieht, wo und wie Allah es will.
Diese Welt bekommt also ihren Anteil; innerhalb von 24 Stunden fällt mit Sicherheit irgendwo Niederschlag.
Aber es regnet eben nicht dort, wo du es willst.
Manche Orte bleiben staubtrocken, andere wiederum überschwemmt Er mit Fluten und Regen.
Auch das zeigt die Macht Allahs, des Mächtigen und Erhabenen.
Diejenigen, die gläubig sind, glauben daran.
Diejenigen ohne Glauben hingegen suchen nach Ausreden wie „es lag hieran, es lag daran“. Doch in Wahrheit ist all dies Allahs Barmherzigkeit.
Was ist also nötig?
Man muss Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, gehorchen und Seine Barmherzigkeit im Gebet erflehen. Man muss beten, damit Allah einem Seine Barmherzigkeit schickt.
Und was bewirkt, dass ein Gebet erhört wird?
Nicht jedes Gebet wird sofort erhört, aber wenn man Segenswünsche für den Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) spricht, dann werden diese erhört.
Wenn man am Anfang und am Ende seines Bittgebets Segenswünsche für den Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) spricht, wird auch das Gebet dazwischen erhört. Denn Segenswünsche werden von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, stets angenommen.
Jetzt sieht man ja, wie die Leute zum Regengebet hinausgehen.
Es gibt zwar welche, die Segenswünsche sprechen, aber an manchen Orten erkennen sie die hohe Stellung und die Ehre des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) bei Allah nicht an.
Sie sagen: „Er war auch nur ein Mensch wie wir“, verrichten das Regengebet und sprechen ihre Bitten, ohne Segenswünsche zu senden. Und danach beschweren sie sich: „Wir haben schon so oft gebetet, aber es regnet einfach nicht.“
Kein Wunder, dass es nicht regnet. Wenn du nicht sagst „um des Propheten willen“, wird es nichts.
Als der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) noch ein Kind war, ein kleiner Junge, und es eine Dürre gab, wurde um seinetwillen gebetet und die ganze Wüste ergrünte.
Aber wenn man das nicht tut, wenn man nicht daran glaubt, dann hat man eben die Dürre.
Allah lässt es mitten auf das Meer regnen, während du wartest und leer ausgehst; kein Regen.
An einem Ort lässt Er es regnen und überschwemmt ihn, an einem anderen Ort kommt nichts an.
Das ist die Macht und die Erhabenheit Allahs, des Mächtigen und Erhabenen. Er tut, was Er will. Niemand kann Ihn zu etwas zwingen.
Weder die Technologie kann es regnen lassen, noch irgendetwas anderes.
Deshalb, wenn die Barmherzigkeit, also der Regen, fällt, sollte man erkennen, dass dies Allahs Gnade und Gunst ist, und sich darüber freuen.
Man sollte dankbar sein und sagen: „Möge Allah es beständig machen.“ Denn durch Dankbarkeit vermehren sich die Gaben und bleiben erhalten.
Wenn aber die Dankbarkeit fehlt ... heutzutage zeigen die meisten Menschen keine Dankbarkeit, sondern klagen nur.
Sie sind unzufrieden mit den Gaben, die sie haben, aber verlangen trotzdem nach Barmherzigkeit.
Willst du dich etwa mit Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, anlegen?
Leg dich an, so viel du willst, den Schaden hast am Ende nur du selbst.
Möge Allah uns davor bewahren.
Möge Allah uns Seine Gaben erhalten.
Wahrlich, seit ein, zwei Jahren ist sowohl unser spiritueller Zustand als auch die allgemeine Lage der Menschen sehr schlecht.
Deswegen wird diese Barmherzigkeit zurückgehalten.
Deshalb müssen wir bereuen, um Vergebung flehen und zu Allah, dem Mächtigen und Erhabenen, bitten, damit Er Seine Gaben vermehrt und sie uns erhält, so Allah will.
Denn diese Sache mit dem Wasser ist keine Kleinigkeit.
مِنَ ٱلۡمَآءِ كُلَّ شَيۡءٍ حَيٍّۚ (21:30)
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt: „Wir haben jedes Lebewesen aus dem Wasser erschaffen.“
All diese Lebewesen können ohne Wasser nicht existieren.
Wasser ist Leben, und Leben ist eine Gabe von Allah, dem Mächtigen und Erhabenen.
Lasst uns deshalb Allah danken, möge Allah es vermehren, inscha'Allah.
Möge Er uns vergeben. Wir sind alle Sünder.
Möge Allah unsere Reue und unsere Bitten um Vergebung annehmen und uns aus Seinem Erbarmen heraus Seine Barmherzigkeit senden, inscha'Allah.
2025-11-12 - Dergah, Akbaba, İstanbul
يَـٰٓأَيُّهَا ٱلنَّاسُ إِنَّا خَلَقۡنَٰكُم مِّن ذَكَرٖ وَأُنثَىٰ (49:13)
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt: „Wir haben euch von einem Mann und einer Frau vervielfältigt.“
Allah, der Mächtige und Erhabene, hat die Menschen in zweierlei Art erschaffen.
Entweder als Frau oder als Mann.
Und jedes von beiden hat seine ganz eigenen Eigenschaften.
Allah hat sie so erschaffen.
Deshalb muss man diese Schöpfung so annehmen, wie sie ist, und sein Leben danach ausrichten.
Die Menschen von heute aber akzeptieren das nicht.
Sie sagen: „Ich bin nicht weniger wert als er, und er ist nicht mehr wert als ich“, und bringen damit die ganze Ordnung durcheinander.
Dann lassen sie davon ab und treiben anderen Unfug.
Ihr Handeln nützt den Menschen deshalb nichts.
Im Gegenteil, es richtet nur Schaden an.
Man muss mit dem zufrieden sein, was Allah einem gegeben hat.
Bist du ein Mann, dann bist du ein Mann; bist du eine Frau, dann bist du eine Frau.
Es gibt keinen Grund, anders sein zu wollen.
Doch der Satan verführt die Menschen.
Er flüstert ihnen ein: „Wenn du dich änderst, wirst du glücklicher sein und es besser haben.“
Der Mensch ist mit sich selbst nicht zufrieden.
Er ist unzufrieden damit, wie Allah ihn erschaffen hat.
Aus einem Problem werden tausend.
Wenn du mit dem, was Allah, der Mächtige und Erhabene, dir gegeben hat, nicht zufrieden bist, kannst du niemals glücklich werden.
Du kannst niemals Erfolg haben.
Du magst nach außen hin erfolgreich erscheinen, aber in Wahrheit bist du es nicht.
Was auch immer du tust, die Menschen werden dich nicht mit guten Augen ansehen.
Deshalb sollte man so bleiben, wie Allah, der Mächtige und Erhabene, einen erschaffen hat.
Das Wichtigste ist, seine gottesdienstlichen Pflichten zu erfüllen.
Denn Allah hat die Menschen und die Dschinn nicht erschaffen, damit sie Mann oder Frau sind, sondern damit sie Ihm dienen.
Deshalb sollte man sich nicht mit solchen Nebensächlichkeiten aufhalten.
Sie lassen sich von fremden Ideen mitreißen, lehnen Allahs Schöpfung ab, nur um ihr Ego zu befriedigen und zu sagen: „Ich will anders sein, ich will so sein, ich will so sein.“
Dadurch werden sie nur noch unglücklicher und verschlimmern ihre Lage.
Möge Allah uns davor bewahren.
Dies sind die Versuchungen der Endzeit.
Früher hörte man so etwas nur selten.
Heute hört und sieht man es überall.
Möge Allah uns alle vor dem Übel des Satans und unseres eigenen Egos bewahren.
2025-11-11 - Dergah, Akbaba, İstanbul
إِنَّمَا ٱلۡمُؤۡمِنُونَ إِخۡوَةٞ فَأَصۡلِحُواْ بَيۡنَ أَخَوَيۡكُمۡۚ وَٱتَّقُواْ ٱللَّهَ لَعَلَّكُمۡ تُرۡحَمُونَ (49:10)
Die Gläubigen sind Brüder, sagt Allah, der Erhabene und Majestätische.
Natürlich kommt es auch unter Brüdern zu Meinungsverschiedenheiten.
Greift ein und schlichtet ihren Streit, sagt Allah.
Versöhnt sie.
Versöhnt sie, damit Allahs Barmherzigkeit auf euch herabkommen kann.
In der Gemeinschaft liegt Barmherzigkeit, in ihr wohnt die Gnade Allahs.
Streiten und nachtragend zu sein, das sind Dinge, die Allah nicht liebt.
Deshalb sagt Er: „Stiftet Frieden.“
Sucht aktiv Wege zur Versöhnung.
Schaut, wer im Recht ist und wer im Unrecht, gebt Ratschlag und ermahnt sie.
Damit sie sich wieder versöhnen.
Denn zerstritten zu bleiben, ist nicht erlaubt, sagt der Prophet.
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt, dass ein Gläubiger einem anderen nicht länger als drei Tage zürnen darf.
Diese Welt ist voller satanischer Einflüsterungen und Argwohn.
Deshalb kommt es zu Streit.
Dieser Streit muss beigelegt werden, damit Barmherzigkeit herabkommen kann.
Barmherzigkeit ist eine gewaltige, unschätzbare Gabe, die Allah, der Erhabene und Majestätische, gewährt.
Aber die Menschen schauen nur auf das Materielle.
„Das ist etwas Spirituelles, was geht mich das an?“, sagen sie.
Oder der Mensch denkt nicht einmal darüber nach.
Dabei ist es das, was wirklich zählt.
Es ist das, was bleibt.
Alles andere ist vergänglich.
Deshalb darf es wegen weltlicher Dinge keinen Groll und keine Zerstrittenheit geben.
Dies sagt der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, in seinem edlen Hadith.
Länger als drei Tage zerstritten zu bleiben, ist nicht gestattet.
Möge Allah uns davor bewahren.
Auch dies gehört zu den Krankheiten und Übeln des Nafs.
Der Mensch bauscht eine Kleinigkeit auf und zettelt einen Streit an.
Und wo Streit herrscht, da gibt es weder Frieden noch Segen.
Möge Allah uns davor bewahren.
Möge Allah die Zerstrittenen wieder versöhnen, inscha'Allah.
2025-11-11 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: "Wer mit dem Imam betet, bis dieser das Gebet beendet, dem wird die Belohnung zuteil, als hätte er die ganze Nacht gebetet."
Das heißt, wer die Pflicht- und Sunnah-Gebete mit dem Imam verrichtet, wird so angesehen, als hätte er die ganze Nacht im Gebet und in der Anbetung Allahs verbracht.
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: "In der Nacht gibt es eine Stunde, in der, wenn ein Muslim Allah um etwas Gutes für das Diesseits oder das Jenseits bittet und sein Gebet auf diese Stunde trifft, Allah ihm gewiss gibt, worum er gebeten hat."
Diese Stunde gibt es in jeder Nacht.
Das heißt, wer zum Nachtgebet aufsteht und betet, wird, so Allah will, gewiss auf diese Stunde treffen.
Dies ist eine Stunde, in der die Gebete angenommen werden.
Und das ist jede Nacht so.
Nicht nur an einem Tag, sondern jede Nacht, wer zum Tahadschud-Gebet aufsteht und betet, wird mit Allahs Erlaubnis, so Allah will, auf diese Stunde der Erhörung (in der das Gebet angenommen wird) treffen.
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt, dass Allah, der Allmächtige und Erhabene, drei Personen liebt und drei Personen verabscheut.
Das heißt, Allah, der Allmächtige und Erhabene, hasst sie und zürnt ihnen.
Die drei Personen, die Allah liebt, sind folgende:
Der Erste; wenn jemand eine Gruppe um etwas bittet, nicht aufgrund von Verwandtschaft, sondern nur um Allahs Willen, und die anderen es ihm verweigern, ist es derjenige, der ihn heimlich beiseite nimmt und ihm gibt, worum er gebeten hat, auf eine Weise, dass niemand außer Allah davon weiß.
Das heißt, wenn jemand eine Gruppe um Allahs Willen um etwas bittet und abgewiesen wird, und einer aus dieser Gruppe ihm heimlich und ebenfalls um Allahs Willen hilft, macht dies den Helfer zu einem der Diener, die Allah liebt.
Es ist derjenige, der heimlich hilft und diese Person glücklich macht.
Der Zweite; wenn eine Gruppe, die nachts reist, an einem Punkt rastet, an dem der Schlaf süßer ist als alles andere, und sich hinlegt, ist es derjenige unter ihnen, der nicht schläft, sondern Wache hält, zu Allah betet und Seine Verse rezitiert.
Früher wurden Reisen natürlich mit Karawanen unternommen.
Es war unerlässlich, dass jemand auf sie aufpasste.
Jene Person also, die um Allahs Willen auf sie aufpasst, während sie schlafen, betet und verrichtet gleichzeitig ihre Anbetung.
Auch dies ist einer der drei Diener, die Allah liebt.
Der Dritte; ist die Person, die, wenn eine Einheit auf den Feind trifft und eine Niederlage erleidet, nicht flieht, sondern kämpft, bis sie entweder den Märtyrertod stirbt oder den Sieg erringt.
Diejenigen, die aus der Schlacht fliehen, sind hingegen Menschen, die Allah nicht liebt.
Die Person, die nicht flieht, sich dem Feind entgegenstellt und entweder den Sieg erringt oder den Märtyrertod stirbt, ist die dritte Person, die Allah liebt.
Die drei Personen, die Allah nicht liebt, sind folgende: Der alte Mann, der Ehebruch begeht.
Er ist alt und begeht dennoch Ehebruch.
Allah verabscheut diesen Menschen, Er liebt ihn nicht.
Der arrogante Arme.
Er ist arm und dennoch arrogant.
Auch ihn liebt Allah nicht.
Und der tyrannische Reiche.
Der Reiche, der andere wegen seines Geldes unterdrückt, gehört ebenfalls zu den Personen, die Allah nicht liebt.
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt in einem anderen Hadith, dass Allah, der Allmächtige und Erhabene, drei Personen liebt und drei Personen verabscheut.
Einer der drei, die Er liebt, ist derjenige, der, wenn er auf eine feindliche Einheit trifft, Brust an Brust mit ihnen kämpft, bis er entweder den Märtyrertod stirbt oder seinen Kameraden den Sieg bringt.
Das heißt, es ist der Mensch, der den Feind sieht und nicht flieht, sondern tapfer gegen ihn kämpft; derjenige, der sagt: "Entweder erringe ich den Sieg oder ich sterbe den Märtyrertod."
Dies ist die erste der Personen, die Allah liebt.
Ein anderer; wenn eine Gruppe auf einer langen Reise rastet und alle erschöpft eingeschlafen sind, ist es derjenige unter ihnen, der sich in eine Ecke zurückzieht und betet, bis die Zeit zum Aufbruch gekommen ist und er seine Gefährten weckt.
Jemand muss auf sie aufpassen.
Dieser Mensch also passt auf sie auf und verrichtet seine Anbetung, bis sie aufwachen.
Dies ist die zweite Person, die Allah liebt.
Die dritte Person ist diejenige, die geduldig mit ihrem Nachbarn ist, der ihr Leid zufügt, bis dieser Nachbar stirbt oder wegzieht.
Das heißt, der Mensch, der das Leid durch seinen Nachbarn geduldig erträgt, ist ebenfalls ein Diener, den Allah liebt.
Der Mensch, der die Schwierigkeiten durch seinen Nachbarn erträgt und geduldig ist, ist ein weiterer der drei Diener, die Allah liebt.
Eine der Personen, die Allah nicht liebt, ist der schwörende Händler.
Den Händler, der tausend Eide schwört, um eine Ware zu verkaufen, und sagt: "Bei Allah, es ist so und so, es lohnt sich, es lohnt sich nicht, es ist sehr gut", den liebt Allah, der Allmächtige und Erhabene, nicht.
Wenn du etwas verkaufen willst, die Ware liegt offen da, ihr Wert ist, was er ist.
Es gibt keinen Grund zu schwören.
Natürlich kannst du die Vorzüge deiner Ware beschreiben, aber es gibt keinen Grund zu schwören.
Ein anderer ist der arrogante Arme.
Er ist arm und dennoch arrogant.
Auch dieser gehört zu den Personen, die Allah nicht liebt.
Du bist arm, Allah prüft dich auf diese Weise, sei wenigstens du nicht arrogant.
Und ein weiterer ist der Geizige, der mit dem, was er gegeben hat, prahlt.
Er ist geizig, und wenn er eine gute Tat vollbringt, hält er es einem vor und sagt "ich habe gegeben, ich habe getan". Auch diese Person liebt Allah nicht.
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: "Es gibt drei Personen, die der erhabene Allah liebt."
Einer, der in einem Teil der Nacht aufsteht und das Buch Allahs liest.
Das heißt, die Person, die nachts den Koran liest und zum Tahadschud-Gebet aufsteht.
Ein anderer, der die Spende, die er mit seiner rechten Hand gibt, vor seiner linken Hand verbirgt.
Das heißt, er gibt die Spende so heimlich, dass sprichwörtlich die linke Hand nicht weiß, was die rechte gibt. Auch diese Person liebt Allah.
Der andere ist der Mudschaheddin, der in einer Einheit kämpft und, obwohl seine Kameraden fliehen, selbst nicht flieht und gegen den Feind kämpft.
Das heißt, die Einheit ist besiegt, die Soldaten fliehen.
Aber er ist der Mudschaheddin, der nicht flieht und weiterhin vor dem Feind standhält.
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: "Allah hat Wohlgefallen an diesen drei Personen."
Er ist ihnen barmherzig.
Dies sind: die Person, die zum Nachtgebet aufsteht,
die Gemeinde, die sich in Reihen zum Gebet aufstellt, und die Mudschaheddin, die sich in Reihen zum Kampf aufstellen.
Allah, der Allmächtige und Erhabene, ist sehr zufrieden mit diesem ihrem Zustand und freut sich darüber.
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: "Möge Allah dem Mann barmherzig sein, der in einem Teil der Nacht aufsteht, um zu beten, seine Frau zum Gebet weckt und, wenn sie nicht aufstehen will, ihr Wasser ins Gesicht sprenkelt."
"Und möge Allah der Frau barmherzig sein, die nachts aufsteht, um zu beten, ihren Mann zum Gebet weckt und, wenn er nicht aufstehen will, ihm Wasser ins Gesicht sprenkelt."
Er sagt, möge Allahs Barmherzigkeit auf ihnen sein.
Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: "Zwei Rak'a Gebet, die um Mitternacht verrichtet werden, sind eine Sühne für kleine Sünden."
Allah vergibt die kleinen Sünden, die an diesem Tag begangen wurden.
Durch diese zwei Rak'a.
Der Gesandte Allahs sprach die Wahrheit in dem, was er sagte, oder so wie er es sagte.
2025-11-10 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, sagt: „In der Endzeit wird das Wissen schwinden.“
Wie wird das geschehen?
Indem die rechtschaffenen Gelehrten verschwinden.
An ihre Stelle treten Unwissende, die das Wort ergreifen.
Sie werden die Menschen von der Religion abbringen.
Sie werden sie vom rechten Weg abbringen.
Und wir leben nun in genau dieser Zeit.
Da treten Leute auf, die ein Kopftuch tragen oder einen Bart haben, und ziehen über die großen Gelehrten her, über die großen Imame – jene Menschen, die uns die Religion bis heute auf so wunderbare Weise überliefert haben.
Ihre Worte erkennen sie nicht an.
Es ist nur leeres Gerede. Sie reden ohne Substanz.
Statt die Menschen rechtzuleiten, führen sie sie in die Irre.
Sie lehren Unwissenheit.
Deshalb ist es das Beste, solchen Leuten gar nicht erst zuzuhören.
Wenn du ihnen zuhörst, nur um zu sehen, was sie sagen, schleichen sich Krankheit und Zweifel in dein Herz und dein Glaube wird geschwächt.
Und dass der Glaube geschwächt wird, ist das Allerschlimmste.
Denn der Glaube ist ein Juwel.
Dieses Juwel darf man nicht verlieren.
Diese Menschen, von denen wir sprechen, haben keinen Glauben.
Es gibt Islam, aber keinen Glauben.
Der Glaube ist eine hohe Stufe.
Darauf muss man Acht geben.
Man sollte mit diesen Leuten weder reden, noch ihnen zuhören, noch sich in ihrer Nähe aufhalten.
Sollen sie dort kläffen, so viel sie wollen – mit Verlaub.
Denn mehr tun sie nicht.
Denn wer über die Gelehrten, die Imame der Rechtsschulen und der Glaubenslehre herzieht, tut nichts anderes als zu kläffen.
Aber wenn du ihnen zuhörst, fängst du auch an zu kläffen.
Möge Allah uns davor bewahren.
Diese Zeit ist eine Zeit der Zwietracht.
Wenn du neugierig wirst und fragst: „Was erzählt der da? Ist da vielleicht etwas Wahres dran?“, begibst du dich in Gefahr. Es ist nicht leicht, seinen Glauben zu bewahren.
Verliert ihn bloß nicht.
Begebt euch nicht an den Rand solcher Abgründe.
Unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, sagt: „Bringt euch nicht selbst in Gefahr.“
Die größte Gefahr ist, den Glauben zu verlieren.
Möge Allah uns davor bewahren.
Überall herrscht Zwietracht und Verderben.
Es gibt zu viele Unwissende.
Es gibt zu viele anmaßende Leute.
Es ist nicht gut, sich mit solchen Leuten abzugeben, ihnen zuzuhören oder sie auch nur anzusehen.
Diese Leute haben heute eine Bühne bekommen.
Wenn früher drei, fünf Leute irgendwo geredet haben, hat das niemand mitbekommen.
Heute aber schnappt sich jeder ein Mikrofon, setzt sich vor eine Kamera und verbreitet diesen ganzen Schmutz und Dreck überall.
Möge Allah uns davor bewahren.
Man muss sich vor dem Übel des Satans und dieser Leute schützen. Sie sind schlimmer als der Satan.
Neben ihnen wirkt der Satan wie ein Waisenknabe.
Möge Allah uns vor ihrem Übel bewahren.
Möge Er die Gemeinde des Geliebten Propheten Muhammed, Friede sei auf ihm, auf dem rechten Weg bewahren.
2025-11-09 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَٱلصُّلْحُ خَيْرٌۭ (4:128)
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt: „Und die Versöhnung ist besser.“
Würden die Menschen diesen Grundsatz befolgen, gäbe es nicht diese Gerichtsverfahren, die sich heute über Jahre, Jahrzehnte oder gar ein Jahrhundert hinziehen.
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt: „Die Versöhnung ist besser.“
Man mag vielleicht denken, dass man dabei einen Verlust erleidet.
Doch nein, das ist kein wirklicher Verlust.
Im Gegenteil, du gewinnst an Zeit.
Du schonst auch deine Gesundheit.
Denn zu streiten und stur auf seinem Recht zu beharren, ist für den Menschen zermürbend.
Es zehrt an ihm – seelisch, psychisch und auch körperlich.
Aus diesem Grund zeigt uns Allah, der weiseste Richter und der Allwissende, den besten Weg.
Wer in all seinen Angelegenheiten dem Weg Allahs, des Erhabenen, folgt, wird inneren Frieden finden.
Wenn man aber seinem eigenen Ego folgt und sagt: „Ich bin im Recht, ich muss gewinnen!“, dann wird die Gegenseite genau dasselbe sagen.
Würden sich jedoch beide einigen, wäre es für beide Seiten das Beste.
Deshalb bringt es nichts, in solchen Angelegenheiten stur zu sein.
Selbst wenn du am Ende gewinnst, ist es kein echter Gewinn.
Du verlierst Zeit und reibst deine Nerven auf.
Und der vermeintliche Sieg bringt dir letztendlich nichts.
Darum, welches Problem auch immer ansteht, suche den Weg der Einigung. Selbst wenn es sich anfühlt, als würdest du nachgeben, sei dazu bereit.
Du wirst den Segen darin noch erkennen.
Wenn du hingegen darauf bestehst, um jeden Preis zu „gewinnen“, hast du selbst im Sieg nichts gewonnen.
Möge Allah, der Erhabene, den Menschen die Einsicht schenken, dem Weg zu folgen, den Er ihnen weist, damit sie Frieden finden.
So finden sie Frieden in dieser Welt und erlangen Gewinn im Jenseits.
Andernfalls quälen sich die Menschen in dieser Welt mit endlosen Streitereien vor Gericht.
Am Ende sind die einzigen Gewinner die Anwälte.
Sonst gibt es keine Gewinner.
Wir alle kennen doch solche Fälle.
Wie viele Menschen haben vor Gericht ihr ganzes Hab und Gut verloren.
Die einzigen, die profitiert haben, waren die Anwälte.
Der Anwalt sagt dann: „Klagen Sie nur, das gewinnen wir auf jeden Fall.“
15 Jahre vergehen, und der Wert von 15 Häusern ist dahin.
In wessen Tasche?
In den Taschen der Anwälte.
Haltet euch daher an das Gebot Allahs, des Mächtigen und Erhabenen.
Folgt dem Weg, den Er euch weist, damit ihr Frieden findet.
Möge Allah uns allen beistehen.
Möge Er uns vor dem Übel unseres Egos bewahren, inscha'Allah.