السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.
يَـٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُوٓا۟ إِن جَآءَكُمْ فَاسِقٌۢ بِنَبَإٍۢ فَتَبَيَّنُوٓا۟ أَن تُصِيبُوا۟ قَوْمًۢا بِجَهَـٰلَةٍۢ فَتُصْبِحُوا۟ عَلَىٰ مَا فَعَلْتُمْ نَـٰدِمِينَ (49:6)
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt im edlen Koran:
Ein Fasiq ist eine unzuverlässige Person. Sein Handeln steht weder im Einklang mit der Scharia, noch mit der Tariqa oder der Menschlichkeit.
Das heißt, ein Mensch, der nicht auf dem rechten Weg ist, wird Fasiq genannt.
Ein Fasiq ist, anders gesagt, ein schlechter Mensch.
Wenn euch solch eine Person eine Nachricht überbringt, glaubt ihr nicht blindlings.
"Prüft ihren Wahrheitsgehalt", befiehlt Allah, der Mächtige und Erhabene.
Prüft, ob sie der Wahrheit entspricht.
Andernfalls handelt ihr vielleicht aufgrund seines Wortes, greift andere an, fügt ihnen Leid zu, und wenn ihr dann die Wahrheit erfahrt, werdet ihr zutiefst bereuen, was ihr getan habt.
Darauf muss man also besonders achten.
Heutzutage könnte man fast 99 Prozent der Menschen auf der Welt als Fasiq bezeichnen.
In solch einer Welt leben wir.
Das betrifft Muslime wie Nicht-Muslime.
Fasiq bedeutet nicht zwangsläufig gottlos oder ungläubig; auch unter Muslimen gibt es viele Fasiq.
Deshalb spielt diese Unterscheidung hier keine Rolle.
Denn was ist ein Fasiq?
Es ist jemand, der lügt und sein Wort nicht hält.
Die Fasiq von heute haben jedoch ein noch gefährlicheres Werkzeug in die Hände bekommen als früher.
Nennt es Medien, nennt es Internet, wie auch immer ihr es nennen wollt...
Früher ist vielleicht mal jemand im Fernsehen aufgetreten und hat eine Nachricht, eine Lüge, verbreitet.
Damals haben es die einen gehört und die anderen eben nicht.
Aber jetzt haben die Fasiq eine enorme Reichweite.
Sie haben die Welt ins Elend gestürzt.
Man sagt ja: "Jeder, der einen Mund hat, redet."
Und wenn sie reden, richten sie Schaden an.
Wenn ihr also im Internet, im Fernsehen oder sonst wo eine Nachricht hört, glaubt sie nicht sofort, hegt nicht gleich Misstrauen gegen Menschen und tut ihnen kein Unrecht.
Findet die Wahrheit heraus, den wahren Sachverhalt, um nicht die Rechte anderer zu verletzen.
Um die Rechte anderer Menschen nicht zu verletzen, ist das eine Grundvoraussetzung.
Man kann einen Menschen doch erkennen.
Ein Gelehrter ist erkennbar, und ein Übeltäter ist es auch.
Wenn ein Gelehrter spricht – und obwohl jeder Fehler machen kann – will er keinen Schaden anrichten.
Der Gelehrte sagt die Wahrheit, er sagt, was richtig ist.
Einen Gelehrten anzugreifen, indem man sagt: "Du bist kein Gelehrter, du hast keine Ahnung von Religion, Glauben und Menschlichkeit", und seine Rechte zu verletzen, bedeutet einen großen Verlust und richtet großen Schaden an.
Nicht ihm, sondern euch selbst schadet es.
Nicht der Mensch, dessen Rechte ihr verletzt, nimmt Schaden, sondern ihr selbst.
Deshalb muss man vorsichtig sein.
Nur weil jemand etwas gesagt hat, muss man nicht sofort aufbrausen und ihn beschimpfen.
Alles, was sie tun, wird bei Allah aufgeschrieben.
Sie werden sich vor Allah verantworten müssen.
Deshalb muss man in dieser Angelegenheit sehr achtsam sein.
Denn der Satan hat inzwischen die ganze Welt in seinem Griff.
Wenn er etwas sagt, schlagen sich die Massen auf eine Seite und greifen die Person an, die zur Zielscheibe gemacht wurde.
Sie greifen sie an.
Selbst wenn die angegriffene Person sich verteidigt, hört niemand hin. Stattdessen stellt man sich auf die Seite des Übeltäters.
Möge Allah uns davor bewahren.
Möge Allah uns alle davor bewahren, die Rechte anderer zu verletzen, inscha'Allah.
2025-09-26 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt im edlen Koran, dass Er die Menschen in Vielfalt erschaffen hat.
Der bei Allah angesehenste und Ihm wohlgefälligste Mensch ist derjenige, der Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen, gehorcht.
Herkunft, Hautfarbe oder Sprache haben dabei keine Bedeutung.
Wichtig ist es, auf dem Weg Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, zu sein und Seinen Geboten zu folgen.
Und auf diesem Weg geradlinig zu bleiben.
Durch Allahs Rechtleitung hast du nun auf den rechten Weg gefunden, du bist im Islam.
Aber der Satan lässt dich nicht in Ruhe.
Allah, der Allmächtige und Erhabene, ist barmherzig und liebt die Barmherzigen.
Doch manche tun genau das Gegenteil davon.
Sie behaupten: "Wir sind auf dem Weg Allahs", und täuschen so die Menschen.
Während sie sagen: "Wir sind auf dem Weg Allahs", verüben sie alle möglichen Schlechtigkeiten.
Während sie sagen: "Wir sind auf dem Weg Allahs", bringen sie Menschen vom Weg ab und entfremden sie von der Religion.
Solche Menschen sind Allah nicht wohlgefällig.
Ein wohlgefälliger Mensch ist derjenige, der auf dem Weg Allahs ist und jenen wundervollen Weg beschreitet, den uns unser Prophet gewiesen hat.
Dieser Weg ist ganz klar.
Die Gelehrten, die Heiligen, die Gefährten und die Rechtschaffenen sind alle diesen Weg gegangen.
Diejenigen aber, die von diesem Weg abkamen, sind zugrunde gegangen.
Deshalb ist es notwendig, wachsam zu sein.
Das Wichtigste auf diesem Weg ist, unserem Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, Ehrfurcht zu erweisen.
Ihn zu lieben, ist das oberste Gebot.
Ihn zu lieben bedeutet, dem Weg unseres Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, zu folgen, nach seinem Vorbild zu handeln und zu versuchen, ihm ähnlich zu werden.
Was war die wichtigste Eigenschaft unseres Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm?
Seine Barmherzigkeit.
Seine Barmherzigkeit.
Einer der Gefährten wollte in einer Schlacht gerade jemanden töten, als dieser ausrief: "Ich bin Muslim geworden."
Aber er tötete ihn trotzdem.
Als unser Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, davon hörte, war er zutiefst betrübt.
Er fragte: "Warum hast du das getan?"
Der Gefährte antwortete: "Er hat das nur aus Angst vor dem Tod gesagt, um sein Leben zu retten. Er hat gelogen."
Der Prophet sprach: "Hast du etwa sein Herz aufgespalten, um zu sehen, ob Glaube darin war oder nicht?"
Er war so betrübt, dass er diese Worte ein zweites und drittes Mal wiederholte.
Diejenigen heutzutage, die Menschen von der Religion abbringen, kennen keine Barmherzigkeit und üben Unterdrückung aus.
Sie spalten Familien, säen Zwietracht unter den Menschen und entfremden sie vom Islam.
Ihr Weg ist nicht der Weg unseres Propheten.
Allah sei Dank, der rechte Weg, der wichtigste Weg, ist der Weg der Tariqa. Denn es ist der Weg derer, die der Sunna, der Scharia und dem Vorbild unseres Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, folgen.
Möge Allah uns auf diesem Weg festigen.
Die Menschen sollten diesen Weg einschlagen, denn wir leben in einer Zeit der Fitna, der Zwietracht.
Gutes wird als schlecht und Schlechtes als gut dargestellt.
Schwarz wird als weiß und Weiß als schwarz dargestellt.
Es gibt Täuschungen aller Art.
Um also nicht von diesem Weg abzukommen, ist es notwendig, einem Murschid zu folgen.
Nicht unbedingt uns.
In dieser Zeit ist es sehr wichtig, einem Scheich oder Murschid einer Tariqa zu folgen, die auf dem rechten Weg ist.
Möge Allah allen die Rechtleitung gewähren.
Möge Er uns nicht vom rechten Weg abkommen lassen und uns auf ihm festigen, inschaAllah.
2025-09-25 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagt: „Wer den Menschen nicht dankt, der dankt auch Allah nicht.“
Deshalb sollten wir unseren Vorfahren dankbar sein. Wir sollten ihnen für ihren Einsatz danken, den sie um Allahs Willen und für das Wohl der Menschen erbracht haben.
Unsere Reise dauerte vier Tage.
Sie war, inscha'Allah, segensreich und fruchtbar.
Wir haben eine Reise auf den Balkan unternommen. Einige Orte haben wir zum ersten Mal besucht, durch andere sind wir nur durchgefahren.
Mascha'Allah, unsere Vorfahren sind bis dorthin vorgedrungen und haben diese Gebiete erobert.
Trotz all der Zwietracht, des Unheils und der Kriege hat der Islam dank ihnen überlebt und besteht, Gott sei Dank, bis heute.
Natürlich gibt es immer noch viel Zwietracht.
Denn der Ungläubige kennt keine Barmherzigkeit.
Er wünscht dem Muslim nichts Gutes.
Der Satan ist gegen jene, die an Allah glauben.
Der Satan und seine Anhänger wollen Zwietracht säen und die Menschen vom rechten Weg abbringen.
Unsere Vorfahren haben diese Gebiete erobert, sie kultiviert und verschönert.
Das sind schöne Gegenden, aber es ist schwer, dort zu herrschen.
Dass unsere Vorfahren dort über 400 Jahre lang in Frieden und Ruhe geherrscht haben, ist einer der größten Beweise für die Gerechtigkeit des Islam.
Sie alle haben dort zusammengelebt.
Zahlreiche Völker unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Religion haben unter der gerechten osmanischen Herrschaft zusammengelebt.
Nachdem sich die Osmanen aus diesen Gebieten zurückgezogen hatten, mussten die Menschen dort viel Unterdrückung und Leid erfahren.
Aber der Satan täuscht die Menschen weiterhin.
Sie zollen den Osmanen keinen Respekt.
Und allen voran sind es sogar die eigenen Nachkommen der Osmanen, die ihnen diesen Respekt verweigern.
Es ist der Satan, der ihnen diese Zwietracht einflüstert und sie gegeneinander aufhetzt.
Der Satan will nichts als das Böse.
Man sieht es mit eigenen Augen, man liest und hört davon, was in diesen Gebieten nach der osmanischen Zeit geschah.
Trotzdem reden sie immer noch schlecht über die Osmanen.
Allah wird sie dafür zur Rechenschaft ziehen.
Und wer eine solche Undankbarkeit zeigt, dem wird es ebenfalls nicht gut ergehen.
Möge Allah uns zu denen machen, die dankbar sind und das Gute zu schätzen wissen.
Man muss für das Gute danken, das man erfahren hat.
Denn wenn man einem Menschen für eine gute Tat dankt, so dankt man damit auch Allah.
Möge Allah tausendfach mit unseren Vorfahren zufrieden sein.
Wir danken ihnen.
Diese Gebiete waren wirklich sehr schwer zu regieren.
Ohne diese Gerechtigkeit und ohne die Hilfe Allahs, des Propheten, der Heiligen und der Scheichs wäre es unmöglich gewesen, diese Gebiete zu halten.
Es wäre unmöglich gewesen, dort zu herrschen.
Möge Allah mit ihnen zufrieden sein.
Möge Allah Segen und Frieden schenken.
Möge uns allen, inscha'Allah, Rechtleitung zuteilwerden.
2025-09-19 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَأَلَّوِ ٱسۡتَقَٰمُواْ عَلَى ٱلطَّرِيقَةِ لَأَسۡقَيۡنَٰهُم مَّآءً غَدَقٗا (72:16)
لِّنَفۡتِنَهُمۡ فِيهِۚ وَمَن يُعۡرِضۡ عَن ذِكۡرِ رَبِّهِۦ يَسۡلُكۡهُ عَذَابٗا صَعَدٗا (72:17)
Allah, der Allmächtige und Erhabene, beschützt und bewahrt diejenigen, die auf dem rechten Weg sind.
Diejenigen aber, die nicht auf dem rechten Weg sind, stiften Unheil (Fitna).
Diejenigen, die der Fitna verfallen, glauben, sie befänden sich auf einem guten Weg.
Doch in Wahrheit zerstört der Satan ihren Glauben.
Denn es gibt den Islam und es gibt den Glauben (Iman).
Die Essenz des Islam ist der Glaube (Iman).
Der Glaube an Allah, an das Verborgene, an die Engel und an das Jenseits – all das ist Iman.
Die einzigen, die dies wahrhaftig leben, sind die Anhänger einer Tariqa.
Die anderen Gruppen, die sich als Gemeinschaft, Jama'ah oder anders bezeichnen, mögen äußerlich sehr muslimisch wirken, doch ohne den wahren Glauben (Iman) bleibt von ihnen nichts übrig.
Das ist ein Spiel des Satans.
Sehr viele Menschen sind auf dieses Spiel hereingefallen und haben diesen Weg eingeschlagen.
Und dieser Zustand hat sie ins Verderben geführt.
Genau aus diesem Grund muss man sich an einen Murschid und eine Tariqa binden. Denn die Tariqa verbindet den Menschen direkt mit unserem Propheten, Friede und Segen seien auf ihm.
In den Gemeinschaften hingegen gibt es eine solche Verbindung nicht.
Weil diese spirituelle Verbindung fehlt, können sie leicht Menschen um sich scharen.
Anschließend zerstören sie deren Glauben und hetzen die Muslime gegeneinander auf.
Auch im Jenseits wird ihnen die Fürsprache verwehrt bleiben.
Denn sie haben keine Verbindung zum Propheten, Friede und Segen seien auf ihm.
Ohne diese Verbindung gibt es keinen wahren Glauben.
Ohne die Vermittlung des Propheten, Friede und Segen seien auf ihm, gibt es zwar Islam, aber keinen Iman.
Das heißt, sie sind nicht Mu'min, sondern nur Muslime.
Darauf muss man also achten.
Ein Muslim, der seinen Glauben vervollkommnen will, schließt sich einem Murschid an, damit dieser ihn zum Propheten, Allah's Friede und Segen seien auf ihm, führt.
Möge Allah den Menschen diesen schönen Weg ermöglichen.
Möge Allah ihnen allen beistehen und sie vor dem Satan bewahren, inscha'Allah.
2025-09-18 - Dergah, Akbaba, İstanbul
إِنَّ ٱلنَّفۡسَ لَأَمَّارَةُۢ بِٱلسُّوٓ (12:53)
Allah sagt: „Wahrlich, das Ego treibt zum Bösen.“
Man darf dem Ego keinen Raum geben.
Man darf dem Ego keine Zugeständnisse machen und muss sich vom Bösen und von der Sünde so weit wie möglich fernhalten.
Natürlich ist kein Mensch sündlos.
Es gibt niemanden, der keine Sünden begeht.
Allah sagt: „Ich habe die Menschen erschaffen, damit sie sündigen und um Vergebung bitten, auf dass Ich ihnen vergebe.“
Aus diesem Grund ist der Mensch nun einmal ein Sünder.
Es gibt keinen Menschen, der keine Sünden begeht.
Es gibt viele Sünden, kleine wie große.
Doch wenn der Mensch dafür um Vergebung bittet, vergibt Allah ihm.
Darin liegt vielleicht die Weisheit Allahs; Seine Weisheit ist unergründlich.
Aber Er zeigt uns auch den Weg.
„Wenn du eine Sünde begehst und um Vergebung bittest, wird diese Sünde nicht nur getilgt, sondern sogar durch eine gute Tat ersetzt.“
So groß ist die Großzügigkeit und Güte Allahs. Aber die Menschen folgen ihren Begierden.
Nur wenige bereuen und bitten um Vergebung.
Die meisten aber tun es nicht und versinken in ihren Sünden.
Sie sind sich dessen nicht einmal bewusst.
Besonders heutzutage wird das Sündigen beinahe als Heldentat angesehen.
Manche behaupten sogar: „Das ist doch normal, das liegt in der menschlichen Natur. Man braucht weder um Vergebung zu bitten noch sich zu entschuldigen.“
Doch wenn du um Vergebung bittest, durchkreuzt Allah damit das Spiel des Teufels.
Er tilgt diese Sünde, und du erhältst stattdessen eine gute Tat.
Das bedeutet, Menschen ohne Glauben haben diese Chance nicht.
Wahrlich glücklich ist der Mensch, der Glauben besitzt.
Wenn Allah jemandem den Glauben schenkt, ist das die größte Gabe, die es gibt.
Denn was auch immer man in dieser Welt tut, nützt einem nach dem Tod nichts.
Egal, wie viel Vergnügen man hatte, wie viele Sünden man begangen hat – selbst wenn man mit seinen Taten zufrieden war, wird einem all das nichts nützen.
Ganz im Gegenteil, dafür wird es eine Strafe geben.
Doch dem Gläubigen gewährt Allah die Reue und befreit ihn so von seinen Sünden.
Möge Allah uns von der Sünde fernhalten.
Und möge Er unsere Sünden vergeben, insha'Allah.
Möge Allah es von uns allen annehmen.
2025-09-17 - Dergah, Akbaba, İstanbul
إِنَّ ٱلَّذِينَ أَجۡرَمُواْ كَانُواْ مِنَ ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ يَضۡحَكُونَ (83:29)
وَإِذَا مَرُّواْ بِهِمۡ يَتَغَامَزُونَ (83:30)
Allah, der Erhabene und Majestätische, sagt: Auf dieser Welt haben die Frevler die Gläubigen schon immer verspottet, sei es heute, zur Zeit unseres Propheten oder auch davor.
Wenn sie an ihnen vorbeigingen, zwinkerten sie sich vielsagend zu.
„Seht euch diese Leute an.“
Mit den Worten: „Diese sind vom rechten Weg abgekommen“, verachten die Frevler in dieser Welt die rechtschaffenen Menschen unentwegt.
Sie halten sie für unbedeutend.
Sie lachen sie aus und verspotten sie.
Doch Allah, der Erhabene und Majestätische, sagt, dass im Jenseits die Gläubigen über sie lachen werden.
Im Paradies werden sie auf Ehrenplätzen sitzen und über die anderen lachen.
Denn wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Das Ende eines Menschen muss gut sein, damit sein Leben nicht umsonst gewesen ist.
Das Leben vergeht schnell; es steht nicht still, es fließt dahin wie ein Strom.
Wenn du dich von diesem Strom mitreißen lässt und dich selbst vergisst, bist du verloren.
Dann hast du nichts gewonnen.
Dein Leben ist kostbar; ja, das Leben ist ein sehr kostbares Gut.
Dann wäre auch dieses verschwendet gewesen.
Besser gesagt: nicht nur verschwendet, sondern in Sünde verbracht.
Solange man noch lebt und atmet, besteht der größte Gewinn darin, Reue zu zeigen und sich dem Weg Allahs zuzuwenden.
Einen größeren Gewinn als diesen kann es nicht geben.
Die weltlichen Gewinne sind im Vergleich dazu wertlos.
Der Gewinn im Jenseits hingegen ist ewig.
Selbst wenn du in dieser Welt etwas gewinnst, weißt du nie, wann es dir wieder aus den Händen gleitet und du es verlierst.
Deshalb sollte ein gläubiger Mensch wachsam sein.
Er sollte sich nicht durch das Gerede anderer von seinem Weg abbringen lassen.
Denn um dich vom Weg abzubringen, flüstert der Satan dir ein: „Ach, diese Leute machen sich über mich lustig. Wäre es nicht besser, so zu sein wie sie?“
Wer dem nachgibt, hat alles verloren.
Wir leben in einer schlimmen Zeit.
Es gibt alle nur erdenklichen Möglichkeiten, um die Menschen vom rechten Weg abzubringen.
Sünden zu begehen ist heute viel einfacher als früher. Die niederen Triebe können einen Menschen viel leichter zur Sünde verleiten.
Früher haben die Menschen noch gezögert und sich versteckt, wenn sie eine Sünde begehen wollten.
Die Menschen von heute hingegen prahlen mit ihren Verfehlungen und jeder Sünde, die sie begehen.
Aber das ist kein Gewinn, sondern ein reiner Verlust.
Es ist Verlust über Verlust.
Um diesen Verlust wiedergutzumachen, muss man aufrichtig bereuen, um Vergebung bitten und sich von diesem falschen Weg, diesen Orten und diesen Freunden fernhalten.
Möge Allah uns beistehen.
Möge Allah alle Menschen rechtleiten, inscha'Allah.
2025-09-16 - Dergah, Akbaba, İstanbul
يَـٰٓأَيُّهَا ٱلنَّاسُ إِنَّا خَلَقْنَـٰكُم مِّن ذَكَرٍۢ وَأُنثَىٰ وَجَعَلْنَـٰكُمْ شُعُوبًۭا وَقَبَآئِلَ لِتَعَارَفُوٓا۟ ۚ إِنَّ أَكْرَمَكُمْ عِندَ ٱللَّهِ أَتْقَىٰكُمْ ۚ (49:13)
Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt in diesem edlen Vers:
"Wir haben euch aus einem Mann und einer Frau erschaffen und euch dann zahlreich gemacht."
So führt Allah, der Mächtige und Erhabene, die Menschen in Seiner Weisheit und Vorsehung an den unerwartetsten Orten zusammen, damit sie einander kennenlernen.
Er lässt sie ein Heim gründen.
So entsteht eine rechtschaffene Ehe, und eine besondere Schönheit offenbart sich.
Entscheidend ist, dass sie auf dem Weg Allahs bleiben.
Es geht darum, gute Diener Allahs zu sein und bei Ihm eine hohe Stellung zu erlangen.
Der gesamte edle Koran ist das heilige Wort Allahs, des Mächtigen und Erhabenen.
Jeder einzelne Vers des glorreichen Korans ist erfüllt von unzähligen, ja unendlichen Weisheiten.
Zu diesen Weisheiten gehören auch die Ehen der Menschen.
Wer wen heiraten wird, wer für wen bestimmt ist, wie die Kinder sein werden... Gemäß dieser Weisheit führt Allah die Menschen zusammen.
Sie gründen ein Heim.
Dieses Heim sollten sie gründen, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen.
Wenn die Absicht das Wohlgefallen Allahs ist, wird dieses Heim mit Seiner Erlaubnis gedeihen.
Darin liegt auch der Sinn des Lebens auf dieser Welt.
Manchen Menschen flüstert der Satan etwas ein, sodass sie ihre Eltern beschimpfen und rebellieren mit Worten wie: "Wäret ihr nicht gewesen, wäre ich nicht auf die Welt gekommen, ich will dieses Leben nicht!". Das ist die reinste Torheit.
Denn all dies ist nach dem Willen Allahs, des Mächtigen und Erhabenen, geschehen.
Wer geboren wird, wer stirbt, wer heiratet – all das unterliegt dem Willen Allahs, des Mächtigen und Erhabenen.
Sich diesem Willen zu fügen, dankbar zu sein und dem von Ihm gewiesenen Weg zu folgen, bringt dem Menschen Erleichterung und die Möglichkeit, rechtschaffene Nachkommen zu erziehen.
Es ist nicht richtig, die Schuld auf andere zu schieben und sich selbst als Opfer darzustellen.
Allah hat dich erschaffen.
Allah hat dir einen guten Weg gewiesen.
Geh diesen Weg und weiche nicht von ihm ab.
Das ist letztlich der Sinn des Lebens.
Zudem ist das Leben kurz.
Wenn du es gut nutzt und ein schönes Leben führst, wirst du am Ende der Gewinner sein.
Du wirst ewige Ruhe finden.
Wenn es aber anders kommt, wirst du viel Mühsal erleiden – möge Allah davor bewahren.
Möge Allah denen, die heiraten werden, eine gesegnete Ehe gewähren und ihnen gute Familien schenken.
Mögen sie rechtschaffene Generationen großziehen, inscha'Allah.
2025-09-16 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Wer nach dem Abendgebet sechs Rak'at betet, ohne dazwischen etwas Schlechtes zu reden, für den wiegt die Belohnung dieser sechs Rak'at so viel wie zwölf Jahre Gottesdienst.“
Das bedeutet, die sechs Rak'at des Awwabin-Gebets, die nach dem Sunna-Gebet des Abends verrichtet werden, entsprechen der Belohnung von zwölf Jahren Gottesdienst.
Es ist also ein Gebet mit einer gewaltigen Belohnung, ein überaus verdienstvolles Gebet.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Wer zwischen dem Abend- und dem Nachtgebet betet, dessen Gebet ist wahrlich das der Awwabin – also derer, die sich Allah reuevoll zuwenden.“
Diese Person wird ihrer Gruppe zugerechnet.
Das heißt, der Rang der Awwabin ist eine hohe Stufe unter den Muslimen.
Das Gebet, das zwischen dem Abend- und Nachtgebet verrichtet wird – ob sechs Rak'at, mehr oder weniger – all das zählt als das Gebet der Awwabin.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Wer zwischen dem Abend- und dem Nachtgebet zwanzig freiwillige Rak'at verrichtet, dem baut Allah ein Haus im Paradies.“
Auch wir beten 20 Rak'at in der Abgeschiedenheit (Khalwa).
Auch in der teilweisen Abgeschiedenheit kann man, wenn man möchte, 20 Rak'at als Awwabin-Gebet verrichten.
„Wer nach dem Abendgebet sechs freiwillige Rak'at verrichtet, ohne dabei mit jemandem zu sprechen, dem werden die Sünden von fünfzig Jahren vergeben“, so der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm).
Da unsere Sünden zahlreich sind, sind diese Gebete für einen Muslim eine große Chance.
Es gibt keinen sündlosen Menschen.
Deshalb sollte man diese sechs Rak'at nicht auslassen.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Wer an einem abgeschiedenen Ort, wo ihn niemand außer Allah und den Engeln sieht, zwei freiwillige Rak'at verrichtet, für den wird die Befreiung vom Höllenfeuer niedergeschrieben.“
Das heißt: Wenn jemand an einem abgeschiedenen Ort im vollen Bewusstsein betet, dass nur Allah und die Engel ihn sehen, wird diese Person mit Allahs Erlaubnis vor dem Höllenfeuer gerettet.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Wer die zwei Rak'at des Morgengebets nicht zu ihrer Zeit verrichten kann, der soll sie nach Sonnenaufgang nachholen.“
Das heißt, wer die Sunna des Morgengebets verpasst, sollte sie nach Sonnenaufgang nachbeten.
Man sollte sie auf jeden Fall beten.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Selbst wenn euch Reiter verfolgen, lasst die zwei Rak'at des Morgengebets nicht aus.“
Die Sunna des Morgengebets ist eines der wichtigsten freiwilligen Gebete.
Ihre Bedeutung wird auch im edlen Koran hervorgehoben.
Lasst diese Sunna nicht aus.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Lasst die zwei Rak'at vor dem Morgengebet nicht aus, denn in ihnen liegen gewaltige Vorzüge.“
Das heißt, die Sunna des Morgengebets ist eine stark betonte, eine bestätigte Sunna (Sunna mu'akkada).
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) ermahnt uns: „Vernachlässigt dieses Gebet nicht, verrichtet es unbedingt.“
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Nur die Awwabin, also jene, die sich häufig Allah zuwenden, halten an den zwei Sunna-Rak'at des Morgengebets fest.“
Gott sei Dank lassen die Muslime, besonders die Leute der Tariqa, keines der Sunna-Gebete aus.
Besonders die Sunna des Morgengebets wird natürlich von allen verrichtet, aber wie es bei anderen aussieht, wissen diese selbst am besten.
Aber dies ist ein Gebet, dessen Wichtigkeit der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) besonders hervorgehoben hat.
Möge es insha'Allah niemand von uns auslassen.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Wenn einer von euch die zwei Sunna-Rak'at des Morgengebets verrichtet hat, soll er sich auf seine rechte Seite legen.“
Auch wir praktizieren das, denn es ist eine Sunna.
Viele Leute wundern sich, wenn sie das in manchen Moscheen sehen.
Sie fragen: „Was macht ihr da, was ist das?“
Dabei ist das eine Sunna des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm).
Viele Menschen haben davon entweder noch nie gehört oder es ist für sie eine vergessene Sunna.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Verrichtet einen Teil eurer freiwilligen Gebete in euren Häusern und verwandelt eure Häuser nicht in Friedhöfe.“
Das heißt, ein Haus, in dem nicht gebetet wird, gleicht einem Friedhof.
Die Pflichtgebete sind davon ausgenommen! Denn es ist verdienstvoller, sie in der Moschee in der Gemeinschaft zu verrichten.
Aber die Sunna-Gebete und andere freiwillige Gebete sollte man zu Hause verrichten.
Freiwillige Gebete wie das Dankbarkeitsgebet oder das Duha-Gebet solltet ihr unbedingt auch zu Hause verrichten.
Denn der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Euer Haus soll nicht wie ein Grab sein.“
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Wenn einer von euch sein Gebet in der Moschee verrichtet, so soll er auch seinem Haus einen Anteil davon zukommen lassen.“
„Denn Allah, der Erhabene, lässt durch das Gebet, das er in seinem Haus verrichtet, Gutes entstehen.“
Das heißt, durch die freiwilligen Gebete zu Hause zieht Segen ins Haus ein, inscha'Allah.
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: „Das verdienstvollste Gebet einer Person, abgesehen von den Pflichtgebeten, ist das Gebet, das sie zu Hause verrichtet.“
Das heißt, es ist besser, freiwillige Gebete wie Tahajjud, Awwabin, Ishraq, Duha, das Dankbarkeitsgebet oder das Tasbih-Gebet zu Hause zu verrichten.
Dies gilt für die Gebete, die man zusätzlich zu den Pflichtgebeten verrichtet. Denn die Pflichtgebete gehören in die Moschee.
Denn die Belohnung für ein in der Gemeinschaft verrichtetes Pflichtgebet ist 27-mal größer.
2025-09-15 - Dergah, Akbaba, İstanbul
وَمَآ أُبَرِّئُ نَفۡسِيٓۚ إِنَّ ٱلنَّفۡسَ لَأَمَّارَةُۢ بِٱلسُّوٓءِ إِلَّا مَا رَحِمَ رَبِّيٓۚ (12:53)
In diesem edlen Vers heißt es: „Und ich spreche meine Ego nicht frei.
Wahrlich, das Ego gebietet mit Nachdruck das Böse.
Es verlangt nach dem Schlechten.
Deshalb muss man es zügeln.
Man darf seinen Begierden nicht nachgeben.
Wenn heutzutage viele Menschen sagen: „Ich kämpfe mit meinem Ego“, dann ist allein dieses Bewusstsein schon etwas Gutes.
Andere wiederum tun einfach das, was ihr Ego von ihnen verlangt.
Sie kämpfen gar nicht erst dagegen an.
Eigentlich sollten Familien ihre Kinder von klein auf zur Selbstbeherrschung erziehen. Es ist nicht gut, ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Man soll ihre Bedürfnisse stillen, aber sie müssen auch lernen wertzuschätzen, was sie besitzen.
Sie müssen den Wert der Dinge zu schätzen wissen.
Außerdem müssen sie lernen, dass man nicht alles sofort haben kann.
Das erfordert Geduld.
Die Menschen sind heutzutage eigenartig geworden.
Früher haben die Kinder ihren Müttern und Vätern gehorcht und ihnen gedient.
Heutige Menschen aber dienen stattdessen Tieren, zum Beispiel einem Hund. Sie stehen den ganzen Tag zu seinen Diensten.
Sie denken nur: „Was wird er fressen, was wird er saufen, wohin gehe ich mit ihm, was will dieses Tier?“ und richten sich ganz nach ihm.
Sie rennen ihm hinterher.
Jeden Tag sorgen sie für sein Futter, sein Wasser und seine Vitamine.
Sie stehen vollkommen in seinem Dienst.
Dabei sollte der wahre Dienst doch Allah gelten.
Du sollst Allah dienen.
Und deine Kinder solltest du in diesem Sinne erziehen.
Der Mutter und dem Vater zu dienen, bringt großen Lohn und ist eine Pflicht.
Allah, der Allmächtige und Erhabene, gebietet dies im edlen Qur'an.
Wenn die Menschen sich daran halten, werden rechtschaffene Generationen heranwachsen.
Wenn nicht, entsteht – wie wir es heute sehen – eine seltsame Generation, in der jeder, ob jung oder alt, nur den Begierden seinem Ego folgt.
Zudem sind die heutigen Gesetze so gestaltet, dass die Strafen für unter 18-Jährige milder ausfallen.
Im Islam aber wird ein Mensch zur Rechenschaft gezogen, sobald er die religiöse Mündigkeit erreicht.
Ab wann wird er also zur Verantwortung gezogen?
Ab dem Zeitpunkt, an dem das Gebet für ihn zur Pflicht wird.
Diese Pflicht beginnt mit dem Erreichen der Mündigkeit. Wenn ein junger Mann oder eine junge Frau in die Pubertät kommt – also den Zustand erreicht, in dem sie Kinder zeugen könnten –, werden ihre Sünden und guten Taten aufgeschrieben.
Eine Tat, für die Allah, der Erhabene, eine Sünde anrechnet, kann man in dieser Welt nicht einfach mit den Worten abtun: „Lass ihn doch machen, was er will.“
Wenn man so handelt, zieht man Unheil auf sich.
Überall nehmen Bosheit, Grausamkeit und Unterdrückung zu.
Denn wenn man einen Menschen nicht zur Selbstbeherrschung erzieht, bevor er mündig wird, ist es danach umso schwerer.
Deshalb leitet man Kinder ab dem siebten Lebensjahr zum Gebet an.
Mit zehn Jahren wird man dann nachdrücklicher.
Wenn sie dann die Mündigkeit erreichen, also im Alter von 13 bis 15 Jahren – heutzutage aufgrund der Ernährung oft sogar früher –, wird das Gebet zur unbedingten Pflicht.
Verrichtet man das Gebet dann nicht, wird es als Sünde aufgeschrieben.
Vor Erreichen der Mündigkeit wird es einem nicht als Sünde angerechnet, wenn man nicht betet, obwohl es zu beten natürlich besser ist.
Es ist verdienstvoller.
Aber nach Erreichen der Mündigkeit muss man jedes versäumte Gebet nachholen.
Wenn die Gesetzgeber dieser Welt also weise wären, würden sie verstehen, dass die Strafe der Tat entsprechen muss, die eine Person nach Erreichen ihrer Mündigkeit begangen hat.
Möge Allah uns allen Verstand und Einsicht geben, inscha'Allah.
Allah, der Allmächtige und Erhabene, zeigt den Menschen deutlich den richtigen Weg.
Wenn sie ihm aber nicht folgen, geraten sie in Schwierigkeiten und fragen sich: „Warum ist das so? Wie kriegen wir das in den Griff? Was sollen wir nur tun?“
Möge Allah uns allen helfen, inscha'Allah.
2025-09-14 - Dergah, Akbaba, İstanbul
Die Weisen sagen: "li kulli maqamin makal".
Für jeden Anlass gibt es die passenden Worte, ein Thema, über das gesprochen wird.
Was bedeutet das?
Das heißt, was an einem Ort gesagt wird, ist für einen anderen Ort unpassend.
Das ist nicht gut.
Das ist unnötig.
Manch einer redet vielleicht in der besten Absicht, aber wenn seine Worte nicht zum Anlass passen, richtet er mehr Schaden an als Nutzen.
Deshalb muss man wissen, was man wo sagt, denn das ist eine Frage des Anstands.
Die meisten Menschen haben heute keinen Anstand mehr.
Sie wissen nicht, was sie sagen sollen.
Und wenn sie reden, dann reden sie nutzloses Zeug.
Es ist besser zu schweigen, als nutzloses Zeug zu reden.
Wie die Alten schon sagten: "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold."
Aber die Menschen heutzutage wollen unbedingt reden; Hauptsache, sie haben etwas gesagt.
Dabei wäre es an manchen Orten besser, zu schweigen.
Es gibt dafür auch derbe Ausdrücke, aber es ist nicht angebracht, sie hier zu erwähnen.
Alles hat seinen Platz.
In Anwesenheit von Damen sollten Männer auf ihre Wortwahl achten.
In Anwesenheit von Kindern sollte man anders sprechen.
Vor Gelehrten spricht man wieder anders.
Vor Lehrern, vor Meistern... Das heißt, für jedes Wort gibt es den richtigen Ort und die richtige Zeit.
Wenn du das weißt, dann sprich; wenn nicht, dann schweige lieber.
Das ist eine wichtige Angelegenheit, aber die Menschen von heute meinen, es wäre unhöflich, wenn sie nichts sagen.
Dabei offenbaren sie mit ihrem Gerede nur ihre eigene Unwissenheit.
Zu schweigen ist hingegen viel passender und um Längen besser.
Denn die Engel schreiben alles auf, was du sagst.
Wo wir schon davon sprechen: Für den Unsinn, den wir tagsüber von uns geben, sollten wir Buße tun und Allah morgens und abends um Vergebung bitten.
Für all die üble Nachrede, Verleumdung und Lügen müssen wir um Vergebung bitten, damit Allah uns vergibt, inscha'Allah.
Die Leute von heute, wie gesagt, halten die Alten für unwissend, dabei besaßen gerade sie Erziehung und Anstand.
Bei den Leuten von heute hingegen ist von diesem Anstand oft keine Spur mehr zu finden.
Möge Allah uns alle bessern, inscha'Allah.