السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2025-08-15 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt sinngemäß im heiligen Koran: Wer eine Verfehlung oder eine Sünde begeht und diese dann einem Unschuldigen zur Last legt, der lädt fürwahr eine gewaltige Schuld auf sich. Diese Sünde wiegt doppelt schwer, denn man begeht nicht nur selbst eine Missetat, sondern stürzt durch die Verleumdung auch einen Unschuldigen ins Unglück und fügt ihm großen Schaden zu. Leider ist dies heutzutage bei vielen Menschen gang und gäbe. Sie begehen eine Missetat in der bösen Absicht, einem anderen zu schaden. Und dieser unschuldige Mensch landet wegen dieser Verleumdung entweder im Gefängnis oder ihm widerfährt großes Unheil. Ein solches Unrecht ist eine gewaltige Sünde und eine direkte Verletzung der Rechte eines Mitmenschen. Denn eine Sünde, die du gegen Allah begehst, kann Allah vergeben. Allah ist der Allverzeihende. Doch für die Sünde, einem Unschuldigen etwas anzulasten und ihm damit zu schaden, wird man im Jenseits gewiss zur Rechenschaft gezogen. Ganz gleich, was deine Absicht sein mag, bilde dir bloß nicht ein, dass es ungestraft bleibt, wenn du einen Unschuldigen verleumdest und sein Leben ins Dunkel stürzt. Dafür wird man ganz gewiss Rechenschaft ablegen müssen. Man wird es zutiefst bereuen, aber dann wird es zu spät sein. Eine Schuld allein gegenüber Allah zu begleichen, ist einfacher. Allah ist der Allverzeihende. Doch in die Rechte, die Menschen untereinander haben, greift Allah, der Allmächtige und Erhabene, nicht ein. In dieser Angelegenheit kann nur derjenige vergeben, dessen Rechte verletzt wurden. Menschen mögen Kleinigkeiten verzeihen, aber eine Grausamkeit, die ein ganzes Leben zerstört, kann man nur schwer vergeben. Heutzutage gibt es leider viele, die so handeln. Und sie sollten sich fragen: „Wie werden wir für diese gewaltige Schuld je geradestehen?“ Denn manche, die sich Muslime nennen, greifen zu solchen Mitteln, um ihre Ziele zu erreichen. Der Grundsatz „Der Zweck heiligt die Mittel“ ist ein kommunistisches Prinzip. Wer nach diesem Grundsatz handelt, schreckt vor keiner Schandtat zurück, um seine Ziele zu erreichen. Das ist allseits bekannt. Leider eignen sich sogar manche, die sich Muslime nennen, diese falsche Denkweise an. Möge Allah ihnen Verstand und Einsicht schenken. Möge Er sie rechtleiten. Incsha'Allah, werden sie von diesem schweren Fehler ablassen und sich so selbst retten. Möge Allah uns alle beschützen. Wie unsere Vorfahren sagten: „Möge Allah uns vor haltloser Verleumdung bewahren.“ Möge mein Herr uns vor jeder Art von Verleumdung und Übel bewahren. Und möge Er uns auch davor bewahren, jemandem eine solche Grausamkeit anzutun, inscha'Allah

2025-08-14 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Es ist unser aller Pflicht, dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) Hochachtung zu erweisen. Denn dem Propheten Hochachtung zu erweisen, bringt uns Allahs Barmherzigkeit, Seine Vergebung und Seinen Segen. Wer dies nicht erkennt, erleidet einen gewaltigen Verlust. Denn Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat die gesamte Schöpfung ihm zu Ehren erschaffen. Daher rührt die Ehrerbietung, die in dieser Welt gezeigt wird, meist entweder aus Eigennutz oder sie ist eine List des Satans. Wenn du also jemandem Ehre erweisen willst, dann erweise sie um Allahs willen. Respekt gebührt jenen, die Allah dienen, die Rechtleitung bringen und die Menschen vor dem Unglauben bewahren. Denn der Glaube ist unser kostbarstes Gut. Deshalb ist es richtig und wichtig, auch jenen Respekt zu erweisen, die nach dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) kamen: den Gefährten, den Kalifen und der Ahl al-Bayt – all jenen, die den Menschen den Glauben nahebrachten und sie lehrten. Sollte man jemandem Hochachtung erweisen, der nicht rechtschaffen ist? Jemandem Respekt zu zollen, dessen Taten Allah missfallen, ist nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah die Menschen rechtleiten. Menschen, die vom rechten Weg abgekommen sind und Nichtigkeiten nachjagen, Ehre zu erweisen, ist daher nicht nur sinnlos, sondern oft sogar schädlich. Die Menschen von heute bewundern oft berühmte Persönlichkeiten. Sie eifern ihnen nach, in der Hoffnung, selbst diese Art von Ansehen und Respekt zu erlangen. Doch es bringt nichts, jene zu ehren, die nicht auf dem Wege Allahs, des Erhabenen, wandeln. Solche Verehrung entspringt nur dem eigenen Ego. Möge Allah uns davor bewahren. Denn wenn du deinem Ego freien Lauf lässt, stürzt es dich ins Verderben. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah uns vor dem Übel unseres eigenen Egos schützen. Möge Allah den Menschen Verstand und Einsicht schenken, damit sie zwischen Gut und Böse unterscheiden und die Dinge nach ihrem wahren Wert beurteilen können. Es gibt so viele, die wertlosem Tand – Staub und Steinen – Bedeutung beimessen, während sie den Wert von Juwelen und Gold nicht erkennen. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah uns, inscha'Allah, zu jenen zählen lassen, die den wahren Wert erkennen.

2025-08-13 - Dergah, Akbaba, İstanbul

يَـٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ ٱتَّقُواْ ٱللَّهَ وَكُونُواْ مَعَ ٱلصَّـٰدِقِينَ (9:119) Allah, der Allmächtige und Erhabene, gebietet: „O die ihr glaubt, fürchtet Allah und haltet euch zu den Wahrhaftigen, den Guten.“ Denn sie sind die geliebten Diener Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen. Von ihnen geht für die Menschen kein Schaden aus. Im Gegenteil, von ihnen kommt nur Gutes, und sie hüten sich davor, anderen zu schaden. Selbst wenn es ihren eigenen Neigungen widerstrebt, wollen sie für jeden nur das Beste. Sie wollen nichts Böses. Egal wie schwer es ihnen fallen mag, sie würden ihre Mitmenschen niemals quälen oder ihnen Leid zufügen. Denn sie wissen, dass die Rechte der Mitmenschen schwerer wiegen als die Rechte Allahs. Wie kommt das? Allah vergibt. Allah vergibt Sünden, die sich allein auf Sein Recht beziehen, aber Er vergibt nicht das Unrecht, das ein Mensch einem anderen angetan hat. Solange du nicht zu dieser Person hingehst und sie um Verzeihung bittest, lastet diese Schuld weiterhin auf dir. Zeigt man aufrichtige Reue und bittet um Vergebung, so schenkt Allah Vergebung. Wenn es um das Recht eines Mitmenschen geht, übergeht Allah, der Allmächtige und Erhabene, dieses nicht. Du musst demjenigen, dem du Unrecht getan hast, Genugtuung leisten und ihn um Verzeihung bitten; erst dann vergibt auch Allah. Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt im edlen Koran, dass Er alles vergibt, außer dass Ihm etwas beigesellt wird. Doch selbst wenn jemand Götzendienst betreibt, danach aber aufrichtig bereut und um Vergebung bittet, vergibt Allah, der Allmächtige und Erhabene, sogar das – vorausgesetzt, man verharrt nicht in dieser Sünde. Sobald man bereut, gibt es keine große oder kleine Sünde mehr; Allah, der Allmächtige und Erhabene, vergibt sie gewiss alle. Mit Ausnahme der Rechte der Mitmenschen. Wenn du zum Beispiel ein Tier ohne triftigen Grund quälst... Gibt es hingegen einen berechtigten Grund, ist das etwas anderes. Ein berechtigter Grund wäre es beispielsweise, ein schädliches Tier, das einem Schaden zufügt, abzuwehren. Das ist erlaubt. Aber einem Tier grundlos Leid zuzufügen oder es zu quälen... dann wird dieses Tier sein Recht von dir einfordern. Deshalb sind Recht und Gerechtigkeit sehr wichtig. Jedem und allem sein Recht zukommen zu lassen, ist eine religiöse Pflicht, die erfüllt werden muss. Wenn Recht und Gerechtigkeit geachtet werden, findet alles zu seiner Ordnung. Werden sie aber missachtet, dann gibt es, wie wir heute sehen, auf der Welt weder Ordnung noch Gerechtigkeit. Und dann wundern sich die Menschen und fragen: „Warum ist das so?“ Man braucht sich nicht zu wundern. Jede Tat hat ihre Folgen. Möge Allah uns davor bewahren, die Rechte anderer zu verletzen – sei es die eines Menschen, eines Tieres oder irgendeines anderen Lebewesens. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) hat sogar denjenigen verflucht, der in Wasser uriniert. Das zeigt uns: Selbst das Wasser hat ein Recht. Auch das Verschmutzen von sauberem Wasser zieht eine Strafe nach sich. Möge Allah uns beschützen. Möge Allah uns alle vor Übel und Schlechtigkeiten bewahren. Möge Allah uns beschützen.

2025-08-12 - Dergah, Akbaba, İstanbul

إِن تَجۡتَنِبُواْ كَبَآئِرَ مَا تُنۡهَوۡنَ عَنۡهُ (4:31) Allah, der Erhabene und Majestätische, sagt im edlen Koran: "Meidet die großen Sünden." Es gibt große Sünden und es gibt kleine. Doch wahrlich, Allah vergibt sie alle dem, der bereut. Er sagt: "Kommt den großen Sünden nicht einmal nahe." Nähert euch auch nicht dem, was die Tür zu ihnen öffnet. Er sagt: "Schützt eure Augen vor dem Verbotenen." Achtet auch darauf, dass das, was ihr esst und trinkt, halal ist und nicht die Rechte anderer verletzt. Schenkt diesem Punkt besondere Beachtung. Denn ein Mensch, der die Rechte anderer verletzt, öffnet auch die Tür zu weiteren Sünden. Denn die Verletzung der Rechte anderer ist eine Sünde, ja sogar eine der großen Sünden. In dieser Zeit gibt es viele materielle und spirituelle Gefahren. Die materielle Gefahr besteht darin, Menschen zu betrügen und sie um ihr Geld zu bringen. Die spirituelle Gefahr besteht darin, dass Wege, die nicht dem Islam entsprechen, als richtig dargestellt werden, um die Menschen in die Irre zu führen. Wer diese Tür durchschreitet, ist verloren. Er begeht Sünden, ohne es auch nur zu bemerken. Eben darin liegt die größte Gefahr unserer Zeit. Seit Anbeginn der Welt gab es keine Zeit wie diese. Sicherlich, das gab es auch in der Vergangenheit; sie sagten: "Betet mich an, betet dies an, betet das an." Entweder zwangen sie die Menschen dazu oder die Menschen waren damals unwissend. Heutzutage hingegen schaut jeder auf das Gerät in seiner Hand und bildet sich ein, alles zu wissen. Dabei leben wir genau im 'zweiten Zeitalter der Unwissenheit', auf das unser Prophet hingewiesen hat. Deshalb ist Vorsicht geboten. Die Sünde ist eine Last für den Menschen, ein Übel. Der Mensch sollte bereuen, um Vergebung bitten und auf den rechten Weg zurückkehren. Denn in der heutigen Zeit ist es, wie gesagt, sehr einfach geworden, Sünden zu begehen. Gutes zu tun hingegen ist schwierig geworden. Allah zu gehorchen ist schwierig geworden. Deshalb muss der Mensch wachsam sein und darf nicht auf einer begangenen Sünde beharren. Denn wenn man auf einer Sünde beharrt, verfestigt sie sich. Wenn er jedoch bereut und um Vergebung bittet, vergibt Allah. Möge Allah uns allen vergeben, möge Allah uns bewahren. Möge Allah uns alle vor Sünden und Übeln beschützen.

2025-08-12 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul

Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Wenn eine Gemeinschaft die Zakat auf ihr Vermögen nicht entrichtet, wird ihr der Regen vom Himmel vorenthalten." Das bedeutet, wenn die Menschen keine Zakat geben, bleibt der Regen aus. Und gäbe es nicht die Tiere, würde kein einziger Tropfen Regen auf sie fallen. Das heißt, all dieser Regen fällt nur um der Tiere und Insekten willen. Denn bei den Menschen ist weder Religion noch Glaube noch Schamgefühl geblieben... Nichts ist geblieben. Deshalb wäre es nur folgerichtig, dass es für sie nicht regnet. Aber eben um der Tiere und Insekten willen lässt Allah es dennoch regnen. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Dürre bedeutet nicht allein das Ausbleiben des Regens." Er sagt also, dass es nicht unbedingt aufhören muss zu regnen, damit man von "Dürre" sprechen kann. "Die wahre Dürre ist, wenn die Erde keine Früchte hervorbringt, obwohl es so viel regnet wie in den Jahren zuvor." Das heißt, es regnet, aber die Saat geht nicht auf. Gemüse und Obst gedeihen nicht. Auch das liegt in Allahs Macht. Manchmal schickt Er Schädlinge oder es ereignet sich ein anderes Unheil. Dann herrscht Hungersnot, obwohl es geregnet hat. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Wenn Allah einem Volk eine Hungersnot auferlegt, dann nur wegen seiner Überheblichkeit Ihm gegenüber." Das bedeutet, Er schickt diese Hungersnot aufgrund ihrer Auflehnung. Heutzutage hat die ganze Welt Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, vergessen und lehnt sich gegen Ihn auf. Jeder handelt nach seinem eigenen Gutdünken. Deshalb herrschen überall Hungersnot, Dürre und allerlei Nöte. Und der Prophet sprach hier nicht nur von Hungersnot, sondern von allen Arten der Not. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Es vergeht keine Nacht und kein Tag, an dem Allah keinen Regen vom Himmel herabsendet." "Aber Allah lässt diesen Regen niedergehen, wo Er will." Manchmal fragen die Menschen: "Wie entsteht Regen?" Nun, warmes Wasser verdunstet, wird zu Wolken und es regnet. Natürlich ist dies ein System, ein Prinzip, das Allah, der Allmächtige und Erhabene, für die Welt eingerichtet hat. Doch Allah lässt es zu jeder Tages- und Nachtzeit regnen, aber eben nur dort, wo Er es will. Er lässt es nicht dort regnen, wo du es brauchst, sondern mitten auf dem Meer. Er lässt es mitten im Ozean regnen. Das bedeutet, die Menschen müssen verstehen, dass diese Angelegenheit vom Gebet abhängt. Wie der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) in seinem Hadith sagte, regnet es zu jedem Zeitpunkt irgendwo auf der Welt. Es vergeht kein Augenblick, an dem es nicht irgendwo regnet. Mit Sicherheit regnet es irgendwo. Nur Allah weiß, wo und wie es regnen wird. Deshalb erlangt man diesen segensreichen Regen nur durch Gebet, Flehen und Gehorsam gegenüber Allah. Und dann kommt er auch als Segen. Nicht einfach so zufällig... Denn manchmal regnet es auch so stark, dass alles überflutet wird, Menschen sterben und Häuser unter Wasser gesetzt werden. Auch das ist eine mögliche Folge. Hier zeigen sich die Weisheit und die Gnade Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen. Und um diese Gnade muss man ebenfalls bitten. Es reicht nicht aus, nur zu sagen: "Lass es regnen." Nach dem Motto: "Heute ist es heiß, also kommt bald der Regen." Er mag kommen, aber das Wichtige ist, dass er mit Gnade und Segen kommt, so Allah will. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Sonne und Mond verfinstern sich nicht wegen des Todes oder der Geburt von irgendjemandem." Das heißt, unser Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) erklärt, dass eine Mond- oder Sonnenfinsternis nichts mit dem Leben oder Tod eines Menschen zu tun hat. "Vielmehr sind sie zwei von Allahs Zeichen (Ayat), mit denen Er Seine Diener ermahnt." Kurz gesagt, eine Sonnen- oder Mondfinsternis ist ein göttliches Zeichen, das die Menschen an Allah erinnern und zur Gottesfurcht anhalten soll. "Wenn ihr eine solche Finsternis seht, so betet und sprecht Bittgebete, bis sie vorüber ist." Das Gebet, das bei einer Sonnenfinsternis verrichtet wird, nennt man "Kusuf-Gebet". Das bei einer Mondfinsternis verrichtete Gebet wird "Khusuf-Gebet" genannt. Es ist Sunna, zu beten und Bittgebete zu sprechen, bis die Finsternis sich wieder lichtet. Dies ist eine Form der Anbetung, die Sunna ist und großen Segen mit sich bringt. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Wenn Sonne und Mond eine Offenbarung von Allahs Majestät sehen, geraten sie aus Ehrfurcht aus ihrer Bahn und die Finsternis tritt ein." Das bedeutet, diese Finsternisse geschehen nicht ständig, sondern nur gelegentlich. Es geschieht nur von Zeit zu Zeit. Denn auch Mond und Sonne sind Geschöpfe Allahs und sie wissen um Seine Majestät. Sie kennen ihren Herrn besser als die Menschen. Diese Finsternis ist die Folge ihrer Ehrfurcht vor der Majestät Allahs. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Wenn sich die Sonne oder der Mond verfinstert, verrichtet ein Gebet wie das letzte Pflichtgebet, das ihr gebetet habt." Das heißt, ihr sollt dieses Gebet mit derselben Hingabe errichten wie euer letztes Pflichtgebet. Diese Gebete sind von Natur aus lang. Der genaue Ablauf ist in der Sunna beschrieben. Das Gebet wird sehr ausgedehnt verrichtet. Es werden lange Suren rezitiert, und die Verbeugungen (Ruku) und Niederwerfungen (Sadschda) dauern deutlich länger als üblich. Nach dem Gebet verbringt man die verbleibende Zeit im Sitzen mit Tasbih, Tahlil und Bittgebeten. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Wenn ihr ein Zeichen seht, so werft euch zur Niederwerfung nieder." Das heißt, wenn ihr Zeuge eines großen Ereignisses werdet, das die Majestät Allahs offenbart, sollt ihr euch niederwerfen, sagt der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm).

2025-08-11 - Dergah, Akbaba, İstanbul

لَيۡسَ كَمِثۡلِهِۦ شَيۡءٞۖ وَهُوَ ٱلسَّمِيعُ ٱلۡبَصِيرُ (42:11) Allah, der Erhabene und Majestätische, sagt, dass Ihm nichts und niemand gleicht. Sein Wesen entzieht sich jeglicher Vorstellungskraft und ist mit dem Verstand nicht zu fassen. Aus diesem Grund sagte unser Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm): „Denkt nicht über das Wesen Allahs nach, versucht nicht, es zu ergründen.“ Betrachtet stattdessen Seine Macht, Seine Schöpfungen und Seine Werke. Schon das tiefgründige Nachdenken darüber wird euren Verstand an seine Grenzen bringen. Dies ist keine Angelegenheit, die sich leicht begreifen lässt. Allah, der Erhabene und Majestätische, ist erhaben über Ort und Zeit. Für Ihn existieren weder Ort noch Zeit. Denn all dies sind Geschöpfe, die erst nach Ihm erschaffen wurden. Denn es ist Allah, der Erhabene und Majestätische, selbst, der Zeit und Ort erschaffen hat. Der Schöpfer wird nicht Teil Seiner Schöpfung; das ist unmöglich. Dessen muss man sich klar bewusst sein. Heutzutage gibt es Gruppierungen, die andere vorschnell als „Muschrik“ (Götzendiener) oder „Kafir“ (Ungläubige) bezeichnen. Sie schreiben Allah, dem Erhabenen und Majestätischen, einen Ort und einen Körper zu. Diejenigen, die so etwas tun – möge Allah uns davor bewahren – verfallen dem Unglauben. Wer Allah einen Körper oder ein Gewicht zuschreibt, oder behauptet, Er sei an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten Zeit, hier oder dort – der verliert seinen Glauben. Allah, der Erhabene und Majestätische, gleicht nichts und niemandem. Dies muss man verinnerlichen. Sowohl Zeit als auch Ort sind Seine Schöpfungen. Der Schöpfer des gesamten Universums ist Allah, der Erhabene und Majestätische. Und Seine Schöpferkraft wirkt unaufhörlich. Ein gläubiger Mensch muss den gebührenden Anstand (Adab) gegenüber Allah, dem Erhabenen und Majestätischen, wahren. Er muss die Grundsätze kennen, die unser Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) uns dargelegt und gelehrt hat. Wer seinem Weg folgt, wird mit Allahs Erlaubnis das Heil erlangen. Wer jedoch von diesem Weg abweicht, dessen Glaube gerät in Gefahr. Und am Ende könnte er – möge Allah uns davor bewahren – ohne Glauben aus dieser Welt scheiden. Aus diesem Grund ist es für einen Menschen unerlässlich, auf dem rechten Weg zu bleiben. Heutzutage treten Leute auf, die haltlose Behauptungen in die Welt setzen, und die Unwissenden glauben ihnen, ohne wirklich zu begreifen, worum es geht. Der Weg der Tarikat hingegen ist der rechte Weg. Es ist der Weg des Anstands, der Weg des Wissens und der Weg der Gotteserkenntnis. Durch den Segen dieses Weges und die Glaubensfestigkeit, die er verleiht, lebt ein Mensch bis zu seinem letzten Atemzug als Gläubiger und verlässt diese Welt auch als solcher. Denn dieser Weg ist der Weg unseres Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm). Der von ihm gewiesene Weg ist der Weg des Heils. Möge Allah uns vor allem Bösen, vor Versuchung und Irreführung bewahren. Amin. Möge Allah uns das Gute nicht als schlecht und das Schlechte nicht als gut erscheinen lassen, inscha'Allah. Möge Er uns das Schlechte als schlecht und das Gute als gut erkennen lassen. Möge Allah uns nicht vom rechten Weg abkommen lassen.

2025-08-10 - Dergah, Akbaba, İstanbul

In einem Hadith Qudsi spricht Allah, der Allmächtigen und Erhabene, durch den Propheten, Friede und Segen seien auf ihm: كُلُّ ابْنِ آدَمَ خَطَّاءٌ Das bedeutet: "Alle Söhne Adams machen Fehler, sie sind Sünder." Diejenigen, die die meisten Fehler und Sünden begehen, das sind nun einmal die Menschen – wir alle. Denn außer den Propheten hat jeder Mensch Fehler, Irrtümer und Schwächen. Es gibt keinen makellosen Menschen. Wir alle haben Fehler, Schwächen und Sünden. Die Propheten jedoch sind von dieser Regel ausgenommen; bei ihnen verhält es sich anders. Grundsätzlich machen also alle Menschen Fehler und begehen Sünden. Und Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt dazu: "Und Ich bin der Allvergebende." "Sollen sie nur um Vergebung bitten, und Ich werde ihnen vergeben." "Ganz gleich, wie viele Sünden sie haben, sie sollen Mich um Vergebung und Verzeihung bitten, und Ich werde ihnen vergeben." Das bedeutet, es gibt keinen Menschen ohne Sünde. Manche Menschen denken: "Ich habe so viele Sünden begangen, es lohnt sich gar nicht mehr, Gutes zu tun." Aber das ist ein großer Irrtum. Dabei ist das gesegnete Wort Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, eine Barmherzigkeit, die allen Menschen offensteht. Das Tor der Barmherzigkeit, das Tor der Vergebung, steht weit offen. Bis die Sonne im Westen aufgeht – einem der Zeichen des Jüngsten Tages – bleibt dieses Tor der Vergebung geöffnet. Deshalb gilt: Ganz gleich, wie viele Sünden du auch begangen hast, Allah vergibt. Man sollte Allah täglich um Vergebung bitten. Denn wenn der Diener um Vergebung bittet, kann Allah seine Sünden in gute Taten umwandeln. Weil du um Vergebung gebeten hast, wird Allah, der Allmächtige und Erhabene, nicht nur deine Sünden auslöschen, sondern dir an ihrer Stelle sogar Lohn und gute Taten anrechnen. Die Gnade und Großzügigkeit Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, ist unendlich. Doch die Menschen wissen dies oft nicht zu schätzen. Sie messen dem keinen Wert bei. Dabei liegt der wahre Wert genau darin. Möge Allah uns allen vergeben, inscha'Allah.

2025-08-09 - Dergah, Akbaba, İstanbul

إِنَّمَا ٱلۡمُؤۡمِنُونَ إِخۡوَةٞ فَأَصۡلِحُواْ بَيۡنَ أَخَوَيۡكُمۡۚ وَٱتَّقُواْ ٱللَّهَ لَعَلَّكُمۡ تُرۡحَمُونَ (49:10) Allah, der Erhabene und Majestätische, sagt: "Die Gläubigen sind doch Brüder." Die Bruderschaft im Glauben ist sogar wichtiger als die Blutsverwandtschaft. Denn zur Zeit unseres Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) kam es oft vor, dass Gefährten Muslime waren, während ihre eigenen leiblichen Brüder zu den Ungläubigen zählten. Damals hatte die Bruderschaft einen ganz anderen Stellenwert als heute. Heutzutage messen die Menschen diesem Band oft nicht mehr so viel Bedeutung bei, aber damals war es von größter Wichtigkeit. Ursprünglich waren der Vater und die leiblichen Geschwister die wichtigsten Menschen im Leben, doch mit dem Eintritt in den Islam verschoben sich diese Prioritäten. Denn was wirklich zählt, ist die Bruderschaft auf dem Wege Allahs. Und genau auf diese Bruderschaft legt Allah, der Erhabene, Wert. Die Gläubigen, die Muslime, sind Brüder. Das bedeutet, sie sollen einander helfen und einander lieben. Auch der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagt in einem edlen Hadith: "Beneidet einander nicht, hegt keinen Groll gegeneinander und kehrt einander nicht den Rücken zu." Ein Muslim sollte seinem Bruder jede erdenkliche Hilfe leisten, soweit es ihm möglich ist. Natürlich kann er nicht in jeder Angelegenheit helfen, aber er sollte ihn unterstützen, wo er nur kann. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, ihm zu helfen und ihn in seiner Abwesenheit zu verteidigen. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) lehrt uns, dass ein Gläubiger, der seinen Bruder in dessen Abwesenheit verteidigt, dafür eine gewaltige Belohnung erhält. Leider ist es heutzutage so, dass Menschen einander mit haltlosen Vorwürfen überziehen. Wer also seinen Bruder gegen solche Anschuldigungen in Schutz nimmt, den erwartet eine große Belohnung. Denn der Mensch neigt dazu, schlechte Vermutungen über andere zu hegen. Und solche Mutmaßungen säen nichts als Feindseligkeit, Groll und Zwietracht. Und eben damit diese Feindseligkeit aus der Welt geschafft wird, sagt Allah, der Erhabene: "Die Gläubigen sind doch Brüder." Diese Bruderschaft im Glauben ist somit wertvoller als die zu einem leiblichen Bruder, der nicht auf dem rechten Weg ist. Frieden zwischen den Gläubigen zu stiften, ist ein Weg, um Allahs Barmherzigkeit zu erlangen. Und diese Barmherzigkeit Allahs ist das Allerwichtigste. Die Menschen sind oft auf materielle Vorteile aus. Dabei ist die Gnade und Barmherzigkeit Allahs das Wertvollste, was ein Mensch bekommen kann. Aber viele Menschen wissen das nicht zu schätzen und erkennen ihren wahren Wert nicht. Möge Allah Zuneigung in unsere Herzen legen. Möge Allah uns allen beistehen, inscha'Allah. Möge der Satan keine Zwietracht zwischen uns säen.

2025-08-08 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَٱلَّذِينَ إِذَا فَعَلُواْ فَٰحِشَةً أَوۡ ظَلَمُوٓاْ أَنفُسَهُمۡ ذَكَرُواْ ٱللَّهَ فَٱسۡتَغۡفَرُواْ لِذُنُوبِهِمۡ (3:135)
Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt:
Wenn ein Mensch eine Sünde begeht, aber nicht darauf beharrt, wird Allah ihm vergeben.
Allah ist der Allvergebende.
Ein Mensch, der seine Sünden bereut, erlangt die Vergebung Allahs.
Wenn ein Mensch aber wissentlich sündigt und darauf beharrt, hat er sich seine Strafe selbst zuzuschreiben.
Nun gibt es einige Menschen,
die bestimmten Leuten gefolgt sind und dabei Fehler gemacht haben.
An diesem Fehler muss man aber nicht festhalten.
Sie sollen auf den Weg Allahs zurückkehren, damit Allah auch ihnen vergibt.
Wer zweifelhaften Menschen folgt, sie für rechtgeleitet hält und deshalb vom Weg abkommt, den wird gewiss eine Strafe ereilen.
Deshalb gebietet Allah, der Allmächtige und Erhabene: „So flieht zu Allah.“
فَفِرُّوٓاْ إِلَى ٱللَّهِۖ (51:50)
„Sucht Zuflucht bei Allah“, gebietet Allah, der Allmächtige und Erhabene.
Beharrt nicht auf dem Falschen.
Allah hat jedem Verstand und einen freien Willen gegeben.
Niemand sollte glauben, er könne einen Nutzen oder Lohn daraus ziehen, andere zu quälen.
So etwas gibt es im Islam nicht.
Du musst dem Weg des Islam folgen, auch wenn es deinem Ego widerstrebt. Du darfst ihm nicht nachgeben.
Denn das Ego drängt immer zum Schlechten.
Aber es gibt Wege, die noch schlimmer sind.
Wenn du auf dem rechten Weg bist, wird dein Ego tausendmal versuchen, dich davon abzubringen.
Es flüstert dir Zweifel ein wie: „Sagt dieser Mann die Wahrheit? Ist er gut oder schlecht?“
Folge aber einem schlechten Menschen, wird dein Ego dich sofort unterstützen und dich bestärken, ihm zu glauben.
Deshalb ist der rechte Weg der Weg Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen.
Allah sei Dank zeigt auch der Pfad der Tariqa diesen Weg.
Diejenigen aber, die außerhalb der Tariqa stehen, folgen ihrem Ego.
Ganz gleich, wer sie auch sein mögen.
Mancher folgt vielleicht jemandem und sagt: „Er ist ein großer Gelehrter“,
doch in Wirklichkeit fehlt diesem die Grundlage.
Denn der Murschid dessen, der keinen Murschid hat, ist der Satan.
Einem Murschid zu folgen, bedeutet einer Tariqa zu folgen; anders geht es nicht.
Darauf muss man achten.
Diejenigen, die vom Weg abgekommen sind, sollen bereuen und bei Allah Zuflucht suchen.
Allah vergibt.
Allah ist der Allvergebende.
Beharrt nicht darauf.
Hartnäckigkeit und Eigensinn sind ein Zeichen des Unglaubens.
Der Unglaube ist von Eigensinn geprägt.
Die ungläubigen Quraisch zur Zeit unseres Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, wussten, dass es die Wahrheit war, glaubten aber aus Hochmut und Eigensinn nicht.
Sie nahmen den Glauben nicht an, nicht einmal in ihrem letzten Atemzug.
Sogar Abu Dschahl sagte, als er in der Schlacht von Badr im Sterben lag:
„Ich weiß, dass diese Religion die Wahrheit ist, aber ich nehme sie nicht an.“
Dies tat er aus purem Hochmut.
So ist er elendig zugrunde gegangen.
Deshalb sollten die Menschen seinem Beispiel nicht folgen.
Mögen sie auf den rechten Weg zurückkehren, inscha'Allah.
Möge Allah uns allen vergeben.
Möge Er uns nicht vom rechten Weg abirren lassen.


2025-08-07 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَأَنَّهُۥ كَانَ رِجَالٞ مِّنَ ٱلۡإِنسِ يَعُوذُونَ بِرِجَالٖ مِّنَ ٱلۡجِنِّ فَزَادُوهُمۡ رَهَقٗا (72:6) Es heißt, es gebe eine Beziehung zwischen Dschinn und Menschen. Diese Verbindung kann unter bestimmten Umständen zutage treten. Heutzutage gibt es Leute, die andere sofort verunsichern, indem sie ihnen einreden: "Du bist von einem Dschinn besessen, du bist verhext." Das zu erkennen oder zu wissen, ist nicht jedem gegeben. Das ist eine seltene Gabe. Aber natürlich kommt es nur sehr selten vor, dass ein Dschinn von einem Menschen Besitz ergreift. Doch das, was man als "Schlag" bezeichnet, kann durchaus vorkommen. So ein "Schlag" kann, Allah bewahre, vorkommen, wenn man etwa nachts Wasser ablässt, seine Notdurft verrichtet, ohne "Destur", also um Erlaubnis, zu bitten. Aber einfach jedem einzureden: "Du bist verhext, von einem Dschinn besessen", verunsichert die Menschen nur. Wenn jemand so etwas aus Eigennutz behauptet, dann ist das eine Lüge. Damit begeht derjenige nicht nur eine Sünde, sondern lädt auch die Verantwortung für das Leid des anderen auf sich, weil er ihn verunsichert. In unserer heutigen Zeit gibt es Dinge, die einen Menschen viel stärker vom rechten Weg abbringen als ein Dschinn: unser soziales Umfeld und unsere Lebensumstände. Sie verursachen Streit in der Familie und bringen Kinder dazu, sich gegen ihre Eltern aufzulehnen. Solche Zustände sind nicht das Werk von Dschinn oder Magie, sondern entstehen durch diese äußeren Einflüsse. Möge Allah uns davor bewahren. In diesen Geräten in den Händen der Kinder, in dieser allgegenwärtigen Technologie, stecken heute sozusagen tausend Dschinn. Die Dinge, die den Verstand wirklich rauben und die Menschen verderben, stammen meistens von dort. Von diesem Übel, der Technologie, kann mitunter Schlimmeres ausgehen als von einem Dschinn oder dem Teufel selbst. Darauf muss man achten. Allah hat dem Menschen Verstand gegeben, und dieser Verstand hat seine Grenzen. Man muss alles mit Maß und auf die richtige Weise angehen, damit die Seele keinen Schaden nimmt. Wenn man versucht, alles auf einmal zu erledigen und seinen Geist damit überfordert, schadet das einem ebenfalls. Die Schuld sofort bei Magie oder Dschinn zu suchen, ist der einfachste Weg; so entzieht man sich der eigenen Verantwortung. Es ist nicht damit getan zu sagen: "Was soll ich machen, der Hodscha soll für mich beten." Natürlich ist es hilfreich, für sich beten zu lassen. Aber bevor man zum Hodscha geht, sollte man selbst zu Hause beten, die nötigen Gebete verrichten und Almosen geben. Den Thronvers (Ayat al-Qursi) oder die Ikhlas-Sure zu rezitieren, kann schließlich jeder selbst. Gegen alles Übel wie Neid, den bösen Blick, Dschinn und Magie sollte man täglich siebenmal den Thronvers (Ayat al-Qursi) rezitieren und über sich hauchen. Vor dem Verlassen des Hauses sollte man dreimal die Sura Al-Ikhlas, einmal Al-Falaq und einmal An-Nas lesen und dies beim Heimkommen wiederholen. Auch das Grüßen beim Betreten und Verlassen des Hauses ist ein Schutz. Es dient der Rechtleitung der Hausbewohner und bringt der Familie Frieden, inscha'Allah. Die Zeiten, in denen wir leben, sind sehr schwer. Möge Allah uns bewahren. Die Menschen, die Jugend, alle haben sich sehr verändert. Anstand und Respekt sind verloren gegangen. Niemand hört mehr auf einen guten Rat; er geht zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. So lange, bis ihnen ein Unglück zustößt. Und selbst wenn das Unglück sie trifft, verstehen sie nicht, woher es kommt. Der Weg, sich mit Allahes Erlaubnis vor solchen Schwierigkeiten zu schützen, ist die Anbetung und das Gebet. Wenn jeder Almosen gibt, beim Kommen und Gehen grüßt und die Schutz-Suren liest, wird das, inscha'Allah, zu einem Schutzschild für einen selbst und die Familie. Möge Allah uns alle beschützen. Möge Er unsere Kinder und Familien beschützen und sie vor dem Übel des Teufels und allem Schlechten bewahren.