السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.
Wir haben die Awliya besucht.
Denn die spirituelle Kraft der Heiligen ist an ihren Ruhestätten für den Besucher spürbar.
Alhamdulillah, dass uns dieser Besuch ermöglicht wurde.
Wir waren für drei, vier Tage außerhalb von Istanbul unterwegs, um die Heiligen zu besuchen.
Dieser Besuch, fern von den Geschwistern, war auch wie eine kleine Einkehr, die der Mensch manchmal zur Besinnung braucht.
Allah, der Erhabene und Mächtige, hat Seinen Awliya oft einen Platz in den Bergen, auf den Berggipfeln, zugewiesen.
Wenn man sich die meisten Awliya ansieht, so liegen ihre Gräber und Ruhestätten in den Bergen.
Denn die Berge haben eine tiefe Bedeutung.
Berge sind von großer Wichtigkeit; sowohl für diese Welt als auch für den Glauben.
Auch unser Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) zog sich vor seiner Berufung, also bevor die Offenbarung zu ihm kam, in die Höhle Hira auf dem Berg des Lichts zurück, der Mekka überblickt, um sich dort der Anbetung zu widmen.
Tagelang, manchmal einen ganzen Monat lang, verweilte er auf diesem Berggipfel.
In diesen Bergen liegt ein Geheimnis, eine besondere Weisheit.
Dorthin strömen göttliche Manifestationen und Gnaden herab.
Daher war auch unser Besuch – so Allah will – ein Versuch, dem Vorbild der Propheten zu folgen.
Möge Allah es annehmen.
Möge es, inschallah, Gutes bewirken.
Möge es, inschallah, dazu führen, dass unsere Gebete erhört werden.
Möge Allah unseren Glauben stärken.
Möge Er uns, inschallah, all das Gute gewähren, das unseren Glauben festigt.
Denn durch beständige Dankbarkeit und Gebet mehren sich das Gute, der Segen und der Glaube.
Allah sei Dank sind wir wohlbehalten zurückgekehrt.
Aller Dank gebührt Allah.
Inschallah möge es uns und unseren Geschwistern Segen, Frieden und Heilung bringen.
2025-08-02 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Es gibt ein weises Sprichwort: "Himmat-ur-rijal taqla-ul-jibal." Das bedeutet: Die Entschlossenheit der Aufrechten versetzt Berge.
Solange ein Mensch nur entschlossen genug ist, kann sich ihm nichts in den Weg stellen.
Mit Allahs Erlaubnis kann er alles erreichen, was er sich vornimmt.
Allerdings muss dieser Wille dem Guten dienen.
Für den Menschen ist es nämlich leichter, Böses zu tun als Gutes.
Gutes zu tun, ist hingegen deutlich schwieriger.
Warum ist das so?
Weil der Satan, das eigene Ego und das soziale Umfeld versuchen, einen Menschen daran zu hindern, sobald er sich vornimmt, Gutes zu tun.
Leider ist es in der heutigen Welt so bestellt.
Während das Gute verachtet und behindert wird,
wird das Böse verherrlicht und als normal dargestellt.
Es ist so weit gekommen, dass man das Böse nicht einmal mehr als solches benennen darf.
Denn die meisten Menschen haben sich für die Seite des Bösen entschieden; man hat ihnen das Böse als "gut" verkauft, und sie haben es geglaubt.
Obwohl sie ein reines und gutes Leben führen könnten, wie es einem Menschen würdig wäre, wählen sie das genaue Gegenteil.
Und diese Wahl präsentieren sie auch noch, als wäre sie eine große Errungenschaft.
Doch damit geben sie sich nicht zufrieden.
Als wäre das nicht genug,
ertragen sie es nicht, wenn eine Minderheit in der Gesellschaft versucht, ein anständiges Leben zu führen.
Sie üben Druck aus und sagen: "Ihr müsst auch so werden wie wir."
Diese Situation erinnert an das, was schon die Propheten in der Vergangenheit erlebt haben. Wenn ein Prophet kam, um die Menschen zum rechten Weg zu rufen, wurde er meistens abgewiesen.
Es ging sogar so weit, dass sie ihm feindselig begegneten und sagten: "Was fällt dir ein, uns das Gute und Schöne vorzuschreiben?
So jemanden wollen wir hier nicht!"
Möge Allah uns bewahren – unsere Zeit ist wieder wie jene Tage geworden.
Ja, es ist schwierig geworden, Gutes zu tun.
Aber je schwieriger eine Tat ist, desto größer ist ihr Lohn bei Allah.
Deshalb lässt sich ein Diener auf Allahs Weg nicht davon beirren, was andere sagen oder tun.
Für ihn zählt allein Allahs Gebot.
Selbst wenn die ganze Welt gegen ihn ist und er allein dasteht, ist er verpflichtet, das Richtige zu tun.
Der Tadel der Menschen hat dabei keine Bedeutung.
Der wahre Wert liegt in der guten Tat selbst, die trotz aller Widerstände vollbracht wird.
Und wie gesagt: Je größer die Mühsal beim Verrichten des Guten, desto größer die Belohnung.
Möge Allah uns allen Erleichterung und den Menschen Rechtleitung gewähren.
Denn viele Menschen halten die schlechten Taten und Sünden, die sie begehen, fälschlicherweise für etwas Gutes.
Sie reden sich ein: "So ist das Leben eben, das ist doch normal."
Dabei ist der Mensch doch mit Verstand und Vernunft ausgestattet.
Und die Gebote Allahs sind unmissverständlich.
Es gilt also, diesen Geboten zu folgen.
Wer das nicht tut, den erwartet nur Enttäuschung. Es bringt keinen Nutzen, sondern richtet nur großen Schaden an.
Möge Allah uns alle beschützen.
Möge Allah der gesamten Menschheit Rechtleitung gewähren.
2025-08-01 - Dergah, Akbaba, İstanbul
يَـٰٓأَيُّهَا ٱلنَّبِيُّ إِنَّآ أَرۡسَلۡنَٰكَ شَٰهِدٗا وَمُبَشِّرٗا وَنَذِيرٗا (33:45)
وَدَاعِيًا إِلَى ٱللَّهِ بِإِذۡنِهِۦ وَسِرَاجٗا مُّنِيرٗا (33:46)
Allah, der Erhabene und Majestätische, erweist dem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, die Ehre.
Er würdigt ihn.
Er sagt: "Wir haben dich gesandt ..."
Allah, der Erhabene, hat den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, als eine Barmherzigkeit für die gesamte Menschheit gesandt.
Er hat ihn als ein Licht und als eine Gnade für die Menschen gesandt. Jeder Segen und alles Gute wird uns um des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, willen zuteil.
Sein Weg ist ein Weg des Lichts.
Wer seinem Weg nicht folgt, der verfällt dem Elend.
Wer ihm nicht die gebührende Ehre erweist, lässt sich täuschen.
Egal, wie sehr ihr ihn ehrt, es ist immer angemessen.
In der Qasida al-Burda sagt Imam al-Busiri: "Solange ihr nicht das behauptet, was die Christen über ihren Propheten sagen, preist ihn und lobt ihn, so viel ihr wollt."
Es gibt keine Grenze, wenn man den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, preisen möchte.
Liebt das, was der Satan verabscheut.
Denn was der Satan hasst, ist, den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, zu preisen, zu ehren und zu lieben. Genau das verabscheut er.
Er führt die Menschen in die Irre, indem er ihnen einredet: "Ihr begeht einen Fehler."
Er flüstert ihnen ein: "Niemand außer Allah darf verherrlicht und gepriesen werden."
Dabei hat Allah, der Erhabene, den Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, doch selbst geehrt und uns befohlen, es Ihm gleichzutun.
Er hat befohlen: "Ehrt ihn, liebt ihn, erweist ihm Respekt."
Allah, der Erhabene, sagt: "Ich habe alles um seinetwillen erschaffen."
Wenn die Menschen ihm keine Ehre erweisen, sind sie undankbar.
Wenn ein Muslim ihm nicht die gebührende Ehre erweist, ist das ein gewaltiger Verlust.
Dieser Zustand ist eine Gefahr für seinen Glauben.
Denen, die ihn nicht ehrten, ist es niemals gut ergangen.
Ihre Wege endeten im Nichts, ihre Spuren wurden verwischt.
Auch wenn der Satan ihnen neue Wege aufzeigt, so war der Pfad, den sie einschlugen, niemals von Dauer.
Der Satan ruht gewiss nicht, aber ein Gläubiger wird auch niemals nachlassen, dem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, die Ehre zu erweisen.
Auch dieser gesegnete Freitag wurde uns zu Ehren des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, gegeben.
Der Freitag ist für diese Ummah der vornehmste Tag, der Tag mit der größten Belohnung und der bei Allah beliebteste Tag.
Auch diese Gabe wurde dem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, und seiner Ummah zuteil.
Dank sei Allah.
Man muss für Gaben dankbar sein, damit sie mehr werden.
Die größte Gabe, die Allah uns geschenkt hat, ist der Glaube und die Liebe zum Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm.
Auch für diese Gabe müssen wir dankbar sein.
Möge Allah sie uns bewahren.
Möge Allah uns alle nicht von diesem Weg abkommen lassen, inscha'Allah.
2025-07-31 - Dergah, Akbaba, İstanbul
In einem ehrenwerten Hadith unseres Propheten, Friede und Segen seien auf ihm, heißt es:
"La darara wa la dirar."
Das bedeutet: "Ein Muslim schadet niemandem, und er lässt auch nicht zu, dass ihm selbst geschadet wird."
Man soll niemandem Schaden oder Leid zufügen.
Ein Muslim quält die Menschen nicht.
Nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren – ja, er fügt absolut nichts und niemandem Schaden zu.
Er lässt auch nicht zu, dass Schaden angerichtet wird.
Er hindert auch andere daran, Schaden anzurichten.
Das ist die Haltung eines Muslims. Er tut seiner Umgebung und der gesamten Menschheit Gutes.
Auch seiner Umwelt, dem Ort, an dem er lebt, fügt er keinen Schaden zu.
Aber heutzutage – möge Allah uns davor bewahren – schaden Menschen im Zorn nicht nur anderen, sondern auch sich selbst.
All das ist verboten.
Das sind Taten, die ein Muslim nicht begehen sollte.
Wer so handelt, meint vielleicht, anderen zu schaden.
Doch in Wahrheit fügt er sich selbst den größten Schaden zu.
Leider ist das den meisten Menschen heutzutage gleichgültig.
Dabei ist schon das achtlose Wegwerfen von Müll auf die Straße eine schädliche Tat.
Deshalb sollte ein Gläubiger selbst auf die kleinsten Dinge achten.
Nehmen wir zum Beispiel die Waldbrände, die wir heutzutage erleben.
Es heißt, dass diese von Menschen verursacht werden.
Wenn das so ist, laden diejenigen, die das tun, eine gewaltige Sünde auf sich.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es aus Absicht oder aus Fahrlässigkeit geschieht.
Die Menschen müssen hier sehr achtsam sein.
Mancher wirft seine Zigarette weg, ohne sie richtig auszudrücken, und schon entsteht ein Brand.
Andere wiederum zünden vielleicht aus Wut auf die Regierung absichtlich Wälder an.
Doch wie viele Lebewesen verbrennen dort!
Unschuldige Geschöpfe, Tiere, Insekten, unzählige Lebewesen ...
Wer ihnen schadet, macht sich ihres Leidens schuldig.
Und mit dieser Tat schadet er nicht anderen, sondern fügt sich selbst den größten Schaden zu.
Er schadet damit sogar seiner Familie und bringt Schande über seine Ahnen.
Die Last dieser Sünde wird sie alle treffen.
Gerade deshalb muss man so achtsam sein.
Bevor ein Mensch etwas tut, sollte er innehalten und die Folgen bedenken.
Obwohl dieser ehrenwerte Hadith nur aus wenigen Worten besteht, würde er für die ganze Menschheit ausreichen.
Wenn die Menschen sich nur daran hielten, wäre die Welt ein Rosengarten.
Möge Allah uns Verstand und Einsicht geben, möge Er die Menschen bessern.
Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt: "Wa idhal wuhushu hushirat" (81:5).
Das bedeutet: "Und wenn die wilden Tiere versammelt werden ..."
Die Menschen sind gleichsam zu wilden Tieren geworden.
Möge Allah uns beschützen, möge Allah sie bessern.
2025-07-30 - Dergah, Akbaba, İstanbul
يَقُولُ يَٰلَيۡتَنِي قَدَّمۡتُ لِحَيَاتِي (89:24)
Wenn der Mensch im Sterben liegt, zieht sein ganzes Leben noch einmal an ihm vorbei, bevor er ins Jenseits übergeht.
Man sagt ja immer, wie in einem Film...
Genau so wird es sein.
Der Mensch blickt zurück und klagt voller Reue: "Ach, hätte ich doch nur für dieses mein Leben vorgesorgt!"
Im Augenblick des Todes, in den letzten Atemzügen, öffnet Allah, der Erhabene, seinem Diener die Einsicht.
Er sieht alles.
Er sieht die Menschen um sich, die Szene vor ihm, all seine vergangenen Taten und klagt: "Hätte ich doch nur Gutes getan!"
Aber dieses "hätte ich doch nur" hilft dann nichts mehr.
Schon zu Lebzeiten hadern die Menschen: "Hätte ich doch nur dieses Geschäft gemacht, dann hätte ich so viel Geld verdient."
Sie denken: "Hätte ich doch jenes Grundstück gekauft, wie reich wäre ich dann jetzt."
Man sehnt sich im Diesseits nach dem, was man verpasst hat, und sagt: "Hätte ich doch diese Person geheiratet, wäre alles anders gekommen", oder "Hätte ich mit jenem Geschäfte gemacht, wäre es besser gelaufen."
Man ärgert sich, ist niedergeschlagen.
Man sagt sich: "Es hat eben nicht geklappt, es hat nicht sollen sein."
"Obwohl es doch so viele Gelegenheiten gab."
Niemand auf dieser Welt kann alles erreichen, was er will. Aber wenn ein Diener Gutes tun und seinen Gottesdienst verrichten möchte, dann wird Allah, der Erhabene, ihn nicht daran hindern.
Manche sagen dann nämlich: "Allah hat es nicht gewollt." Ja, Allah hat es nicht zugelassen, aber auch darin liegt ein Geheimnis.
Wenn du sagst "Allah hat es nicht zugelassen", schiebst du die Verantwortung einfach auf Allah, den Erhabenen.
So, als ob du selbst keine Schuld daran trägst.
Du sprichst dich selbst frei.
Stellst dich sogar als Opfer dar, Allah bewahre.
Aber so einfach ist das nicht.
Diese Angelegenheit gehört zu den Geheimnissen Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen.
Das Geheimnis des Schicksals, also welche gottesdienstlichen Taten ein Mensch vollbringen wird, kennt nur Er. Doch wenn der Mensch es aufrichtig will, dann ermöglicht Allah, der Erhabene, es ihm auch.
Denn es gibt den freien Willen des Menschen und den allumfassenden Willen Allahs.
Deshalb sollte der Mensch die Schuld nicht auf Ihn abwälzen.
Der Mensch soll seine Aufgabe erfüllen, seinen Gottesdienst verrichten.
Den Gottesdienst zu verrichten, ist ja nicht schwer.
Für weltliche Dinge nehmen die Menschen den ganzen Tag über viel anstrengendere Arbeiten auf sich.
Sie verrichten Arbeiten, die hundertmal schwerer sind, ohne zu ermüden oder sich zu beschweren.
Aber wenn es um den Gottesdienst geht, dann kommen die Ausreden: "Ich kann nicht, das schaffe ich nicht."
Doch wie schon gesagt: In den letzten Atemzügen offenbart Allah, der Erhabene, dem Menschen diese Wahrheit.
Aber die Reue in diesem Moment nützt dann nichts mehr.
"Hätte ich doch nur gebetet, gefastet, Almosen und Zakat gegeben und die Pilgerfahrt gemacht..."
"Dabei hatte ich doch das Geld und war bei bester Gesundheit."
Doch während man immer nur sagt "Ich mach das später", ist plötzlich – zack – der letzte Atemzug getan und das Leben vorbei.
Möge Allah uns davor bewahren.
Möge mein Herr es uns ermöglichen, unsere Taten rechtzeitig zu vollbringen.
Möge mein Herr diese Faulheit und Trägheit von uns nehmen, inscha'Allah.
2025-07-29 - Dergah, Akbaba, İstanbul
رَبَّنَآ أَخۡرِجۡنَا نَعۡمَلۡ صَٰلِحًا غَيۡرَ ٱلَّذِي كُنَّا نَعۡمَلُۚ (35:37)
Allah, der Erhabene und Majestätische, spricht:
Am Tag des Jüngsten Gerichts werden die meisten Menschen, die sich in der Hölle wiederfinden, flehen: "O Herr, schick uns doch zurück, damit wir anstelle der schlechten Taten, die wir begangen haben, Gutes tun können."
Aber wenn man einmal dort ist, gibt es keine Rückkehr mehr.
Genau deshalb sollte der Mensch den Wert des Lebens schätzen, solange er noch auf dieser Welt ist.
Der wahre Wert des Lebens entfaltet sich erst durch die Anbetung und das Beschreiten des Weges Allahs, des Allmächtigen.
Was ist im Gegensatz dazu ein wertloses, ein sinnloses Leben?
Es ist ein Leben fern von Allah, fern von Anbetung, Gehorsam und guten Taten. Ein solches Leben ist nichts wert und am Ende völlig vergeudet.
Ein erfülltes und nützliches Leben ist nur möglich, wenn man beständig auf dem Weg Allahs, des Allmächtigen, bleibt.
Andernfalls kann von einem Nutzen keine Rede sein.
Es ist nichts als reiner Schaden.
Man schadet damit sowohl sich selbst als auch seinen Mitmenschen.
Der Gläubige hingegen profitiert immer, er ist stets im Vorteil.
Ganz gleich, was ihm widerfährt: Weil er auf dem Weg Allahs ist, belohnt ihn Allah für seine Taten, ja sogar für seine bloße Absicht.
Wenn er zum Beispiel beabsichtigt, eine gute Tat zu vollbringen, es aber nicht schafft, wird ihm trotzdem eine gute Tat gutgeschrieben.
Wenn er sie aber vollbringt, werden ihm zehn gute Taten gutgeschrieben – oder sogar hundert, tausend... Allah vervielfacht den Lohn bei Sich, wie Er will.
Selbst wenn er es nicht tun kann, erhält er allein für seine Absicht Lohn.
Wenn er jedoch eine schlechte Tat beabsichtigt, sie aber dann doch nicht tut, wird sie ihm nicht als Sünde angerechnet.
Wenn er eine schlechte Tat beabsichtigt, sie aber nicht ausführt, wird ihm keine Sünde dafür aufgeschrieben.
Denn Allah, der Allmächtige, tut niemandem Unrecht.
Dem, der Gutes tut, erweist Allah Seine Gnade.
Wer jedoch eine schlechte Tat begeht, dem wird nur eine einzige Sünde angerechnet.
Eine einzige, nicht zehn.
Bei der Belohnung für Gutes ist es genau umgekehrt.
Das ist die große Gnade, die Allah, der Allmächtige, den Gläubigen erweist.
Doch die Menschen wissen dies nicht zu schätzen.
Sie führen ein wertloses Leben.
Möge Allah uns auf dem rechten Weg bewahren.
Möge Allah uns nach unseren Absichten belohnen, inscha'Allah.
2025-07-29 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul
Zweifellos blickt der Allah der Allmächtige an den beiden Festtagen Eid in Seiner Barmherzigkeit auf die Erde.
Um diesen barmherzigen Blick zu empfangen, geht in die Moschee, damit auch ihr an dieser Gnade teilhabt.
Zwar sieht Allah, der Allmächtige und Erhabene, alles, doch dieser besondere barmherzige Blick ist etwas ganz anderes.
Dieser barmherzige Blick ist eine ganz besondere Offenbarung Seiner Gnade.
Deshalb sollten die Menschen unbedingt zum Eid-Gebet gehen, um diesen barmherzigen Blick zu erlangen.
Früher gab es Menschen, die, auch wenn sie nicht alle täglichen Gebete verrichteten, zumindest zum Freitagsgebet kamen.
Das heißt, es gab Menschen, die nur von Freitag zu Freitag beteten.
Dann wandelte sich das, und man ging nur noch von Eid zu Eid zum Gebet.
Aber selbst als es nur von Eid zu Eid war, gingen neunzig Prozent der Leute noch zum Gebet.
Heute ist leider selbst das nicht mehr der Fall. Möge Allah die Zustände bessern.
Doch aus Allahs Schatzkammer geht nichts verloren.
Was abnimmt, ist die Barmherzigkeit, der Segen und die Gnade, die den Menschen zuteilwerden soll.
Die Menschen tragen die Folgen ihres eigenen Handelns.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt:
Beim Gebet zum Eid werden in der ersten Rak‘a sieben und in der zweiten fünf Takbīr gesprochen.
In beiden Rak‘a erfolgt die Koranrezitation erst nach diesen zusätzlichen Takbīr.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) erklärt hier die besonderen Takbīr des Eid-Gebets.
Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Rak‘a gibt es also diese zusätzlichen Takbīr.
Wie man sieht, unterscheidet sich die Verrichtung des Eid-Gebets von anderen Gebeten.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: „Schmückt eure Feste mit dem Takbīr.“
Je mehr Takbīr ihr sprecht, desto mehr vermehrt Allah euren Lohn.
Das heißt, die Feste mit Takbīr, Tahlīl und gemeinsamem Feiern zu schmücken, dient dazu, den Segen dieses Tages zu erlangen.
Im Islam gibt es zwei Feste.
Das eine ist das Eid al-Adha, das andere das Eid al-Fitr.
Außer diesen gibt es keine Feste.
Die Leute aber haben jeden Tag zum Fest erklärt.
Man sagt ja: „Für einen Narren ist jeder Tag ein Fest.“
Und wahrlich, es scheint, als hätten sie den Verstand verloren.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: „Schmückt die beiden Feste mit Tahlīl, Takbīr, Tahmīd und Taqdīs.“
So bleiben eure Feste nicht geistlich leer.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt, dass die beiden Eid-Gebete – wie bereits erwähnt, gibt es im Islam nur diese zwei Feste –
für jeden Mann und jede Frau, die religionsmündig sind, eine Pflicht sind.
Diese Regelung gilt nach der hanafitischen Rechtsschule.
Hier muss natürlich ein wichtiger Punkt erwähnt werden:
Es ist nicht richtig, einfach einen Hadith zu lesen, zu sagen „so steht es im Hadith“ und direkt danach zu handeln, ohne die Auslegungen der Rechtsschulen zu berücksichtigen.
Jeder sollte dem Urteil der Rechtsschule folgen, der er oder sie angehört.
Die Hadithe gehören selbstverständlich der ganzen Umma.
Aber um eigenständig Urteile daraus abzuleiten, muss man die Fähigkeit zum Idschtihād besitzen.
In unserer Zeit gibt es jedoch keinen solchen Mudschtahid mehr.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagte einst: „An eurem heutigen Tag sind zwei Feste zusammengefallen, nämlich das Festtagsgebet und das Freitagsgebet.“
An dem Tag, als er diesen Hadith sprach, war genau eine solche Situation eingetreten.
Für diejenigen, die von weit her anreisen, aus den Dörfern zum Beispiel, gibt es eine Erleichterung: Wer möchte, kann anstelle des Freitagsgebets das Mittagsgebet verrichten.
Das Verrichten des Eid-Gebets entbindet sie somit von der Pflicht des Freitagsgebets.
Das heißt, unser Prophet (Friede sei mit ihm) hat erklärt, dass für denjenigen, der das Eid-Gebet verrichtet hat, die Verpflichtung zum Freitagsgebet entfällt.
Natürlich bezieht sich dies auf die besonderen Umstände jenes Tages.
Wie bereits gesagt, sollte sich jeder an die Auslegung seiner eigenen Rechtsschule halten.
Man sollte so handeln, wie es die Rechtslehre vorschreibt.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) aber sagte über sich selbst: „Wir werden, so Allah will, auch das Freitagsgebet verrichten.“
Er verrichtete sowohl das Eid-Gebet und kündigte an, auch das Freitagsgebet zu verrichten.
Das heißt, er ließ das Freitagsgebet nicht aus, nur weil Festtag war und er bereits das Eid-Gebet verrichtet hatte.
Er gestattete nur denjenigen zu gehen, die einen triftigen Grund hatten.
„Wir aber“, so der Prophet (Friede sei mit ihm), „werden auch das Freitagsgebet samt seiner Predigt verrichten.“
Man sieht also, dass unser Prophet (Friede sei mit ihm) uns alle Gebote der Religion bis ins kleinste Detail gelehrt hat.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt in einem Hadith, dass die beiden Eid-Gebete für jede Frau, die die Geschlechtsreife erreicht hat, eine Pflicht sind.
Natürlich wird auch diese Regelung je nach Rechtsschule unterschiedlich ausgelegt.
Dieser Hadith, den ich nun vortragen werde, beschreibt genau den Zustand unserer Zeit.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: Wenn Allah beabsichtigt, einem Volk Dürre und Trockenheit zu schicken, ruft ein Engel vom Himmel herab:
„O Mägen, weitet euch, damit ihr nicht satt werdet!“
„O Augen, seht euch niemals satt!“
Das beschreibt unsere Zeit aufs Genaueste.
„O Segen, weiche aus ihrer Mitte und steige empor!“, ruft er.
Dieser Hadith beschreibt exakt die Endzeit, in der wir uns befinden.
Es ist weder Segen geblieben, noch Wasser, noch sonst etwas.
Überall herrscht Dürre.
Ganz zu schweigen von den Bränden, die überall wüten.
Dieser Zustand herrscht nicht nur in unserem Land, sondern auf der ganzen Welt.
Dies ist ein Unheil, das die gesamte Menschheit heimgesucht hat.
Aber warum?
Weil der Glaube der Menschen an Allah nicht mehr aufrichtig ist.
Und deshalb zürnt Allah ihnen.
Würden sie jedoch bereuen und um Vergebung bitten, würde Allah ihnen wieder Seinen Segen gewähren.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: „Wenn in einem Volk die Unzucht auftritt und sich ausbreitet, häufen sich die Erdbeben.“
Unzucht umfasst hier jede Art von Unsittlichkeit und Schamlosigkeit.
Wenn diese Unsittlichkeiten überhandnehmen, kommt es überall zu Erdbeben und Erschütterungen.
Wenn die Herrschenden stehlen, bleibt der Regen aus.
Wenn die Versprechen an die Dhimmis – also die Nichtmuslime unter islamischer Herrschaft – gebrochen werden, werden sie von Feinden heimgesucht.
Dies sind die Ratschläge unseres Propheten an seine Umma: „Wenn ihr in Ruhe und Frieden leben wollt, so meidet diese Sünden.“
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: Fünf Dingen folgen fünf Konsequenzen.
Das heißt, jede Handlung hat eine Folge, was heutzutage deutlich zu sehen ist.
Wenn ein Volk seinen Bund bricht, wird Allah es gewiss von einem Feind heimsuchen lassen.
Das heißt, wer seinen Bund bricht und Versprechen macht, ohne sie zu halten, dem schickt Allah einen Feind als Plage.
Wo anders geurteilt wird, als Allah es herabgesandt hat, breitet sich Armut aus.
Völker, die gegen Allahs Gebote handeln, werden mit Armut geprüft.
Wenn Unzucht unter ihnen verbreitet ist, nehmen die Todesfälle zu.
Wenn sie bei Maß und Gewicht betrügen, wird der Segen der Erde von ihnen genommen, und sie werden mit Dürre bestraft.
Auch wenn Händler, die betrügen, glauben, einen Gewinn zu machen, verursachen sie in Wahrheit Dürre und Ernteausfälle.
Wenn sie sich weigern, die Zakat zu entrichten, wird ihnen auch der Regen vorenthalten.
So wichtig ist die Zakat.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) überliefert, dass euer Herr, Allah, der Allmächtige und Erhabene, spricht:
„Wenn Meine Diener Mir gehorchen, lasse Ich es für sie nachts regnen und tagsüber die Sonne scheinen.“
Das heißt, die ganze Nacht wird es regnen und am Tag die Sonne scheinen.
„Und damit sie sich nicht fürchten, lasse Ich sie nicht einmal den Donner hören“, spricht Er.
Das heißt, während der barmherzige Regen fällt, wird es kein beängstigendes Geräusch geben; so friedlich wird es sein.
Nachts wird es still und ohne Donner regnen.
Wenn sie morgens aufwachen, ist alles bewässert und ergrünt.
Diese frohe Botschaft gilt den Dienern, die den Geboten Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, gehorchen.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: Jedes Volk, in dem das Zinswesen verbreitet ist, wird unweigerlich vom Unglück der Dürre heimgesucht.
Jedes Volk, in dem Bestechung verbreitet ist, lebt in ständiger Furcht und Unsicherheit.
Das heißt, in Völkern, in denen Zins und Bestechung an der Tagesordnung sind, wird es immer Armut und Furcht geben.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: „Der Sultan ist Allahs Schatten auf Erden; bei ihm sucht der Unterdrückte Zuflucht.“
Der Sultan, also der Herrscher, hat hier die Aufgabe, die Unterdrückten auf Erden zu beschützen.
Der Ausdruck „Allahs Schatten“ ist eine Metapher dafür, dass der Herrscher Allahs Gebote umsetzen und Seine Gerechtigkeit widerspiegeln soll.
Deshalb muss man einem gerechten Herrscher gehorchen.
Wenn der Herrscher gerecht handelt, erhält er dafür seinen Lohn, und das Volk, das er regiert, sollte ihm dankbar sein.
Wenn der Herrscher aber Unrecht tut und unterdrückt, so fällt die Sünde auf ihn allein zurück, und Allah wird ihn zur Rechenschaft ziehen.
Was aber soll das von ihm regierte Volk in diesem Fall tun?
Es soll nicht gegen ihn rebellieren.
Gemäß dem Hadith muss es geduldig sein.
Man darf sich nicht gegen den Herrscher auflehnen.
Auch wenn der Herrscher ein Tyrann ist, lautet der Grundsatz, nicht zu rebellieren, sondern geduldig zu sein, um keine Zwietracht zu stiften.
Wenn die Herrschenden Unrecht tun, entzieht der Himmel seine Barmherzigkeit, also den Regen.
Wenn die Zakat nicht entrichtet wird, verenden die Tiere.
Wenn Unzucht weit verbreitet ist, nehmen Armut und Not zu.
Wenn die Verträge mit den Dhimmis, den Nichtmuslimen, gebrochen werden, gewinnen Feinde die Oberhand über die Muslime.
Leider ist genau das, was heutzutage geschieht. Möge Allah unseren Zustand bessern.
Möge Allah uns auf dem rechten Weg bewahren, inscha'Allah.
2025-07-28 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Allah, der Allmächtige und Erhabene, gebietet uns, Gutes zu tun.
Er gebietet uns Gerechtigkeit.
Er gebietet uns vollkommene Güte.
Um uns zu helfen, diese Gebote zu befolgen, hat Er Propheten gesandt.
Er gebietet: "Folgt ihrem Weg."
Sie sind es, die uns den Weg weisen. Allah gebietet: "Ihnen haben Wir das Prophetentum und das Buch gegeben."
Denn mit jedem Propheten, der als Gesandter kam, wurde ein Buch offenbart.
Bücher wie der edle Koran wurden offenbart.
Von jenen früheren Büchern ist jedoch nichts mehr im Original erhalten; allein der edle Koran ist bis heute unverfälscht.
"Den Propheten gaben Wir auch Weisheit", gebietet Allah, der Allmächtige und Erhabene.
Und Weisheit ist von größter Bedeutung.
Denn Wissen ohne Weisheit ist nutzlos.
Folgt also den Propheten.
Allah, der Allmächtige und Erhabene, gebietet: "Folgt ihrer Rechtleitung."
Wie denn könnten wir Allahs Gebote erfüllen, ohne den Propheten zu folgen?
Natürlich, indem wir dem Weg folgen, den sie uns gezeigt haben.
Das letzte Buch ist der edle Koran, der unserem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, offenbart wurde.
Auch wir müssen diesem Weg folgen, den Er uns gewiesen hat.
Allah gebietet: "Folgt dem Propheten."
Handelt nicht nach eigenem Gutdünken.
Was auch immer unser Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, uns gezeigt und gelehrt hat, dem folgt.
Unser Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: "Haltet nach mir an meiner Sunna fest und an der Sunna der rechtgeleiteten Kalifen."
Diese Sunna ist entscheidend.
Diesem Weg zu folgen, ist unabdingbar.
Wer die Sunna missachtet, gewinnt nicht nur nichts, sondern erleidet vielmehr große Verluste.
Der schlimmste Verlust aber ist der des Glaubens, möge Allah uns davor bewahren.
Dieser Weg ist der, den uns unser Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, auf Allahs Geheiß hin gezeigt hat.
Nun gibt es einige Unwissende, die behaupten: "Wir erkennen weder Sunna noch Hadithe an."
Damit befinden sie sich von Anfang an auf dem Holzweg.
Ihre Mühe ist gänzlich vergebens.
Eine solche Haltung führt am Ende dazu, dass sie ohne Glauben aus dieser Welt scheiden.
An der Sunna und den Worten unseres Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, festzuhalten, erhöht unseren Rang bei Allah und sichert uns ein gutes Ende.
Möge Allah uns von diesem Weg nicht abkommen lassen, inscha'Allah.
Lasst uns ihrem Weg folgen, inscha'Allah.
2025-07-27 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Der Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, lehrt uns:
Sobald die Gläubigen das Paradies betreten und vom Becken des Propheten (Al-Kawthar) getrunken haben, werden sie von allem Weltlichen und Selbstsüchtigen vollkommen befreit sein.
Im Paradies angekommen, gibt es weder Sorgen noch Hochmut oder Feindschaft.
Man tritt rein und makellos ins Paradies ein.
Von den Sorgen und dem Kummer dieser Welt ist dann keine Spur mehr zu finden.
Doch es wird eine einzige Sache geben, über die die Gläubigen im Paradies eine Art Bedauern empfinden werden.
Und das, obwohl es im Paradies eigentlich gar keine Trauer gibt.
Sie werden jene Stunden auf Erden bedauern, die sie verbracht haben, ohne Allahs zu gedenken.
Sie werden sich sagen: „Hätten wir doch auch nur diesen einen Augenblick für das Gedenken an Allah genutzt!“
Denn wenn sie dort die unermesslichen Gaben, das von Allah verheißene Paradies, Seine majestätische Schönheit sehen, werden sie erkennen: „Wie wenig wir doch dafür getan haben.“
Sie werden Reue für jene Augenblicke empfinden, in denen sie Allahs nicht gedacht haben.
Dank sei Allah, bedeutet Zikr, das Gedenken, sich an Ihn zu erinnern.
Der größte Segen liegt also darin, sich inmitten all seiner weltlichen Aufgaben und Geschäfte an Allah zu erinnern.
Du magst mit weltlichen Dingen beschäftigt sein, das gehört zum Leben dazu. Doch wenn du dich gerade dann an Allah erinnerst, wird Er dir deine Wege ebnen.
Er wird dir sowohl im Diesseits Erleichterung gewähren als auch im Jenseits deinen Rang erhöhen.
Wenn der Mensch in dieser Welt leidet, ist seine einzige Zuflucht Allah, der Allmächtige und Erhabene.
Diejenigen, die Ihn nicht kennen, befinden sich in ständiger Bedrängnis.
Und diese ihre Bedrängnis haben sie über die ganze Welt verbreitet.
Heute ist es so, dass Gläubige, Muslime und Nicht-Muslime – sie alle sind im gleichen Zustand.
Ihre Sorgen drehen sich einzig um die Welt, und den, den sie vergessen haben, ist Allah, der Allmächtige und Erhabene.
Allahs zu gedenken bedeutet, sich an Ihn zu erinnern und über Seine Schöpfung nachzusinnen.
Alles, was an Allah erinnert, ist für den Gläubigen notwendig und von unschätzbarem Wert.
Der Gottesfreunde, der Propheten und der Gefährten zu gedenken – darin liegt der größte Nutzen.
Weil der Satan das weiß, flüstert er jenen, die diese guten Taten verrichten, Zweifel ein: „Das ist Shirk, du handelst falsch!“
Dabei ist alles, was an Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, erinnert, für den Gläubigen von Nutzen.
Der Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, sagt: „Menschen, die einen an Allah erinnern, sind gute Menschen.“
„Begegnet ihnen mit Großzügigkeit und erweist ihnen Ehre“, so lehrt es der Prophet.
Du wirst nicht bei jedem Menschen, dem du begegnest, an Allah erinnert.
Du wirst nicht bei allem, was du hörst, an Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, erinnert.
Aber wenn du von den Gottesfreunden, den Gefährten und den aufrichtigen Gläubigen hörst, dann erinnerst du dich.
Genau deshalb gehört es zu den Grundsätzen (Adab) unserer Tariqa, ihnen Ehre und Achtung zu erweisen.
Wer die Etikette des Weges achtet, dem wird der Weg seine Schönheit offenbaren.
Möge Allah euch alle auf diesem wunderbaren Weg bewahren, inscha'Allah.
Möge Er den Menschen die Rechtleitung schenken.
2025-07-26 - Dergah, Akbaba, İstanbul
إِنَّ عِدَّةَ ٱلشُّهُورِ عِندَ ٱللَّهِ ٱثۡنَا عَشَرَ شَهۡرٗا فِي كِتَٰبِ ٱللَّهِ (9:36)
Allah, der Erhabene und Mächtige, hat das Jahr in zwölf Monate eingeteilt.
Der letzte dieser heiligen Haram-Monate war Muharram.
Gestern war sein letzter Tag.
Nun folgt der Monat Safar – ein gewöhnlicher Monat.
Dieser zählt nicht zu den heiligen Haram-Monaten.
Die heiligen Haram-Monate sind vor anderen Monaten besonders ausgezeichnet.
Der Monat Safar kann für manche Menschen belastend sein.
Deshalb ist es besonders wichtig, in dieser Zeit Almosen zu geben.
Sadaqa – die freiwillige Spende – schützt vor Schicksalsschlägen, verhindert Unheil und verlängert das Leben.
In jeder Lage, in jeder Not hilft die Gabe von Sadaqa, die Dinge zu erleichtern.
Sie bewahrt uns vor dem Bösen.
Sie schützt uns vor schlimmen Ereignissen.
Auch im Monat Safar sollte daher jeder Mensch täglich seine Sadaqa geben.
Er sollte Buße tun und um Vergebung bitten.
Und er sollte Allah inständig darum bitten, ihn zu beschützen.
Denn letztlich geschieht stets, was Allah, der Erhabene und Mächtige, beschlossen hat.
Die Weisheit hinter Seinen Entscheidungen liegt allein bei Ihm.
Er tut, was Er will.
Niemand kann Ihm widerstehen.
Doch Er ist barmherzig und gnädig zu uns.
Unsere Reue, unsere Bitte um Vergebung und unsere Almosen können – mit Allahs Erlaubnis – Katastrophen abwenden.
Allah tut, was Er will: Wenn Er es will, geschieht es – wenn Er es will, verändert Er es.
Doch das Schicksal steht allein in Allahs Wissen –
unser Verstand reicht nicht dorthin.
Was wir jedoch verstehen können, ist dies: Viele Menschen haben Angst vor dem Monat Safar.
Doch es gibt nichts, wovor man Angst haben müsste.
Gib deine Sadaqa, tue Buße, erfülle deine täglichen Pflichten.
Die besonderen religiösen Handlungen im Monat Safar werden an entsprechender Stelle bekanntgegeben.
Wenn du das Erforderliche getan hast, vertraue auf Allah, erfülle deine Pflichten – und fürchte dich nicht, mit Seiner Erlaubnis.
Unser Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagte: „Safar al-Khayr - Safar ist ein Monat des Guten.“
„Interpretiert alles zum Guten – dann wird es auch gut sein.“
Heute machen sich viele Menschen unnötige Sorgen.
„Was, wenn dies passiert? Was, wenn jenes geschieht?“
Genau diese Ängste und Zweifel haben die sogenannten „Panikattacken“ hervorgerufen.
Menschen leben heute in ständiger Angst.
Ein lautes Geräusch – und schon drohen sie, vor Schreck zusammenzubrechen.
Doch das Vertrauen auf Allah – das Tawakkul – ist eine grundlegende Eigenschaft eines wahren Gläubigen.
Folge dem Weg, den Allah dir gezeigt hat – und fürchte dich nicht.
Vertraue auf Allah.
Er wird dich beschützen.
Am wichtigsten ist, dass unser Glaube bewahrt bleibt.
Alles andere ist zweitrangig.
Doch mit Allahs Erlaubnis werdet ihr stets unter Seinem Schutz stehen – inscha'Allah.