السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2026-03-06 - Lefke

Der Ramadan ist ein gesegneter und wunderschöner Monat. Er birgt viele wunderschöne Tage und Nächte in sich. Allah sei Dank sind unserem Propheten in diesem Monat sehr schöne Dinge widerfahren. Eines dieser schönen Ereignisse ist auch die Geburt des ehrenwerten Sayyidina Hasan am 15. Ramadan. Er gehörte zu den Menschen, die unser Prophet am meisten liebte und schätzte. Wenn die ehrenwerten Hasan und Husain kamen, stieg unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, von der Kanzel herab, scherzte mit ihnen, nahm sie auf den Rücken und stieg wieder hinauf. In diesem schönen Monat sind also solch wunderbare Menschen auf die Welt gekommen. Gleichzeitig ist dies auch ein Monat, in dem unser Prophet, Friede und Segen seien auf ihm, in den Krieg zog und Feldzüge führte. Der bedeutendste davon ist die große Schlacht von Badr. Unser Prophet zog eigentlich nicht für einen großen Krieg aus Medina aus. Er hatte lediglich die Absicht, die Karawanen der Quraisch abzufangen. Denn die Götzendiener hatten die Güter der Muslime in Mekka beschlagnahmt; deshalb sollte ihnen eine entsprechende Antwort gegeben werden. Doch Allahs Bestimmung und Wille war es, dass daraus eine Schlacht, ein Feldzug wird. Es kam der Gedanke auf umzukehren, und man beriet sich: „Sollen wir umkehren?“, doch unser Prophet wollte nicht umkehren. Auch die Muhadschirun , die mit dem Propheten aus Mekka ausgewandert waren, wollten nicht zurück, und die Bewohner Medinas, die ehrenwerten Ansar, sagten ebenfalls: ‚Wir kommen mit dir. Letztendlich fand die Schlacht statt; und mit Allahs Erlaubnis, Seiner Gnade und Hilfe wurden die Ungläubigen, die größten Feinde des Islam, einer nach dem anderen beseitigt. Heutzutage nennt man das „unschädlich gemacht“. Von wegen unschädlich; sie wurden allesamt zu Leichen und in einen Zustand versetzt, in dem sie niemandem mehr schaden konnten. Genau das war ihr Schicksal. 70 der größten Ungläubigen der Quraisch wurden in dieser Schlacht vernichtet. Sie wurden förmlich vom Antlitz der Erde getilgt. Denn ihr Fortbestehen hätte anderen und dem Unglauben nur noch mehr Kraft verliehen. Der Unglaube macht den Menschen maßlos; und als sie beseitigt waren, war auch die Macht des Unglaubens gebrochen. Dadurch begannen die Muslime allmählich, sich in weiteren Gebieten auszubreiten. Denn als unser Prophet noch in Mekka war, waren die Muslime nach Abessinien und an andere Orte ausgewandert, hatten aber keine wirkliche Erleichterung gefunden. Das bedeutet, erst nach dieser Schlacht sollte sich ihr Weg ebnen. Ein solcher Feldzug wird nur für das Wohlgefallen Allahs geführt. Und um die Menschen vor Unterdrückung zu retten. Nicht wie diejenigen, die heute behaupten: „Wir werden die Menschen retten und Demokratie bringen.“ Denn während sie vorgaben, Demokratie zu bringen, haben sie die Lage der Menschen nur noch verschlimmert. Die Soldaten unseres Propheten, Friede und Segen seien auf ihm, hingegen brachten überallhin, wo sie ankamen, Erleuchtung, Licht, Glauben, Schönheit und Menschlichkeit. Sie brachten jede Art von Güte und Tugend mit sich. Die Soldaten des Teufels jedoch stellen dies genau umgekehrt dar. Dabei sind sie selbst es, die völlig im Unrecht sind. Sie sind die wahren Unterdrücker. Sie sind es auch, die für Unruhe sorgen und jede Art von Übel begehen. Deshalb bringt der Islam überallhin, wohin er gelangt, Barmherzigkeit; dort kann keine Unterdrückung existieren. Wo der wahre Islam herrscht, gibt es niemals Unterdrückung. Heute gibt es muslimische Länder, die großes Leid erfahren; der Grund dafür ist, dass dort der wahre Islam nicht gelebt wird. Im wahren Islam hingegen, den unser Prophet verkündete, und in der Zeit bis zu den letzten Kalifen, war jede Handlung der Herrscher vom islamischen Recht, den Geboten, Methoden und der Sunna unseres Propheten, Friede und Segen seien auf ihm, geprägt. Deshalb zieht mit jedem wahren Muslim überall Segen, Frieden und Schönheit ein. Möge Allah mit ihnen zufrieden sein. InschaAllah, wenn Mahdi, Friede sei mit ihm, kommt, werden diese schönen Tage mit Allahs Erlaubnis zurückkehren. Andernfalls wird auf der Welt weder Frieden noch Schönheit übrig bleiben. Von Tag zu Tag wird alles noch schlimmer; äußerliche und innerliche Abgründe und Schmutz richten überall Verheerung an. Möge Allah uns retten und uns inschaAllah Mahdi, Friede sei mit ihm, senden.

2026-03-05 - Lefke

هَلۡ يَسۡتَوِي ٱلَّذِينَ يَعۡلَمُونَ وَٱلَّذِينَ لَا يَعۡلَمُونَۗ (39:9) Allah sagt: "Sind diejenigen, die wissen, gleich denen, die nicht wissen?" Natürlich nicht sagt Allah sinngemäß in diesem Vers. Wissen bedeutet, Allah zu kennen. Alles andere ist kein wahres Wissen. Eigentlich ist alles, was jeder von Anfang bis Ende lernt, das Wissen von Allah . Dieses Wissen ist nur dann nützlich, wenn es den Menschen Allah erkennen lässt. Wenn es das nicht tut, hat es weder Wert noch Nutzen. Dann verwandelt sich das Wissen in Ignoranz und Unwissenheit, in etwas völlig Nutzloses. Es gibt Menschen, die damit prahlen und denken, sie seien etwas Besonderes, weil sie sagen: "Wie viel ich doch gelernt habe." Nur weil sie Professoren wurden, hohe Positionen erreicht oder etliche Universitäten abgeschlossen haben... Aber diese Person akzeptiert weder Allah noch das, was Er offenbart hat. Sie sagen: "Diese Dinge sind von selbst entstanden." Das bedeutet, sie sind unwissend; sie stecken tief in der Ignoranz. Ein Gelehrter (Alim) weiß: es gibt kein Ende für das Wissen. Das Wissen ist grenzenlos. Unser Prophet - Allahs Frieden und Segen seien auf ihm - sagte: "Das Streben nach Wissen ist eine Pflicht für jeden Muslim, für alle." Der Mensch soll von seiner Geburt bis zu seinem Tod Wissen erlangen. Wie soll er das lernen? Er soll die Absicht fassen, auf dem Weg Allahs zu sein, und jeden Tag nach besten Kräften Schritt für Schritt lernen. Wenn man sich mit dieser Absicht, Wissen zu erlangen, auf den Weg macht, wird man bei Allah zu einem geschätzten Menschen. Gemäß dem, was Allah offenbart hat, breiten sogar die Engel ihre Flügel unter seinen Füßen aus. Das heißt, Unwissenheit ist nichts Gutes. Es gibt natürlich Stufen des Wissens; Allah hat jedem eine bestimmte Ebene zugedacht. Man muss es so betrachten: Ein normaler Muslim hört sich eine Predigt an, nimmt Rat von jemandem an; genau das bedeutet, Wissen zu erlangen. Das bedeutet, sich Wissen anzueignen. Selbst wenn man sagt "Ich weiß so viel", begegnen einem jeden Tag neue Dinge, die man noch nicht kannte. Man lernt jeden Tag etwas Neues. Und das sollte man um Allahs Wohlgefallen willen tun. Man sollte sagen: "Ich lerne diese Dinge auf Befehl Allahs als ein Schüler des Wissens." Wahres Wissen lehrt natürlich das Schöne und das Gute. Es lehrt alles, was gut ist; Dinge, die das Böse lehren, sind kein Wissen. Sie existieren nur, um den Menschen ins Verderben zu stürzen und ihn zu vernichten. Wenn jemand sagt: "Ich habe all dies gelernt, um die Leute zu betrügen, trickreich zu sein und unrechtmäßig Gewinn zu erzielen", dann ist das kein Wissen. Oder wenn jemand studiert und dann die Existenz Allahs leugnet, so ist das ebenfalls schlechtes Wissen. Es gibt gute Gelehrte. Bei Allah haben Gelehrte den höchsten Rang. Sie sind gute, rechtschaffene Gelehrte. Gelehrte jedoch, die ihrem eigenen Ego folgen, sind schlechte Gelehrte. Wenn ein normaler Mensch eine Sünde begeht, so hat ein schlechter Gelehrter dafür zwei Sünden; es wird ihm doppelt angerechnet. Denn während ein normaler Mensch unwissend Fehler macht, handelt der Gelehrte wissentlich dagegen. Daher ist seine Sünde größer. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah unseren Verstand öffnen und möge das, was wir lernen, segensreiches Wissen sein, inschaAllah.

2026-03-04 - Lefke

يَـٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ ٱجۡتَنِبُواْ كَثِيرٗا مِّنَ ٱلظَّنِّ إِنَّ بَعۡضَ ٱلظَّنِّ إِثۡمٞۖ (49:12) Allah Azza wa Jalla sagt, wir sollen uns vor schlechten Vermutungen (Su' az-zann) in Acht nehmen. „Su' az-zann“ bedeutet, schlecht über jemanden zu denken. Das beschäftigt den Menschen nur unnötig. Wenn man schlecht denkt, versteht man die Dinge falsch und sieht das Gute als etwas Schlechtes. Deshalb sagt Allah Azza wa Jalla: Haltet euch davon fern. Alle Befehle Allahs Azza wa Jalla dienen unserem Wohl. Sie dienen sowohl unserem Wohl im Diesseits als auch im Jenseits. Der Mensch soll nicht schlecht über seine Brüder denken. Auch über seine Brüder in der Tariqa soll er nicht schlecht denken. Allah beschützt diejenigen, deren Absichten aufrichtig sind. Da heutzutage viele Menschen den Unterschied zwischen Halal und Haram nicht kennen, begehen sie oft Fehler. Oft versuchen sie, gutgläubige Menschen zu täuschen. Auch wenn wir sagen „Habe keine schlechten Vermutungen“, sagte unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) in einem Hadith: „Lastu bi khibbin, wa la al-khibbu yakhda'uni.“ In einem anderen Hadith sagte er: „La yuldaghu al-mu'minu min juhrin marratayn.“ Im ersten Hadith sagt unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam): „Ich bin niemand, der betrügt, aber mich kann auch niemand betrügen.“ Im anderen heißt es: „Ein Gläubiger wird nicht zweimal aus demselben Loch gebissen.“ Gemeint ist ein Schlangenloch. Wenn du einmal darauf hereingefallen bist und Schaden erlitten hast, passt du danach auf. Gehe nicht einfach hin und sage: „Ich denke nur gut, ich hege keine schlechten Vermutungen. Das war nur einmal, es passiert kein zweites Mal“, um dann wieder die Hand in dasselbe Loch zu stecken. Sei wachsam! Wenn jemand kommt, um dich zu täuschen, lass dich nicht mit dem Gedanken „Ich darf nicht schlecht von ihm denken“ hereinlegen. Sage stattdessen: „Bruder, auf Wiedersehen. Bringe mich nicht in die Sünde und bringe mich nicht dazu, schlecht zu denken. Was du da anbietest, nützt mir nichts.“ Sag: „Gott sei Dank habe ich durch den Segen unseres Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) den guten Weg gewählt und bin mit guten Menschen zusammen. Ich mache ehrliche Geschäfte.“ Handle dementsprechend. Wenn du eine Ware kaufen oder ein Geschäft abschließen willst und dir jemand etwas anbietet: Wenn es dir nützt, nimmst du es an, wenn nicht, dann lehnst du ab. Jemand sagt vielleicht: „Ich bringe dich zu einem Scheich.“ Wenn dein Herz bei diesem ScheiKk Ruhe findet, gehst du hin, ansonsten nicht. Aus Angst davor, schlechte Gedanken zu hegen, getäuscht zu werden, ist das eine. Aber Dummheit ist – mit Verlaub – etwas ganz anderes. Sei nicht töricht. Allah hat dir Verstand gegeben, den musst du nutzen. Erlaube niemandem, dich zu täuschen, genau wie unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) es geboten hat. Heutzutage sind viele Muslime getäuscht worden. Sie haben den Weg der Wahrheit und den schönen Weg unseres Propheten verlassen und folgen ihren eigenen Vorstellungen. Sie sagen „Wir sind Muslime“, tun aber alles Mögliche, das nicht in der Sunnah steht. Dinge, die unser Prophet (sallAllahu alayhi wa sallam) nie gesagt hat, akzeptieren sie als Teil der Religion, und die wahre Sunnah bezeichnen sie als Bid'ah. Solchen Leuten nicht zu folgen, bedeutet nicht, dass man schlechte Gedanken hegt. Ganz im Gegenteil: Es zeugt von Wachsamkeit und Klugheit. Ihnen zu folgen bedeutet lediglich, sich selbst zu schaden. Man muss diese Dinge klar unterscheiden können. Lerne, Weisheit, Gutes und Böses zu unterscheiden. Allah hat dir sowohl Verstand als auch das Licht des Glaubens gegeben. Wenn du mit diesem Licht handelst, wirst du inscha'Allah nicht getäuscht. Achte darauf. Möge Allah uns bewahren. In der heutigen Zeit gibt es alles Mögliche. Wie gesagt, man bringt auch gute Menschen unter falschen Verdacht. Wenn du aber aufmerksam hinsiehst, wer gut und wer schlecht ist, wird es sich von selbst zeigen. Mach dir keine Sorgen und denke nicht: „Ich habe fälschlicherweise das Gute für schlecht und das Schlechte für gut gehalten.“ So etwas kann vorkommen. Wenn du später die Wahrheit erkennst, bereust du es. Oder wenn du jemandem Unrecht getan hast, entschuldigst du dich und bittest ihn, dir sein Recht zu vergeben. Möge Allah uns bewahren. Möge Allah niemanden dazu verleiten, schlecht über gute Menschen zu denken. Wenn wir wissentlich oder unwissentlich Fehler gegenüber ihnen begangen haben, möge Allah uns um dieser gesegneten Tage willen vergeben, insha'Allah.

2026-03-03 - Lefke

Shukrullah - Allah sei Dank! - sind wir an diesen schönen Tagen wieder an einem gesegneten Ort, an dem Maqam von Mawlana Sheikh Nazim, zusammengekommen. Der Monat Ramadan ist ein schöner Monat, diese Tage sind schöne Tage. Natürlich ist der Zustand der Welt bekannt, die Welt ist kein Ort der Bequemlichkeit. Für den Muslim ist sie ein Ort des Gewinns. Man muss dies gut nutzen. Was auch auf der Welt geschieht, nichts geschieht außerhalb des Willens von Allah Azza we Jalla. Alles geschieht innerhalb des Willens von Allah Azza we Jalla, so wie Er es will. Darum zerbrich dir nicht den Kopf darüber, kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten. Was ist deine Pflicht? Allah ein Diener zu sein, Allah anzubeten, für Allahs Gaben tausendfach zu danken und sie in Ehren zu halten. Als Muslim und auch als Mensch musst du gleichermaßen auf dem Weg Allahs gehen. Dieses "der hat dies getan, jener hat das getan, dieser hat zugeschlagen, jener hat zerstört" auf der Welt; das sind alles Dinge, die mit Allahs Willen geschehen, und sie geschehen. Deshalb ist es nicht nötig, sich zu viele Gedanken darüber zu machen. Der Mensch sollte auf seinen eigenen Zustand schauen, nicht auf andere Dinge. Wie auch immer dein Zustand ist, sei dankbar. Wenn du auf dem Weg Allahs bist, sei dankbar. Allah hat dich mit diesem Glück gesegnet Mensch; schätze dich glücklich! Millionen, Milliarden von Menschen hingegen haben dieses Glück nicht. Sie kennen diese schönen Tage nicht, verstehen diese Schönheit nicht, können sie nicht auskosten. Sie hetzen auf anderen Wegen, jagen ihren Vergnügungen hinterher und glauben, dass dies sie glücklich machen wird. In Wahrheit ist derjenige glücklich, der auf dem Weg Allahs ist. Alle anderen sind vom Glück verlassen, sie haben kein Glück. Das heißt, egal wie nah du bist, solange du nicht auf diesem Weg bist, wird es dir nichts nützen. Du musst diesen Weg betreten, den Weg Allahs. Ahme nicht andere Menschen nach und fliehe nicht vor der Religion, fliehe nicht vor dem Islam, fliehe nicht vor der Tariqa. Wenn du fliehst, wirst du sehr viel verlieren. Es wird viele Dinge geben, die du bereuen wirst. Du wirst sagen: "Wie konnte ich nur vom Weg abkommen? Ich war doch auf diesem Weg, ich war Muslim..." Du wirst im Jenseits bereuen und sagen: "Während ich auf dem Weg des Islams war, eiferte ich den Ungläubigen nach, den Nichtgläubigen, den Religionslosen und jenen ohne Glauben." Sie haben nichts, worum man sie beneiden müsste. Allah hat jeden gleich erschaffen; die Person, die man eigentlich beneiden sollte, ist der gläubige Mensch. Beneidet niemals denjenigen, der vor der Religion flieht. Du sollst sie nicht bewundern mit Gedanken wie: "Wie schön er gekleidet ist, wie er sich bewegt, wie er tanzt, wie er trinkt, was auch immer er tut." Das sind vergängliche Dinge, sie halten nicht ein ganzes Leben lang an. Selbst wenn es ein Leben lang andauern würde, am Ende wird einem nichts davon bleiben. Im Jenseits wirst du es sehr bereuen und sagen: "Ach, warum habe ich diese Chancen nur verpasst, wie konnte das passieren?" Man wird es bereuen, wenn man in die Hölle kommt, weil man die Gelegenheiten nicht genutzt hat, als sie da waren. Diejenigen, die es am meisten bereuen werden, sind die Götzenanbeter aus der Zeit unseres Propheten - sallAllahu aleyhi wa sallam. Sie erkannten seinen Wert nicht, sie quälten ihn, verspotteten ihn, taten ihm alles Böse an, aber am Ende bereuten sie es. Genauso sehen die Menschen heute die Sheikhs und die Heiligen; sie zollen ihnen keinen Respekt, sondern ehren und wertschätzen stattdessen leichtbekleidete, freizügige Leute. Diese haben keinen Wert, und sie haben auch für sich selbst keinen Wert. Deshalb hat Allah Azza we Jalla der Menschheit den Verstand gegeben; der Mensch muss diesen Verstand nutzen, um das Heil zu erlangen. Was ist das Heil? Auf dieser Welt ist das Heil, mit Allah zu sein, und im Jenseits ist es genauso. Mit Allah zu sein, ist besonders für das Jenseits von noch größerer Bedeutung. Das weltliche Leben vergeht ohnehin, aber das Jenseits vergeht nicht. Jetzt denken die Menschen in der Welt: "Was wird aus uns, was wird bleiben?"; wie sehr die Ungläubigen vor Angst vergehen. Weil sie keinen Glauben haben; sie wissen nicht, dass alles durch den Willen von Allah Azza we Jalla geschieht. Deswegen finden sie auf der Welt keine Ruhe, da sie sagen: "Jetzt habe ich kein Geld mehr, was wird jener tun, wie wird dies werden"; im Jenseits wird ihr Zustand noch viel schlimmer sein. Möge Allah uns bewahren. Möge Allah uns nicht von diesem Weg abbringen, mögen der Segen und die Gnade dieser schönen Tage auf uns ruhen. Wir bitten auch darum, dass Allah den Ungläubigen die Rechtleitung geben möge. Denn wir Gläubigen, die Leute der Tariqa, wünschen nichts anderes als das Gute. Möge Allah sie rechtleiten, damit auch sie den wahren Weg beschreiten und zu den Dienern gehören, die Allah liebt, inscha'Allah.

2026-03-02 - Dergah, Akbaba, İstanbul

شَهۡرُ رَمَضَانَ ٱلَّذِيٓ أُنزِلَ فِيهِ ٱلۡقُرۡءَانُ هُدٗى لِّلنَّاسِ وَبَيِّنَٰتٖ مِّنَ ٱلۡهُدَىٰ وَٱلۡفُرۡقَانِۚ (2:185) Allah sagt: Dieser gesegnete Monat ist der Monat, in dem der Koran herabgesandt wurde. All diese Manifestationen wurden in diesem Monat herabgesandt. Dann wurde er in 23 Jahren vervollständigt und dauert als ein Wunder bis zum Jüngsten Tag an. Der majestätische Koran ist ein großes Wunder. Es ist eines der größten Wunder unseres Propheten (Allah's Segen und Frieden seien auf ihm), dass das Wort Allahs (Azza wa Jalla) unter den Menschen ist, in unseren Händen liegt und wir es überall lesen können. Was das Lesen betrifft; im Ramadan finden ohnehin gemeinsame Koranlesungen statt und er wird vollständig durchgelesen (Hatim). Auch normalerweise sollte man ihn lesen. Natürlich gibt es auch viele Menschen, die ihn nicht lesen können. Nichts kann seinen Platz einnehmen. Manche Menschen sagen: "Wir werden dies lesen, es gibt das Buch von diesem und das Buch von jenem"; aber diese können niemals den Platz des majestätischen Korans einnehmen. Man muss unbedingt aus dem Koran lesen. Für diejenigen, die es nicht können, sei gesagt: Unsere tägliche Pflicht ist es, einen Juz des Korans zu lesen. Wer dies nicht kann, liest hundertmal die Sura Al-Ikhlas. Al-Ikhlas ist auch die Essenz des majestätischen Korans. Drei Ikhlas zählen so viel wie ein Khatm (vollständige Lesung). Mit dieser Absicht, also indem man sagt: "Wir konnten keinen Juz lesen, lasst uns wenigstens dies lesen", sollte man fortfahren. Ansonsten halten manche Leute die Menschen vom Koran fern und lenken sie ab, indem sie sagen: "Lest dies nicht, ihr versteht es nicht; lest stattdessen das Buch dieses oder jenes Mannes." Solche Aussagen sind bedeutungslos. Sie haben keinen Wert. Daher ist dies auch die größte Besonderheit dieses gesegneten Monats. Der Koran wurde in der Nacht der Bestimmung (Laylat al-Qadr) herabgesandt, nichts kann seinen Platz einnehmen. Um an seinen Vorzügen teilzuhaben, mit dieser Absicht, inschaAllah, wie wir sagten; wer kann, liest jeden Tag einen Juz, und wer nicht lesen kann, liest unbedingt täglich hundertmal die Sura Al-Ikhlas mit der Absicht eines Juz. Möge Allah einen klaren Verstand geben. Es ist die Weisheit Allahs, dies ist auch eines der großen Wunder; ein Mann kennt kein Wort Arabisch, kann es nicht sprechen, aber liest den Koran schöner als die Araber und hat ihn komplett auswendig gelernt. Sogar verschiedene Lesearten (Qira'at) und Tajwid-Regeln haben einige gelernt und angewandt. Das liegt eben daran, dass der Koran das Wort von Allah ist. Weil er in das Innere, in die Herzen der Menschen eindringt, fällt es leicht. Wie man es auch betrachtet, alles ist im majestätischen Koran enthalten. Es gibt Gesundheit, es gibt Glauben, es gibt Segen. Alle Wissenschaften sind vorhanden; die äußeren und inneren Wissenschaften sind im majestätischen Koran. Wenn ihr stattdessen sagt: "Ich lese dies, dieser Mann hat so viele Bücher geschrieben, ich lese seine Bücher", werdet ihr weder daraus Segen erhalten noch vom Koran profitieren können; ihr werdet davon beraubt bleiben. Möge Allah uns bewahren. Seid mit den guten Menschen zusammen. Bleibt auf dem wahren Weg. Der Weg der Tariqah ist der wahre Weg. Diejenigen, die gegen die Tariqah, die den wahren Weg zeigt, reden und sie nicht akzeptieren, führen die Menschen in die Irre. Möge Allah uns bewahren. Möge Allah uns allen Rechtleitung geben, inschaAllah.

2026-03-01 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Unser Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sagt: „Wer glaubt, soll entweder Gutes sprechen oder schweigen.“ Wenn jemand nichts Gutes zu sagen hat, ist es besser, zu schweigen. Denn oft gibt es viele Menschen, die ohne Wissen reden. Wenn das geschieht, entsteht statt Gutem nur Schlechtes und Unheil. Deshalb ist es in manchen Momenten besser zu schweigen. Ein Mensch muss sich stets bewusst sein, was er sagt. Er muss sich fragen: „Spreche ich Gutes oder Schlechtes? Sind meine Worte gut oder böse?“ Über unsere heutige Zeit sagte unser Meister Ali wohl einst: "Hādhā zamānu's-sukūt wa mulāzamati'l-buyūt." Schon vor 1400 Jahren sagte er damit: „Dies ist eine Zeit, um zu schweigen und zu Hause zu bleiben.“ Heute brauchen wir dies noch viel mehr als damals. Es gibt keinen Grund, zu viel zu reden. Man sollte nur das sagen, was gut und nützlich ist. Denn wenn du etwas Schlechtes sagst, schadet es dir ohnehin nur selbst. Sagst du jedoch etwas Gutes, bringt es Segen und Nutzen. Aber wie bereits erwähnt, ist der Weg unseres Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) ein wunderschöner Weg. Was er gelehrt hat, dient dem Wohle der gesamten Menschheit. Es ist also nicht nur für die Muslime gut, sondern für alle Menschen. Die Menschen müssen von unserem Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) lernen, was sie tun sollen. Wer auf dieser Welt das Gute und Schöne sucht, muss diesem Weg folgen. Alle anderen Wege enden in Enttäuschung; sie führen niemals zu einem guten Ende. Möge Allah uns auf diesem Weg standhaft machen. Mögen wir nicht ins Unheil fallen, inschaAllah. Nicht alles, was man sieht, ist wahr, und nicht alles, was gesagt wird, stimmt. Zerbrich dir also nicht unnötig den Kopf darüber. Was auch immer du tust, richte dich nach den Worten unseres Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm). Möge Allah uns nicht von diesem Weg abbringen. Möge Allah den Islam und die Muslime beschützen. Möge Er uns einen Beschützer senden. Wir leben in der Endzeit. Gewiss gibt es für all diese Probleme und Schwierigkeiten nur eine Lösung: Wie unser Prophet (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) verkündete, wird es keine Probleme mehr geben, wenn der Mahdi erscheint, inschaAllah. Möge Allah uns helfen und ihn bald erscheinen lassen, inschaAllah.

2026-02-28 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Unser Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: "Wer einem Fastenden das Iftar anbietet, erhält den gleichen Lohn wie der Fastende." Dabei wird dem Fastenden nichts von seinem eigenen Lohn abgezogen. Eine der gesegneten Eigenschaften Allahs ist Seine Großzügigkeit. Er nimmt nicht vom einen, um es dem anderen zu geben; Allah gibt aus Seiner eigenen Fülle. Auch diese Gelegenheiten gehören zu den Segnungen, die Allah den Gläubigen gewährt, indem Er sinngemäß sagt: "Nehmt" und "Zieht euren Nutzen daraus". So ist es auch beim Ausrichten des Iftar; jede gute Tat wird um ein Vielfaches belohnt. Heute ist nun der zehnte Tag des Ramadan. Alles Lob gebührt Allah. Das Fasten ist nicht schwer, auch wenn die Menschen das manchmal denken. Diese Schönheit lässt sich in nichts anderem finden. Die Schönheit des Fastens können diejenigen, die nicht fasten, weder kennen noch schmecken. Wie unser Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte, hat der Fastende bei Allah zwei Freuden. Zum Zeitpunkt des Iftar empfindet jeder, der fastet, eine große Freude, innere Ruhe und Schönheit. Die andere Freude ist der Lohn, der im Jenseits dafür gewährt wird – und das ist die eigentliche Freude. Aber zumindest ein kleiner Teil dieser Freude wird den fastenden Muslimen schon beim Iftar zuteil. Deshalb ist der fastende Mensch wahrlich mit Glück gesegnet. Er hat sich nicht vom Satan täuschen lassen und ist nicht seinem Ego gefolgt. Je mehr sich der Mensch gegen den Satan und sein Ego stellt, desto besser ist es für ihn. Wenn er ihnen nachgibt, wird er zu ihrem Sklaven und ziellos umhergetrieben. Er bemüht sich dann ständig nur noch darum, ihre Wünsche zu erfüllen. Dabei sollten sie sich dir fügen; dein Ego sollte sich dir beugen und der Satan sollte dir fernbleiben. Genauso sollte es sein. Wenn du dies tust, erlangst du sowohl im Diesseits als auch im Jenseits Glück und Frieden. Die im Diesseits verrichteten Gottesdienste und guten Taten bringen dem Menschen großen Nutzen, Kraft und alles Gute. Lasst uns daher die Gaben dankend annehmen, die Allah uns gewährt hat. Lasst uns unsere Gottesdienste mit Freude verrichten, inschaAllah. Möge Allah uns darin erfolgreich machen. Möge Er auch denjenigen Rechtleitung schenken, die ihre Gottesdienste nicht verrichten, damit auch ihnen diese Schönheiten zuteilwerden, inschaAllah.

2026-02-27 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Satan, der Verfluchte, ruht nie, er bemüht sich unaufhörlich. Er tut alles, was in seiner Macht steht, um die Menschheit in die Hölle zu bringen; unermüdlich und ohne Zögern geht er ständig auf die Menschen los. Die meisten Menschen folgen ihm ohnehin schon und sind mit ihm. Für diejenigen, die nicht mit ihm sind, hat er absolut keine Toleranz; er will sie alle in die Hölle bringen. Möge Allah uns davor bewahren. Deshalb ist es das Zusammensein mit Allah, das uns rettet. Nichts anderes wird der Menschheit von Nutzen sein. Denn es ist Allahs Herrschaft, es ist Allahs Wille; sich Ihm zu widersetzen, ist töricht. Wenn Allah es gegeben hat, muss man Ihm folgen. Man muss dem schönen Weg folgen, den Er uns gegeben hat. Seid nicht mit dem Feind zusammen. "إِنَّ الشَّيْطَانَ لَكُمْ عَدُوٌّ فَاتَّخِذُوهُ عَدُوًّا" spricht Allah. (35:6) Der größte Feind ist Satan. Allah sagt: "Nehmt ihn euch nicht zum Freund, nehmt ihn nicht als Gefährten, betrachtet ihn als Feind." Ein Feind, also Satan, wird niemals ein Freund sein. Wie könnte er ein Freund werden? Nur wenn er auf den Weg Allahs käme, würde er ein Freund werden. Mit jemandem, der nicht auf dem Weg Allahs ist und der gegen Allah ist, schließt man keine Freundschaft. Mit Satan kann man nicht befreundet sein. Er will nicht das Gute für euch. Er will ständig Böses. Er will ständig jede Art von Kummer und Qual; was immer es an Übel gibt, das wünscht er euch. Wenn er Tag oder Nacht auch nur das geringste Gute an den Menschen sieht, versucht er, es zu beseitigen. Deshalb seid vorsichtig. Schließt keine Freundschaft mit Satan. Folgt nicht seinem Weg. Haltet euch von ihm fern. Haltet euch auch von seinen Soldaten fern. Das heißt, er denkt ständig: "Wie kann ich diese Gesellschaften verderben, wie viel Unheil kann ich anrichten?" Er hat keine andere Sorge. Er wünscht nichts zu Gunsten der Menschen... Ganz zu schweigen von den Muslimen, er ist ein Feind der gesamten Menschheit. Egal wie viel Böses die Menschen tun, er möchte, dass sie noch mehr davon tun. Möge Allah uns vor ihrem Übel bewahren. Seid mit denjenigen zusammen, die auf dem Weg Allahs sind. Seid mit denjenigen zusammen, die auf dem Weg unseres Propheten (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) sind. Haltet euch nicht nur an einen von beiden, sondern haltet euch an beide gleichzeitig. Denn wenn ihr das nicht tut, wird Satan euch schnappen. Diejenigen, die fragen: "Was ist die Tariqa?", sagen auch: "Die Tariqa ist nicht notwendig." Das Wissen derer, die so etwas sagen, hat ohnehin keinen Nutzen. Mögen sie auch Tausende von Büchern schreiben, mögen sie so viele Schüler ausbilden, wie sie wollen; ohne den Glauben sind sie alle in den Händen Satans. Möge Allah uns vor ihrem Übel bewahren. Möge Er uns nicht vom rechten Weg abbringen, inshaAllah.

2026-02-26 - Dergah, Akbaba, İstanbul

مَن يُضۡلِلِ ٱللَّهُ فَلَا هَادِيَ لَهُ (7:186) Wer ist der wahrhaft Glückliche? Es ist der Mensch, dem Allah die Rechtleitung gewährt hat. Denn dies geschieht durch den Willen Allahs. Der Mensch, der die Rechtleitung erlangt hat, ist gerettet. Wenn ihm jedoch die Rechtleitung fehlt, wenn Allah sie ihm nicht gewährt, dann ist er ein bedauernswerter Mensch. Ihm könnte die ganze Welt gehören. Er mag alles besitzen, aber er hat keinen Anteil am Jenseits. Das Jenseits zu verlieren, ist das Schlimmste, was einem passieren kann. Auf dieser Welt gibt er sich allen möglichen Vergnügungen und Lastern hin... Er lässt keinen Genuss aus. Er probiert einfach alles aus. Doch am Ende bleibt ihm nichts. Das heißt, für das Jenseits bleiben ihm nur seine Sünden. Das ist wahrlich der unglücklichste Mensch. Der Glückliche hingegen ist derjenige, der sich auf dem Weg Allahs befindet, Ihm gehorcht, betet, fastet, die Zakat entrichtet und all seinen Pflichten nachgeht. Denn der Schaitan lauert hinter ihm und will ihn davon abhalten. Egal, was du tust, der Schaitan wird dich nicht in Ruhe lassen. Deshalb sollten die Menschen auf diesem Weg Allah dankbar sein und Ihn lobpreisen. Wir befinden uns auf diesem Weg, doch draußen sehen wir: Mitten im Ramadan essen einige am helllichten Tag. Es gibt keinen Grund, deshalb auf sie wütend zu sein. Man sollte vielmehr Mitleid mit ihnen haben. Es sind bedauernswerte Menschen. Sie haben keinen Anteil am Jenseits, möge Allah uns davor bewahren. Deshalb müssen wir Allah dankbar sein. Es ist auch nicht nötig zu sagen: „Ich bin besser als er.“ Man sollte stattdessen sagen: „Gott sei Dank, möge Allah uns auf diesem Weg festigen.“ Wir sehen es oft, manchmal erreichen uns solche Klagen: „Mein Sohn hat fünfmal am Tag gebetet, er war sehr fromm; ich verstehe nicht, was passiert ist. Jetzt tut er gar nichts mehr, hängt mit falschen Freunden ab, hat das Gebet aufgegeben und sich in schlechte Dinge verwickelt.“ Deshalb muss der Mensch auf dem Weg Allahs stets dankbar sein und Allah um Hilfe bitten, damit wir standhaft bleiben. Möge Er uns nicht vom Weg abbringen. Dieser Weg ist ein wunderschöner Weg. Möge Allah auch den anderen Rechtleitung gewähren, damit auch sie diese Schönheit kosten können. Denn die Schönheit des Glaubens ist mit nichts anderem zu vergleichen. Wir sehen ja, in was für einem Zustand sich die Welt befindet. Auch die weltlichen Vergnügungen haben ihre Grenzen. Die Begierden des Egos scheinen endlos, aber auch sie stoßen irgendwann an eine Grenze. Das heißt, ab einem bestimmten Punkt geht es nicht mehr weiter; man empfindet keine Freude mehr. Deshalb suchen sie ständig nach neuen Dingen, die sie ausprobieren können. Egal was es ist, ob gut oder schlecht, selbst beim Schlimmsten jagt das Ego ihm hinterher. Aber wie gesagt, es gibt eine Grenze, die nicht überschritten werden kann. Diese vollkommene Schönheit kann der Mensch nur im Paradies für die Ewigkeit erleben. Um diese Schönheit zu erreichen, muss man auf dieser Welt dem Weg Allahs folgen. Möge Allah den Menschen Rechtleitung gewähren. Möge Allah uns bewahren.

2026-02-25 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَقُلِ الْحَقُّ مِن رَّبِّكُمْ ۖ فَمَن شَاءَ فَلْيُؤْمِن وَمَن شَاءَ فَلْيَكْفُرْ (18:29) Allah, der Erhabene, gebietet: „Sprich die Wahrheit.“ „Wer will, der glaube, und wer will, der verwerfe es“, spricht Allah, der Erhabene. Es gibt vieles, das auf den ersten Blick wie die Wahrheit aussieht. Da die Muslime diesen Leuten Respekt entgegenbringen, schenken sie ihren Worten Glauben. Aber meistens ist das, was wie die Wahrheit erscheint, gar nicht die Wahrheit. Muslime sind oft gutgläubig und lassen sich sehr schnell täuschen. Es gibt eine große Gutmütigkeit unter Muslimen, deshalb lassen sie sich so leicht blenden. Schon seit der Zeit unseres Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) gab es viele, die versuchten, den Islam zu zerstören. An verschiedensten Intrigen hat es nie gemangelt. In den letzten zweihundert Jahren haben sie das Osmanische Reich und das Kalifat gestürzt. Aber wie haben sie das geschafft? Durch jede Art von Zwietracht und Korruption – und letztendlich haben sie es von innen heraus zerstört. Wie genau sie das Osmanische Reich gestürzt haben? Sogenannte Gelehrte traten auf, täuschten das Volk mit Verleumdungen und Lügen gegen die Sultane und brachten den Staat schließlich zu Fall. Sie brachten das Kalifat und den Islam in den Niedergang. Wie geschah dieser Niedergang? Er geschah, als es keinen Kalifen mehr gab. Wir sehen es ja, so ist die heutige Lage. Deshalb gibt es hier einen Maßstab, den wir beachten müssen. Was ist dieser Maßstab? Der letzte regierende Kalif war Seine Hoheit Sultan Abdulhamid Han. Wer sich ihm widersetzte, dessen Worte und Taten sind nicht annehmbar. Egal wie gut sie erschienen – ob als Muslime, Patrioten oder sonst etwas –, keiner von ihnen hat irgendeinen Wert. Nachdem sie sich gegen den Kalifen gestellt und den Islam gestürzt haben, kannst du noch so viele Bücher schreiben oder dir Titel anmaßen; das alles ist nur leeres Gerede. Bei ihnen gibt es viele Worte, aber wenig Taten. Sultan Abdulhamid hingegen machte nicht viele Worte, leistete dafür aber enorm viel. Und genau deshalb wurde sein wahrer Wert nicht erkannt. Die Menschen folgten lieber denen, die nur große Reden schwangen. Sie fanden einen Vorwand und stürzten ihn vom Thron. Auch im glorreichen Koran heißt es dazu: وَالشُّعَرَاءُ يَتَّبِعُهُمُ الْغَاوُونَ (26:224) Und den Dichtern, den Schönrednern, folgen nur die Getäuschten, die sich wie Schafe leiten lassen. Genau das ist der Kern der Sache. Darauf müssen wir sehr genau achten. Möge Allah uns bewahren; viele Menschen, die wir gut kannten und für gut hielten, waren in Wirklichkeit gar nicht gut. Möge Allah uns allen vergeben. Möge Allah uns Wachsamkeit und Einsicht schenken. Möge Er uns gewähren, das Gute und das Böse klar zu erkennen, insha'Allah.