السلام عليكم ورحمة الله وبركاته أعوذ بالله من الشيطان الرجيم. بسم الله الرحمن الرحيم. والصلاة والسلام على رسولنا محمد سيد الأولين والآخرين. مدد يا رسول الله، مدد يا سادتي أصحاب رسول الله، مدد يا مشايخنا، دستور مولانا الشيخ عبد الله الفايز الداغستاني، الشيخ محمد ناظم الحقاني. مدد. طريقتنا الصحبة والخير في الجمعية.

Mawlana Sheikh Mehmed Adil. Translations.

Translations

2025-10-05 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Wenn man einen Hadith des Propheten, Allahs Segen und Frieden auf ihm, wiedergibt, ist es unerlässlich, ihn korrekt zu lesen und originalgetreu zu zitieren. Da die edlen Hadithe anfangs nicht niedergeschrieben wurden, wurden sie mündlich von einem Gefährten zum anderen weitergegeben. In diesem Prozess haben natürlich einige, wie beispielsweise Juden und andere, erfundene Hadithe in Umlauf gebracht. Die meisten dieser gefälschten Hadithe wurden jedoch aussortiert. Dennoch kann man gelegentlich auf solche stoßen. Doch das wirklich Entscheidende hier ist, was der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, gesagt hat: ‚Wer mir einen Hadith zuschreibt, der nicht von mir stammt, der möge seinen Platz in der Hölle einnehmen.‘ Denn alle Worte des Propheten sind wichtig; sie weisen uns den Weg. Es gibt einen Hadith dazu, aber da ich mich nicht mehr exakt an den arabischen Wortlaut erinnere, gebe ich ihn sinngemäß wieder: Die meisten Menschen täuschen sich in zwei Dingen, das heißt, sie betrügen sich selbst. Diese sind die Jugend und die Gesundheit. Er sagt ‚maghbun‘ – ‚maghbun‘ bedeutet getäuscht, betrogen. Das Arabisch, das der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sprach, ist das eloquenteste und reinste Arabisch. Selbst die Gefährten waren manchmal über die Wortwahl des Propheten erstaunt. Denn das Wissen wurde dem Propheten direkt von Allah gegeben, weshalb es für ihn nicht notwendig war, lesen und schreiben zu können. Das Wissen wurde ihm direkt eingegeben. Dieses Wort ‚maghbun‘ ist ein sehr tiefgründiges Wort, das die Selbsttäuschung des Menschen beschreibt, und es ist schwer, seine volle Bedeutung zu erfassen. Was die Jugend angeht, so denken die Menschen, sie würde ewig dauern. Sie sagen immer: „Das mache ich später.“ Sie schieben alles auf und sagen: ‚Mein Gebet verrichte ich später.‘ Heutzutage ist die Situation noch schlimmer geworden. Früher dachte man mit 18 Jahren ans Heiraten. Heute ist man 40 und hält sich immer noch für jung, fast noch für ein Kind. Und so betrügt man sich selbst. Das Leben zieht vorbei. Man hat weder eine Familie gegründet noch Kinder großgezogen noch seine gottesdienstlichen Pflichten erfüllt. Man täuscht sich selbst. ‚Maghbun‘ bedeutet gewissermaßen, sich selbst getäuscht zu haben. Manche werden 50 oder 60 Jahre alt und halten sich selbst dann noch für ein Kind. Sie tun und lassen immer noch, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Und dann erwarten sie, von anderen respektiert zu werden. Aber wie sollen die Leute einen respektieren? Der zweite Punkt ist die Gesundheit. Wenn ein Mensch gesund und munter ist, denkt er, das würde immer so bleiben. Aber nein, auch darauf muss man Acht geben. Der Mensch sollte auf seine Gesundheit achten, um seine gottesdienstlichen Pflichten rechtzeitig erfüllen zu können. Die Aufgaben, die man hat, sollte man erledigen, solange man bei Kräften ist. Was morgen sein wird, ist ungewiss. Deshalb sind die Menschen der heutigen Zeit völlig vom Weg abgekommen; es ist kaum noch Religion, Verstand oder Logik übrig geblieben. Sie denken, dieser Zustand würde ewig andauern. Und plötzlich merken sie, dass das Leben an ihnen vorbeigezogen ist. Wenn sie Glück haben, werden sie 60 oder 70 – wenn nicht, ist ihre Zeit schon früher um. Deshalb ist dieses Leben so wichtig. Es ist ein Geschenk von Allah. Man sollte es nicht verschwenden. Man darf es auf keinen Fall verschwenden. Der Teufel lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen. Er verführt die Jugend. Und so verschwenden sie ihre jungen Jahre sinnlos. Und dann stehen sie ratlos da und fragen sich: ‚Was ist nur passiert? Was sollen wir jetzt machen?‘ Handelt also so, wie Allah und sein Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, es uns gelehrt haben: Schätzt den Wert eures Lebens. Verschwendet es nicht. Vernachlässigt eure Gebete nicht, solange ihr jung und gesund seid. Verrichtet die Hajj, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, und haltet euer Fasten ein. Das sind die Dinge, die euch bleiben werden. Weder die Jugend bleibt noch die Gesundheit. Möge Allah uns ein gesegnetes Leben schenken. Mögen wir in Gesundheit und Wohlbefinden leben, inscha'Allah.

2025-10-04 - Dergah, Akbaba, İstanbul

إِنَّ ٱللَّهَ مَعَ ٱلَّذِينَ ٱتَّقَواْ وَّٱلَّذِينَ هُم مُّحۡسِنُونَ (16:128) Allah, der Allmächtige und Erhabene, spricht: Wenn wir also wollen, dass Allah mit uns ist, dann ist dies der Weg, den Er uns weist: Fürchtet Allah. Gottesfurcht bedeutet, Ehrfurcht vor Ihm zu haben; es ist die Furcht, nach einer schlechten Tat beschämt vor Ihn treten zu müssen. Außerdem sollte man die Furcht davor haben, diese Welt nach einer schlechten Tat ohne Reue zu verlassen, denn das wäre ein schlimmes Ende. Wenn ihr also wollt, dass Allah, der Allmächtige und Erhabene, mit euch ist und euch hilft, dann fürchtet Ihn. Gottesfürchtig zu sein, bedeutet, den Menschen Gutes zu tun. Es bedeutet, zu vermeiden, ihnen Böses anzutun. Allah, der Allmächtige und Erhabene, liebt den Gutes-Tuenden – im Vers als „Muhsin“ bezeichnet –, jene Person, die den Menschen hilft. Die Tariqa, der Islam, die Scharia – sie alle gebieten dies. Diejenigen aber, die sich nicht daran halten, handeln nach ihrem eigenen Kopf. Er sagt: „Ich bin Muslim“, aber quält andere Muslime. Er sagt: „Ich bin Muslim“, aber fügt den Menschen Schaden zu. Er sagt: „Ich bin Muslim“, aber begeht alle möglichen Arten von Betrug. Der größte Betrug aber ist es, aufrichtige Muslime durch Täuschung von ihrem Weg abzubringen, um sie so zu machen wie sie selbst sind. Mit den Rechtschaffenen zusammen zu sein bedeutet deshalb, mit Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen, zusammen zu sein. Nicht mit ihnen zusammen zu sein, missfällt Allah, dem Allmächtigen und Erhabenen, und bedeutet somit, nicht mit Allah zusammen zu sein. Mit Allah zusammen zu sein, bedeutet zuallererst, unseren Propheten – Allahs Segen und Frieden auf ihm – zu ehren und zu respektieren. Es bedeutet, den Sahaba, der Ahl al-Bayt, den Awliya und den Maschayich – ihnen allen – Achtung zu erweisen. Das ist der Weg, den Allah liebt und an dem Er Wohlgefallen findet. Jene aber, die diesen Weg nicht gehen, folgen nur ihrem eigenen Ego. Sie tun, was ihr Ego ihnen eingibt. Deshalb seid wachsam. Lasst euch nicht täuschen. Jeden Tag hören wir: ‚Der eine hat betrogen, der andere getäuscht, Geld gestohlen und ist dann geflohen.‘ Aber der Diebstahl von Geld ist nicht das Schlimmste; die wahre Gefahr ist, sich seinen Glauben stehlen zu lassen. Lasst euch also auf keinen Fall täuschen oder betrügen. Weltlicher Besitz kommt und geht, aber wenn es um das Jenseits geht, gibt es keine Kompromisse. Möge Allah uns beschützen, möge Er uns vor ihrem Übel bewahren. Inscha'Allah, möge Allah uns alle zu Seinen geliebten Dienern machen, die mit Ihm sind.

2025-10-03 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Der Prophet (Friede sei mit ihm) sagt: „Zieht weder das Gebet noch die Predigt in die Länge.“ Denn in der Gemeinde hinter euch können Kinder, Kranke oder alte Menschen sein. Nehmt darauf Rücksicht. Der Prophet (Friede sei mit ihm) empfiehlt: „Fasst euch kurz, um die Menschen nicht zu überfordern.“ Er sagt: „Wenn ihr alleine betet, könnt ihr beten, so lange ihr möchtet.“ Wenn ihr jedoch in der Gemeinde betet, müsst ihr auf jeden Einzelnen Rücksicht nehmen. So lehrt uns der Prophet (Friede sei mit ihm), die Anbetung für die Menschen erträglich zu gestalten, um es ihnen leicht zu machen und sie nicht zu überlasten. Wenn die Menschen heute zum Gebet kommen, wünschen sie sich, dass es zügig geht und nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Es gibt natürlich Orte und Zeiten, an denen länger gebetet wird; wer das möchte, kann sich gezielt dafür entscheiden. Andernfalls entstehen Schwierigkeiten. Zum Beispiel gibt es Moscheen, in denen das Tarawih-Gebet mit einer vollständigen Koranrezitation verrichtet wird. Wer die nötige Ausdauer hat, geht für das Tarawih-Gebet dorthin. Wer diese Kraft aber nicht hat, sucht sich einen Imam, der zügiger betet, so wie es zur eigenen Verfassung passt. Wenn ein Imam jedoch das Gebet in die Länge zieht, ohne auf die Gemeinde Rücksicht zu nehmen, kann das mehr Sünde als Segen bringen. Denn unser Prophet (Friede sei mit ihm) weiß am besten um die Belastbarkeit und die Verfassung der Menschen. Da er uns dies gelehrt hat, sollten wir uns inscha'Allah auch daran halten. Möge Allah uns allen ermöglichen, zum Wohle der Gemeinschaft zu handeln, inscha'Allah.

2025-10-02 - Dergah, Akbaba, İstanbul

لَا يُكَلِّفُ ٱللَّهُ نَفۡسًا إِلَّا وُسۡعَهَاۚ (2:286) Allah, der Allmächtige und Erhabene, bürdet dem Menschen nichts auf, was seine Kräfte übersteigt. Er befiehlt nichts Unmögliches. Das bedeutet, die Gebote Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen, sind einfach und für jeden erfüllbar. Dabei strengt sich der Mensch für sein eigenes Ego tausendfach mehr an, als Allah, der Allmächtige und Erhabene, von ihm verlangt. Doch wenn es darum geht, Seine Gebote um Allahs Willen zu erfüllen, wird er träge. Die meisten Menschen tun es dann erst gar nicht. Dabei hat Allah, der Allmächtige und Erhabene, selbst gar keinen Nutzen davon. Er hat es zu deinem eigenen Besten befohlen. Du aber schiebst das beiseite, jagst den Eingebungen des Satans und deines Egos nach, verausgabst dich und richtest dich selbst zugrunde. So ist der Mensch. Das Gute erscheint ihm schwer und das Schlechte leicht. Doch aus dem Schlechten entsteht für den Menschen niemals etwas Gutes. Wer seinem Ego und dem Satan folgt, erleidet immer Verlust. Allah, der Allmächtige und Erhabene, hat diese Gebote offenbart, damit der Mensch sich von diesem Verlust befreit und durch Reue und Vergebung auf Seinen Weg zurückfindet. Diese Gebote hat Er zum Wohle Seines Dieners, des Menschen und der ganzen Menschheit gegeben. Wer sie nicht befolgt, sagt dann: "Es fällt mir zu schwer, ich schaffe es nicht, zum Morgengebet aufzustehen." Dabei musst du doch nur beten, sobald du auf den Beinen bist. Aber selbst das ist ihm schon zu schwer und er tut es nicht. Er sagt: "Ich schaffe es nicht, das Gebet pünktlich zu verrichten, aber ich hole es später nach." Aber auch dazu kommt es nicht. Und trotzdem hat er die Frechheit, Allah, den Allmächtigen und Erhabenen, um alles Mögliche zu bitten: "Gib mir dies, gib mir das." "Ich bete nicht, aber ich mache Tasbihat." Tasbihat zu machen ist schön und gut, aber es ist für dich keine Pflicht. Deine Pflicht hingegen ist das Gebet. Du kannst 24 Stunden am Tag Tasbihat machen, dein ganzes Leben lang – es wird niemals den Wert eines einzigen Pflichtgebets aufwiegen. Deshalb sind die Gebote, die Allah, der Allmächtige und Erhabene, uns auferlegt hat, einfach und wir können sie erfüllen. Folge nicht deinem Ego, sei nicht träge. Gib deinem Ego niemals nach. Schon das kleinste Nachgeben führt dazu, dass du eine Gebetszeit verpasst, und diese Zeit kannst du niemals zurückholen. Wenn du sagst: "Ich mach's später", wird daraus immer nur ein weiteres "später". Und während du immer weiter aufschiebst, ist das Leben plötzlich vorbei. Möge Allah den Menschen Einsicht schenken. Möge Allah, der Allmächtige und Erhabene, uns die Kraft geben, all Seine Gebote zu befolgen, inscha'Allah.

2025-10-01 - Dergah, Akbaba, İstanbul

وَجَعَلۡنَا نَوۡمَكُمۡ سُبَاتٗا (78:9) Allah sagt im edlen Koran: „Und Wir haben euren Schlaf zur Ruhe gemacht.“ Es ist ganz natürlich, dass man im Schlaf träumt. Die meisten Menschen erinnern sich nicht an ihre Träume. Manche Menschen erinnern sich jedoch daran. Sie beklagen sich: „Wir haben schreckliche Träume.“ Sie klagen: „Wir sehen Dschinn, wir sehen dies und das“, und fragen: „Was sollen wir tun?“ Ein Traum an sich hat keine Wirkung. Deshalb hat auch ein beängstigender Traum keine Wirkung, solange man ihn niemandem erzählt. Wenn du ihn aber jemandem erzählst, der keine Ahnung davon hat, und diese Person ihn schlecht deutet – möge Allah uns davor bewahren –, dann wird dieser Traum meistens auf eine schlechte Weise wahr. Deshalb gilt: Egal, ob dein Traum gut oder schlecht ist, erzähle ihn niemandem, der sich nicht damit auskennt. Wenn du ihn erzählen möchtest, dann nur einer Person, die den Traum positiv und richtig deuten kann, damit er auch zu etwas Gutem führt. Sonst bereitest du dir nur unnötig Kummer. Man sollte also nicht jedem alles erzählen, ganz besonders, wenn es um Träume geht. Wenn du also schreckliche Träume hast, brauchst du dich gar nicht zu fürchten. Mit Allahs Erlaubnis wird nichts geschehen, solange der Traum weder gedeutet noch jemandem erzählt wird. Oder wenn du einen solchen Traum hast, steh auf und rezitiere einen Vers oder eine Sure, rezitiere die Fatiha. Dann wird er mit Allahs Erlaubnis keinen Schaden anrichten. Denn die meisten Menschen halten das, was sie im Traum sehen, für real. Dinge wie Dschinn oder Geister, die man sieht, bleiben in Wahrheit im Traum; mit Allahs Erlaubnis richten sie keinen Schaden an. Möge Allah eure Träume zu etwas Gutem werden lassen. Sie sind auch eines der Mysterien, durch die Allah Seinen Dienern Seine Allmacht zeigt. Der Mensch kann im Schlaf Dinge sehen, die ihm nie in den Sinn kämen, völlig unerwartete Dinge. Der Mensch kann die erstaunlichsten Dinge sehen. All dies ist ein Zeichen, mit dem Allah dem Menschen Seine Allmacht zeigt. Manchmal hat man so schreckliche Träume, dass man beim Aufwachen froh ist und erleichtert sagt: „Zum Glück war es nur ein Traum.“ Man sollte Allah dafür danken, dass es nicht in Wirklichkeit geschehen ist, sondern nur ein Traum war. Auch dies ist eine der großen Weisheiten von Allah. Seine Weisheiten sind unendlich, der menschliche Verstand kann sie nicht erfassen. Manche mögen nun forschen und fragen: „Wie entstehen Träume, was geht da vor sich?“ Natürlich gibt es verschiedene Arten von Träumen. Manche entstehen aus dem, was man tagsüber erlebt. Dann gibt es satanische Träume. Und es gibt Träume durch die Gnade Allahs. Das sind, kurz gesagt, die verschiedenen Arten. Möge Allah alles zum Guten wenden. Möge Allah uns alle vor dem Bösen bewahren.

2025-09-30 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Der Prophet, Allahs Segen und Frieden auf ihm, sagt: إِذَا لَمْ تَسْتَحِ فَاصْنَعْ مَا شِئْتَ "Wenn du keine Scham mehr kennst, dann tu, was du willst." Wenn ein Mensch kein Schamgefühl mehr besitzt, ist er zu allem fähig. Die Scham ist ein Teil des Glaubens. Scham ist Anstand. Nicht alles ist erlaubt. Alles hat sein Maß und seine Grenzen. Wenn jeder nur so lebt, wie er will, versinkt alles im Chaos. Deshalb kann es natürlich keine grenzenlose Freiheit geben. Denn grenzenlose Freiheit verletzt zwangsläufig die Freiheit anderer. Und das führt ebenfalls zu Chaos. Das Beste für den Menschen sind daher die Gesetze Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen. In von Menschen gemachten Gesetzen hingegen entspringt vieles dem eigenen Ego und den Einflüsterungen des Teufels. Es wurden Gesetze erlassen, die Schamlosigkeit und Anstandslosigkeit fördern und sogar unter Schutz stellen. So etwas wird in den westlichen Ländern praktiziert. Sie erlauben und verbieten nach Belieben. Meistens verbieten sie das, was eigentlich gut ist. Wenn man versucht, Gutes zu tun oder die Wahrheit zu sagen, wird man dafür verurteilt. Das ist die Folge, wenn die Scham verloren geht. Scham ist die Ehre der Menschheit. Die Scham ist es, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Selbst bei manchen Tieren lässt sich eine Art Anstand beobachten. Einige von ihnen verhalten sich beinahe menschlich. Auch sie zollen ihrem Bruder, ihrer Mutter und ihrem Vater Respekt. Sie tun ihnen nichts zuleide. Die Menschen von heute sind schlimmer geworden als sie. Sie haben jede Form von Schamlosigkeit und Unmoral für erlaubt erklärt. Und obendrein verachten und quälen sie diejenigen, die noch Schamgefühl besitzen. Scham ist die Ehre des Menschen; sie ist es, was den Menschen zum Menschen macht. Möge Allah den Menschen diese Eigenschaft niemals nehmen. Wenn ein Mensch jedoch zum Islam findet, erreicht er – Allah sei Dank – die höchsten Stufen in dieser Welt und im Jenseits, denn der Islam vereint jede Form von Schönheit in sich. Der Glaube ist der höchste Rang. Es ist die erhabenste Eigenschaft. Es ist die größte Gnade Allahs, des Allmächtigen und Erhabenen. Wer diese Gnade besitzt, hat alle Schönheit erlangt. Möge Allah ihnen allen den Glauben schenken und sie rechtleiten, inscha'Allah.

2025-09-30 - Bedevi Tekkesi, Beylerbeyi, İstanbul

Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Verrichtet reichlich Gebete in euren Häusern, damit der Segen darin zunimmt." Dies bezieht sich natürlich insbesondere auf die Sunna-Gebete, die man zu Hause verrichtet. Die Pflichtgebete in der Gemeinschaft sind in der Moschee zwar verdienstvoller, aber die Sunna- und freiwilligen Gebete zu Hause zu verrichten, ist eine Quelle des Segens. Dadurch wird der Segen im Haus vermehrt. "Grüße jeden aus meiner Umma, dem du begegnest, damit dein Lohn zunimmt." Das bedeutet, grüßt einander, um dafür belohnt zu werden. Je öfter man grüßt, desto größer wird auch der eigene Lohn. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Gebt euren Häusern Wert, indem ihr einen Teil eurer Gebete darin verrichtet." Das bedeutet, ein Haus, in dem nicht gebetet wird, hat keinen wahren Wert. Der eigentliche Wert eines Hauses entsteht durch das Gebet. Verrichtet deshalb eure freiwilligen Gebete zu Hause. Gebete wie Tahajjud, Duha und Awwabin sind besonders segensreich, wenn sie zu Hause verrichtet werden, und bringen Segen ins Haus. Gebt euren Häusern Wert und verwandelt sie nicht in Friedhöfe. Denn ein Haus, in dem nicht gebetet wird, ist wie ein Friedhof, auf dem ja auch nicht gebetet wird. Es ist ein Ort ohne Seele und ohne Segen. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Das freiwillige Gebet, das jemand zu Hause verrichtet, ist ein Licht." "Erhellt also eure Häuser damit", sagte der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm). Das bedeutet, das Gebet bringt Licht ins Haus. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Verrichtet eure freiwilligen Gebete zu Hause, um das Licht in euren Häusern zu vermehren." "Der Vorzug eines freiwilligen Gebets, das man zu Hause verrichtet, gegenüber einem, das man vor den Augen anderer verrichtet, ist wie der Vorzug des Gemeinschaftsgebets gegenüber dem Gebet eines Einzelnen." Das bedeutet: Der Wert des freiwilligen Gebets zu Hause ist so viel größer als der des öffentlichen Gebets, wie der Wert des Gemeinschaftsgebets den des Einzelgebets übersteigt. So wie also das Pflichtgebet in der Moschee verdienstvoller ist, so ist auch das freiwillige Gebet zu Hause besonders verdienstvoll. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "O ihr Menschen, verrichtet eure Gebete in euren Häusern." "Wahrlich, das verdienstvollste Gebet nach den Pflichtgebeten ist jenes, das jemand in seinem Haus verrichtet." Auch hier wird derselbe Punkt wieder betont. Also, das Verrichten des freiwilligen Gebets zu Hause... Denn das Pflichtgebet in der Moschee bringt bereits den 25- bis 27-fachen Lohn. Das freiwillige Gebet aber zu Hause zu verrichten, ist umso empfohlener und lohnenswerter. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Verrichtet freiwillige Gebete in euren Häusern und verwandelt sie nicht in Friedhöfe." Auf einem Friedhof wird nicht gebetet. Deshalb ist ein Haus, in dem nicht gebetet wird, wie ein Friedhof. Es ist seelenlos und ohne Segen. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Verrichtet Gebete in euren Häusern und vernachlässigt dort nicht die freiwilligen Gebete." Mit freiwilligen Gebeten ist jede Art von zusätzlicher Anbetung gemeint: das Nachtgebet, die Gebete während des Tages, das Gebet nach der rituellen Waschung – all das sind freiwillige Gebete. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Verrichtet freiwillige Gebete in euren Häusern und verwandelt sie nicht in Friedhöfe." Also noch einmal: Wenn in euren Häusern nicht gebetet wird, gleichen sie Gräbern. "Macht mein Grab nicht zu einem Festplatz." Besucht das edle Grab des Propheten mit Ehrfurcht. Es sollte nicht wie ein Festplatz mit Lärm und Musik sein. An diesem Ort ist besondere Ehrfurcht geboten. Man sollte ihn mit Demut besuchen. Man steht davor und spricht seine Bittgebete. Wer kann, bleibt stehen; wer nicht, spricht den Friedens- und Segensgruß im Vorbeigehen. Man sollte sich dort nicht niederlassen, als wäre es ein Festplatz oder ein Jahrmarkt. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagt: "Tut das nicht." Dieser Ort gebietet besondere Ehrfurcht. Er muss mit Anstand besucht werden. "Sprecht Segenswünsche für mich." Dort, im Vorbeigehen, spricht man den Friedens- und Segensgruß. Wenn man vor dem Propheten steht, spricht man dort den Friedens- und Segensgruß. "Wo auch immer ihr seid, euer Segen wird mich erreichen." Ganz gleich, wo auf der Welt ihr ihn sprecht, ob auf einem Berggipfel oder am Grunde eines Brunnens. Sobald man den Friedens- und Segensgruß spricht, erreicht er den Propheten (Allahs Segen und Frieden auf ihm). Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte auch: "Das freiwillige Gebet, das jemand im Verborgenen verrichtet, wiegt so viel wie fünfundzwanzig Gebete, die vor den Augen der Menschen verrichtet werden." Das heißt, so verdienstvoll ist es. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Das Gebet, das einer von euch neben den Pflichtgebeten in seinem Haus verrichtet, ist besser als sein Gebet in dieser meiner Moschee." Unser Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte auch: "Der Vorzug des freiwilligen Gebets, das man zu Hause verrichtet, gegenüber dem, das man in der Öffentlichkeit verrichtet, ist wie der Vorzug des Pflichtgebets gegenüber dem freiwilligen Gebet." Das heißt, so hoch ist sein Stellenwert. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Das Pflichtgebet gehört in die Moschee und das freiwillige Gebet nach Hause." "Verrichtet die zwei Rak'a des freiwilligen Gebets, also die Sunna nach dem Abendgebet, in euren Häusern." Wenn von freiwilligen Gebeten die Rede ist, wissen die meisten, dass man zwischen der betonten Sunna (Sunna mu'akkada) und den übrigen freiwilligen Gebeten unterscheidet. Die übrigen freiwilligen Gebete verrichtet man zu Hause. Die Sunna-Gebete hingegen werden in der Moschee verrichtet. Denn man sagt sich vielleicht: "Das lasse ich aus und bete es zu Hause", aber dann vergisst man es oder es kommt etwas dazwischen. Was wir hier also als 'freiwillige Gebete' bezeichnen, sind jene, die in der Rangfolge nach der betonten Sunna (Sunna al-Mu'akkada) kommen. Das Duha-Gebet, das Gebet nach der Waschung, das Ishraq-Gebet, die Nachtgebete – all dies sind solche freiwilligen Gebete. Der Prophet (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: "Erhellt und schmückt eure Häuser mit Gebet und Koranrezitation." Der Schmuck der Häuser sind das Gebet und die Koranrezitation.

2025-09-29 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) sagt: "Ad-Dīn an-Naṣīḥa." Die Religion ist der aufrichtige Ratschlag. Ein Ratschlag bedeutet, das Gute zu sagen. Wenn Menschen um Rat oder eine Meinung bitten, bedeutet das, ihnen aufrichtig das Gute und Richtige zu sagen. Es bedeutet nicht, etwas Falsches zu raten, sondern den Menschen durch guten Rat den richtigen Weg zu weisen. Das ist die Religion. Manche Leute sagen dann vielleicht: "Nein, das passt mir nicht." Wenn jemand so reagiert, bedeutet das, dass diese Person keinen Ratschlag annehmen möchte. Man sagt auch: "Man lam yaqbalin-naṣīḥata, ḥallatin-nadāmatu." Das bedeutet: Wer den Ratschlag nicht annimmt, wird es am Ende bereuen. Allah, der Erhabene und Majestätische, hat die Religion durch unseren Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) offenbart. Er hat uns erklärt, was gut ist und was schlecht, was Sünde ist und was Belohnung bringt. Die Religion hat ihre Grundsätze, ihre Verhaltensregeln und ihre Pflichten. Natürlich können die meisten Menschen nicht alles davon befolgen. Man tut, so viel man eben kann. Und dafür wird Allah einem vergeben. Allah, der Erhabene und Majestätische, vergibt einem solchen Menschen. Doch hier gibt es einen sehr wichtigen Punkt. Der eine Mensch sagt: "Ich schaffe es nicht, möge Allah mir vergeben." Er sagt: "Ich habe gesündigt, möge Allah mir vergeben." Wenn man aber sündigt und dann sagt: "Nein, das akzeptiere ich nicht", dann ändert sich alles. Dann wird die Lage sehr ernst. Wir begehen Sünden, und wir wissen, dass es Sünden sind. Wenn wir sündigen, sagen wir "Möge Allah vergeben", wir bereuen und bitten um Verzeihung. Wenn man aber stur ist und sagt: "Meiner Meinung nach ist das keine Sünde", obwohl Allah uns durch Seinen Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) belehrt hat, dass es eine ist. Wer das nicht anerkennt, begeht eine noch viel größere Sünde. Möge Allah uns bewahren. Dann verschlimmert sich seine Lage. Einem Menschen jedoch, der seine Sünde und seinen Fehler einsieht und bereut, dem wird vergeben. Wer aber stur bleibt, macht seine Situation nur noch schlimmer. Deshalb stehen die Gebote Allahs, des Erhabenen und Majestätischen, nicht zur Debatte. Sünde ist Sünde. Wir alle sind Sünder. Möge Allah uns vergeben. Aber wir dürfen bei einer Sünde nicht sagen: "Das ist keine Sünde." Das ist der entscheidende Punkt. Darauf muss man achten. Die Menschen müssen darauf achten. Das heißt, es gibt kleine und große Sünden. Wer gesündigt hat, sollte sagen: "Ich habe gesündigt, möge Allah mir vergeben." Er sollte Reue zeigen und um Vergebung bitten. Dann wird ihm seine Sünde vergeben. Aber wenn du sagst: "Das ist doch keine Sünde", dann wird Allah dir nicht vergeben. Denn du bittest ja gar nicht um Vergebung. Würdest du um Vergebung bitten, würde Er dir vergeben. Aber du tust es nicht und nennst das, was Allah als Sünde bezeichnet, keine Sünde. Damit schadest du dir nur selbst. Möge Allah uns allen vergeben. Möge Er uns zu denen gehören lassen, die die Wahrheit annehmen, inschaAllah.

2025-09-28 - Dergah, Akbaba, İstanbul

Der Mensch... ist ein schwaches Geschöpf. Ohne Beistand (Madad) vermag er nichts. Was aus dem eigenen Ego kommt, ist nutzlos. Nun sind wieder bestimmte Strömungen aufgetaucht. Es gibt wieder eine Gruppe, die die Menschen in die Irre führt. Sie sagen, um Beistand zu bitten, sei Sünde, sei verboten. Aber wie willst du es denn alleine schaffen? "Du musst es alleine schaffen", sagen sie. "Lies einfach, was dort steht." "Sag nur das." Ihr bringt die Menschen vom Weg ab, vom Weg unserer Vorväter. Seit der Zeit unseres Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) hat es solche Gruppen immer gegeben. Es gibt eine Gruppe, die den Menschen den wahren Weg schlechtredet. Sie tauchen immer wieder auf. Sie erscheinen in verschiedenen Gestalten, sie sind nicht alle gleich. Aber der wahre Weg wird, so Allah will, unverändert bis zum Jüngsten Tag bestehen bleiben. Madad bedeutet, um Hilfe zu bitten. Es bedeutet, Allah, die Freunde Allahs, unseren Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) und die Scheichs um Hilfe zu bitten. Wir bitten um Madad, damit wir nicht aus unserem Ego heraus sprichen; Wir bitten um Madad, damit wir nicht unserem Ego folgen; Wir bitten darum, um fähig zu sein, die Wahrheit auszusprechen. Diejenigen, die zur Ahl al-Sunnah wa'l-Jama'ah gehören, also die wahre Ahl al-Sunnah, sind jene, die unseren Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) ehren, ihn wertschätzen und lieben. Es gibt noch eine andere Gruppe, die sich "Ahl al-Sunnah" nennt, aber in Wahrheit nicht dazugehört. Sie erweisen unserem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) keine Ehre. Sie haben keinerlei Respekt vor den Sahabas und den anderen großen Vorbildern. Das sind Menschen, die vom wahren Weg abgekommen sind. Möge Allah uns davor bewahren. Diejenigen, die ihnen folgen, werden zugrunde gehen. Leider gibt es viele Menschen, die sich in die Irre führen lassen. Und wer einmal in die Irre geführt wurde, führt auch andere in die Irre. Sie schaden anderen und halten sie vom Guten ab. Sie hindern sie daran, zu den Dienern zu werden, die Allah liebt. Sie bringen sie vom Weg ab. Ohne die Liebe zu unserem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm), ohne Ehrfurcht vor Ihm, ist alles andere vergeblich; das ist unmöglich. Das gebieten sowohl Logik als auch Verstand. Wo doch Allah, der Allmächtige und Majestätische, unseren Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) im glorreichen Koran selbst so sehr preist und erhöht... Wie kannst du dann einfach aufstehen, "Ich kenne den Koran, ich kenne die Hadithe" sagen, und behaupten, man dürfe niemanden erhöhen? Wenn du das tust, wirst du zum Götzendiener, zum Ungläubigen. Dafür gibt es weder eine vernünftige noch eine logische Erklärung. Ein Mensch mit Verstand und Vernunft folgt dem Weg unseres Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) und erweist Ihm Ehrerbietung. Er muss wissen, dass dies die höchste Stufe und die vornehmste Pflicht ist. Möge Allah uns standhaft machen. Möge Allah die Ummah vor dem Übel dieser Leute bewahren, inscha'Allah.

2025-09-27 - Dergah, Akbaba, İstanbul

يَـٰٓأَيُّهَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُوٓا۟ إِن جَآءَكُمْ فَاسِقٌۢ بِنَبَإٍۢ فَتَبَيَّنُوٓا۟ أَن تُصِيبُوا۟ قَوْمًۢا بِجَهَـٰلَةٍۢ فَتُصْبِحُوا۟ عَلَىٰ مَا فَعَلْتُمْ نَـٰدِمِينَ (49:6) Allah, der Mächtige und Erhabene, sagt im edlen Koran: Ein Fasiq ist eine unzuverlässige Person. Sein Handeln steht weder im Einklang mit der Scharia, noch mit der Tariqa oder der Menschlichkeit. Das heißt, ein Mensch, der nicht auf dem rechten Weg ist, wird Fasiq genannt. Ein Fasiq ist, anders gesagt, ein schlechter Mensch. Wenn euch solch eine Person eine Nachricht überbringt, glaubt ihr nicht blindlings. "Prüft ihren Wahrheitsgehalt", befiehlt Allah, der Mächtige und Erhabene. Prüft, ob sie der Wahrheit entspricht. Andernfalls handelt ihr vielleicht aufgrund seines Wortes, greift andere an, fügt ihnen Leid zu, und wenn ihr dann die Wahrheit erfahrt, werdet ihr zutiefst bereuen, was ihr getan habt. Darauf muss man also besonders achten. Heutzutage könnte man fast 99 Prozent der Menschen auf der Welt als Fasiq bezeichnen. In solch einer Welt leben wir. Das betrifft Muslime wie Nicht-Muslime. Fasiq bedeutet nicht zwangsläufig gottlos oder ungläubig; auch unter Muslimen gibt es viele Fasiq. Deshalb spielt diese Unterscheidung hier keine Rolle. Denn was ist ein Fasiq? Es ist jemand, der lügt und sein Wort nicht hält. Die Fasiq von heute haben jedoch ein noch gefährlicheres Werkzeug in die Hände bekommen als früher. Nennt es Medien, nennt es Internet, wie auch immer ihr es nennen wollt... Früher ist vielleicht mal jemand im Fernsehen aufgetreten und hat eine Nachricht, eine Lüge, verbreitet. Damals haben es die einen gehört und die anderen eben nicht. Aber jetzt haben die Fasiq eine enorme Reichweite. Sie haben die Welt ins Elend gestürzt. Man sagt ja: "Jeder, der einen Mund hat, redet." Und wenn sie reden, richten sie Schaden an. Wenn ihr also im Internet, im Fernsehen oder sonst wo eine Nachricht hört, glaubt sie nicht sofort, hegt nicht gleich Misstrauen gegen Menschen und tut ihnen kein Unrecht. Findet die Wahrheit heraus, den wahren Sachverhalt, um nicht die Rechte anderer zu verletzen. Um die Rechte anderer Menschen nicht zu verletzen, ist das eine Grundvoraussetzung. Man kann einen Menschen doch erkennen. Ein Gelehrter ist erkennbar, und ein Übeltäter ist es auch. Wenn ein Gelehrter spricht – und obwohl jeder Fehler machen kann – will er keinen Schaden anrichten. Der Gelehrte sagt die Wahrheit, er sagt, was richtig ist. Einen Gelehrten anzugreifen, indem man sagt: "Du bist kein Gelehrter, du hast keine Ahnung von Religion, Glauben und Menschlichkeit", und seine Rechte zu verletzen, bedeutet einen großen Verlust und richtet großen Schaden an. Nicht ihm, sondern euch selbst schadet es. Nicht der Mensch, dessen Rechte ihr verletzt, nimmt Schaden, sondern ihr selbst. Deshalb muss man vorsichtig sein. Nur weil jemand etwas gesagt hat, muss man nicht sofort aufbrausen und ihn beschimpfen. Alles, was sie tun, wird bei Allah aufgeschrieben. Sie werden sich vor Allah verantworten müssen. Deshalb muss man in dieser Angelegenheit sehr achtsam sein. Denn der Satan hat inzwischen die ganze Welt in seinem Griff. Wenn er etwas sagt, schlagen sich die Massen auf eine Seite und greifen die Person an, die zur Zielscheibe gemacht wurde. Sie greifen sie an. Selbst wenn die angegriffene Person sich verteidigt, hört niemand hin. Stattdessen stellt man sich auf die Seite des Übeltäters. Möge Allah uns davor bewahren. Möge Allah uns alle davor bewahren, die Rechte anderer zu verletzen, inscha'Allah.